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Bach. Leben und Werk
 
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Bach. Leben und Werk (Gebundene Ausgabe)

von Martin Geck (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 797 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498024833
  • ISBN-13: 978-3498024833
  • Größe und/oder Gewicht: 22,3 x 14,9 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 307.736 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Rundschau, 27.07.2000
In einer gut lesbaren und sehr informativen Doppelrezension würdigt Hans-Klaus Jungheinrich zwei "flüssig geschriebene" Biographien über Johann Sebastian Bach, die sich seiner Ansicht nach methodisch stark unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen jedoch, wie er lobend anmerkt, dass der Leser am Ende der Lektüre "alles" über den Komponisten weiß.
1) Christoph Wolff: "Johann Sebastian Bach" (S. Fischer-Verlag)
Jungheinrich macht darauf aufmerksam, dass sich der Autor vor allem auf die Lebensgeschichte Bachs konzentriert und sich nur sehr begrenzt der Werkanalyse widmet. Das tut der Qualität des Buchs nach Ansicht des Rezensenten jedoch keinen Abbruch, denn Wolffs Stärke liegt, wie er feststellt, vor allem darin, Bachs Epoche, die uns so sehr entfremdet sei, lebendig darzustellen. So habe sich Wolff nicht nur ausführlich mit der Familie Bach beschäftigt, sondern auch mit den "politischen, dynastischen und wirtschaftlichen Verhältnissen". Besonders gefallen dem Rezensenten dabei die vielen Rubriken, in denen der Autor bestimmte Informationen systematisiert hat, was dem Leser ein umständliches Nachschlagen im Haupttext erspart. Als Beispiel dafür nennt er eine besonders informative Tabelle, die Aufschluss über den Geldwert zu Bachs Zeit gibt und die ein besseres Verständnis für Bachs wirtschaftliche Verhältnisse ermöglicht. Trotz einer sehr umfangreichen und geordneten Sammlung von Fakten hat Wolff, so der Rezensent, die musikästhetische Debatte in dieser Epoche "keineswegs ausgespart".
2) Martin Geck: "Bach – Leben und Werk" (Rowohlt-Verlag)
Anders als Wolff hält sich Martin Geck nur kurz mit der Lebensgeschichte Bachs auf und konzentriert sich dafür umso mehr auf dessen Kompositionen, so der Rezensent. So stelle er beispielsweise intensive Überlegungen an, inwiefern der Tod von Bachs erster Frau und die Trauer über diesen Verlust möglicherweise die Komposition der `Chromatischen Phantasie und Fuge d-moll` beeinflusst hat, ohne jedoch dabei den vermessenen Anspruch zu erheben, diese Frage auch wirklich beantworten zu können. Darüber hinaus macht Jungheinrich in diesem Band "Problem-Fäden" aus, die man in Biographien üblicherweise kaum lesen könne (wofür der Rezensent nicht zuletzt Gecks "beflügelten Protestantismus mit unverkennbarer Achtundsechziger-Einfärbung" verantwortlich macht, etwas, was er offensichtlich sehr reizvoll findet). In ästhetischer Hinsicht unterstreiche Geck Bachs "Universalismus", und der Rezensent schließt aus den Überlegungen des Autors, dass er Bach – anders als so manche anderen Autoren – keineswegs für einen "verbissenen Verfechter eines `alten Stils`" hält. Nicht zuletzt lobt Jungheinrich Gecks seriöse Beschäftigung mit dem "Mythos Bach" und seine genauen Untersuchungen zu Bachs Theologie.

© Perlentaucher Medien GmbH


Kurzbeschreibung

Die Biografie des Musikwissenschaftlers und Bach-Forschers Martin Geck gehört zu den seltenen Werken, die die Person Johann Sebastian Bachs umfassend zu würdigen vermögen. Das Buch verbindet eine Schilderung des vergleichsweise unauffälligen Lebens des Komponisten mit der geistreichen Analyse seiner Werke. Der nuancierte Erzählstil des Autors lässt das Bild eines umgänglichen und kunstbewussten Musikers entstehen. Ein aufschlussreiches Buch für Musik-Liebhaber zu einem aktuellen Anlass: Am 27. Juni 2000 jährt sich der Todestag Bachs zum 250. Mal.

