Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ideenmarketing, 29. Januar 2009
So, so, Thomas Friedman ist zurück. Nachdem er in seinen Lesern erklärt hat, dass die Welt flach sei und wie seiner Meinung nach die globale Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts funktioniere, rettet er nun in seinem neuen Buch die Welt. Um dies anzustoßen, vertritt er geradezu revolutionäre und bisher nie da gewesene Thesen: Ein Anstieg des Kohlendioxidgehalts wird zu einer Erwärmung der Erde führen, das Bevölkerungswachstum und die Ballung von Menschen in Großstädten führt zu mehr Umweltverschmutzung oder das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern führt ebenso zu mehr Verschmutzung. Heureka! Das hat man in der Tat noch nie gehört!
Aberwitzig wird das ganze dadurch, dass Friedman seine Thesen durch alle möglichen Anekdoten begründet, sprich dass er mit diesen und jenen Managern oder Regierungsleuten in allen möglichen Ländern gesprochen hat. Das bedeutet, dass er selbst recht eifrig dabei zu sein scheint, um die Welt zu fliegen um seine Bücher zu vermarkten und nebenbei alle möglichen Gespräche führt, worüber er dann das nächste Buch schreiben kann!
Mal ganz im Ernst: Ich fand bereits Friedmans letztes Buch überbewertet (oder neudeutsch gesagt: es wurde ein Hype veranstaltet), da er lediglich oberflächliche Allerweltsweisheiten garniert mit irgendwelchen Anekdoten über tolle Gespräche die er mit ganz wichtigen Leuten geführt hat serviert. Der Schreibstil ist unkritisch, einseitig und liest sich so nach dem Motto: So Leute, ich erkläre Euch Unwissenden jetzt mal wie die Welt funktioniert. Man könnte meinen, es geht ihm in erster Linie darum sich selbst zu feiern! Rein inhaltlich ist das ganz schwache Kost, die er dem Leser vorsetzt. Seine Aussagen enthalten keinerlei neuartige Thesen oder gar Forschungsergebnisse, es handelt sich ausschließlich um mäßig gut verpackte, aber rein inhaltlich längst bekannte Kost! Es werden altbekannte Argumente eingesetzt und mit vielen Worten und Anekdoten umschmückt. Außerdem wird das Buch als New York Times Bestseller beworben und es bestehen einige grundsätzliche und allgemeine Parallelen zu einigen Aussagen vom neuen US Präsidenten Obama. Und schon geht der Hype wieder los, genau wie bei Die Welt ist flach, dem Vorgängerwerk von Friedman. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung das dieses Buch ein internationaler Bestseller wird! Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich stimme ich der These zu, dass Umweltverschmutzung und globale Erwärmung wahrscheinlich die größten Probleme unserer Zeit sind! Dieses Buch trägt allerdings nichts zur Bekämpfung oder Lösung dieser Probleme bei! Es handelt sich hierbei um nichts mehr als ein Musterbeispiel für Ideenmarketing!
Im Sachbuchbereich ist meiner Meinung nach nicht jeder Bestseller Autor auch wirklich ein echter Könner, teilweise kommt es in einem erheblichen Maße auf gute Vermarktung an. Herr Friedman beweist dies hier erneut!
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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine typisch amerikanische Agenda,die mit ihrer ökologischen Verantwortungsethik die Grundlage bildet für Barack Obamas Programm, 28. Januar 2009
Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Thomas Friedmann, politischer Starjournalist der New York Times und Autor des vorliegenden Buches von Europäern als Marktradikaler, als Freihandelsprediger und als Befürworter des Irak-Kriegs heftig kritisiert.
