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Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion
 
 

Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion (Taschenbuch)

von Holm Friebe (Autor), Thomas Ramge (Autor)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (15. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593386755
  • ISBN-13: 978-3593386751
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 54.159 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Verrückte Welt: Während Menschen in armen Ländern der reinen Not gehorchend wiederverwerten, basteln und improvisieren, was das Zeug hält, träumt ein Teil unserer saturierten Wohlstandsgesellschaft von den romantischen Zeiten einer Graswurzelökonomie oder übt demonstrativ Konsumverzicht, um von Abfällen zu leben. Ideologisch überhöht ist diese Haltung inzwischen sogar zum politischen Credo einer neuen avantgardistischen Bewegung geworden, die dem Umfeld der organisierten Globalisierungskritik zuzurechnen ist.

Während sich viele ihrer Protagonisten in der Jugend einen Wettstreit um die coolste Markenklamotte lieferten und ihre Freizeit bevorzugt beim Shopping verbrachten, singen sie nun das Hohelied auf das einst so verpönte No-Name-Produkt. Bücher mit Titeln wie Good Bye Logo!, No Logo! oder No Shopping! genießen Kultstatus in dieser Szene. Und die wird garantiert auch ihre Freude am Buch von Holm Friebe und Thomas Ramge haben. Ausgehend vom geflügelten Wort von der „Marke Eigenbau“, das aus den Zeiten vor dem Wirtschaftswunder in der BRD bzw. der Mangelwirtschaft in der DDR stammt, werden hier Facetten und Auswüchse des „real existierenden Konzernkapitalismus“ einer ebenso ätzenden wie geistreichen Analyse unterzogen sowie programmatische Formen der Verweigerung und des Protests aufgezeigt.

Wer seine Sozialisation in der pseudoanarchischen Alternativbewegung der 1970/80-er Jahre genossen hat, als das Tragen von Batiktüchern, gefärbten Latzhosen und selbst gestrickten Socken ebenso unverzichtbar zum Ausdruck eines systemkritischen Nonkonformismus gehörte wie Teestuben, Naturkostläden und Handwerkerkollektive wird bei der Lektüre so manches Déjà-vu erleben. Hier feiert ein postmaterialistisches Gedankengut fröhliche Urstände, das in der Geschichte des Industriekapitalismus immer mal wieder in der einen oder anderen Form ins Kraut schoss. Das letzte Mal musste es schlussendlich dem restaurativen Trend zur freiwilligen Anpassung der Jüngeren an das nicht zu überwindende Leistungsethos des „Establishments“ Tribut zollen. Arnold Abstreiter



Pressestimmen

29.08.2008 / Handelsblatt: Personalisierte Müslis als Vorboten der Zukunft "Die Lektüre ist Pflicht für die deutschen Management-Etagen: Derzeit gibt es hierzulande kein anderes Werk, das so detailliert und fundiert den Wandel in der Wirtschaft beschreibt." Thomas Knüwer

15.10.2008 / Die Tageszeitung: Bohemiens im Wind der Geschichte "Die Leitfiguren der digitalen Boheme rufen das endgültige Ende der industriellen Massenproduktion aus. Und leiten die Revolution des Selbermachens ein."

17.10.2008 / Financial Times Deutschland: Friede den Hobbykellern "Ein detailreicher und gut geschriebener Überblick über einen wichtigen Wirtschaftstrend."

24.10.2008 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Kein Goliath so stark wie tausend Davids "Ein weitreichender Perspektivenwechsel."

26.10.2008 / Der Tagesspiegel: Prosumenten aller Länder "Die Antwort auf den Konzernkapitalismus."

01.11.2008 / Galore: Selbst ist der Macher "Eine revolutionäre Wende auf dem globalen Wirtschaftsmarkt, der derzeit neue und bodenständige Konzepte gut gebrauchen kann."

06.11.2008 / Rheinischer Merkur: Selbst ist der Leser "Neu und inspirierend ... Besser als Friebe und Ramge hätte man das selbst nicht machen können."

27.11.2008 / Die Zeit: Der Kapitalismus wird grüner "Friebe und Ramge haben eine Art postutopisches Manifest verfasst, das den Heimwerker zum antikapitalistischen Rebellen adelt."

27.12.2008 / Die Welt: Bücher der Woche "Die richtige Lektüre, um die globale Finanzkrise halbwegs gut gelaunt zu überstehen."

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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen klein, fein, aber auch neu?, 24. Oktober 2008
Hier liegt ein Buch über kleine Firmen vor, welche durch Nischenprodukte den Großen das Leben schwer machen. Ganz nach dem Motto es lebe die Vielfalt präsentieren die Autoren ein Konzept, in dem das Ende der industriellen Massenproduktion und eine Rückkehr kleiner, individueller Nischenprodukte von Kleinfirmen propagiert wird. Es wird auch sehr stark auf die Möglichkeiten der Vermarktung von Eigenbau-Produkten über das Internet hingewiesen. Eine Abkehr von Taylor und seinen Prinzipien ist das letzten Endes. Eine These, die in der aktuellen Managementliteratur recht populär zu sein scheint. Garniert werden die Ausführungen der Autoren mit einigen anekdotenhaften Fallbeispielen über Marke-Eigenbau-Firmen welche erfolgreich Großunternehmen die Stirn bieten.

