Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein echter Glücksgriff, 14. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Unser Gedächtnis. Erinnern und Vergessen (Gebundene Ausgabe)
Da hat die Wissenschaftliche Buchgesellschaft mal ein ganz untypisches Buch herausgebracht: Zum einen als geisteswissenschaftlicher Verlag, er ein Buch zur Neurobiologie herausbringt. Zum anderen als Verlag mit wissenschaftlichem Anspruch, der ein derart großfomatiges, reich bebildertes und sich eher normale Kunden denn an die wissenschaftliche Klientel richtende Werk herausbringt. Aber vielleicht traut man Geisteswissenschaftlern mehr Kenntnisse in Neurobiologie nicht zu, aber wollte gleichzeitig auf den Zug der zur Zeit trendigen Hirnforschung aufspringen? Mir jedenfalls hats gefallen: Man bekommt einen guten Überblick über die verschiedenen Funktionen des Gehirns, der (nur falls dieser Eindruck entstanden sein sollte) überhaupt nicht unwissenschaftlich sondern einfach nur gut erklärt ist. Es macht wegen der Übersichtlichkeit richtig Spaß, diese Buch zu lesen. Und dazu gibt es jede Menge Gedächtnisübungen zum Training des Gehirns. Dickes Lob an den Verlag für dieses untypische Werk.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn Sie aus dem Vollen schöpfen wollen ..., 5. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Unser Gedächtnis. Erinnern und Vergessen (Gebundene Ausgabe)
"Eine Erinnerung ist kein Buch, das Sie im Regal einer Bibliothek suchen können. Es ist eher, um bei diesem Bild zu bleiben, wie ein Buch, das Sie jedes Mal neu zusammensetzen, indem Sie die verstreuten Seiten wieder einsammeln."
Da können schon mal Seiten fehlen oder falsche Blätter eingesammelt werden. Wer aus dem Vollen schöpfen will sollte wissen, wie man die Blätter ablegen und wieder finden kann. Das Buch, über das wir hier reden, ist gebunden, es fehlen keine Blätter und es hat das, was Sie brauchen, wenn Sie sich über die Arbeitsweise Ihres Gehirns informieren und Ihr Gedächtnis verbessern wollen. Ein Herausgeber (Bernard Croisile) und 21 Ärzte, Neurologen, Psychiater und Psychologen haben ein Buch geschaffen, das spannend ist und leicht zu lesen. Es beschränkt sich wissenschaftlich auf das Wesentliche und handelt von typischen Situationen des Alltags zu Hause und im Beruf. Ein aufschlussreiches Sachbuch und stimulierender Ratgeber.
Was genau ist ein Gedächtnis?
Alle Informationen gehen über unsere Sinne in unser Gehirn ein. Was immer wir sehen, hören, riechen, schmecken und ertasten wird in Bits umgewandelt, also Null oder Eins. Eine Nervenzelle (Neuron) leitet einen Impuls weiter - oder nicht. Informationen werden gefiltert, neu zusammengesetzt und in Netzwerken von Neuronen gespeichert. Aber nur, wenn starke Emotionen beteiligt sind. Oder, wir wir die Sache wiederholen, sodass immer wieder dieselben Neuronen feuern. Das Langzeitgedächtnis mit nahezu unbegrenzten Speichermöglichkeiten funktioniert anders als das Kurzzeitgedächtnis. Ereignisse prägen sich nicht in denselben Gehirnarealen ein wie das bei gelernten Informationen der Fall ist. Wir haben unterschiedliche Gedächtnissysteme. Entsprechend können wir aber auch mnemotechnische (das Gedächtnis stärkende) Strategien entwickeln. Und schließlich wollen wir das erworbene Wissen auch anwenden.
