19 Angebote ab EUR 2,01

Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
 
 
Die Bildungslüge. Warum wir weniger wissen und mehr verstehen müssen
 
Größeres Bild
 

Die Bildungslüge. Warum wir weniger wissen und mehr verstehen müssen (Broschiert)

von Werner Fuld (Autor)
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


6 neu ab EUR 3,00 13 gebraucht ab EUR 2,01

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Broschiert: 301 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596162246
  • ISBN-13: 978-3596162246
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 641.805 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit einem hat Werner Fuld sicherlich Recht: Wissen allein genügt nicht. Man muss auch Zusammenhänge verstehen und Bezüge herstellen können. An unseren Schulen kommt die Sorte von Lehre, die eben dazu befähigte, in der Tat entschieden zu kurz! Und deshalb nützt später denn auch vielen, zumal den Studenten, ihr ganzes Wissen nichts. Punktum.

Mit einem aber hat Werner Fuld sicher nicht Recht -- dass wir nämlich durch die Bank (wirklich) zu viel wüssten. Beispiel dafür, dass der Autor (auch zweier Lexika zu einigermaßen abseitigen Themen!) manchem Missverständnis aufsitzt, ist seine Forderung nach der weit gehenden Abschaffung des Geschichtsunterrichts in den Schulen: "Nur noch die deutsche Geschichte seit 1945 sollte eigenständiger Lerninhalt bleiben." Dazu bedarf es wohl keines Kommentars. Und ebenso unkommentiert kann man Fulds Ratschlag lassen, man solle keine Bücher lesen, zumindest keine Klassiker ("Die Kanon-Debatte: Warum die Lektüre von Klassikern dumm macht").

Zwar kommt der Büchermacher und Literaturkritiker durchaus zu manch richtiger Erkenntnis, die Überspitzung jedoch (Klappentext: "Bildung macht dumm!"), mit der der Autor um die Aufmerksamkeit all derer buhlt, die immer noch -- welch eine Zeitverschwendung -- Bücher lesen, wirkt vielfach doch arg aufgesetzt. Trotz allem: Die Auseinandersetzung mit Fulds Thesen, ob wir ihnen nun zustimmen oder nicht, ist keine schlechte Vorbereitung auf die anstehenden Bildungsdebatten, die wir so vielleicht besser verstehen. Ob es darauf tatsächlich ankommt? Vermutlich nicht. Aber wirklich schaden tut's sicher nicht, wenn man weiß, was von dem einen oder anderen Argument eigentlich zu halten ist. --Hasso Greb -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

changeX

Deutschlands Schulen leben noch im 19. Jahrhundert, so Fulds Argument. Unnützes, veraltetes Wissen vernebelt den Schülern die Sinne. Sie werden immer dümmer, weil ihnen das notwendige Wissen für Gegenwart und Zukunft vorenthalten wird. Schluss mit Goethe, Sinuskurven und Ablativ! Er rät zur Abschaffung von Mathematik & Co. in ihrer bisherigen Form.

„Das Erstaunliche war, dass nach dem miserablen Abschneiden der deutschen Schüler in der PISA-Studie die Folgerung war, unsere Schüler müssten wieder mehr lernen“, merkt Fuld an. „Anstatt zu erkennen, dass sie etwas anderes lernen müssen. Sie lernen nur Daten und Fakten, aber was PISA abgefragt hat, waren Zusammenhänge.“ Dass Schule Allgemeinbildung vermitteln will, hält er für veraltet. Die Schule versuche immer, einen tradierten Kanon zu vermitteln. Vollkommen unabhängig davon, ob Bestandteile dieses Kanons nun veraltet sind oder nicht. Sein Argument: Wir brauchen heute nicht mehr nur ein anderes Wissen, sondern auch ein anderes Menschenbild. Eines, das von der Aufklärung verschüttet worden ist. Es geht in der Bildung zunächst um Anschauung, um Ästhetik, um die Wahrnehmung von Dingen. Aus Wahrnehmung, aus Ästhetik und Ethik entsteht eine andere Sicht auf die Welt als die, die wir durch die klassische Schulbildung erhalten. Weil die Schule selbst nicht auf der Höhe der Zeit ist.

