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110 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was ist Liebe?, 3. November 2004
Es handelt sich um eine Mischung aus Liebesgeschichte und Science Fiction. Reine Liebesgeschichten sind mr meist zu "süß", reine Science Fiction ist mir oft zu trocken. Diese Mischung hier jedoch auch Glück, Herzschmerz, Liebe und Logik ist meines Erachtens wirklich genlungen.Es geht um Henry, der aufgrund einer angeborenen Krankheit immer wieder Zeitreisen in seine Vergangenheit und seine Zukunft macht, während derer er seine (zukünftige) Frau trifft. Der Leser verfolgt das Leben von Claire und Henry nach Claires chronologischem Empfinden. Das ist manchmal verwirrend, manchmal lustig und manchmal auch sehr traurig. Wer in die Zukunft reist erfährt eventuell Dinge, die seine Gegenwart beeinflussen... Es gibt eine Regel: Henry, der Zeitreisende, kann die Vergangenheit (oder Zukunft) nicht ändern. Er kann nur beobachten und versuchen, Konsequenzen zu ziehen. Wenn es um zukünftige Liebe geht, mag das noch romantisch und schön sein. Geht es jedoch um das Wissen über den Tod, dann ist das eher dramatisch. Ich habe schon lange nicht mehr ein so packendes Buch gelesen. Und bei den letzten Seiten konnten ich auch die Tränen nicht mehr zurückhalten, und ich dachte nach über mich und mein Empfinden der Liebe. Eines ist klar: Claire liebt Henry, eine größere Liebe ist kaum vorstellbar. Ich habe dieses Buch auch meinem Freund zu lesen gegeben, er hat jedoch noch ca. 70 Seiten aufgegeben. "Da ist ja gar keine Action", war sein Kommentar. Ich weiß nicht, ob man deshalb schlußfolgern kann, dass es sich um ein Buch für Frauen handelt. Es ist auf jeden Fall ein Buch für Leute, die das mit Zeitreisen verbundene Gedankenspiel mögen, und für Leute, die sich gerne lesend in die Gefühle anderer vertiefen. Elke Fehling
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschöne Liebesgeschichte, die einen die Zeit vergessen lässt!, 9. September 2009
Henry ist ein Zeitreisender! Durch einen Gendefekt hat er die Möglichkeit, ständig zwischen den Zeiten zu reisen. Auf einer dieser Reisen lernt er seine spätere Frau Clare kennen. Er ist 36 und Clare gerade sechs Jahre als sie sich das erste Mal begegnen. Immer wieder kehrt er als Erwachsener zur ihr zurück, während Clare langsam heranwächst. Irgendwann treffen sie dann endlich im Chicago der Gegenwart aufeinander.
Henry leidet an dem sogenannten Chrono-Syndrom, was für ihn bedeutet, dass er seit jüngster Kindheit die Möglichkeit hat, durch die Zeit zu reisen, dies jedoch nie beeinflussen kann und somit nie weiß, in welcher Zeit er landet, noch wann die Zeitreise passiert. Und so trifft er sich auch des Öfteren als Kind, Jugendlichen oder als Erwachsenen selbst und immer wieder führt sein Weg zu Clare.
Die Handlung wechselt ständig zwischen Vergangenheit, Gegenwart und manches Mal auch der Zukunft und erzählt einem so nach und nach die Geschichte von Clare und Henry. Was bei der Zeitreise etwas erschwerend für Henry hinzukommt, ist, dass er jedes Mal nackt ankommt. So hat er das ein oder andere Mal recht pikante und auch brisante Erfahrungen zu machen. Da er natürlich dann auch über kein Geld verfügt, bringt ihn dies öfters mit der Polizei in Berührung, wenn er mal wieder versucht, sich etwas Geld und Kleidung zu beschaffen. Diese Szenen sind stellenweise sehr humoristisch von der Autorin beschrieben, vor allem, wenn er vor den Augen der Polizisten plötzlich wieder verschwindet.
Der Roman hat allerdings auch traurige und nachdenkliche Momente. So erzählt er sehr anschaulich auch die Schwierigkeiten von Henry, seinem Freundes- und Bekanntenkreis die Zeitreisen zu erklären, oder aber auch bei manchen Personen aus bestimmten Gründen, dies vor ihnen geheim zu halten. Was natürlich häufig zu Missverständnisse und Unverständnis führt. Auch bewerkstelligt die Autorin es problemlos, einem die Zeitreisen realistisch und erklärbar zu vermitteln, so hat der Roman rein gar nichts mit Science Fiction zu tun.
