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Der Ekel
 
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Der Ekel (Taschenbuch)

von Jean-Paul Sartre (Autor), Uli Aumüller (Übersetzer)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Der Ekel + Das Sein und das Nichts: Versuch einer phänomenologischen Ontologie. (Gesammelte Werke in Einzelausgaben / Philosophische Schriften, 3) + Wahrheit und Existenz
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Ekel
OT La nausée OA 1938 DE 1949Form Roman Epoche Moderne
Jean-Paul Sartres früher Roman repräsentiert im Spiegel der Aufzeichnungen eines Einzelgängers den Seinsüberdruss des Menschen und dessen mögliche Überwindung durch die Kunst.
Inhalt: Ein den Mitmenschen und der Außenwelt entgegengebrachtes, sich steigerndes Ekelgefühl veranlasst den Gelehrten Antoine Roquentin, seine alltäglichen Verrichtungen und Eindrücke minuziös aufzuzeichnen. Dabei kommt eine wachsende sarkastische Distanz gegenüber dem bourgeoisen Milieu der Provinzstadt Bouville, in der er sich zu Forschungszwecken aufhält, zum Ausdruck, z. B. beim Besuch des Museums mit seinen Porträts erfolgreicher Bürger. Im Mittelpunkt steht die radikal neue Erfahrung des Ekels: »Jetzt begreife ich; ich entsinne mich besser an das, was ich neulich am Strand gefühlt habe, als ich diesen Kiesel in der Hand hielt. Das war eine Art süßliche Übelkeit. Wie unangenehm das doch war! Und das ging von dem Kiesel aus, ich bin sicher, das ging von dem Kiesel in meine Hände über. Ja, das ist es, genau das ist es: eine Art Ekel in den Händen.«
Hinter dieser physischen Empfindung alles Seienden, das als überflüssig empfunden wird, verbirgt sich Sartres Sicht auf das Prinzip der Existenz, zu der die Materie und die Menschen verurteilt sind. Die pessimistische, oft nihilistische Einsicht in die Sinnlosigkeit solchen Daseins gewährt dem Tagebuchschreiber aber auch eine Freiheit zweiten Grades.
Am Ende der Aufzeichnungen beschließt Roquentin, nach Paris zu ziehen. Die Kellnerin Madeleine legt ihm zum letzten Mal eine Jazzplatte auf, und mit dem Erklingen der Melodie »Some of these days you’ll miss me, honey« entsteht in ihm die Idee, man könne durch einen authentischen Akt seine Existenz rechtfertigen. Nachdem er die Alternative »Leben oder Erzählen« zum Thema gemacht hat, mündet der Abschied aus der Stadt für den 30-Jährigen, der sein Leben hinter sich zu haben glaubte, in den Gedanken an eine »andere Art von Buch. Ich weiß nicht so recht, welche – aber man müsste hinter den gedruckten Wörtern, hinter den Seiten etwas ahnen, das nicht existierte, das über der Existenz wäre.«
Aufbau: Im Zusammenhang mit der Entwicklung seiner Existenzphilosophie und seiner Erfahrungen als Lehrer in Le Havre gestaltet Sartre den Roman als Tagebuch Roquentins. Der Text wurde auf Verlangen des Verlags drastisch gekürzt; die ausgeschiedenen Passagen werden heute separat gedruckt. Sartres Überdruss resultiert aus der bloßen, sich gewissermaßen fixierenden Reflexion und entspricht damit, auf die Materie und das Leben bezogen, dem Sprachekel, wie ihn etwa Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) im Chandos-Brief 1902 formuliert hatte. Als philosophischer Roman weist Der Ekel auf Sartres Hauptwerk Das Sein und das Nichts (1943) voraus.
Wirkung: Die Nüchternheit der Sprache und die psychologische Präzision wurden vorbildhaft für den »nouveau roman« der Nachkriegszeit. A. H.

