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Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind - und andere nicht
 
 

Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind - und andere nicht (Taschenbuch)

von Malcolm Gladwell (Autor), Jürgen Neubauer (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (12. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593388383
  • ISBN-13: 978-3593388380
  • Originaltitel: The Story of Success
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.174 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Ausreißer ist nicht nur eine Person, die von irgendwo davongelaufen ist, sondern auch ein Radrennfahrer, der dem Hauptfeld enteilt ist oder eine statistisch ungewöhnliche Abweichung von einem bestimmten Mittelwert. Diese Mehrdeutigkeit ist wahrscheinlich der Grund, warum sich der deutsche Verlag entschlossen hat Malcolm Gladwells Buch Outlier mit Überflieger statt Ausreißer zu betiteln. Leider führt das in die Irre, denn als „Überflieger“ werden Menschen bezeichnet, die aufgrund überdurchschnittlicher Intelligenz oder außergewöhnlicher Begabung alles mit Links schaffen. Aber darum geht es in Gladwells Buch gerade nicht. Im Gegenteil!

Der Wissenschaftsjournalist des amerikanischen Intelligenzblatts New Yorker, der sich auf die Demontage gängiger Vorurteile und die Aufklärung ungewöhnlicher Alltagsphänomene spezialisiert hat, will vielmehr den Nachweis antreten, dass den allermeisten Genies, Ausnahmekünstlern oder Milliardenunternehmern der Erfolg alles andere als in die Wiege gelegt wurde. Selbst scheinbaren Überfliegern wie Mozart sei es nicht erspart geblieben, zuerst einmal mindestens 10.000 Stunden harter Arbeit zu investieren, um als ernst zu nehmender Komponist zu reüssieren. Persönlichkeit, IQ, Talent und Fleiß sind längst nicht alles, ohne die Gnade der rechtzeitigen Geburt, eines förderlichen Herkunftsmilieus oder glücklicher Umstände aber alles nichts.

Sicherlich kann man bezweifeln, dass allein der frühe Umgang mit Rechenmaschinen den Aufstieg Bill Gates zum reichsten Mann der Welt vorzeichnete, um nur ein Beispiel herauszugreifen. Dazu bedurfte es mindestens ebenso sehr die Fähigkeit zu ungewöhnlichen Visionen, einen ausgeprägten Geschäftssinn, familiäres „Vitamin B“ und nicht zuletzt die nötige Ellbogenmentalität. An den Pauschalisierungen kann man erkennen, dass es sich bei Gladwells „verblüffender neuer Geschichte des Erfolgs“ unterm Strich hauptsächlich um wissenschaftlich unhaltbares, weil unbewiesenes Fabulieren handelt. –Franz Klotz



Pressestimmen

01.01.2009 / Manager Magazin: Chancenverwerter "Spannend wie ein kriminalistisches Puzzle ... ein Erklärbuch, das die Mechanik des Aufstiegs aus einer völlig neuen Perspektive beleuchtet."

13.01.2009 / Tages-Anzeiger: Erfolg hat viel mit Gelegenheiten zu tun "Kultautor Gladwell zeigt, dass erfolgreiche Leute oft einfach zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten am richtigen Ort waren."

24.01.2009 / Süddeutsche Zeitung: Wer ein Überflieger wird - und wer nicht "Das Buch verankert eine gefühlte Wirklichkeit in Fakten ... Manche Erkenntnisse wirken tröstlich, andere inspirierend, denn Überflieger sind am Ende alles andere als Überflieger. Das macht sie ein wenig menschlicher und uns Normalsterbliche ein wenig machtvoller."

25.01.2009 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Ein forscher Parasit "Understatement gehört zu Gladwells Markenzeichen, ebenso wie der Wuschelkopf und natürlich die Gabe, so lebendig, anschaulich und interessant zu schreiben, dass eine neue Form des Wissenschaftsjournalismus daraus wurde."

30.01.2009 / Frankfurter Rundschau: Glückspilze "Ein unterhaltsam zu lesendes Buch mit verblüffenden Erkenntnissen."

05.02.2009 / KURIER: Erfolg ist Glückssache "Der US-Bestseller ist großartige Grundlage für Streitgespräche."

