Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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88 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wunderbarer Roman einer begabten jungen Autorin, 26. August 2006
Ich habe mir "Nijura - Das Erbe der Elfenkrone" in erster Linie deshalb gekauft, weil ich gespannt war auf die Ideen und die Schreibweise von Jenny-Mai Nuyen, die ihren Roman schon mit 16 begonnen hat - und war schlichtweg begeistert.
Die ersten 50 Seiten lesen sich gut, aber alles, was danach kommt, ist nur noch der reinste Lesegenuss.
Jenny-Mai Nuyen schreibt überraschend wortgewandt und es gelingt ihr auf wundersame Weise, dem Leser Bilder, Landschaften, Gerüche und Klänge zu vermitteln.
Die Charaktere sind sorgsam gezeichnet und es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als ihnen auf ihrem Weg mitzufiebern. Auch die Handlung ist erfrischend neu gestrickt und wartet immer wieder mit ungeahnten Wendungen auf. So bleibt der Roman die ganze Zeit über spannend und man kann es kaum erwarten, bis all die Geheimnisse nach und nach aufgelöst werden.
Jenny-Mai Nuyens Roman ist aber in keiner Hinsicht ein romantisches, hohles Geplänkel mit Happy End-Garantie. Kritische Themen wie kulturelle Missverständnisse und das Überwinden von Rassenzwängen sind ein grundlegendes Thema von "Nijura", ebenso wie Liebe und Loyalität, aber auch Hass und Verrat. Nuyen umschifft gekonnt jegliche Schwarz-Weiß-Zeichnung ihrer Charaktere und manch einer ist so undurchsichtig, dass man bis zum Schluss darum bangt, ob er nun Freund oder Feind ist.
Auch gibt es einige wenige Male schwere Schicksalsschläge, die die Heldin Nill und auch der Leser verkraften müssen.
Fazit: eines der besten Fantasy-Bücher, die ich bisher gelesen habe, mit anhaltender Spannung und wunderbar düster-dramatischer Handlung, ohne dass Witz und Frohsinn zu kurz kommen. Besonders hervorzuheben sind die liebevoll gestalteten Charaktere, die der Wichtigkeit ihres Auftrages zum Trotz doch nie an ihrer Jugendhaftigkeit verlieren oder makellos und vollkommen sind.
Zur Aufmachung: Besonders hervorzuheben ist der wunderschöne Einband, doch auch wenn man das Buch aufschlägt, wird man einige Überaschungen erleben - so gibt es am Anfang eine sorgsam und von der Autorin eigens gezeichnete Karte, und sogar die Geschichte selbst hat sie mit wunderhübschen Schmuck-Vignetten verziert.
Alles in Allem ein wunderbares Buch, unbedingt zu empfehlen. Ich denke, dass von Jenny-Mai Nuyen noch einiges zu erwarten ist, wünsch ihr viel, viel Glück auf ihrem weiteren Weg als Autorin und werde mir ihre nächsten Werke mit absoluter Sicherheit auch zulegen! ;)
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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"klassische" Fantasy für jugendliche Träumer!, 31. Dezember 2006
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Die Geschichte von Nijura hat mir ganz gut gefallen! Originell aufgebaut (abwechslungsreich in vier Teilen), detailiert beschrieben, mit überraschenden Wendungen und (vielleicht nicht extrem tiefgründiger und bedeutungsschwangerer, aber dennoch) spannender Handlung.
Die Autorin verwendet einige Ideen aus anderen Fantasy-Romanen, mischt sie mit neuen, guten Einfällen und am Ende hat man eine eigenständige Story vor sich!
Trotzdem es ein Jugendbuch ist, gibt es keine Schönmalerei, sondern stattdessen hintergründige Brutalität (wenn auch nicht alzu offen beschrieben!) und Tragik. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz (selbst wenn auch sie tragisch untermalt ist!)
Man kann somit behaupten, daß Nijura kein typischer Fantasy-Roman ist. Er wirkt zunächst, speziell im ersten Teil, wie ein Sittengemälde aus einer anderen Welt, die der unseren (in der Vergangenheit) sehr ähnelt!
