Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das Hoffnung macht, 20. Oktober 2002
Dies ist eines der besten Bücher über den Weg aus der Depression. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht. Es bietet keine billigen Versprechungen für einen einfachen Weg, aber es zeigt greifbare Schritte für den mühsamen, aber aussichtsreichen Weg "zurück ins Leben". Holger Reiners musste für sich einen solchen Weg finden. Langjährige Depression lähmte ihn zunehmend - mit immer bedrohlicherem Ausblick. Das Buch umfasst etwa dreißig Kapitel, von denen die meisten nur aus fünf bis sieben Seiten bestehen und auch "durcheinander" gelesen werden können. Die Sprache ist bisweilen anspruchsvoll - jedenfalls immer schön zu lesen. "Bedrohlicher Frühling", "Reisen - Flucht oder Glück", "Hilft Sex ?" - solche Themen behandeln Aspekte des Lebens, die normalerweise als beglückend erlebt werden, für den Depressiven aber zusätzliche Qualen bedeuten und das Gefühl der Nichtzugehörigkeit verstärken können. Interessant sind die Kapitel, in denen beschrieben wird, wie in der Depression neue Wertungen und Interessen entstehen. Die Kapitelüberschriften "Klare Lebensstrukturen bewahren vor dem Ertrinken", "Sport muss doch helfen" und "Arbeiten hilft" weisen schon darauf hin, wie Reiners seinen Weg aus der Depression gefunden hat. Beeindruckend zu lesen, wie der Architekt und Autor durch einfache Arbeiten an einer Tankstelle nach und nach wieder Selbstbewusstsein gewann. In der Reha-Klinik, in der er seine körperliche Fitness wiedergewann und in einen festen Tagesablauf zurückfand, konnte er sich neue Perspektiven "erlaufen". Ein sehr empfehlenswertes Buch - natürlich kein Ersatz für ärztliche Therapie.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein wertvoller Ratgeber, 7. März 2003
Von Ein Kunde
Ein sehr gutes Buch, in dem man viele Grundzüge der eigenen Depression wiedererkennen kann - der echten, wohlgemerkt. Kein Buch für Leute, die mit der Behauptung "Winterdepression" Aufmerksamkeit erwirken wollen. Der Autor zeigt seinen Weg, mit den schweren Symptomen echter Depressionen umzugehen, sie für sich zu deuten und mögliche Wege, sie so in das Leben zu integrieren, daß es wieder lebenswert wird. Ein sehr mutiges Buch, allerdings auch nur für mutige Menschen. Für die ersten Schritte, die unbedingt unter ärztlicher und(!) therapeutischer Hilfe getan werden müssen, ist es jedoch ungeeignet.
Wenn aber das Gröbste überwunden ist und das Entwickeln von Überlebensstrategien im Raum steht, kann dieses Buch ein sehr wertvoller Ratgeber werden. Man sollte sich stets bewußt sein, daß hier nur eine der vielen Formen von Depression beschrieben wird, und daher auch nur ein möglicher Lösungsansatz. Angesichts der enormen Selbstsicherheit des Autors mag dieser Gesichtspunkt gelegentlich ins Hintertreffen geraten. Alles in allem trotzdem ein Buch von jemanden, der "es geschafft hat" und in dem ich vieles geradeheraus unterstreichen kann.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rezension eines betroffenen Ich, 5. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Mein ich ist krank, sagte ich mir nach meiner letzten Therapiestunde. Ich wollte mir ein wissenschaftliches Buch zum Thema Depression kaufen, da mir die populärwissenschaftlichen Texte nicht mehr weiter helfen konnten. Der Titel "Das heimatlose Ich" sprach mich an. Eine verwandte Seele rief eine innere Stimme in mir, und dies wurde auch bei der Lektüre des Buches bestätigt. Das Buch ist leicht lesbar weil klar und ansprechend "Können Freunde helfen?", "Lesen - aber was?" strukturiert, es ist in keiner Weise anbiedernd, es verschafft dem Depressiven Freude, weil von einem Leidensgenossen aufrichtig vom Umgang mit dieser schweren Krankheit berichtet wird. Es ist ein Buch, das Hoffnung gibt, mit der Krankheit leben zu können. Rezepte und Anleitungen zum Bewältigen der Krankheit gibt das Buch zum Glück keine. Der Leser, die Leserin wird darin bestärkt auf sich zu schauen, auf sich zu hören, auf sich aufzupassen. Obwohl vom Verlag Angehörigen von Depressiven als Begleitlektüre empfohlen, würde ich meinen, dass es in erster Linie den Depressiven selbst unterstützen kann und beim Wiederaufbau seines Selbstvertrauens mitwirkt. Ich fand dieses Buch in der Buchhandlung unter Psychologie. Eine Anregung zur Klassifizierung für ähnlich gestaltete Erfahrungsberichte: im Segment Biographie eine Untergruppe "Krankheit" einrichten.
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