01.03.2009 / Junge Karriere: Mehr Glück als Verstand? "Erfolg ist auch Zufall. Der New Yorker Bestseller-Autor Malcolm Gladwell erklärt, warum nicht immer nur die Besten und Klügsten Karriere machen."

23.03.2009 / NZZ Online: Überflieger "Ein unterhaltsames und spannendes Buch, das eine ganz neue Perspektive auf das Thema Erfolg eröffnet."

01.04.2009 / Literaturen: Singen lernen im Striptease-Lokal "Die ausgesprochene Stärke des Autors ist sein glänzendes Storytelling."

16.04.2009 / Die Zeit: Was heißt hier "leistungsgerecht"? "Nicht nur sollten wir skeptisch sein gegenüber der Geschichte vom Jahrhundertgenie. Wir sollten uns auch die Anreize und Institutionen genau anschauen, die im Namen der Leistungsgerechtigkeit agieren. Sie sind vielleicht gar nicht so fair."
Uwe Jean Heuser

25.04.2009 / Die Welt: 1000 Stunden und ein wenig Glück "Die Begeisterung, mit der Gladwell die vertracktesten Zusammenhänge aufdeckt, ist ansteckend. Das Buch wird zum Krimi, und der Autor zum Detektiv, dessen Spürnase kein noch so winziges Beweisstück entgeht."

01.05.2009 / Capital: Überflieger "Fesselnde Lektüre, die ein Weltbild verändert."

01.11.2009 / Emotion: Überflieger "Für Leser, die Aha-Effekte lieben."

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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Alter Wein in neuen (hübschen) Schläuchen, 19. April 2009
Von Stefan Merath "www.unternehmercoach.com" (Ehrenkirchen (bei Freiburg)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Gladwell hat eine geniale Schreibe. Er schafft es, seine Inhalte in Form eines Krimis zu verkaufen. Da wird zuerst der Mord (das Phänomen) vorgestellt, dann erzählt er Geschichten, die den Leser nach und nach auf die Fährte bringen und dann kommt die Auflösung, auf die alle gewartet und die manche Leser schon geahnt haben. Psychologisch kaum besser machbar.

Inhaltlich verabschiedet sich Gladwell von der Hypothese, dass jeder seines Glückes Schmied sei. Dass Erfolg nur von Talent und eigener Leistung abhängen würden. Um seine "neue" Hypothese, dass Erfolg vor allem von den gegebenen Chancen abhängen würde, zu stützen, führt er uns kreuz und quer durch die Weltgeschichte.

So führt er uns vor Augen, dass kanadische Profi-Eishockey-Spieler meist in den Monaten Januar bis März Geburtstag haben. Oder dass 14 der 75 reichsten Menschen, die jemals auf dieser Erde gelebt haben, um 1835 in den USA geboren wurden. Oder dass Bill Gates, Paul Allen, Steve Ballmer, Stev Jobs, Eric Schmidt (Google), Scott McNealy (Sun) usw. alle um das Jahr 1955 geboren wurden.

Seine Erklärung für diese verblüffenden Phänomene ist einfach: Der Stichtag bei den Eishockeyspielern ist der 1. Januar. Bei Kindern von 6 oder 7 Jahren ist es entscheidend, ob man 8 oder 10 Monate älter ist. Diese Kinder wirken einfach besser. Mit dem Ergebnis, dass sie dann auch mehr gefördert werden und eher in Auswahl-Ligen kommen. Und dort wiederum haben Sie Zeit, mehr zu üben.

Dabei bezieht er sich auf die (meiner Meinung nach viel zu wenig zur Kenntnis genommenen) Ergebnisse von K. Anders Ericsson, der nachwies, dass Talent keinerlei Aussagekraft für zukünftigen Erfolg hat - entscheidend ist allein die Anzahl der Übungsstunden. Und hier scheint eine "magische" Schwelle von 10.000 Stunden zu existieren. Ericsson untersuchte zum Beispiel Geiger der berliner HdK. Diese wurden in 3 Gruppen eingeteilt: Die zukünftigen Stars, die guten Violinisten und die zukünftigen Lehrer. Der einzig relevante Unterschied zwischen diesen 3 Gruppen war: die erste Gruppe hatte 10.000 Stunden geübt, die zweite Gruppe etwa 8.000 Stunden, die dritte Gruppe etwa 4.000 Stunden. Es gab in der ersten Gruppe nicht einen einzigen mit einem "Naturtalent", der weniger als 10.000 Stunden geübt hätte. Und es gab in der dritten Gruppe nicht einen einzigen, der mehr als 10.000 Stunden gerackert hätte und trotzdem schlecht geblieben war.

