Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Was ganz anderes, 19. September 2005
Anders als in jedem anderen Buch, das ich je gelesen habe, sind sich die Figuren dieser Geschichte bewusst, dass sie Darsteller in einem Roman sind. Dies war dann auch der Aspekt der Geschichte, der mir gefallen hat. Diese Vorstellung war und ist neu und unverbraucht und genau deshalb irgendwie faszinierend. Den ganzen Rest der Geschichte finde ich hingegen eher mittelmässig. So kam bei mir keine Sympathie für Luna auf und auch einige der anderen Darsteller waren mir eher egal. Bärbel war irgendwie noch am Besten von allen.Ich kann das Buch nur jenen empfehlen, die mal was ganz anderes lesen wollen und sich von der Vorstellung angesprochen fühlen, dass die Darsteller sich ihrer Rolle im Buch bewusst sind. Alle anderen sollten das Buch stehen lassen. Die Liebesgeschichte an sich ist beinahe nicht erwähnenswert und scheint mir eher "Beigemüse" zu sein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
"Truman Show" als Roman, 24. Oktober 2006
Kennt Ihr die "Truman Show", in der Jim Carrey feststellen muß, daß er nichts weiteres ist als der Hauptdarsteller einer Fernsehsendung? Irgendwann am Anfang des Films fällt ihm beinahe ein Lichtspot auf den Kopf und ab da beginnt er zu überlegen, ob in seinem Leben nicht doch einiges anders läuft, als es eigentlich sollte. Der Rest ist Hollywood.
Scheinbar hat Frau Müntefering sich nach einem netten Videoabend überlegt, diese Handlung in Romanform niederzuschreiben, mit ihren eigenen Charakteren selbstverständlich. Nun ist es ja mitunter so, daß die "Romane zum Film" in der Regel nichts anderes sind, als einfache Nacherzählungen der Filmhandlung, meist niedergekritzelt von mittelmäßigen Auftragsschreiberlingen, sofern es sich bei den Filmen nicht um Literaturverfilmungen handelt. Und leider muß ich gestehen -obwohl ich die Romane von Frau Müntefering sehr als angenehme Wochenendlektüre schätze- daß "Luna und Martje" in genau diese Kategorie fällt.
Scheinbar konnte sich die Autorin nicht entscheiden, was sie da genau fabrizieren will: einen netten Unterhaltungsroman, eine literaturwissenschaftliche Abhandlung darüber, wie sich Roman-Nebenfiguren fühlen oder gar einen philospohische Abwandlung von Platons Höhlengleichnis, sprich wie man sein Leben selber in die Hand nimmt und nicht nur als Nebenfigur in anderer Leute Schatten in der Höhle sitzen bleibt.
Eine ziemlich unausgegorene Mischung, die die geneigte Leserin daher nun vor sich liegen hat, ein Roman, der scheinbar als Liebesroman daher kommt und sich dann doch nicht so recht entscheiden kann, was er denn nun eigentlich sein will. Zugegeben, die Ausgangsidee ist ganz interessant und hat es in dieser Form sicherlich noch nicht gegeben. Dennoch wirkt das ganze einfach nicht "zu Ende gedacht", zu sehr verheddert Frau Müntefering sich in ihren sicherlich hochgesteckten Ambitionen. Die Liebesgeschichte wirkt banal, Martjes ständige Gespräche mit ihren Lesern sind auf die Dauer störend und spätestens zu dem Zeitpunkt, in dem Martjes Freundin Berta sich in Robin Hoods Kumpel Little John verknallt und sämtliche Nebenfiguren der Literaturgeschichte ihre Rechte einfordern dachte ich nurnoch genervt: "Och, bitte!Muß das sein???"
Nein, muß es nicht, daher: liebe Frau Müntefering, bleiben Sie als Schriftstellerin bei ihren Leisten und schreiben Sie uns lieber wieder "normale" Romane wie etwa das wunderbare "Die schönen Mütter anderer Töchter" und überlassen Sie das Analysieren literarischer Metaebenen lieber den Germanisten!
Der Rest ist dann Höhlengleichnis.
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11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nicht so schokoladig..., 26. September 2005
Mit jedem Buch steigt die Enttäuschung, denn die Erwartung nach Titeln wie "Apricot im Herzen", "Flug ins Apricot" und dem genialen "Die schönen Mütter anderer Töchter" war und ist sehr gross. Liess "Wenn es dunkel ist, gibt es uns nicht" schon sehr zu wünschen übrig, so unspektakulär und öde es geschrieben ist, finden sich in diesem neuen Titel schon auf der ersten Seite zwei schwere Lektoratsfehler (das darf wirklich nicht sein, und schon gar nicht auf der 1. Seite...). Dies jedoch eine Kritik an den Verlag. An den Inhalt des Buches: Einen Text zu schreiben, der auf einer Metaebene reflektieren will und sagt, ihr, die ich darstelle, ihr seid nur Romanfiguren im Roman - ist absolut unoriginell und man weiss nicht so recht, was damit anfangen. Ein grosses Plus hat das Buch: Es ist kurz - und somit hat frau es schnell hinter sich gebracht - denn die Hoffnung bestand auf jeder Seite, dass Frau Müntefering ähnlich grossartiges wie mit ihren frühen Texten geschrieben hat...
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