Friebe und Ramge liefern alles in allem kein schlechtes aber auch kein großartiges Buch ab. Ihre Thesen von der Rückkehr kleiner Unternehmen und der dadurch entstehenden Vielfalt erscheinen dem Leser als intuitiv einleuchtend, völlig überzeugen kann ihr Konzept in meinen Augen aber nicht. Bereits vor 10 Jahren gab es Veröffentlichungen zu der These, das Internet werde dafür sorgen dass große Marken durch die einfache Vermarktbarkeit von Nischenprodukten über das Internet in Schwierigkeiten geraden würden. Sicherlich war die damalige Rhetorik mit welcher diese Aussagen verpackt wurden, deutlich technokratischer als heute, was am damaligen Zeitgeist (New Economy) lag, inhaltlich war das Ganze aber relativ nahe an diesem Buch (teilweise war gar von einem Ende der großen Marken im Allgemeinen die Rede, da das Internet dem Endverbraucher einen sehr hohe Markttransparenz zur Verfügung stelle und damit die Kennzeichnung durch Marken nicht mehr nötig bzw. überflüssig sei; was davon bis heute eingetreten ist, kann jeder selbst einschätzen).

Da durch die momentane Finanz- und die evtl. dadurch entstehende Wirtschaftskrise das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit in die momentanen wirtschaftlichen Strukturen erschüttert ist, erscheint dieses Buch sicherlich gerade zum rechten Zeitpunkt. Völlig neu ist es aber nicht was einem hier präsentiert wird. Wer bereits ein Buch über Guerilla-Marketing (sprich starke kleine Firmen welche Großkonzernen trotz geringer Finanzmittel in Nischenmärkten den Rang ablaufen) oder die oben angesprochenen Veröffentlichungen aus der New Economy Zeit kennt, wird einige Thesen zwar anders verpackt aber grundsätzlich als bekannt empfinden. Trotzdem gibt es schlechtere Wirtschaftsbücher und ich denke die von den Autoren vertretenen Aussagen sind als absichtlich überspitzte und provokative Thesen aufzufassen, nicht als Konzept welches direkt umsetzbar ist. Ob man die Einschätzung teilt, dass die großen Marken (und die Konzerne dahinter) tatsächlich demnächst verschwinden scheint mir eh mehr eine Glaubensfrage als sonst etwas zu sein.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Statusbericht der Wirtschaft 3.0, 2. Januar 2009
Von Willi Kramer (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Es gibt (leider) sehr wenige deutsche Wirtschaftsbücher, die sowohl intelligent und fundiert als auch unterhaltsam und... sagen wir: prophetisch geschrieben sind. Nach deutschen Seth Godins, Chris Andersons und Malcolm Gladwells sucht man meist vergebens. Die beiden Autoren dieses Buches können sich definitiv in diese Riege einordnen lassen.

Das Buch liest sich extrem kurzweilig und vermittelt dem Leser viele interessante und abwechslungsreiche Beispiele.

Der Titel des Buches verweist auf eine Thematik, die eigentlich nur einen Teil des Inhalts ausmacht. Neben der Ablösung der Massenproduktion durch die weit verbreitete und gut vernetzte Arbeit der Prosumenten, hat "Marke Eigenbau" nämlich noch einen anderen Fokus: es ist gleichzeitig ein gut beobachteter und toll zusammengetragener Statusreport über das Web 2.0 und eine allgemeine globale "Stimmung".

Ich empfand das Lesen extrem inspirierend und wünsche mir mehr solcher Bücher.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ist die Opposition schon regierungsfähig?, 9. Oktober 2008
Von Franz-Robert Neubauer (Eutin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Back to the roots!, könnte man meinen, war doch noch bis vor kurzem alles 'Marke Eigenbau'. Diese Marke hat, wie es scheint, sogar erst den Menschen zum Menschen gemacht. Womöglich steckt das Leben selbst in diesem Prinzip?
Hinter Friebes und Ramges Titel "Marke Eigenbau" verbirgt sich allerdings durchaus kein altmodisches Zeugs - keine selbstgehäkelten Topflappen oder selbstgebastelten Strohsternchen -, sondern nichts weniger als "ein Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion". Der Trend ist eindeutig rückläufig, weg von der Fliesband- und Stangenware, hin zur Manufaktur - dabei aber ohne Wut im Bauch, vielmehr mit Spaß an der Sache.
Das Buch entwirft ein Bild der Wirtschaft, das auch dem heutigen Lebensstil gerecht wird: originell, individuell und effektiv. Produzent und Konsument lernen sich wieder kennen, oder treten gleich in Personalunion: als "Prosumenten". So eröffnen sich neue Märkte, bspw. für personalisierte Müslis, 'Custom Made'-Fahrräder oder 'Open Source'-Projekte.
Neu sind die Wiederbelebungsversuche der 'Marke Eigenbau' eigentlich nicht, besser wäre es wohl zu sagen, dass sie nun endlich aus der Opposition herausgewachsen ist und sich emanzipiert hat. Kurzum, Links ist 'in', und alles wo ein "i" davor gesetzt wird auch... in diesem Sinne ist es absolut lohnenswert, sich mal mit dem Thema 'Marke iGenbau' auseinander zu setzen!
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5.0 von 5 Sternen Fundiert und Inspirierend
Das Buch beschreibt eigentlich die Grundidee, dass jeder ein Entrepreneur sein kann. Denn Wirtschaft ist viel zu wichtig, um sie den Konzernen zu überlassen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Volker Von Kolczynski veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen sehr umfangreiche recherche und Überblick!
Bin begeistert, das Buch bietet einen sehr gut recherchierten Überblick über alle Facetten des Themas, interessante konkrete Beispiele und viele Internet-Links dazu!
Vor 6 Monaten von U. Linck veröffentlicht

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