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Dialektik der Kommunikationsgesellschaft.
 
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Dialektik der Kommunikationsgesellschaft. (Broschiert)

von Richard Münch (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 397 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 2 (1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518284800
  • ISBN-13: 978-3518284803
  • Größe und/oder Gewicht: 17,7 x 10,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 91.035 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wie die Entwicklung der modernen Gesellschaft überhaupt, wird auch diejenige der Kommunikationsgesellschaft durch eine Dialektik der Erzeugung, Abarbeitung und Wiedererzeugung von Widersprüchen vorangetrieben. Sie äußert sich auf drei Ebenen: auf den Ebenen von Kultur, Kommunikation und Gesellschaft. Während die Gesellschaftstheorie die Dialektik der Industriegesellschaft schon vielfach beleuchtet hat, muß die Dialektik der Kommunikationsgesellschaft erst noch richtig erfaßt werden. Diese Dialektik sichtbar zu machen, ist Ziel dieses Buches.


Über den Autor

Richard Münch ist Professor für Soziologie an der Universität Bamberg.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Dialektisch eben..., 25. Juli 2001
Ganz getreu dem Titel eine dialektische Bewertung: Prinzipiell ist der Versuch, der Kommunikationsgesellschaft ein dialektisches, teilweise widersprüchliches und paradoxes Gewand anzuziehen, absolut gelungen. Besonders der Vergleich der modernen Gesellschaft, die sich langsam immer mehr konstituiert, und ihren vormodernen Vorgängerinnen ist beachtlich und aufschlußreich: Wie sich gesellschaftliche Teilbereiche entwickelt haben und heute einander beeinflussen; was für Folgen das interventionistische Eingreifen in die Welt und der stete Anspruch, Probleme zum Besseren zu wenden, haben; daß alles Mühen nur neue Probleme erzeugt, die noch komplexere Problemlösungsstrategien erfordern, durch die sich wiederum die moderne westliche Gesellschaft auszeichnet. Dennoch sind die negativen Aspekte nicht minder schwerwiegend: Ein anscheinend überall innewohnender neidischer Blick in die Vereinigten Staaten, wo vermeintlich alles besser sei, ist offenkundig, aber verschmerzbar. Anstrengender ist da schon die grundsätzlich ja richtige Überlegung, Relevanz entstehe durch Redundanz, der in diesem Buch jedoch mit ganzen Herzen alle Ehre erwiesen wird. Am Ende erscheint es, als habe man zusätzlich zum Text noch einen Münch-Indoktrinations-Kurs erworben, so penetrant werden die geäußerten Thesen immer und immer wieder in andere Worte gehüllt. Am meisten fällt aber die in meinen Augen vollkommen unzulängliche Luhmann-Kritik aus: Daß überhaupt jede gewonnene Erkenntnis in mehr als gezwungener Manier instrumentalisiert wird, um bevorzugt die Systemtheorie, aber auch sonstige Gesellschaftstheorien, zu widerlegen, ist m.E. unnötig und übertrieben. Darüber hinaus ist die Kritik an der Systemtheorie ungenügend, weil Luhmann den angeführten vermeintlichen Kritikpunkten vermutlich nicht einmal zwingend widersprechen müßte. Und selbst wenn: Mit einem kleinen Schwenk zur konstruktivistischen Weiterentwicklung wäre eine derart unzureichende Radikalabsage an die durch autopoietische Systeme verbundene Gesellschaft gar nicht nötig. Münchs vorgenommene Kritik an einer solchen autopoietischen Konstitution der Gesellschaft überzeugt ganz und gar nicht - sie spielt viel mehr dem auf systemtheoretischen Grundpfeilern errichteten Konstruktivismus in die Hände. Trotz allem bleibt das Buch, gerade weil es Nicken und Kopfschütteln so abwechselnd verbindet, lesenswert.
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