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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aubrey/Maturin 2: Die Charaktere werden ausgebaut, 6. Januar 2004
1972 erschienen, ist „Post Captain" (so der Originaltitel) die insgesamt gelungene Fortsetzung des zwei Jahre zuvor erschienenen Debütromans. Die deutsche Titelübersetzung ist leider etwas unglücklich gewählt. Nicht nur, dass sie ein aussageschwacher Allgemeinplatz ist, sondern der englische Titel bezeichnet das wichtigste Handlungselement in diesem Roman: Jack Aubrey wird nach seinem erfolgreichen Gefecht mit der spanischen Fregatte „Cacafuego" endlich zum Vollkapitän, eben zum „Post Captain", befördert. Da die Marine jedoch über mehr Kapitäne als Schiffe verfügt, bekommt er nicht wie erhofft die eroberte „Cacafuego" zugewiesen, sondern eine Neukonstruktion, die in Navykreisen unter dem Spottnamen „Zimmermanns Irrtum" traurige Berühmtheit erlangt hat. Doch Aubrey münzt diesen Nachteil in einen Vorteil um, denn auf der von einigen Kapitänen als unsegelbar bezeichneten „Polycrest" kann er seinen Ruf als hervorragender Seemann erneut bestätigen. Doch den Erfolgen auf See stehen private Rückschläge gegenüber: Weil sein Prisenagent seine Gelder veruntreut hat, droht ihm die Verhaftung und Einweisung in den Schuldturm, und zu guter Letzt überwirft er sich auch noch mit Stephen Maturin, weil beide sich in dieselbe Frau verliebt haben... Vor allem die „Landpassagen" sind kurzweilig und amüsant geschildert, geben den Charakteren deutlich mehr Profil und lassen daher einige Handlungslängen schnell vergessen. O'Brian gelingt es, die Verunsicherung seines Helden, die diesen jedesmal ergreift, wenn er den Fuß an Land setzt, glaubhaft zu schildern: Während er an Bord seines Schiffes ein nahezu makelloser Held ist - von seinen Untergebenen respektiert, von anderen Kapitänen bewundert und beneidet - agiert Aubrey an Land ungeschickt, tollpatschig und manchmal alles andere als gentlemanlike. Aber genau das macht ihn dem Leser erst wirklich sympathisch. Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Rezension zum ersten Band „Kurs auf Spaniens Küste".
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Man lechzt unverzüglich nach Band drei..., 17. Dezember 2004
... nachdem man hier in "Feindliche Segel" den abenteuerlichen Weg Jack Aubreys vom Kapitänleutnant zum Vollkapitän mitverfolgt hat. Aubrey hat es dabei trotz aller Fähigkeit besonders schwer. Bei der Beförderung übergangen, um Prisengeld betrogen und von der Schuldhaft bedroht, muß er seinem mißgünstigen Vorgesetzten noch dankbar sein, eine üble Fehlkonstruktion von Schiff befehligen zu dürfen: Die "Polychrest", heimlich "Zimmermanns Irrtum" genannt, ist dazu noch schwach besetzt und die Mannschaft taugt wenig.Auch Aubreys bester Freund, der Cello spielende und naturwissenschaftlich begeisterte Schiffsarzt Dr. Maturin entwickelt in diesem Buch viele neue Charakterzüge und dunkle Seiten, die ihn noch viel schillernder und interessanter wirken lassen. Den zweiten Band der Seefahrtsromane um "Lucky Jack Aubrey" zeichnet wieder die gelungene Mischung aus: hervorragende detailreiche und schonungslos realistisch beschriebene Seegefechte, breites und tief reichendes Hintergrundwissen um das Alltagsleben in England zur Zeit Lord Nelsons, historische, geographische, naturwissenschaftliche und psychologische Plausibilität. Das Ganze angerichtet mit vielen bunten Charakteren und Nebenfiguren, gewürzt mit einem ordentlichen Schuß Ironie und schwarzem Humor. Autor Patrick O'Brian hat es geschafft, daß auch die Frauen in diesem Buch sehr glaubhaft wirken. Sie sind es diesmal, die Jack Aubrey und Dr. Maturin mehr zusetzen, als alle feindlichen Schiffe zusammen, und schließlich sogar ihre Freundschaft gefährden...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Endlich gehts weiter, 4. Februar 2003
Der Autor zeigt uns endlich wie es mit Captain Aubrey und Dr. Maturin weitergeht darauf habe ich lange gewartet. Die beiden wachsen mehr und mehr zusammen. Es wird auf See musiziert. Immerhin auf einem Kriegsschiff des 18. Jahrhunderts. Menschen und Zeit werden anschaulich dargestellt. Es duftet im Lesezimmer geradezu nach Seefahrt und dem Aroma des Unterdecks. Die Abenteuer kommen auch nicht zu kurz. Kurz, bitte mehr von den beiden.
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