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Drei Irre unterm Flachdach: Eine Familiengeschichte
 
 

Drei Irre unterm Flachdach: Eine Familiengeschichte (Broschiert)

von Bastienne Voss (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 237 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2., Auflage (März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492252265
  • ISBN-13: 978-3492252263
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 203.980 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 24 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Länder, A-Z > D > DDR

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Mit leidenschaftlicher Verehrung und dem Mutterwitz einer waschechten Berlinerin schreibt Bastienne Voss über den Ernst der Dinge und weiß von der verfremdenden Wirkung des Humors.« Mannheimer Morgen »Bastienne Voss hat ihren Großeltern und dem komplexen, widersprüchlichen Leben in der DDR ein kleines, feines Denkmal errichtet.« Sächsische Zeitung »Eine wahre Geschichte, die putzmuntere Fiktionen à la Good bye, Lenin! ziemlich müde aussehen läßt.« Süddeutsche Zeitung »Dieses Buch und seine Personen habe ich geliebt. Selber lesen, bitte!« Antje Deistler im WDR »Lustige und makabre Episoden die deutsche Antwort auf David Sedaris.« Petra


Kurzbeschreibung

»Nichts hatte ich zu bieten als einen durchgeknallten Opa und eine unmögliche Oma, die billige Schlager grölte.«

»Die Vossen ihr Opa« baute einen Bungalow. Der war außen mit Riffelplaste und Alufolie und innen mit golden bemaltem Pappstuck verziert.Der Hit waren die Dimmschalter von Tante »Elektra« aus dem Westen. Hier spielte sich das Leben der drei Irren ab, von dem Bastienne Voss erzählt. Ein Buch zum Herzerfreuen.

»Zuerst hatte ich einen Großvater, dann eine Großmutter und dann Eltern und alles andere, was so zum Leben gehört. Großvater hatte ein Ding zu laufen. Dass er sich das im KZ weggeholt hatte, wusste ich damals noch nicht. Jedenfalls ließ er an dem Ding, das er zu laufen hatte, alle teilhaben, und so hatte auch Großmutter bald ein Ding zu laufen. Bei mir wuchs das Ding von Jahr zu Jahr, bis es hier und da mein sogenanntes Normalverhalten überschattete. In unserer Familie hatten also mindestens drei Leute eine Macke: Opa, Oma und ich. 13 Jahre lang polterte Großvater durch mein Leben. 13 Jahre lang fürchtete ich mich vor dem Tyrannen und Wundertäter, den ich abgöttisch liebte.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine etwas andere Kindheit in der DDR, 2. August 2007
Von C.Borries - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Bastienne Voss Drei Irre unterm Flachdach
Eine Familiengeschichte Hoffmann und Campe
ISBN-10: 345550020X

Drei Irre unterm Dach: das sind Großvater, Großmutter und die Enkelin.
Der Großvater ist ein Unikum: laut, tyrannisch, spritzig und überkandidelt.
Die Enkelin liebt ihn, fürchtet ihn und ist verrannt in seine Ideen. Sie beschreibt ihn mit viel Sinn für Spaß und Komik und für seine überbordende Phantasie, mit der er ihre Kindheit bereichert.

Sie leben in der DDR in einem amerikanischen Flachdachhaus, das der Großvater in sechs langen Jahren erbaut hat.

Seine Tochter Babette, Jennis Mutter, ist auch noch dabei; ihre Männer allerdings haben es in dem Haus mit den Verrückten nicht ausgehalten.

Jenni beschreibt ihren Großvater, der ihr zugleich Vaterersatz ist, mit Achtung, Begeisterung, ein wenig irritiert und von Stolz erfüllt.
Er, ein ehemaliger KZ Insasse, ist überzeugter Kommunist. Für seine Überzeugung ist er ins KZ gegangen und von seiner Überzeugung wird ihn niemand abbringen.
Der Kommunismus aber, der dem Großvater vorschwebt, den gibt es nicht!


So geistert er durch seine Welt, halb Querulant, halb Spaßmacher, mit Sicherheit aber erfüllt von skurrilen Ideen.
Mit Jenni geht er einmal jährlich anlässlich des KZ Gedenktags zum ehemaligen Lager. Erzählen will er nichts über die Zeit, da stellt er sich taub und unwissend.
Die Enkelin geht seiner Geschichte nach, als er schon längst tot und begraben ist.

In heiterem und unbeschwertem Plauderton beschreibt Bastienne Voss ihre Kindheit in der DDR. Ihre Eltern waren Balletttänzer und viel unterwegs, so dass sie bei ihren liebevollen Großeltern aufwuchs, deren Schrullen sie mit unverhohlenem Amüsement beobachtet. Hinter der schnodderigen Redeweise der beiden Alten spürt man die Gutmütigkeit, mit der sie ihrer Enkelin und auch einander zugetan sind.

Viele lustige Abenteuer und Erlebnisse beleben den Alltag, und Tristesse ist nirgendwo zu sehen.

Bastiennes urkomische, trockene Beobachtungsgabe und ihre kindlich-naive und lakonische Erzählweise geben dem Leser den Eindruck von einer gelungenen Kindheit in der sonst so gescholtenen DDR.