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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ein Buch, am besten mit Kopfhören zu genießen ..., 10. Dezember 2002
Von FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Dieses Buch ist eine Bach-Bibel - nicht nur wegen des Umfanges (797 Seiten), der Komplettheit der Sammlung (allein die Personenregister, Literatur-Listen, Werkregister, Anmerkungen!) - dieses Buch ist auch wie eine Bibel, weil es das Resümee eines ganzen, auf Bach konzentrierten Forscherlebens darstellt. Nicht umsonst ist die kleinere bei Rowohlt erschienene Bach-Biographie von Martin Geck bereits in 12 Sprachen übersetzt: Prof. Geck ist einer der renommiertesten Bach-Forscher der Gegenwart, und sein 797-Seiten-Epos wird zum Beispiel in Japan als kostbare bibliophile, vierbändige Ausgabe präsentiert. Das Buch stellt aber nicht nur eine immense Odyssee durch das Bachsche Schaffen dar, sondern ist zugleich ein Beispiel moderner, furchtloser Wissenschaft, die weder Vernetzungen und Querverbindungen aller Art (Theologie, Philosophie, bildende Kunst, Psychologie) noch ein individuell mutiges Schreiben scheut. Das ist wohl auch der Grund, wieso diese Herkules-Arbeit auch einen Literaturpreis erhielt und für den amerikanischen Markt eine Übersetzerin gewonnen wurde, die bereits Günter Grass erfolgreich übertrug. Martin Geck, dem zuweilen "beflügelter Protestantismus mit unverkennbarer Achtundsechziger-Einfärbung" von knurrigen Feuilletonisten bescheinigt wird, hat halt neben Musikwissenschaft nicht umsonst gleichzeitig Theologie und Philosophie studiert: Man wird mit Bach nicht sympathisieren können, wenn man nicht in beiden Lagern wenigstens einmal nachgeschaut hat: in dem der höchst nüchternen musikologischen, fast mit mathematischer Präzision vorgehenden Wissenschaft einerseits und andererseits in jenem mehr inspirativ vorgehenden religiös-orientierten Lager, das vielleicht mit "frommer Gelehrsamkeit" umschrieben ist, eine Gelehrsamkeit, die sich dann immerhin hineinversetzen kann in jenen schwedischen Erzbischof Nathan Söderblom, der die "Matthäuspassion" wie ein "fünftes Evangelium" erlebt haben wollte. Eine Diskussion dieses Buches auf Augenhöhe mit seinem Verfasser dürfte schwer sein, lassen wir das, lehnen wir uns zurück und genießen wir einfach das Zusammengetragene - am besten parallel zu den besprochenen Werken in Ruhepose neben unserem CD-Player und mit übergestülpten Kopfhörern!!!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bach-Schatztruhe, 15. Dezember 2002
Von A. Rolf (Verl) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch ist eine Schatztruhe für jeden, der sich intensiver mit Bachs Leben und Werk auseinander setzen will. Kenntnisreich und detailliert erzählt der Musikologe Martin Geck im 1. Buch vom Leben Johann Sebastian Bachs. Dieses bekommt lebendige Konturen, etwa wenn Geck die Mühlhausener Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit des „Feuerkopfes Bach" schildert oder den oft mühseligen Alltag der Kantorenfamilie in Leipzig darstellt. Der eigentliche Gewinn des Buches ist jedoch im 2. und 3. Buch zu finden, in denen Geck Bachs Vokal- und Instrumentalmusik schildert. Wann hat man je so Kluges über Bachs Leipziger Kantatenzyklen gelesen? Wo wurde man je so universal in Bachs Passionen eingeführt? Wo steht ähnlich Anregendes zu Bachs Instrumentalmusik? Diese Kapitel eignen sich nicht nur zur geordneten Lektüre; man wird dieses Buch zukünftig auch vor jedem Konzertbesuch mit Bachscher Musik zu Rate ziehen - ein echter Hausschatz eben.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bach-Kompendium und Standardwerk, 16. Oktober 2003
Von Leslie Richford (Selsingen, Lower Saxony) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Bach: Leben und Werk (Taschenbuch)
Martin Geck, Professor für Musikwissenschaft an der Uni Dortmund und bekennender Christ, hat sich im Verlauf von vielen Jahren intensiv mit Johann Sebastian Bach und dessen musikalischem Schaffen befasst, davon zeugen viele Bücher und Schriften zum Thema. Im Jahr 2000 legte er "Bach: Leben und Werk" vor, ein 800-seitiger Schmöker, den man durchaus als Kompendium der Bach-Wissenschaft schlechthin auffassen kann. Es geht hier um weit mehr als eine Biographie oder um einen Abriss eines Musikerlebens. Hier findet sich vielmehr praktisch alles, was der Musikstudent, der Kirchenmusiker, der Chorleiter, der Organist und der Bach-Liebhaber über diesen alles überragenden Komponisten wissen muss. Über tausend Fußnoten mit Quellenhinweisen sowie unglaubliche 32 kleingedruckte Seiten Literaturverzeichnis zeugen vom unbändigen Forschungsdrang und vom ungeheuer breiten Wissen des Autors.

