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Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
 
 

Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie (Taschenbuch)

von Marita Vollborn (Autor), Vlad D. Georgescu (Autor)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (14. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593379589
  • ISBN-13: 978-3593379586
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 99.186 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eigentlich eine Erfolgsgeschichte: Hunger ist in unserer Gesellschaft kein Thema mehr. Nahrungsmittel sind ausreichend und günstig zu haben. Moderne Lebensmittel sollen uns gesund halten, schmecken und für wenig Geld zu haben sein, so lautet das Versprechen der Nahrungsmittelindustrie -- ist da eine Vision in Erfüllung gegangen?

„Doch der Schein trügt“, schreiben Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu. „Was im Handel wenig kostet, fordert an anderer Stelle seinen Tribut.“ Und den zahlen andere, betonen die Autoren: Die kleinen Landwirte, die unter dem Preisdruck der Discounter ächzen und nicht selten ihre Existenz aufgeben müssen. Die Verbraucher, die mit den modernen Lebensmitteln ihre Gesundheit und Psyche gefährden. Und letztlich die Gesellschaft, die die Folgekosten einer aus dem Lot geratenen Ernährungsweise zu tragen hat. Diese dunkle Seite der Erfolgsstory von den billigen Nahrungsmitteln ist das Thema des Buches Die Joghurt-Lüge. Es will „die Mechanismen der Industrie offen legen und den Blick ins ‚Eingemachte’ erlauben“, so die Autoren. Das gelingt vollauf. Zahlreiche Beispiele zeigen, wie weit die Entwicklung hin zum synthetischen Industrie-Food bereits fortgeschritten ist. Prominentestes Beispiel: Der Erdbeerjoghurt, dessen „Fruchtstücke“ niemals Kontakt mit einer Erdbeerstaude hatten, sondern rein synthetisch hergestellt wurden. Die Joghurt-Lüge.

Die Autoren belassen es allerdings nicht bei der nahe liegenden Skandalisierung via Ekel-Effekt. Ihnen geht es grundsätzlicher um das System der Ernährung, das sich unter dem Einfluss industrieller Produktionsverfahren stillschweigend breitgemacht hat. Die Folge: „Niemand durchschaut mehr, was er isst“, so das nüchterne Fazit. Und die Folgen schlechter Ernährung trägt letztlich die Gesellschaft. Fettleibigkeit und ernährungsbedingte Erkrankungen sind zu einer Belastung für das Gesundheitssystem geworden. Letztlich aber wird jeder selbst entscheiden müssen, wem er glaubt und was er isst. Das wissen auch Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu: „Was wir jeden Tag essen, bestimmen wir letzten Endes selbst. Darin liegt die größte Macht, die wir als Verbraucher haben.“ Ihr Fazit: „Selber kochen schützt.“ -- Winfried Kretschmer



Pressestimmen

08.10.2006 / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Hauptsache, es schmeckt noch "Die Autoren schildern detail- und kenntnisreich, wie große Unternehmen von Subventionen profitieren, mit welchen Marketing-Tricks sie arbeiten, welche Zusatzstoffe in welchen Lebensmitteln enthalten sind und was es mit 'Functional Food' und 'Nanofood' auf sich hat."

11.10.2006 / Freundin: Clever essen "Gut als Nachschlagewerk geeignet!"

12.10.2006 / Falter: Schlechten Appetit! "Das Gammelfleisch ist im wahrsten Sinne des Wortes gegessen. Da kommt 'Die Joghurt-Lüge' wie gerufen, ein Buch, das systematische Fehlentwicklungen der Ernährungsindustrie aufzeigt, die nicht zuletzt auf die Wünsche von uns Konsumenten zurückgehen."

28.10.2006 / Süddeutsche Zeitung: Joghurt-Lüge "Die beiden Lebensmittelspezialisten klären die Verbraucher auf, was alles in Tütensuppen und Tiefkühlmenüs steckt."

06.12.2006 / Frankfurter Rundschau: Die Appetitverderber "Die Autoren legen den Finger in jede Wunde der Lebensmittelbranche, arbeiten jeden Skandal akribisch ab, warten mit einigen überraschenden Details und Hintergrundinformationen auf. Dabei verarbeiten sie eine Fülle von aktuellen Forschungsergebnissen, Geschäftsberichten und Stellungnahmen aus Politik und Wirtschaft."

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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Lektüre!, 4. Februar 2007
Von Claudia Hilker "Guerrillero" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Erschreckend ist das Buch von Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu. Anhand einfacher Beispiele wie der "Erdbeer-Joghurt", der mit rein synthetischen Inhalten statt mit Erdbeeren hergestellt wurde.

