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58 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Obama - Neuerer oder Medienexperte ?, 1. Juli 2008
Dieser aufstrebende Präsidentschaftskandidat wird jeden Tag für das weltweite Publikum interessanter. Noch vor einem guten halben Jahr, im Herbst 2007, äußerten sich die großen deutschen Nachrichtenmagazine eher abfällig über Obama. Sie unterstellten ihm mangelnde Rednerfähigkeiten und ein wirres Wahlprogramm, ja schlimmer: gezielten Minderheitenstimmenfang!
Heute, Monate später, sieht man Obama in einem anderen Licht, dem des erfolgreichen Politikers, der es versteht, Millionen von amerikanischen Wählern auf seine Seite zu ziehen! Sein Sieg über die mächtige Clique der Clintons, sein genialer Werbeauftritt im Internet, seine "Geheimwaffe" Familie und immer wieder die faszinierende Verkörperung eines neuen Amerikas!
Das Buch ist sehr spannend zu lesen, die Erzählung über diesen aufstrebenden Amerikaner schwarzer Hautfarbe, dem der Ruf eines Ausnahmepolitikers vorauseilt.
Spannend, energiegeladen und in fesselnder Weise mitreißend, erfährt man dann den ungewöhnlichen Werdegang dieses beeindruckenden Menschen: seine Kindheit in ärmlichen Verhältnissen in Hawaii, seine große Familie, die heute noch größtenteils in Entwicklungsländern lebt. Schon nach den ersten Seiten wird dem Leser klar, daß dieser Barack Obama das Zeug zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Welt hat und wenn dem so sein sollte, kann man große Veränderungen in der Weltpolitik erwarten. Er strahlt auf jeder Seite des Buches das "neue Amerika" aus, das gerechte, optimistische Amerika, das sich von den kriegerisch-kapitalistischen Politikern wohltuend distanziert. Hier geht es wieder um menschliche Werte, um Frieden und Harmonie.
Ich finde es persönlich extrem befriedigend, daß eines der rassistischten Länder der Erde, wo es noch vor 30, 40 Jahren unmöglich gewesen wäre, einen Farbigen in leitender Position zu sehen, es heute als normal empfindet, daß ein Farbiger die Geschicke der Nation leiten könnte! Welch eine Niederlage für die ewig Rechten, für die KKKler und auch, in entgegengesetzter Weise, für die zahllosen afrikanischen Staaten, die nach einem halben Jahrhundert der Unabhängigkeit, diese Toleranz und diese erstaunliche geistige Beweglichkeit der Amerikaner nicht nachvollziehen können!
Barack Obama ist tatsächlich die Personifizierung des amerikanischen Traumes und bis zum Schluß des Buches ist man von seinem Leben und seinem Schicksal gebannt! Er erinnert mich in seinem Wesen an einen anderen Helden unserer Zeitgeschichte, dem Pater Pedro Opeka in Madagaskar: genau wie er hat er die Leitmaxime, daß der Willen eines Menschen Berge versetzen kann und es uns auch allen vormacht! Ob Präsident oder nicht, der Politiker Obama ist heute schon der Stellvertreter des neuen Amerikas und Hoffnungsträger für die ganze Welt!
Wir alle werden von der Politik dieses Mannes beeinflußt werden, ob wir es wollen oder nicht. Schon deshalb ist dieses ungemein spannende, politische Buch eigentlich schon eine Pflichtlektüre, denn so könnte das Amerika von morgen aussehen!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hoffentlich setzt er die Ideen aus diesem Buch um., 10. September 2009
Ich habe seine Rede in Berlin und viele andere gehört und habe mich für ihn und das amerikanische Volk gefreut. Den wichtigsten Mann der Welt zu verstehen, ihn in seiner Entwicklung zu erleben: Dieses Buch bietet dazu beste Gelegenheit. Am meisten beeindruckt mich an ihm sein Blick, sein unmißverständlicher Blick: ich stelle mir vor, dass selbst Lobbyisten vor ihm in die Knie gehen, dass er meint, was er sagt. Und noch viel schöner: Er wird es hoffentlich umsetzen.
Der Duktus dieses Buches erinnert mich an seinen Blick, Sätze glasklar, gestochen scharf, schneidend und sezierend. Und doch erkennt man einige Standards, die auch andere Politiker gerne wiederholen. An die freie Marktwirtschaft zu glauben, fällt heute Menschen zunehmend schwerer und BO musste in Amerika zunächst eine Aussage von Rotschild nachempfinden und lösen:
"Mich interessiert nicht, wer die Gesetze macht, solange ich das Geld kontrolliere."