Herrlich erfrischend und keine Spur kitschig vermittelt Audrey Niffenegger einem ihre Liebesgeschichte von Clare und Henry. Diese wird mal aus Sicht von Clare berichtet, mal kann man Henry's Erinnerungen verfolgen. Die Gefühle von Clare und Henry zueinander, die Sorgen von Clare um Henry, wenn er wieder tagelang verschwunden ist und Henrys Versuche, sich gegen die Zeitreisen zu wehren, sind detailreich und lebendig beschrieben und so nehmen ihre Charaktere während des Lesens schnell Konturen an.
Alles in allem ein wunderschöner Roman, der einen schmunzeln lässt, nachdenklich stimmt, zum Weinen bringt und einen die Zeit vergessen lässt.
Der neue Roman von Audrey Niffenegger erscheint übrigens am 28. Oktober 2009 unter dem Titel Die Zwillinge von Highgate.
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70 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Übersetzungskritik, 16. September 2009
Dies ist eine reine Übersetzungskritik der deutschen Übersetzung von "The time traveler's wife" und bezieht sich nicht auf den englischen Roman. Die deutsche Übersetzung von Brigitte Jakobeit ist inkompetent, fehlerhaft, unlogisch und schlecht recherchiert. Folgende Punkte fallen besonders negativ auf:
- Im Buch erwähnte (Literatur-) Zitate werden von der Übersetzerin nicht erkannt und wörtlich übersetzt, sodass sie im Deutschen nicht mehr als solche zu erkennen sind.
- Paradoxerweise macht sich Jakobeit einerseits nicht einmal die Mühe nachzuschauen, wie die Cheshire Cat in Alice's Adventures in Wonderland auf Deutsch heißt ("Grinsekatze") und übersetzt mit "die Cheshire Cat in Alice im Wunderland", aber verwendet andererseits für Blakes weltberühmtes Gedicht "Tiger, Tiger burning bright" die deutsche Version "Tiger, Tiger grelle Pracht".
=> Man lässt also jemanden einen Roman aus dem Englischen übersetzen, dessen Kenntnisse der englischen Literatur mehr als ungenügend sind?
- Große Lücken in Sachen Allgemeinwissen und idiomatischer Sprachgebrauch. Beispiel: Beim Schachspielen verwendet man im Englischen das Verb "to take", wenn man die Figur des Gegners schlägt, wie in "She took his pawn." (wörtl. "Sie nahm seinen Bauern."; idiomatisch sinnvolles Deutsch: "Sie schlug seinen Bauern.") Dieser englische Ausdruck wurde 1A ins Deutsche übernommen, 2 Seiten voll mit Formulierungen nach dem Muster "Er/sie nimmt/nahm ihre/seine Figur". Das passende deutsche Verb "schlagen" fehlt in Jakobeits Wortschatz. Man sollte doch erwarten können, dass nach 15 Jahren Übersetzungen aus dem Englischen (laut Verlagsbiographie) wenigstens ein paar rudimentäre Kenntnisse dieser Sprache vorhanden sein sollten.
- Im englischen Original kann man am Sprachstil und der Wortwahl der Figuren die jeweilige Zeit erkennen. Denn logischerweise hat man in den 60ern anders gesprochen als in den 90ern. In der deutschen Übersetzung wurde dies jedoch konsequent ignoriert. Auch die Hauptfiguren Clare und Henry werden von frühester Kindheit an beschrieben. Der Übersetzerin ist es aber völlig egal, ob die Person gerade im Vorschul- oder Erwachsenenalter ist, die Wortwahl im Deutschen ist völlig gleich. Welches 5jährige Mädchen würde auf die Frage nach seinem Befinden mit "einigermaßen" antworten? Mögliche Gründe sind wiederum mangelnde Englischkenntnisse, sprachliche Nuancen werden nicht erkannt und somit nicht in die Zielsprache übertragen.
Die Übersetzung ist ungenau, Worte werden ausgelassen, Satzzusammenhänge falsch verstanden und anstatt einen Satz sinnvoll zu trennen, wird er mit unzähligen Kommas zerstückelt und endet irgendwo im stilistischen Niemandsland. Selbst deutsche Fremdwörter werden falsch geschrieben. Haben die Lektoren geschlafen? Brigitte Jakobeit ist hier leider kein Meisterwerk gelungen, sondern eine Peinlichkeit, die man schnellstens aus dem Lebenslauf streichen sollte.
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