Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der Thriller kommt erst zur Mitte hin!, 4. September 2009
Nach einer gescheiterten Beziehung mit Paul lebt Kate Powell seit 3 Jahren allein. Sie ist Chefin einer kleinen PR-Agentur, die langsam Erfolge zeigt. Allerdings fühlt sie sich in ihrem Leben, das sich ausschließlich um ihren Beruf dreht, nicht ausgefüllt. Immer mehr reift in ihr der Gedanke, ein Baby zu bekommen, jedoch ohne Vater. Trotz der anfänglichen Widersprüche ihrer Freundin Lucy, entschließt sich Kate zu einer künstlichen Befruchtung. Doch will sie keinen anonymen Samenspender, den Erzeuger ihres Kindes möchte sie selbst aussuchen und gibt eine Annonce auf. Alex Turner, ein junger Psychologe, meldet sich. Kate trifft sich mit ihm und nach und nach reift in ihr das Gefühl, dass Alex der richtige Erzeuger für ihr Baby zu sein scheint.
Bis etwa zur Mitte des Buches lernt man Kate und ihre Gründe für eine künstliche Befruchtung kennen. Sie ist eine Frau Mitte Dreißig, die nach einer gescheiterten Beziehung mit dem selbstgefälligen Macho Paul, von der Männerwelt enttäuscht ist und keine neue Beziehung mehr eingehen will. Auch wenn sie anfangs von Selbstzweifeln und auch von Scham über ihr Vorhaben geplagt ist, geht sie doch stur ihren Weg. Auch die Bedenken ihrer besten und einzigen Freundin Lucy können sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Diese ist eine zweifache Mutter und Ehefrau und hat anfangs überhaupt kein Verständnis für Kate, steht ihr aber trotzdem bei. Die Diskussionen der Beiden über das Für und Wider, Annonce oder doch anonymer Spender, füllen einige Kapitel des Buches.
Als Kate schließlich durch die Annonce Alex kennenlernt, einen jungen, etwas verschüchtert wirkenden Psychologen, scheint alles perfekt. Doch wird man während des Lesens das Gefühl nicht los, dass Alex in irgendeiner Form merkwürdig ist. Er zeigt wenig Selbstbewusstsein, benimmt sich untypisch für einen Psychologen, ist aber ansonsten ein sehr liebenswürdiger und hilfsbereiter Mann.
Und hier, ab etwa der Mitte des Buches, wird aus dem Roman auch ein Psychothriller. Plötzlich zieht die Story richtig gut an und wird überaus spannend. Wobei die vorherigen Seiten nicht wirklich langatmig sind. Die Diskussionen zwischen Kate und Lucy, Kates Herangehen an die künstliche Befruchtung und ihr Kennenlernen von Alex ist unterhaltsam beschrieben, allerdings kein Thriller.
Simon Beckett geht sehr gefühlvoll und gut recherchiert an das Thema "Künstliche Befruchtung" heran. Die Gefühlswelt von Kate zeichnet er zu jeder Zeit sehr authentisch und absolut nachvollziehbar. Jedoch liegt hier meines Erachtens zu sehr der Schwerpunkt. Bis der Thriller richtig beginnt, ist er auch fast schon wieder zu Ende. Hier hätte ein bedeutend kürzerer Einstieg der Story gut getan.
Ansonsten ist der Roman unterhaltsam, selten langatmig und sein flüssiger Schreibstil überzeugt, sodass man sich eigentlich während des kompletten Buches gut unterhalten fühlt. Allerdings sorgt der Prolog dafür, dass die Geschichte nach gut der Hälfte vorhersehbar ist, was allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fällt.
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80 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessanter psychologischer Krimi als Frühwerk, 7. August 2009
Mir hat der psychologische Krimi Flammenbrut - ähnlich wie bereits Becketts anderes Frühwerk Obsession - insgesamt gut gefallen. Man darf natürlich nicht in den Fehler verfallen und bei der Lektüre das gleiche Grauen wie etwa in Die Chemie des Todes erwarten. Seine David-Hunter-Bücher stehen für sich.
Dafür scheint er sich in seinen Frühwerken vorrangig Themen mit einer gewissen gesellschaftspolitischen Relevanz gewidmet zu haben, so auch hier. Die erfolgreiche Geschäftsfrau Kate Powell möchte sich endlich ihren größten Wunsch erfüllen, nämlich ein Kind zu haben, weswegen sie über eine Anzeige einen Samenspender sucht. Der bald kennen gelernte, gutaussehende Alex Turner scheint ihr tatsächlich sehr sympathisch und damit wohl auch die richtige Wahl zu sein.
Ich will hier nicht zu viel verraten, aber diese Vorgeschichte sorgt zunächst dafür, dass der Krimi eine relativ lange Anlaufzeit hat. Richtig spannend wurde es für mich erst ab etwa Mitte des Buches. Spannungsfreaks müssen bis dahin folglich durchhalten.
Doch ich finde, es lohnt sich. Zumal Beckett schreiben kann, was auch für dieses Frühwerk zutrifft.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Der erste Beckett-Roman, der mir überhaupt nicht gefallen hat., 1. September 2009
Ich bin ein wenig überrascht, dass dieses Buch auf diversen Portalen doch eher positiv bewertet wird, denn ich persönlich konnte mit "Flammenbrut" so rein gar nichts anfangen. Nun bin ich es zwar gewohnt, dass Beckett keine Schlag-auf-Schlag-Romane verfasst, aber auf den ersten 230 passiert wirklich nichts, was sich nicht auch auf 100 Seiten hätte unterbringen lassen können. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn sich der Autor Zeit nimmt, um die einzelnen Charaktere einzuführen, aber Beckett schafft es meiner Meinung nach nicht, den handelnden Personen - trotz der ausgiebigen Einführung - Tiefe zu verleihen. Im Endeffekt begleitet man Kate durch ihren Arbeitsalltag, ab und an gibt es ein Abendessen bei Freunden und zwischendurch entscheidet sich Kate dann mal eben, ein Kind bekommen zu wollen. In diesem Zusammenhang tritt dann Alex auf den Plan, der eigentlich nur sein Sperma abgeben und dann wieder aus Kates Leben verschwinden sollte, aber - Überraschung! - irgendwie funkt es dann doch zwischen den beiden. Was dann als total überraschende Wendung verkauft wird, dürfte niemanden überraschen, der den Kurztext auf dem Buchrücken gelesen hat, denn dieser nimmt dieses Ereignis vorweg. Und wie gesagt, bevor es zu dieser Wendung kommt, durfte ich mich als Leser durch 230 mehr oder weniger ereignisarme Seiten kämpfen. Zugegeben: Danach nimmt die Geschichte schon an Fahrt auf, allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt bereits der Lese-Lethargie verfallen, weshalb ich die folgenden Ereignisse nur noch zur Kenntniss genommen habe, ohne großartig mitzufiebern. Letztendlich war ich einfach nur froh, die letzte Seite hinter mich gebracht zu haben. Nee, das war überhaupt nichts...
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