Mein Gefühl ist, dass wir alle einen neuen Weg gehen (wollen) und werden, weil freier Wettbewerb zwar äußeren Wohlstand bringt, aber leider auch zur inneren Verarmung geführt hat. Obama ist ein Hoffnungszeichen dafür und er weiß, dass er alleine nichts schaffen kann, dass er uns alle dazu braucht. Was ich zwischen den Zeilen lese, ist, dass er kein Held sein will, sondern ein Versöhner, ein Einiger und das Kooperative in uns allen stärken wird. Die Aussage "Yes, we can" setzt diese neue Philosophie klar um.
Dies alles kann man in diesem Buch von Barack Obama nach-lesen:
Vieles was Menschen glauben, ist unabhängig von ihrer Rasse, ihrem Glauben oder ihrer gesellschaftlichen Standes, gleich.
Die Mehrheit der Bevölkerung hat die tote Zone satt, zu der Politik geworden ist.
Das amerikanische Volk ist grundanständig und hat ein Satz von Werten, die es trotz aller Unterschiede verbinden.
Ich glaube an freie Marktwirtschaft, Wettbewerb und Unternehmertum.
Ich glaube, dass Amerika mehr Gutes als Schlechtes bewirkt hat.
Ich wollte, Amerika besäße weniger Rechtsanwälte und mehr Ingenieure.
Wenn ein Gesetz im Senat vorgelegt wird, haben alle Senatoren unter Berücksichtigung ihrer Mitarbeiter, ihres Fraktionsführers, ihrer bevorzugten Lobbyisten, bestimmer Interessenverbände, der Briefe ihrer Wähler und ihrer jeweiligen ideologischer Präferenzen längst vorher entschieden. Im bedeutendsten Ratsgremium der Welt (dem Senat) hört niemand zu.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Mann isr richtig gut!, 26. Juni 2008
Um es gleich zu sagen: Ich habe "Die Hoffnung wagen" nur auf englisch gelesen: The Audacity of Hope. Ich kann also nichts über die Übersetzung sagen, sondern nur das Buch loben:
Es ist großartig. Obama schreibt nicht nur einen geschliffenen, sehr gut lesbaren Stil. Er ist ein Mensch, wie ich ihn mir auch für Deutschland wünsche: ehrlich, selbstkritisch, auf eine sehr angenehme Art moralisch, erstaunlich unabhängig von Lobbyisten, gängigen Meinungen, Pressure-Groups. Auch denen der amerikanischen Schwarzen, die ihm vorwerfen, dass er nicht "unterprivilegiert" ist, nicht aus einer Familie ehemaliger Sklaven stammt.
In "Die Hoffung wagen" beschreibt er seinen Wahlkampf um einen Sitz im US-Senat. Es erschien in den USA schon 2006. Hier verbindet Barack Obama sehr einleuchtend Rückblicke auf sein persönliches Leben als Sohn einer weißen Mutter und eines Kenianers, der die Familie zwei Jahre nach Baracks Geburt verließ, mit der Beschreibung seiner Wahlkampfziele - ein besseres Leben für die Bewohner der Inner-City-Slums. Gleichgültig, welche Hautfarbe sie haben. Mit besserer ärztlicher Versorgung und ganz besonders einer besseren Ausbildung für die Kinder.
Das liest sich nicht sehr "amerikanisch", denn die europäischen Unterschicht hat - von der medizinischen Versorgung mal abgesehen - ganz ähnliche Probleme, und Hoffungslosigkeit, bedingt durch hilflose oder schlechte Lehrer und Schulen, überforderte Eltern und Einfallslosigkeit der Politiker, ist das größte. Barack Obama, der auch bei Fragen wie Abtreibung, Einwanderung oder den in den USA sehr umstrittenen Homo-Ehen einen sehr ausgewogenen Standpunkt vertritt, bekämpft diese Hoffungslosigkeit nicht nur durch Sprüche wie das "Yes, We Can" (der in diesem Buch noch nicht auftaucht) seines 2008-er Wahlkampfes um die Nominierung zum Präsidentschaftskanidaten der US-Demokraten. Er fordert neue Prioritäten und damit ein Umlenken der Steuergelder - weg von den hohen Subventionen für Bauern, Großfirmen und die unter Bush so verhätschelten Reichen zu den Armen.
Ja, so einen "Kerl" könnten wir hier auch brauchen. Als US-Präsident täte er wohl der ganzen Welt gut, aber selbst wenn Sie anderer Meinung sein sollten: ein anregendes, spannendes, kluges Buch ist "Die Hoffung wagen" auf jedeen Fall.
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