Worauf Gladwell nun abzielt, ist, dass es die Rahmenbedingungen sind, die es einem erlauben, 10.000 Stunden zu üben. Bill Gates hatte seit 1968 Computerzugang und deshalb den anderen Jugendlichen seines Alters etwas voraus. Oberschichtskinder werden auch in den Schulferien angehalten, etwas zu lernen und die statistisch feststellbaren Lernunterschiede zwischen Unterschicht und Oberschicht sind nicht in der Schulzeit zu verorten, sondern in der Ferienzeit. Usw.

An weiteren Beispielen zeigt Gladwell auch den Einfluss der Kultur und warum Chinesen besser in Mathematik sind und allgemein bessere Schulergebnisse haben: Das chinesische Zahlensystem ist logischer aufgebaut und sie arbeiten kulturell bedingt (Reisanbau ist im Vergleich zu Weizenanbau ganzjährig extrem arbeitsintensiv) mehr. Damit kommen sie wesentlich früher auf 10.000 Stunden Übung.

Der Punkt ist nun: So neu, wie Gladwell behauptet, ist das alles nicht. Die Chancen, die sich in bestimmten Bereichen bieten, spielen natürlich eine Rolle. Es gibt eine ganz simple Geschichte, die jeder BWL-Student im ersten Semester lernt: SWOT. Entscheidend ist hier das S und das O: Strengths und Oppertunities. Stärken und Chancen. Nur die größten Dummköpfe leugnen den Einfluss von Chancen. ABER: Ab einem gewissen Alter kann man sich die Chancen ganz bewusst suchen, die einem mit gegebenen Stärken die größten Möglichkeiten bieten. Das nennt man Strategie.

Und selbst beim Vater der meisten Erfolgsbücher: Napoleon Hills: "Denke nach und werde reich", wird vom Braintrust als einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren gesprochen: Man muss sich das soziale Umfeld, das einen Erfolg erlaubt, eben selbst schaffen.

Gegen Ende des Buchs erzählt Gladwell von einer staatlichen Schule in der Bronx, die etwa 60 Prozent mehr Unterrichtszeit bietet als normale Schulen. Die Kinder stehen vor 6 morgens auf und gehen nach 11 abends ins Bett. Dazwischen lernen sie. Obwohl die Schüler aus benachteiligten Familien stammen, liegen sie, wenn sie die Schule verlassen, besonders in Mathematik deutlich über dem Durchschnitt. So weit so gut. Er hat damit bewiesen, was er beweisen wollte: Die Rahmenbedingungen machen den Erfolg.

ABER: Ganz am Rande erzählt er, wie eine Schülerin, die neu an der Schule war, versuchte, ihre Freundin zu überzeugen, auch auf diese Schule zu gehen. Die Antwort war: "Ach nö, da muss ich ja so viel lernen." Kann man nur sagen: Selbst schuld!

Zusammen gefasst: Indem er sich auf Ericsson bezieht, macht Gladwell wider Willen deutlich, dass der eigene Einsatz doch eine ganz wesentliche Rolle spielt. Zudem fehlt mir der wichtigste Aspekt: Seine Menschen und Beispiele wirken alle merkwürdig passiv. Da gab es Chancen und die Gewinner gerieten da durch Zufall hinein. Eines von vielen tausend Gegenbeispielen ist Arnold Schwarzenegger. Der ist einfach da hin gegangen, wo die Chancen für ihn größer waren als in Österreich: Nach Hollywood.

Was Gladwell hier anbietet, ist inhaltlich im Prinzip nicht viel anderes, als Mainstream-Gedankengut auf oppositionell und reißerisch getrimmt. George Bernhard Shaw hat dies einmal so charakterisiert: "Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, schaffen sie sie selbst." Gladwell gibt den Verhältnissen die Schuld - das ist uralt.

Allerdings untermalt er das mit einigen spannenden Beispielen, die einem erlauben, Chancen noch differenzierter zu suchen und zu finden. Und darin liegt meiner Meinung nach der eigentliche Nutzen dieses Buchs.