Die kontroversesten Stellen seines bewusst provokanten sind sicher die, in denen Fuld leicht zynisch einen „Urlaub von Auschwitz“ fordert. „Wir haben ganz dringende Probleme in unserer Gesellschaft zu lösen. Wir lösen sie nicht, wenn wir uns ständig mit der Vergangenheit beschäftigen“, argumentiert er und kritisiert, dass wir heute außerordentlich genau informiert sind über die Täter, die ganze Nazi-Bürokratie bis hin zu Hitlers Leibkoch und Chauffeur. Diese ganze Kenntnis setzt uns nicht in die Lage, Auschwitz zu verstehen. Ein Besuch des Jüdischen Museums macht diese Faktenansammlung vollkommen überflüssig. Der Terror wird durch die Anschauung des Grauens präsent.

Es ist zu hoffen, dass sich Fulds Kritiker nicht an diesen Passagen festbeißen, sondern der eine oder andere seiner Denkanstöße ins Schulsystem einsickert.

(c)changeX – Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

 

Kundenrezensionen

12 Rezensionen
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (5)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
3.2 von 5 Sternen (12 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Buch, sowohl mit interessanten aber auch mit zweifelhaften Aussagen, 18. Juli 2006
Wenn man Fulds Buch liest, fallen einem seine provokativen Thesen sofort ins Auge. Schon das einleitende Zitat Andre' Gides lässt eine umfassende Kritisierung erwarten, die Fuld dann auch durchführt.
Seine provokativen Thesen und teilweise radikale Argumentation, gewürzt mit Ironie und sein teilweise satirisierender Stil weiß zu gefallen und zieht sich durch die unterschiedlichen Kapitel.

Die allerdings sind von unterschiedlicher Qualität: Manche Themen, vor allem die, welche Literatur zum Gegenstand haben, glänzen durch fundierte Recherche und der Fachkompetenz des Autors und enthalten einige beachtbare und zu bedenkende Aussagen.
Diffiziler wird es für den Leser im Bereich Mathematik und Naturwissenschaft, wenn Fulds Aussagen allgemeiner, provokativer und erkenntnistheoretischer werden, so er dann fordert, die Physik aus dem Schulunterricht zu verbannen, da das Weltbild der modernen Physik letztlich eine Frage des Glaubens und damit Privatsache sei...
Beinahe konträr zu den bisher erwähnten und trotz alledem (s. o.) zum Nachdenken anregenden Thesen, wird es, wenn der Autor sich, besonders im Bereich Geschichte, phasenweise selbst widerspricht oder manche erkenntnistheoretischen Zweifel den Eindruck erwecken, nur um des Zweifelns Willen geschrieben worden zu sein.
So hinterlässt Fulds "Die Bildungslüge" einen zwiespältigen Eindruck: Teils beinahe genial, teils banal und teils absurd, aber nichtsdestotrotz bietet es viele Anregungen, selbst zu denken - und sei es nur, weil man mit dem Autor, der stellenweise belehrend daherkommt, nicht so ganz übereinstimmen mag...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


 
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Zu viel versprochen, 4. August 2005
Von Frank Emmerich (Frankenberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Das Buch stellt eine Mischung aus interessanten Thesen und nicht
ganz nachvollziehbaren Meinungen dar - es wird seinem eigenen Anspruch aber nicht gerecht. Wenn der Autor über das Bestreben zur Auswanderung aus Deutschland referiert, setzt er einen Absatz über den Auswanderungsstrom ins frühe Amerika dazu, eine normale, bedenkenswerte Analogie - aber wie passt diese Vorgehensweise zu der mehrfach auftretenden These, dass wir aus der Geschichte nichts lernen könnten? Das Kapitel über Naturwissenschaften ist schwach, dass über Mathematik extrem schwach - erkennbar nicht sein Fachgebiet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


 
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Rundumschlag, 26. Mai 2004
Von Ein Kunde
Werner Fuld ist der Meinung, dass die Lehrpläne überfrachtet sind mit unnützem Wissen und startet in Die Bildungslüge einen RUndumschlag gegen Mathematik, Geschichte, Germanistik und selbst Physik und Französisch.

Der Untertitel "Warum wir weniger wissen und mehr verstehen müsse" ließ mich noch hoffen, hier gute Gründe zu finden, jedoch steht Fuld meiner Meinung nach auf einer Extremposition. Geschichte sei unnütz, man könne aus ihr nichts lernen, Physik sei nur mehr philosophische Spielerei und Klassiker aus Germanistik müsse man nicht lesen, da der Inhalt nur aus dem Kontext zu interpretieren sei und dieser meist fehlt.