Kurzbeschreibung

Ein den Mitmenschen und der Aussenwelt entgegengebrachtes, sich steigerndes Ekelgefühl veranlasst den Gelehrten Antoine Roquentin, seine alltäglichen Verrichtungen und Eindrücke minuziös aufzuzeichnen. Dabei kommt eine wachsende sarkastische Distanz gegenüber dem bourgeoisen Milieu der Provinzstadt Bouville, in der er sich zu Forschungszwecken aufhält, zum Ausdruck, z. B. beim Besuch des Museums mit seinen Porträts erfolgreicher Bürger. Im Mittelpunkt steht die radikal neue Erfahrung des Ekels: >>Jetzt begreife ich; ich entsinne mich besser an das, was ich neulich am Strand gefühlt habe, als ich diesen Kiesel in der Hand hielt. Das war eine Art süssliche Übelkeit. Wie unangenehm das doch war! Und das ging von dem Kiesel aus, ich bin sicher, das ging von dem Kiesel in meine Hände über. Ja, das ist es, genau das ist es: eine Art Ekel in den Händen.<< Hinter dieser physischen Empfindung alles Seienden, das als überflüssig empfunden wird, verbirgt sich Sartres Sicht auf das Prinzip der Existenz, zu der die Materie und die Menschen verurteilt sind. Die pessimistische, oft nihilistische Einsicht in die Sinnlosigkeit solchen Daseins gewährt dem Tagebuchschreiber aber auch eine Freiheit zweiten Grades. Am Ende der Aufzeichnungen beschliesst Roquentin, nach Paris zu ziehen. Die Kellnerin Madeleine legt ihm zum letzten Mal eine Jazzplatte auf, und mit dem Erklingen der Melodie >>Some of these days you'll miss me, honey<< entsteht in ihm die Idee, man könne durch einen authentischen Akt seine Existenz rechtfertigen. Nachdem er die Alternative >>Leben oder Erzählen<< zum Thema gemacht hat, mündet der Abschied aus der Stadt für den 30-Jährigen, der sein Leben hinter sich zu haben glaubte, in den Gedanken an eine >>andere Art von Buch. Ich weiss nicht so recht, welche - aber man müsste hinter den gedruckten Wörtern, hinter den Seiten etwas ahnen, das nicht existierte, das über der Existenz wäre.<<

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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Würgereiz des Daseins, 2. September 2005
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Antoine Roquentin widerfährt etwas Unglaubliches: Sein normales, belangloses Leben plätschert plötzlich nicht mehr so dahin wie vorher, sondern wird für ihn zur Belastung, zur Qual. Ein Stück Papier, ein Kieselstein, selbst seine eigene Hand erregen in ihm ein unbestimmtes Unbehagen: den Ekel. Dieser Zustand verschlimmert sich zusehends: Die Menschen in der Bibliothek, seine verflossene Geliebte, seine Tischgenossen - alle rufen in ihm den Ekel hervor. Es dauert knapp 300 Seiten minutiöser Selbstbeobachtung, bis Roquentin herausfindet, was bei all diesen Gelegenheiten das Ekelgefühl in ihm ausgelöst hat: Es ist die schiere Existenz - und ihre Sinnlosigkeit. Angesichts einer Welt, in der alles ziel- und sinnlos existiert, muss sich der Mensch selbst sinnlos vorkommen. Mit "Der Ekel" stellte Sartre schon Jahre vor seinem philosophischen Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" die Kernfragen des Existenzialismus vor. Das Buch ist schwierig, gerade weil es einen mühsamen Erkenntnisprozess beschreibt und weil Sartre unterschiedliche Darstellungsformen verwendet, um Roquentins Ekel zu beschreiben. Der Roman machte Sartre schlagartig bekannt und stellt die wichtigste literarische Verarbeitung seiner existenzialistischen Philosophie dar.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Mühe lohnt :-), 1. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Dieses Buch, welches 1938 erstmals erschien, ist besonders schwierig in solch einer Kurzform vorzustellen. Denn mit einem kurzen Abriss der Handlung oder der Hauptereignisse wird man der eigentlichen Bedeutung nicht einmal ansatzweise gerecht. Kann es auch nicht werden, denn es wird nicht gesagt, was passiert, sondern die Stimmung und das tiefe Gefühl, welches dieser Roman wachrüttelt, ergreift einen einfach; die Worte sind hier mehr oder minder nur Mittel zum Zwecke. Also versuche ich, wiederzugeben, was dieses Buch in mir geweckt hat, wobei diese Beschreibung zwangsläufig zu kurz greifen muss. In erster Linie hat mich dieses Werk von der Welt und von der Menschheit entfremdet; hat mich, mit den Augen des Autors sicherlich, den Menschen auf eine absurde und gleichzeitig nackte Art und Weise sehen lassen, die nichts als Abscheu gegenüber dem eigenen Geschlecht übrig lässt. Ähnlich wie der Protagonist stellt man sich außerhalb, betrachtet von dort, völlig vereinsamt, das Treiben der Wesen, die sich selbst Menschen nennen. Und dabei beschleichen einen immer wieder „niedere" Gefühle, ob es nun Ekel ob der absurden und sinnentleerten Existenz dieser Menschen, manchmal auch Neid über ihre Unbekümmertheit zu leben, wo man selbst so an der Bürde der Existenz zu schleppen hat oder einfach nur Langeweile wegen der Unbedeutsamkeit des Lebens sind. Ekel ist das Elixier, mit dem dieses Buch in vielfältigster Weise umgeht und mit dem man auf unterschiedlichsten Ebenen konfrontiert wird. Ekel bis hin zum destruktiven und Ekel bis zur erlebbaren Machtlosigkeit. Dies ist also ein Buch, das einen verzweifelt und mit dieser Verzweiflung über sich selbst erhebt. Und es ist nicht leicht zu lesen, unter keinen Umständen abends im Bett, da Sartre nie leitfertig mit Worten und Begriffen umgeht, schon gar nicht mit Satzstrukturen und erst recht nicht mit Bedeutungen, die erst einmal erschlossen werden müssen. Es bedeutet, sich selbst zu quälen, wenn man in dieses Buch halbwegs eindringen möchte, eine lohnenswerte Qual, wie ich meine.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nicht leicht, aber gut!, 5. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Sartre ist einer der Mirbegründer (oder der Begründer selbst?) des Existenzialismuis. Wer wissen will, warum und was das ist, dem sei dieses Buch empfohlen. Die "Handlung" ist kurz zu beschreiben: dem Protaginisten wird die eigene Existenz bewußt, und je mehr das der Fall ist, umso mehr ekelt sie ihn an. Der Text vertieft sich folgerichtig in die Fragen nach der Existenz, wodurch ist die eigene Existenz begründet, wie definiert sich der Mensch, und wie definieren sich die anderen. Und dann zwangsläugfig: wie definieren wir uns gegenüber den anderen? Das alles ist, das merkt man schon, kein leichter Stoff, und wer nach leichter Lektüre für den Strandurlaub sucht, wählt hier das falsche. Wer aber sich in dieses Thema vertiefen will, findet hier Lesestoff, der süchtig machen kann. Sprachlich entsprechend schnörkelos, detailliert, tiefgehend.Vielleicht nicht der ideale Einstieg in den französischen Existenzalismus, aber ein möglicher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5.0 von 5 Sternen franz. Titel:"La nausee" (1938) - Geschichte einer Bewusstseinswerdung
Anfang des Jahres 1932 arbeitet der Historiker Antoine Roquentin an einer Monographie über die historische Gestalt des Monsieur de Rollebon in Bouville. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Adam veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Für alle Philosophie-Freunde
Wer sich für Philosophie interessiert, aber schwere Kost nicht verträgt, ist bei diesem Buch absolut richtig. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von I.W. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen "[D]ie Dinge sind genau das, was sie scheinen - und hinter ihnen...ist nichts" (153).
"Die Menschen. Man muss die Menschen lieben. Die Menschen sind bewundernswert. Ich möchte kotzen - und mit einem Schlag ist er da: der Ekel" (193). Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Michael Dienstbier veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wer kennt das Gefühl nicht...
Zugegebener Maßen ist der erste Lesedurchgang von 'der ekel' ein ziemlich zähes Lesevergnügen, da doch alles ziemlich 'dicht' ist. Doch man wird belohnt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2007 von S. Muhr