Inhaltlich ist das Buch in fünf Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil, "Prolegomena" überschrieben, fasst Geck die bisherige Bach-Forschung zusammen. Er geht dabei insbesondere auf die Leistung seiner großen Vorgänger Forkel, Spitta und Schweitzer ein und erläutert zudem kurz die Überlieferungsgeschichte der Hauptwerke Bachs. Im zweiten, etwa 250 Seiten umfassenden Teil liefert Geck eine äußerst gründliche, zugleich jedoch spannend geschriebene Biographie Bachs nach seinen Lebensstationen. Die Entstehung der Werke wird dabei sehr geschickt in den biographischen Rahmen eingefügt. Gecks flüssiger, stets äußerst sachlicher und dennoch ansprechender Stil sorgt dafür, dass man als Leser ob der Unmenge an Fakten und Zitaten nicht ermüdet, sondern das Buch vielmehr kaum aus der Hand legen kann.

Im dritten Teil bietet Geck eine musikwissenschaftliche Analyse der Vokalwerke Bachs; hier und im folgenden vierten Teil gibt es viele in den Text eingefügte Notenbeispiele. Besprochen werden ausgewählte Kantaten, die Passionen, das Weihnachtsoratorium, das "Magnificat" und Bachs Messen und Motetten. Die Fülle an Informationen und Anregungen, die man hier vorfindet, könnte einen tatsächlich bei einer durchgehenden Lektüre "erschlagen"; ich denke, von hier an handelt es sich eher um ein Nachschlagewerk. Oder man legt sich jeweils eine CD mit dem entsprechenden Werk auf und versucht, Gecks Ausführungen hörend nachzuvollziehen.

Das gleiche gilt für den vierten Teil mit Werkanalysen des Instrumentalschaffens. Das Buch schließt mit fünf verhältnismäßig kurzen Aufsätzen mit abschließenden Betrachtungen zu Bach als Künstler, als Rhetoriker und als Christ.

Dieses Buch dürfte über Jahre hinaus den Status eines musikwissenschaftlichen Standardwerks genießen. Es ist dem Verlag zu danken, dass es mittlerweile in einer preiswerten Taschenbuch-Auflage erschienen ist.

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3.0 von 5 Sternen Einspruch
Leider kann ich nicht ein derart ungeteiltes Lob für Martin Gecks "Bach"-Buch aussprechen wie die Vorrezensenten, da mich doch einige Eigenheiten des Buches irritiert haben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2005 von David Leitsch

1.0 von 5 Sternen kaum Leben, viel Werk
Man sollte das Komplettwerk Bachs stets im Kopf haben, was nicht so schwer sein kann, denn Bach ist 'nicht als Vielschreiber bekannt'. Lesen Sie weiter...
Am 15. Mai 2000 veröffentlicht

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