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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nur ein Arschloch käme überhaupt auf die Idee, ein Arschloch sein zu wollen (S. 154), 7. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: A$$hole (Asshole): Wie ich lernte ein Schwein zu sein und dabei reich und glücklich wurde (Broschiert)
Wer hinter diesem Titel eine Lebenshilfe vermutet, sei gewarnt: Dies ist weder ein mitfühlender Ratgeber für Mitmenschen mit zu wenig Selbstwertgefühl, noch eines dieser Ruck-Bücher, die uns die Motivationsindustrie anbietet. Der Autor versucht lediglich in einer Art romanhaftem Lebensbericht die selbsternannten Berufs-Helfer und seine therapiesüchtigen New Yorker Mitbürger ironisch auf die Schippe zu nehmen. Manchmal gelingt ihm das ganz gut, an anderen Stellen hat das Buch so seine Längen.
Wer ein Arschloch werden will, der braucht dieses Buch nicht, weil er bereits eins ist. Wer zu wenig Selbstwertgefühl besitzt, dem wird dieses Buch nicht dabei helfen, sich zu ändern. Wer Arschlöcher unbedingt bekämpfen möchte, dem sollte klar sein, dass er dabei leicht selbst eines werden kann. Wer hingegen über Arschlöcher lachen kann, der lebt gesünder und gehört zur Zielgruppe dieses Buches.
Marty ist der Ich-Erzähler in diesem Buch und ein neurotischer Versager-Typ, der sich ständig anderen schuldbewusst unterordnet und gerne fremden Willen erfüllt. Doch eines Tages will er auch zur scheinbaren Oberklasse der Arschlöcher gehören und einfach dominant nur machen, was er will. Er bemüht sich redlich, doch es will ihm nicht so recht gelingen, weil er eben so ist wie er ist. Der Mensch ist nur in engen Grenzen veränderbar. Wir dagegen erfahren durch seine eher hilflosen Bemühungen, was ein Arschloch ausmacht und wie dieser armselige und mit Sicherheit unglückliche Typ funktioniert.
Fazit.
Martin Kihn versucht sich in seinem Buch über die zahlreichen Werde-reich-und-glücklich-Ratgeber lustig zu machen. Das gelingt ihm nur bedingt. Sein ironischer und leicht bissiger bissiger Text ist an vielen Stellen ganz unterhaltsam, besonders dann, wenn wir auf Situationsbeschreibungen stoßen, die wir nur zu gut kennen. Auch Kihn kommt zu dem nahe liegenden Schluss, dass das dauerhafte Spielen einer blöden Rolle keine Erfüllung bringt. Aber das wussten wir irgendwie doch schon. Oder?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Angenehme Lektüre, 2. September 2009
Rezension bezieht sich auf: A$$hole (Asshole): Wie ich lernte ein Schwein zu sein und dabei reich und glücklich wurde (Broschiert)
Im Grunde genommen ist A$$hole eine nette Lektüre für Zwischendurch. Sie ließt sich ziemlich schnell runter, vor allem weil bestimmte Situationen einem bestens bekannt sind. Einen Ratgeber darf und kann man das Buch auf keinen Fall nennen. Der Erzählstil des Autors bezieht den Leser mit ein, in dem man persönlich angesprochen wird z.B. auf dem Buchrücken: "Liegen Sie manchmal nachts wach, weil Sie befürchten, jemanden gekränkt zu haben?" Vermutlich gehen einige Leser deshalb davon aus das es ein Ratgeber sein müsste.
In Wirklichkeit ist es eine nett erzählte Geschichte über einen 40 jährigen New Yorker der so seine Probleme hat, die die meißten von uns wohl kennen. Die ein oder andere Textstelle hat, zumindest bei mir, dazu geführt eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Im großen und ganzen ist es fraglich ob "Schweine" tatsächlich glücklich und reicher sind, aber da kann sich ja jeder sein eigenes Bild von machen, z.B. in dem er dieses Buch liest.
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3.0 von 5 Sternen
Wie schreibt man ein Buch und wird reich?, 22. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: A$$hole (Asshole): Wie ich lernte ein Schwein zu sein und dabei reich und glücklich wurde (Broschiert)
Ganz einfach. Man nehme einen Jim Carrey Typ aus "Die Maske" und "Bruce Allmächtig".
Lustig in diesen Filmen anzusehen wie Jim Carrey von seinen Kollegen und Mitmenschen zum Narren gemacht wird. Sogar der Hund gehorcht nicht und pinkelt regelmäßig ans Sofa.
Jim Carrey hatte in seinen Filmen eine Maske und göttliche Kräfte um es seinen Mitmenschen heimzuzahlen. Das nennt sich Gerechtigkeit und Jim Carrey rächt sich an seinen Peinigern.
So auch im Buch. Der Autor bezeichnet sich als echten Loser.
Täglich bekommt er die falschen Donuts und falschen Kaffee serviert(warum geht er nicht einfach in einen anderen Laden?). Sagt aber nichts. Er ist ein Schwächling, der sich nicht durchsetzen kann.
Also beobachtet er seinen Erzrivalen, der ein echter Machertyp ist, er nimmt Schauspielunterricht(um wie Al Pacino in Scarfare zu sein), er nimmt Boxunterricht(wird dabei aber von einen älteren Herren und einer Frau übel verprügelt) und geht schließlich auf die Hundeschule um seinen ungehorsamen Hund zu zeigen, wer hier der Alpharüde ist.
Schließlich hat er den Bogen raus und benimmt sich wie die Axt im Wald.
Er bestellt zum Beispiel einen Kaffee vom Ende der Schlange aus und ist dabei nicht nur dreist sondern auch schon unverschämt.
Ob sich diese Situationen tatsächlich so abgespielt haben und der Autor aus seinem Leben plaudert, wage ich zu bezweifeln.
Wir alle erleben Situationen im täglichen Leben in denen wir uns nicht ernst genommen und ungerecht behandelt fühlen.
Nachts im Bett denken wir dann darüber nach und wir wünschen uns dann, dass wir anders reagiert hätten. Das wir den unfreundlichen Mitarbeiter z.B. zur Mücke gemacht hätten.
Da wir alle solche Situationen kennen und uns manchmal im Buch wiedererkennen, nutzt der Autor unsere "Schwächen" im Alltag aus und gibt vor eine Art Patentlösung für uns zu haben.
Sei ein Ar...loch.
Ich gebe zu, manchmal muß man im Leben hartnäckig sein(z.B. bei Behörden, die man erst aus dem Mittagschläfchen holen muß).
Aber direkt wie ein Elefant im Porzellanladen auftreten, davon würde ich dringend abraten. Schließlich hat man einen Mitmenschen vor sich und man sollte es erst einmal im Guten versuchen. Sollte das nicht funktionieren, kann man immer noch die Kettensäge auspacken. Aber erst einmal friedlich und freundlich mit dem Gegenüber reden.
Das Buch ist auf alle Fälle ganz witzig geschrieben.
Und es wird den Autor reich gemacht haben, vorgegeben zu haben ein Ar...loch zu sein.
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