So kann ich ebenfalls einige Parallelen zu alten Klassikern, wie "Oliver Twist" (verwaistes Strassenkind erkämpft sich Beachtung) oder "Der König von Narnia" (der finale Kampf gegen die böse Königin) und "Les Misérables" (die Herzlosigkeit gegenüber Nill) entdecken.
Was den Fantasy-Faktor betrifft:
Eine direkte Ausübung von Magie gibt es hier nicht (jedenfalls wird sie hier nicht offen gezeigt, d.h. kein Murmeln von Zaubersprüchen und Dergleichen)! Sie existiert eher am Rande und wirkt indirekt auf die Bevölkerung (z.B. die Steinkrone auf die Moorelfen!) Kurz gesagt - es gibt Magie, aber deren Praxis wird nicht gezeigt!
In dieser Welt gibt es auch nur zwei Völker (zumindest werden nur zwei vorgestellt!): die Menschen und die Elfen, wobei letztere in Moor-und Freie Elfen unterteilt sind!
Die Elfen in diesem Buch werden nicht ganz so makellos dargestellt wie sonst auch: Weder sind sie überirdisch schön (besonders die Moorelfen wirken eher hässlich), noch haben sie abgöttische Kräfte (bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. die Nachtsicht!) und edel gesinnte Geschöpfe sind auch nicht alle (z.T. ist eher das Gegenteil der Fall!)
Da die Elfen ausserdem von den Menschen verpönt werden (ebenso die Halbelfen!) und als bösartige Wilde gefürchtet werden - erinnert dieser Aspekt stark an die Haltung der Weißen gegenüber den Indianern im Amerika des 19. Jahrhunderts!
Alles in Allem ein sehr gelungenes und ungewöhnliches Fantasy-Jugendbuch!
Sehr lesenswert! Den Punktabzug gibt`s dafür, daß - für meinen Geschmack - zu wenig Magie (praktzierte Magie!) enthalten ist und daür, daß der finale Kampf mehr als knapp ausfällt!
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69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gegenstand wählt Held für große Aufgabe - bekanntes Prinzip herausragend aufgefrischt., 16. August 2006
Dem Roman sind die Einflüsse diverser anderer Fantasyautoren und bücher anzumerken. Vor allem aus dem "Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien scheint vieles übernommen zu sein. Wieder macht sich ein von einem magischen Gegenstand ausgewählter Held auf den Weg, um einen Gewaltherrscher zu stürzen, der Dunkelheit und Krieg über die gesamte Welt ausstreuen will. Der Held ist zunächst ein denkbar ungeeigneter Anführer, reift aber im Laufe der Geschichte und wird immer von seinen treuen Gefährten unterstützt. Dieses Konzept scheint für fast alle Bücher aus dem Fantasygenre zu funktionieren, warum also nicht auch hier?
Dennoch ist Nijura neuartig und der Leser fiebert mit. Was macht es schon, dass alles an Tolkiens Meisterwerk erinnert ... Die Überraschungen und die kleinen Elemente sind sehr gut und neuartig gelungen, da macht es nichts, wenn das große Ganze an ein anderes Buch erinnert, welches immerhin ganze Generationen von Autoren geprägt und beeinflusst hat.
Die Charaktere des Buches sind allesamt liebevoll ausgearbeitet und man kann nicht anders, als sich mit ihnen zu identifizieren. Ob es nun die kleine Nill ist, die plötzlich, unter der Last von Prophezeiungen, zur Heldin werden muss, oder Scapa, bei dem man sich nie sicher ist, ob er nicht doch ein falsches Spiel spielt, oder Kaveh, der Elfenprinz der immer zwischen herausragendem Mut und törichtem Leichtsinn lebt, alle agieren gut verständlich und nachvollziehbar, ihre Handlungsgründe werden immer gut erläutert.
Die Geschichte um Nill vermag jeden Leser zu fesseln, alle paar Seiten erwartet ihn eine neue Überraschung, eine neue Gefahr, die es zu bestehen gilt. Auch ist die Spannung permanent sehr hoch, da Jenny-Mai Nuyen die Auflösung mancher Geheimnisse bis fast zum Ende aufspart und so die Rätselhaftigkeit erhalten bleibt.
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