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82 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wenn ein Überflieger über Überflieger schreibt, 30. Januar 2009
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Erfolg hängt zu einem großen Teil von der kulturellen Prägung und zufälligen geschichtlichen Gegebenheiten ab. Wer das nicht weiß und noch immer daran glaubt, jeder sei der Schmied seines Glücks, wird an den Geschichten von Malcolm Gladwell Freude haben. Freuen dürfen sich aber auch alle, die dem Tellerwäschermythos schon lange vor diesem Buch abgeschworen haben. Denn sie können sich fortan auf Gladwell berufen, ohne sein Buch zwingend lesen zu müssen. Tun sie es trotzdem, werden sie erstaunt feststellen, dass tatsächlich nicht mehr drin steht, als der Klappentext bereits verrät. Da ich zu dieser Gruppe gehöre, wechselte ich den Blickwinkel und konzentrierte mich auf die Beweisführung und Nebenschauplätze.

Das Vorgehen des Autors erinnerte mich an einen dieser alten Hollywoodfilme, in denen ein Verteidiger auf scheinbar verlorenem Posten vor die Geschworenen tritt und sie mit seinem fulminanten Plädoyer noch auf seine Seite zieht. Das schafft er weder mit langweiligen Zahlenreihen noch mit rhetorischen Ausflügen in komplizierte Theorien. Nein, sein Rezept besteht lediglich aus Simplifizierungen, Emotionen und Geschichten. Und so geht auch Malcolm Gladwell vor. Er strickt einfachste Muster von Ursache und Wirkung, erzählt von Kindern, Reisbauern, Musikhelden, Einwanderern und Verwandten. Er zeichnet Bilder von italienischen Bauerndörfern, dramatischen Flugzeugabstürzen, schiesswütigen Familienoberhäuptern und kämpferischen Frauen. Es sagt dem Leser, was A ist und warum dies zwingend B ergeben muss. Und wo er Zweifel wittert, ruft er die Wissenschaft und Statistiken zur Hilfe. Immer damit rechnend, dass seine Leserschaft ohnehin nicht überprüft, ob die Rechnungen aufgehen. Allerdings macht er es kritischen Geistern auch nicht leicht, verzichtet er doch auf ein Literaturverzeichnis, in dem Werke Andersdenkender ebenfalls aufgeführt sind. Die zehn Seiten Anmerkungen dienen lediglich dazu, seiner Beweisführung einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.

Nachdem mich Gladwell als gewiefter Rhetoriker zwar überzeugte, aber von der Sache her nur mäßig begeisterte, verschob ich meinem Blickwinkel erneut. Diesmal richtete ich die Aufmerksamkeit auf Selbstrechtfertigung. Wollte der Autor mit seinem Buch seinen eigenen fantastischen Aufstieg erklären und legitimieren? Denn immerhin ergatterte sich Malcolm Gladwell innert wenigen Jahren einen Platz in den Top 100 der einflussreichsten Meinungsmacher Amerikas. Gehörte er früher einfach zum unermesslichen Heer arbeitsamer Journalisten, gilt er heute als Experte für alles, was die Welt bewegt. Von seinen Erfolgsrezepten mehr zu erfahren, schien mir auch deshalb legitim, weil "Tipping Point" ja den weltweiten Ruhm Gladwells einleitete. Ein Buch, in dem es genau um die Frage geht, welche Faktoren sich kumulieren müssen, damit aus einem kleinen Feuer ein Flächenbrand wird. Von Malcolm Gladwell zu hören, welche kleinen und großen Mosaiksteine ihn zum Überflieger gemacht haben, wäre ein Ereignis gewesen. Zwar spricht er ausführlich über seine Familie und seine jamaikanische Herkunft, aber damit hat es sich schon. Wen er wann unter welchen Umständen getroffen hat und welche Zufälle seiner Ansicht nach zum Tipping Point geführt haben, bleibt weiterhin im Dunkel. Schade. Und so kam ich nach der Lektüre der 264 Seiten zum gleichen Urteil wie ein Kritiker des Oberserver: Malcolm Gladwell ist ein intellektueller Opportunist, der eine Alltagserfahrung ins Zentrum seiner Überlegungen stellt, ein simples Muster von Ursache und Wirkung strickt und bei der Beweisführung auf die Kraft guter Geschichten baut.