1.0 von 5 Sternen eher krankhaft
Als Psychiater habe ich seinerzeit das Buch gelesen, war ja Mode.
Heute ,erneut gelesen, kommt es mir vor wie die biografische, psychopathologische Anamnese eines Patienten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. September 2007 von Rezensentin/Rezensent

2.0 von 5 Sternen Nicht ekelhaft, aber Geschmackssache
Die ersten Seiten des Buches haben mich sofort gepackt und mich voller Vorfreude auf die ganze Geschichte gestimmt; schön und angenehm zu lesen, perfekt gestaltete Sätze und von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. August 2007 von Andreas Oesch

1.0 von 5 Sternen Pathologisch
Habe das Buch als Student gelesen.Warum eigentlich hat die Hauptfigur des Buches keine Psychotherapie gemacht? Hätte ihn heilen können.
Veröffentlicht am 11. Juli 2007 von Rezensentin/Rezensent

4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch
Ich bin weder ein großer Sartre Kenner, noch habe ich mich intensiv mit seiner Philosophie beschäftigt, dennoch fand ich das Buch extrem gut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. August 2006 von Sandra Teubner

5.0 von 5 Sternen Der Stein der Weisen.
Ein geniales Buch, denn sartre lässt den protagonisten den ekel der existenz erleben. den ekel vor dem sein, vor der existenz, vor den anderen menschen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juli 2006 von Michael Leitner

5.0 von 5 Sternen Ein Grundstein zur philosophischen Bildung
Antoine Roquetin, einen intellektuell unterforderter Aussenseiter, der aller paar Jahre seinen Forschungssitz ändert, um in der Vergangenheit eines längst verstorbenen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2005 von tonistudent

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