Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Action, Spannung, Überraschung, Lehrreiches........, 14. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Dieser Thriller hat wirklich alles: er ist sehr spannend, es gibt überraschende Wendungen, die Hauptpersonen sind so gut entwickelt, dass ich ihre Motivationen nachvollziehen kann, es gibt gute Action und ich habe sehr mitgefiebert mit den Protagonisten. Das alles führt bei mir schon zu einer positiven Beurteilung dieses Thrillers. Dieser hier hat aber noch mehr zu bieten: es wird viel geschrieben über Statistik, Philosophie, Psychologie, Physik (sogar Einsteins Relativitätstheorie und Quantenphysik spielt eine Rolle). Das könnte fast schon abschreckend sein, aber es ist super geschrieben, sodass es ganz einfach verständlich wird. Für mich bedeutet es immer eine große Freude, wenn ich plötzlich Sachverhalte verstehe, vor denen ich innerlich bisher immer zurückgeschreckt bin. Vor diesem Buch wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass ich Quantenphysik interessant, gar spannend finden könnte. In diesem Buch werden die Dinge so praxisnah und anschaulich erklärt, dass es eine wahre Freude ist. Dieses Buch würde ich jedem empfehlen, der neugierig auf Wissenschaft ist und spannende Thriller mag.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Übertrieben aber Unterhaltsam, 3. Februar 2006
„Null“ von Adam Fawer ist leider eines dieser Bücher die sehr gut anfangen, sich dann in ihrer Grundidee verrennen und zum Ende hin abbauen. Am liebsten würde ich dreieinhalb Sterne verleihen. Aber erst einmal zum guten Anfang. Das Buch fängt herrlich direkt in der Handlung an. Keine große Einleitung der Charaktere, Örtlichkeiten oder sonstiger Begebenheiten. Die Hauptfigur David Caine befindet sich in einer Spielhölle und versucht mit Hilfe seiner mathematischen Fähigkeiten seine Gewinnchancen beim Pokern zu optimieren in dem er die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass sein Gegenüber ein besseres Blatt hat. Doch wie schon der Buchrücken verrät, verliert er an diesem Abend eine große Summe Geld, die er sich vom russischen Besitzer der Spielhölle geliehen hat. Zusätzlich erleidet er auch noch einen epileptischen Anfall und muss ins Krankenhaus. Um keine Anfälle mehr zu bekommen, nimmt er an einer experimentellen Studie seines Arztes teil. Von diesem Moment an wird es Handlungstechnisch schon ziemlich extrem. Es tauchen Killer der unterschiedlichsten Geheimdienste auf, David Cain kann scheinbar die Zukunft voraussagen, ein Professor findet das nützlich da er gerade Forschungen in dieser Richtung betreibt und letztendlich sind alle auf der Jagd nach David Cain. Das klingt nach leichter und schneller Unterhaltung und das ist es auch. Wobei Adam Fawer den Aspekt der Wahrscheinlichkeit in den Mittelpunkt rückt, um der Möglichkeit einen Blick in die Zukunft zu werfen, eine theoretische Machbarkeit zu entwerfen. Dieser Ansatz ist sehr schön durchdacht und ausgearbeitet. Ab ca. der Mitte des Buches wird aus dem schön konstruierten Hirngespinst, mit seinen gut gezeichneten Charakteren und ihren Motivationsgründen, eine einzige Verfolgungsjagd nach David Cain. Dieser Teil ist immer noch unterhaltsam geschrieben aber nur leidlich spannend. Fawer denkt sich immer neue Verrücktheiten aus, wie Caine seinen Häschern entkommt und überspitzt den Bogen meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr. Aus witzigen Gedankenspielen werden krude zufallsbestimmte Wendungen, die oftmals an den Haaren herbeigezogen wirken. So das alles in lautem Krach und Bumm endet. Die zweite Hälfte des Buches ist nicht wirklich schlecht, aber nach der ersten Hälfte ist man ein wenig enttäuscht. Da die zweite Hälfte im Vergleich irgendwie vorhersehbar ist. Mein Kurzfazit. Wer einen locker flockigen Verfolgungsthriller sucht, sollte zugreifen sofern er ein gewisses Interesse an Mathe und Physik mitbringt. Denn auch wenn die zweite Hälfte merklich abbaut, bleibt ein sehr unterhaltsames Buch, dass sich schön leicht lesen lässt und eigentlich nie langweilt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Faszinierend, interessant und gelungen, 31. Juli 2007
Adam Fawer beschreitet mit seinem Thriller "Null" recht ungewöhnliche Wege.
Der Leser wird sowohl mit der typischen Portion Spannungsroman als auch mit kurzen wissenschaftlichen Abhandlungen konfrontiert, wobei der Autor zwangsläufig das Risiko eingeht, angesichts der doch recht komplexen Materie Überforderung zu provozieren.
Wie es einer meiner "Vorschreiber" schon andeutete: man muss diejenigen Stellen, die sich mit der Materie um Wahrscheinlichkeitsrechnung und Quantenphysik beschäftigen schon sehr konzentriert lesen, um seinen persönlichen Zugang zu erhalten. Ansonsten gerät man in die Gefahr, diese durchaus faszinierenden Seiten nur zu überfliegen, was dann viel von der Faszination des Grundthemas nehmen würde.
Adam Fawer schreibt spannend und angenehm. Mit hohem Spannungsgehalt und vernünftig "erklärten" Protagonisten treibt er die Handlung mit recht hohem Tempo voran. Die Portion Unterhaltungsthriller (einschließlich einiger Runden Poker) ist jedoch ganz entschieden vor dem Hintergrund der absolut notwendigen Portion Wissenschaft zu betrachten, die Fawer den Leser näherbringen möchte.
Hier steht er jedoch eben manchmal kurz davor, es zu übertreiben. Und diese Übertreibung findet sich auch in dem grenzwertigen Ende, denn es verlangt schon viel ab, der Story die alles vernichtende Superheldin abzukaufen, die schier Unmenschliches leistet. Und auch die Fähigkeiten des Hauptcharakters David Caine, die Zukunft durchdringen zu können, dürfte nicht bei allen Lesern auf Gegenliebe stoßen.
Fazit: Selten habe ich einen Roman gelesen, der mit seinen Nebenkriegsschauplätzen, sprich dem versuchten mainstreamfreundlichen Wissenschaftsmix, fast mehr punkten kann als mit seiner Grundstory. Ohne die interessanten Passagen mit all den Wahrscheinlichkeitstheorien, pp., wäre das Buch vielleicht nur Durchschnittsware. So aber, vorausgesetzt der Leser lässt sich auf das Buch auch wirklich ein, liest man sich durch einen spannenden, interessanten Wissenschaftsthriller.
Mal etwas anderes, aber gut!
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