Je älter Jenni wird, desto mehr holt auch sie der DDR - Alltag ein und dann ist am Ende nicht mehr alles ganz so lustig.

Das Buch hingegen bleibt gelungen!

Bastienne Voss hat eine Schauspielerausbildung, nahm Gesangsunterricht und spielte als Kabarettistin im Berliner Kabarett Distel mit.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hauptsache Flachdach, 1. Juni 2007
Guten Tag, dies ist meine erste Buchbesprechung. Haben Sie Mitleid! Also, eigentlich wollte ich schon vor drei Wochen über dieses Buch schreiben, aber man hat ja nie Zeit und was soll das eigentlich! Eben sah ich im Fernsehen eine Besprechung mit der Autorin und ich fand, dass das Thema hier eigentlich verfehlt wurde. Es geht nicht um KZ-Erinnerungen und DDR-Erinnerungen. Es geht um kindliche, bedingungslose Liebe zu einem absolut bekloppten Opa. Das kann ich auch nachvollziehen! Es geht auch um Toleranz und um die Fähigkeit Menschen mit ihren Fehlern und ihren hervorragenden Eigenschaften, um Gut und Böse und wenn man das so will um Schwarz und Weiß. Kinder differenzieren dies nicht so wie Erwachsene. In dem Buch beschreibt Frau Voss sehr eindrucksvoll auch ihre Empfindungen als Kind, eben solche Eigenarten als normal bzw. als tolerierungswürdig zu beschreiben. Immer fühlt man beim Lesen dieses Buches die große Liebe eines Großvaters zu seiner Enkelin und auch die Liebe des Kindes obwohl sich dieses eigentlich sicher ist, dass Opi etwas neben der Spur läuft. Es ist ein sehr witzig geschriebenes Buch und es zeigt eine seltene Fähigkeit, nämlich die Fähigkeit auch über sich selbst zu lachen und seinem Schicksal immer die guten Seiten abzugewinnen. Opa hat es trotz seines autoritären Gehabes geschafft, hier einen freien, selber denkenden Menschen zu erziehen. Das ist doch toll, das muss man sich heute mal vorstellen! Ich fand das Buch so klasse, weil ich auch so einen Opa hatte! Opa war im ersten Weltkrieg, worüber er nie gesprochen hat, Präsident eines Karnevalsvereins, obwohl er eigentlich Humor hatte, und wir haben noch nicht einmal linksrheinische Verwandte. Kordeln haben wir allerdings auch gesammelt, Lampen immer ausgeschaltet, das Flachdach (selbstgebaut, war klar) regnete mindestens zwei mal im Jahr durch und Opa kriegte immer einen Hals wenn er von Faschismus hörte, dabei war er noch nicht einmal Kommunist sondern im besten Fall Sozialist und konnte Reglementierung und vorgefasste Meinungen bis zu seinem Tode (1982) nicht ausstehen. Ansonsten war er der absolute Herrscher in seiner Familie und liebte seine Enkelin (ja mich, war auch klar) abgöttisch, genau wie ich ihn. Allerdings waren seine Drachen super und flogen höher als alle anderen!! O.K. ich habe schon mehr geschrieben als vorgesehen, aber ich habe dieses Buch an einem Tag ausgelesen und würde es aufgrund der ganzen Menschlichkeit, die in dem Buch beschrieben wird, mit Kurt Vonnegut vergleichen, nur viel witziger! Am besten fand ich das Kapitel, wo Opa und Enkelin die Hakenkreuze mit roter Farbe übermalt haben und natürlich das Feuerwerk! Gut, eigentlich gab es noch mehr supergute Stellen, aber die sollt Ihr selbst herausfinden!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen kurzweilig , 22. November 2008
Von tanjuscha "tanjuscha" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Bastienne lebt in der DDR zusammen mit ihren Großeltern in einem Bungalow,den der Opa nach "amerikanischem"Vorbild selbst gebaut hat. Er hat sich seine "Ranch" geschaffen, die zwar liebevoll und unkonventionell eingerichtet bzw gebaut ist aber auf der nichts so recht funktioniert.
Der Opa ist ein "komischer " Kautz . Er liebt seine Enkeltochter über alles jedoch treibt er sein Umfeld oft in den Wahnsinn. Er liebt den Komunismus legt ihn aber für sich selbst passend zurecht
Als junger Mann war er als politischer Häftling im KZ , später saß er wegen Spionage Verdacht kurze Zeit im Gefängniß. Seine Vergangenheit wird nur bruchstückhaft erzählt beinflusst aber sein handeln .

In der Ich Form erzählt. Kurze Kapitel die einen schmunzeln lassen .
Zum Teil haarsträubende Geschichten die einen aber nach und nach verstehen lassen warum Bastienne ihren Großvater so geliebt hat. Ein sehr guter Schlu0 und somit mein Fazit: intelligentes ,witziges und anrührendes Leseerlebniss
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3.0 von 5 Sternen Nett...
Eine ganz nette Familiengeschichte, die mich teilweise zum schmunzeln brachte. Oft taten mir das Kind bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von dolce-vita veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Langweilig!
Ich war sehr enttäuscht von diesem Buch. Aufgrund des Titels hatte ich mir eine witzreiche, humorvolle, abgedrehte Geschichte erwartet. Das war leider nichts. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Nevertheless veröffentlicht

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