Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Anleitung zum eigenständigen Denken - Aufklärung im besten Sinne, 8. Oktober 2009
Es tut mir leid, aber ich muss beiden Rezensenten widersprechen. Ich finde diese Vorlesung über das Böse grandios und das aus mehreren Gründen. Zunächst ist es sicherlich die sinnliche Präsenz und die persönliche Ansprache, die dem Arendtschen Stil inne wohnt und der in dieser Vorlesung in gesteigerter Form hervorsticht. Hier kann man ihr beim Nachdenken buchstäblich zu sehen. Sie spricht klar und ohne intellektuelle Attidüde, wobei die Sache, die Verhandelt wird, sicherlich keine leichte Kost ist. Arendt ringt wirklich mit diesem Problem, denn sie ist und war von ihm existentiell betroffen. Diese Vorlesung über das Böse ist im Kontext der Eichmann-Debatte gehalten worden, in der Arendt heftig wegen ihrer Rede von der "Banalität des Bösen" angegriffen worden ist. Diese Vorlesung kann als Versuch gelesen werden, diese Charakterisierung des Bösen als banal zu reflektieren und zu erläutern. Wer also immer schon mal Wissen wollte, warum Arendt Eichmann Gedankenlosigkeit als Kern seiner banalen Boshaftigkeit vorgeworfen hat, dem sei diese Vorlesung wärmstens empfohlen. Eine weitere Frage, die in dieser Vorlesung behandelt wird, ist die Frage nach der moralischen Qualität des Denkens, also kann das Denken Unrecht und Ungerechtigkeit verhindern, und wenn ja, wie und warum. Ein dritter Grund, dieses Buch zu lesen, ist der originelle Überblick über die Geschichte der Moralphilosophie, von Sokrates, Platon, Aristoteles, über Jesus, Paulus, Augustinus hin zu Kant und Nietzsche werden die Ansichten über das Böse dargestellt und kommentiert. Dabei verfährt Arendt so, dass sie die unterschiedlichen Autoren in ein Gespräch bringt, in dem es nicht so sehr um fertige Antworten und Lösungen, sondern immer um Anregungen zum weiter und selber Denken geht. Das mag den/die eine/n oder andere/n unbefriedigt lassen und enttäuschen, an sich ist es aber die beste Tradition der Aufklärung, Menschen zum eigenständigen, kritischen Denken anzuregen. In diesem Sinne endet das Buch auch mit der Aufforderung zum eigenen Urteil als Widerstandskraft gegen Opportunismus, Konformismus und die Banalität des Bösen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kein gutes Bild, 2. Juli 2009
Meine Ursprüngliche Motivation diese Rezension zu schreiben entstand aus der Aggression heraus, einen andreren Rezensenten hier entgegenzutreten. Also habe ich das Buch gelesen und ich muss leider zugeben, dass ich enttäuscht bin.
Hannah Arendt verwöhnt normalerweise mit Ihren schönen Schreibstiel, gestochen scharfer Argumentation und Ironie. Dies ist in diesem Buch nicht der Fall. Die Erklärung warum dies alles nicht zu finden ist steht im Kapitel "Zur deutschen Übersetzung" danach hatte ich Nachsicht.
Wofür ist diese Buch nicht geeignet?
Jeder der sich mit Hanna Arendt beschäftigen möchte und zum ersten mal ein Buch von Ihr liest sollte jedenfalls nicht mit diesem beginnen. Für diesen Fall empfehle ich "Macht und Gewalt"
Dieses Buch eignet sich auch nicht für eine Einführung in die Ethik es würde nur zu Verwirrungen führen, wenn man sich nicht schon damit beschäftigt hat.
Empfehlenswert ist das Buch wenn ...
man ein eingefleischter Arendt-Fan ist (so wie ich) oder wenn man sich für die Fragestellung "Wie konnte das alles passieren" (in Bezug auf NAZI-Deutschland) interessiert. Geschichtlich hat das Werk auch einiges zu bieten, die Referenzen zu "konkreten Geschehnissen" (siehe Rezension Tagespiegel) sind zwar nicht so prägnant wie in ihren anderen Büchern aber immerhin noch vorhanden.
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5 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Intellektuelle Luftnummer!, 14. November 2008
Es ist nicht gerechtfertigt, Hannah Arendt als große Philosophin zu bezeichnen. Sie war zwar eine Philosophin aber sie hat die Bezeichnung groß" nicht verdient, weil sie das Format dazu gar nicht hatte. Das was Sie zu sagen hatte, ist intellektuell einfach nur lächerlich, wenn man versucht eine Größe darin zu finden, die einfach nicht da ist. Natürlich stimmt es was sie sagte aber es ist leider viel zu wenig, um in den Olymp großer Philosophen aufgenommen zu werden. Die Texte sind regelrecht öde und langweilig. Es lohnt sich nicht ein Buch von Ihr zu kaufen. Für mich ist Hannah Arendt eine Art Luftnummer, sonst nix.
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