Mein Fazit:
Das Thema Überflieger wäre die Gelegenheit gewesen, die Thesen von "Tipping Point" nochmals aufzunehmen und mit realen Beispielen aus dem Leben des Malcolm Gladwell zu belegen. Aber es scheint ganz so, dass der amerikanische Superstar einem Rezept treu bleiben wollte, das den Erfolg schon beinahe garantiert. Immerhin ist die Deutungsmacht von Malcolm Gladwell inzwischen so groß, dass auch Autoren eher Gehör finden, die differenzierter denken und genauer argumentieren. Und das ist mir vier Sterne wert.

Das Hörbuch:
Ein Sachbuch, das große Informationspakete in verdichteter Form vermittelt, eignet sich nur beschränkt für ein Hörbuch. Konzentriert sich ein Autor jedoch auf ein Thema und veranschaulicht es vor allem mit Geschichten, sind Hörbuchversionen eine echte Alternative zur Printfassung. Das zeigt einmal mehr dieses Campus-Hörbuch. Es dauert 123 Minuten, ist leicht gekürzt und dramaturgisch aufbereitet. Auf die musikalischen Zwischenstücke könnte ich allerdings verzichten. Nur wenn sie eigenständige Kunstwerke wie etwa bei der Tintenherz-Trilogie von Cornelia Funke sind, stören mich solche Bereicherungen nicht. Kurz: "Überflieger" ist ein Buch, dessen Inhalt man sich auch bestens auditiv aneignen kann.

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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fleiß, Disziplin, Ausdauer und ganz viel Malcolm Gladwell, 19. Januar 2009
Von Sebastian Metzner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Die Vorankündigung im aktuellen Katalog des Campus Verlages machte mich auf das neue Buch von Malcolm Gladwell sehr neugierig. Schon seine beiden letzten Bücher beeindruckten mich sehr, da es keiner so versteht, Nebensächlichkeiten ins Rampenlicht zu setzten und daraus verblüffende Schlüsse zu ziehen.

Überflieger und ihre wahre Geschichte zu erzählen, trifft den Geschmack der heutigen "Leistungsgesellschaft". Wer will sie nicht kennen, jene Rezepte mit denen Gates, Jobs und Kamprad ihre Spuren auf dieser Welt hinterließen. Gladwell erzählt diese Geschichte jedoch aus seinem ganz eigenen Blickwinkel.

Das Buch teilt sich in zwei Teile. 1. Chancen: In dem er die wahren Hintergründe so manch fantastischer Erfolgsgeschichte ganz genau unter die Lupe nimmt und 2. Erbe: In dem er unsere Kulturen und ihre tiefe Prägung auf das erfolgreiche Handeln überträgt.

So berichtet er, warum Eishockeyspieler im Januar geboren werden sollten oder die Beatles in Hamburg den Grundstein für ihren Welterfolg legten. Aus diesen verblüffenden Geschichten strickt Gladwell die wahre Geschichte der Überflieger, die nur all zu oft vom Mythos der Leistungseliten überdeckt wird. So überzeugt er den Leser, dass Talent nur bedingt auf unsere Gene oder den IQ zurückzuführen ist und Fleiß, Ausdauer und Disziplin nicht unbedingt zu Ruhm und Reichtum führen müssen.

Gladwell ist ein Mustererkenner, der sich nicht mit den Augenscheinlichkeiten zufrieden gibt. Er hat mich mit seinem neuen Buch wieder überzeugt. Stars aus Sport, Musik und Wirtschaft sind doch nur Menschen, die durch ihre Umwelt, ihre Möglichkeiten und ihre Kultur zu dem wurden, was wir heute leider auf den ersten Blick nicht mehr erkennen können.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der an Zusammenhängen jenseits der einfachen Patentrezepte interessiert ist. Es ist kein Ratgeber, in dem der Leser einfache "Machs-nach-Rezepte" finden kann. Es ist eine tiefe Analyse rein zufälliger Situationen, aus den großes erwachsen kann, aber eben nicht muss.
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man darf das Buch einfach nicht als Leitfaden für den eigenen Erfolg oder dessen ehancement verstehen.

Vielleicht war das mein Fehler. Lesen Sie weiter...
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Hallo, das Buch ist rhetorisch sehr schön zu lesen und hat mir und meiner Frau Spaß gemacht zum lesen. Lesen Sie weiter...
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