Mnemotechnische Strategien sind seit der Antike bekannt, waren aber zwischendurch in Vergessenheit geraten. Der Lyriker Simonides soll, laut Cicero, die "Loci-Methode" erfunden haben. Bei dieser Methode stellt man sich beispielsweise einen Weg vor, den man gut kennt und verknüpft die Inhalte eines Vortrags oder Einkaufsliste bildlich mit den Objekten des Weges (Säulen, Gebäude, Türen etc). Ein anonymer Verfasser nennt 400 *vor* Christus drei Prinzipien, die das Merken fördern: Aufmerksam sein, wiederholen und mit dem in Beziehung bringen, was man bereits weiß. Dumm gelaufen, dass wir dieses Wissen irgendwann verloren haben und das Rad neu erfinden mussten.
Die Autoren beantworten Fragen, die uns auf der Zunge liegen ("Kann man das Gedächtnis im Gehirn lokalisieren?" "Funktioniert es bei Frauen und Männern gleich?" usw.). Sie führen uns durch die ersten Kinderjahre, die Schule, den Beruf mit Spezialkenntnissen, behandeln das Gedächtnis im Ruhestand. Wir sehen Bilder von Gehirnen in Aktion und erhalten Hinweise darauf, wie wir die Gehirn-Maschine pflegen müssen. Aber: Unsere Fähigkeit Vokabeln zu merken wird nicht dadurch besser, dass wir Klavierstücke auswendig lernen! Wir müssen üben, was wir brauchen. Im Kapitel "Medizinische Informationen" behandeln die Autoren krankhafte Gedächtnisprobleme, wie Gedächtnisausfälle und die Alzheimer-Krankheit. Ein Glossar fasst wichtige Begriffe zusammen.
Der Spaßfaktor.
Etwa hundert Seiten Übungen ("Spiel") in drei Schwierigkeitsstufen bringen unser Gedächtnis auf Trab. Wobei ich mich durch einen Selbstversuch von der Richtigkeit folgender Aussage der Autoren überzeugen konnte: Koffein fördere die kognitiven Fähigkeiten. Nach einem doppelten Espresso gelang es mir mühelos, in einer Textaufgabe, in der neun Fehler zu finden sein sollten, deren zehn zu finden. Da ich nach weiteren Espressi auch in anderen Aufgaben und deren Lösungen Fehlerhaftes gefunden habe, bitte ich den Verlag, in Zukunft für das Lektorat ausreichend Espressomaschinen samt Kaffeebohnen zur Verfügung zu stellen.
Ingesamt aber ist das Buch ist eine super Einführung in die Struktur des Gedächtnisses. Mit dem Basiswissen lassen sich Strategien entwickeln, die unser Gedächtnis auf Vordermann oder -männin bringen. Habe ich noch etwas vergessen? Ach ja, ich muss unbedingt noch die restlichen Übungen machen. Und noch einen Espresso, bitte!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schöne Bilder, hält aber nicht ganz, was es verspricht, 31. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Unser Gedächtnis. Erinnern und Vergessen (Gebundene Ausgabe)
Es gibt viele Bücher auf dem Markt, die sich mit der Gehrinforschung auseinandersetzen. Der Vorteil dieses Buches ist die Bebilderung und das angenehme Format. Die Einführung in die wissenschaftlichen Aspekte des Buches sind gut recherchiert aber knapp. Hier und da gibt es kleinere Mängel (wie in dem Kapitel "Bildgebende Verfahren"), die aber für den "nicht-wissenschaftlichen"-Leser nicht von Bedeutung sind.
Der größte Teil des Buches befasst sich allerdings mit Gedächtnistraining. Es gibt die verschiedensten Aufgaben und dazu einen großen Lösungsteil. Im Kapitel der Gehirn-Krankheiten dreht es sich hauptsächlich um Amnesien und Gedächtnisstörungen. Ein Kapitel gilt der Alzheimer-Krankheit.
Ich habe tiefere Einblicke in die Funktion unseres Gehirns erwarten (dafür kein so großes Trainingskapitel).
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