In manchen Punkten gebe ich Fuld gerne recht: Die Lehrpläne sind mit Faktenwissen überfrachtet und Verständnis aus dem Kontext fehlt oft.
Die Argumentation über den Nutzen des Wissens ist jedoch nur teilweise verständlich, da der Nutzen eben oft nicht gleich zum Vorschein kommt. Fuld wettert gegen die moderne (Meta)Physik, jedoch war in der Vergangeheit auch manch mathematisches Wissen unnütz (z.B. Primzahlen) bis sich heute plötzlich Anwendungen (Kryptographie) finden ließen. Wer Bildung immer nur auf das Notwendige im Alltag beschränkt, kommt klarerweise mit sehr wenig aus. Aber ist es dann gerechtfertigt noch von "Bildung" zu sprechen?

Hier geht es doch auch daraum, was man wissen kann und nicht nur was man wissen muss...

Sicher wird an einigen Beispielen gezeigt, dass Bildung im Allgemeinen nicht vor Dummheit im Konkreten schützt (der Professor, der französische Briefe kauft ist echt interessant...). Der Rundumschlag geht dennoch zuweit. Physikalische Modelle seine gelten nicht für reale Natur schreibt er etwa auf S154. Aber das Konzept eines Modelles ist eben die Vereinfachung. Auch Landkarten sind nur Modelle und sind doch ganz nützlich.

Werner Fulds Buch enthält zweifellos einige Denkanstöße, jedoch ist mir seine Position deutlich zu extrem. Auch vermisse ich konkrete Vorschläge, was und wie Bildung besser vermittelt werden sollte, nur Destruktiv zu sein, ist zu wenig.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen

2.0 von 5 Sternen Thema verfehlt
Den Thesen des Autors kann ich -als Bildungsopfer- voll und ganz zustimmen: weniger (totes) Wissen sollte durch mehr (lebendiges) Verstehen abgelöst werden. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Tagen von Manuel Schwabe veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen teilweise sehr schön
Das Buch hat einige absolute Höhen, die richtig Spaß machen, die interessant sind und auch wichtig. Der Autor hat ein unheimliches Wissen über Literatur und das Buch ist voll... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Frog Frau veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Warum wir Werner Fuld nicht verstehen müssen - wer macht hier wen dumm?
Als ich es fertig gelesen habe, hatte ich ein Problem mit dem Buch: Viele - sehr viele - Aussagen sind einfach nur unterste Schublade, dazwischen finden sich kleine Perlen... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von ToToTom veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Sturm aufs Bildungsbürgertum
Ein anschaulich und unterhaltsam geschriebenes, ungemein lesenswertes Buch. Der Autor läuft Sturm gegen viele liebgewonnene und nach Meinung des Autors längst überflüssig... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Mai 2007 von Jürgen vom Scheidt

5.0 von 5 Sternen "Die Benutzung des Internets nicht zu lernen ist ruinös!"
Die Benutzung des Internets nicht zu lernen ist ruinös!

Noch schreien alle klassischen Bildungsinstitutionen laut auf und Fußnotenquerverweiszähler versuchen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. August 2006 von Happyx

5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt gebracht
Bildung ist nur so gut, wie sie von dem, der glaubt sie zu haben, begriffen wird. Und da sieht der Autor das grundlegende Problem in unserem Bildungssystem und -begriff. Lesen Sie weiter...
Am 9. August 2004 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Ziemlich Paradox
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und es ist teils erstaunlich, welches Wissen der Autor auf den armen Leser losläßt: Seitenweise werden (wirklich extrem schwer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2004 von ek7643

3.0 von 5 Sternen Was ist Bildung?
Fulds "Bildungslüge" ist in der Tat ein streitbares Buch. In der Hoffnung, auf Antworten zu treffen muss der Leser zunächst erfahren, dass viele Fächer in seinem Leben... Lesen Sie weiter...
Am 13. Juli 2004 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Mathematik, ein Spiel für Verrückte ?
Werner Fuld, seines Zeichens Autor und Literaturkritiker, hat als Nichtpädagoge die Ergebnisse der PISA-Studie verstanden und kritisch nach verwertbaren Aspekten untersucht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Mai 2004 von Liesel Hahn

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren.
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:











Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Für Sie dokumentiert

 (Was ist das?)

Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.