Die Joghurt-Lüge deckt die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie auf. Es geht nicht nur um Schadstoffbelastungen, Hygieneskandale oder Zusatzstoffe allein. Auch die Folgen werden nachvollziehbar erläutert, z.B. dass Kinder schon früh an Adipositas, Diabetes, Asthma und Allergien erkranken. Die Marketingstrategien der Nahrungsmittelbranche funktionieren hervorragend. Der übermäßige Konsum von Süßigkeiten, zuckerhaltigen Getränken oder Chips & Co. verursacht auch hierzulande volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe und belastet unser Gesundheitssystem enorm.

Das Buch gibt zu denken, wie man es selbst mit dem Essen, Trinken und Einkaufen hält. Vielleicht gibt es in Zukunft ein Unterrichtsfach zur gesunden Ernährung in der Schule, um bereits im Kindesalter die richtigen Weichen zu stellen. Lohnenswert ist es sicherlich, über die eigene Ernährung nachzudenken. Dazu gibt das Buch zahlreiche Anregungen.

Fazit: Empfehlenswert! Die Inhalte sind fundiert und hart recherchiert, anschaulich und nachvollziehbar erläutert. Ein spannendes Buch!
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Von Fleischskandal bis Nanofood, 9. September 2006
Ein Buch, das einen provokanten Titel hat und eine ganze Branche ins Visier zu nehmen scheint - kann das gelingen? Dem Autorenduo Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu ist es gelungen, und das nicht zu knapp.

Denn im Vergleich zu vielen anderen Werken, die sich mit unserer Ernährung befasssen, nehmen die Autoren die Lebensmittelindustrie genau unter die Lupe. Im Mittelpunkt stehen die Strategien der großen Dominatoren die, auf Grund ihrer Marketingversprechen, das Bewusstsein der Verbraucher ändern wollen - und gemäß Buch auch tun. So sollen Joghurts und andere Milchtrinkprodukte nicht nur die Abwehr des Körpers stärken, sondern auch den Cholesterinspiegel senken helfen. Klinische Studien nach Vorbild der Pharmabranche, die das in den Phasen 1 bis 3 belegen müssten, gibt es indes nicht, wie die Autoren aufzeigen. Dagegen setzen die Hersteller auf neue Produkte.

Nanofood ist ein weiteres - aber sicher das schockierendste - Beispiel für das Spiel der Giganten um die Milliarden des Food-Bereichs. Obwohl weder Deklarationen, noch Belege über die Unbedenklichkeit der Substanzen vorgeschrieben sind, gelangt Nanofood mittlerweile in viele Supermarktregale weltweit. Dabei sind die Minipartikel toxisch, krebserregend und ohnehin unerforscht. Aber sie versprechen selbst unter praller Sonne nicht schmelzende Schokoriegel, cremiges Eis oder Pommes, die ohne Fett auskommen - dafür aber in Nanoöl gebraten werden müssen.

Die Stärke des Buches jedoch liegt in der Beschreibung der Auswirkungen dieser Strategien. Übergewicht, Demenz und Diabetes bei Kinder sind nur einige Punkte auf der Rechnung, die am Ende die Verbracuher zahlen: sie verlieren ihre Gesundheit, weil sie den Strategien und Imagebildern vieler Hersteller erliegen.

Angesichts der aufgezeigten Taktiken erscheinen Gammelfleisch und Fleischskandale in einem ganz anderen Licht - sie sind lediglich die medial ausgeschlachtete Spitze des Eisberges. Die dunkle, die gefährliche Seite des Geschäfts bleibt verborgen.

Nach den Büchern "Die Gesundheitsmafia" und "KonsumKids" gelingt dem Autorenduo mit "Die Joghurt-Lüge" ein weiteres investigatives Buch, das sehr lesenswert ist. Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch die politischen Entscheidungsträger die Lektüre zu Gemüte ziehen.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lesenswert - und gut!, 13. September 2006
Erstaunlich, dieses Buch das das Milliardengeschäft rund um unsere Lebensmittel so schonungslos filletiert. Die Marketingstrategien der Konzerne innerhalb der Lebensmittelindustrie werden ebenso erklärt wie die Tricks der Branche - vor allem belegen Zahlen und Fakten die Folgen der "unappetitlichen Geschäfte" für unsere Gesundheit. So erfährt man als Leser, dass Nanofood als Zukunftsvision der Hersteller gilt - obwohl es dazu keinerlei Risikoforschung gab und Deklarationspflichten fehlen. Auch die Gründe für die kläglich versagenden Kontrollen, über die im Zuge von Gammelfleisch und BSE auch in den Medien immer wieder diskutiert wird, werden im Buch ausführlich erläutert. Während die Lebensmittelindustrie schweigt, erzählen die Autoren: etwa Einzelheiten rund ums Genfood - illegaler Genreis aus Asien oder den USA lässt grüßen. Insgesamt ein mehr als lesenswertes Buch, dass die Branche demaskiert, aber dabei trotz fundierter Kritik sachlich bleibt. Übrigens: Ganz im Stil der vorherigen Werke des Autoren-Duos geschrieben. Knallhart recherchiert, verständlich vermittelt.
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