Mittlerweile, so wird nach der Lektüre seines neuen Buches klar, hat er einige zentrale Positionen überdacht, andere korrigiert und ist alles in allem politischer geworden. Nun postuliert er in seiner neuen "Agenda für das 21. Jahrhundert" nicht weniger als eine Revolution. Indem er das Fundament der USA ökologisch erneuert und die ganzen Gebäude sozusagen gleich mit saniert und zwar sofort, weil das im Interesse Amerikas sei, will er auch die übervölkerte Welt durch eine Energiewende retten.
Selbstverständlich, da gibt es für Friedmann keinen Zweifel, kann und muss Amerika bei dieser globalen Rettungsaktion die Führung übernehmen. Denn die USA seien nicht nur die größten Energieverschwender weltweit, sondern ,so postuliert er selbstbewusst, dieser Kontinent habe auch all jene Vitalität der Erneuerung, die dazu nötig sei. Es ist das ureigenste nationale Interesse Amerikas, den globalen Wettbewerb um die ökologische Avantgarde anzuführen. Es geht um "ein Ökosystem erneuerbarer Energie zur innovativen Erzeugung sauberen Stroms, zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Rohstoffproduktivität und zum Schutz der Umwelt, das billiger ist als die weiteren Kosten der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas."
Friedman steht der Bewegung von Barack Obama nahe, der dieses Buch und sein Programm sicher kennt, und dessen ersten politische Entscheidungen seinen Geist atmen. Als aufrechter Demokrat weiß Friedman auch, dass er zu Umsetzung dieses ambitionierten Programms parlamentarische Mehrheiten braucht, die ja nun vorhanden sind. Neben durchaus wohlwollenden Passagen gibt es in diesem Buch aber auch solche, wo er die Amerikaner scharf angreift: sie lebten in ihrer törichten Verschwendung mit unintelligenter Technik von geborgter Zeit, von geborgten Geld und sie hätten sich viel zu lange eine dumme politische Elite geleistet.
Friedman ist eng befreundet mit dem Philosophen Michael Sandel, dessen ökologischer Verantwortungsethik er sich dauernd bedient.
Die Absicht ist löblich, die ersten Entscheidungen Obamas machen Hoffnung, und es wäre sehr zu begrüßen , wenn die neue US-Administration nur die Hälfe dieser anspruchsvollen Agenda angehen und umsetzen würde.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Teilweise unerträglich, 3. April 2009
Auf Grund der guten Rezensionen und des spannenden Themas griff ich relativ sorglos zu diesem Buch. Die wichtigen Fragen des 21. Jahrhunderts sollten eigentlich jeden zumindest interessieren und so wollte ich gerne mehr über die Hintergründe und eventuelle Lösungsvorschläge erfahren. Und in der Tat liefert der Autor einige sehr interessante Aspekte, so z.B. warum Amerika in Sachen Umweltschutz Europa hinterher hinkt, wo Fehler gemacht wurden usw. Leider flacht das Buch dann stark ab und besonders die Abschnitte zum Klimawandel sind grausig, da es seitenlang immer wieder um die gleichen Phrasen geht wie "Wir müssen jetzt handeln" oder "Alle die nicht zu 100% an den Klimawandel glauben sind Spinner". Man hat's nach der ersten Zeile begriffen und quält sich dann nochmal 30 Seiten durch die immer wiederkehrenden Ansichten. Das schlimmste an dem Buch ist aber der nervige Unterton, dass Amerika zwar etwas verschlafen habe aber in Zukunft wird es das beste, schönst, modernste, ja absolut superdollste Land auf der Welt sein. Ich weiß, dass es darum geht Mut zu machen, aber man kann es irgendwann nicht mehr hören, da es permanent betont wird. Anscheinend geht der Autor auch davon aus, dass die Europäer bissl dumm sind und natürlich ihren Vorsprung bei z.B. erneuerbaren Energien gerne aufgaben. Insgesamt wirkt das Buch dadurch arg abgedroschen und billig und kann nur selten überzeugen. Fazit: Wer sich für das Thema interessiert kann einen Blick riskieren, aber gelesen haben muss man das nicht.
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