Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ach, Charlie, sie ist absolut perfekt geworden..., 30. August 2009
Delia führt ein glückliches Leben, sie hat einen Vater, dem sie eine schöne Kindheit zu verdanken hat, eine Tochter, die sie innig liebt und einen Verlobten, den sie bald heiraten möchte. Doch eines Tages, aus heiterem Himmel, zerbricht ihr Leben wie eine Seifenblase und Delia weiß nicht mehr, wer sie ist, ob ihre Erinnerungen echt sind und sie braucht Zeit, um sich wieder zu finden und die aktuellen Geschehnisse zu verarbeiten.
Das Buch wird aus insgesamt fünf Perspektiven erzählt:
* der von Delia selbst
* der von Eric, ihrem Verlobten
* der von Fitz, bester Freund von beiden
* der von Andrew, ihrem Vater
(aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass eine Perspektive fehlt ;))
Alle fünf Perspektiven sind sehr eindringlich, spannend und einfach gut be-/geschrieben. Immer wieder tun sich neue Perspektiven und Eindrücke auf, mit denen ich als Leserin nicht gerechnet hätte. Andererorts habe ich gelesen, dass die fünf Perspektiven eindeutig zu viel wären, was ich aber nicht gefunden habe. Meines Erachtens wird immer genau aus der Perspektive erzählt, die nötig ist, um den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Dass es dabei zu einer "thematischen Überschneidung" kommt, lässt sich leider nicht vermeiden.
Der Schreibstil ist sehr einprägend, Picoult schafft es mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken und das Buch lässt sich einfach weg lesen, ohne jemals "unspannend" zu werden (so finde zumindest ich das).
Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen und sogar einen Deut besser als 'Beim Leben meiner Schwester'.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Kerngerschichte, aber zu rührselig und zu unkonzentriert erzählt, 4. Mai 2008
Eigentlich fand ich dieses Buch ein wenig enttäuschend. Es war mein erstes Buch von Jodi Picoult, und ich habe recht lange gezögert, da mir die Klappentexte schon immer ein wenig "kitschig" vorkamen. Der Klappentext macht neugierig, und die Geschichte an sich hat mir auch wirklich sehr gut gefallen. Allein der Schreibtsil von Frau Picoult ist für meinen Geschmack, wie schon befürchtet/vermutet, einfach etwas zu schwülstig und zu triefend. Ein bisschen mehr Sachlichkeit, ein bisschen weniger Druck auf die Tränendrüse der Leser hätte dem Roman sicherlich gut getan.
"Wenn du plötzlich nicht mehr die bist, die du zu sein glaubst" - wer Delia wirklich ist und warum sie glaubte, jemand anderes zu sein, das erfährt man schon auf den ersten 50 Seiten. Die restlichen knapp 500 sind dann die Beleuchtung der Vergangenheit und der Gründe für diese Identitätskrise. Und zwar aus jedem nur erdenlichen Blickwinkel, wobei leider einige einfach zu breit getreten werden und einige dagegen einfach zu kurz kommen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus fünf (!) verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich deutlich zu viel finde. Schon deswegen, weil ich, wenn ich das Buch mal mitten im Kapitel weggelegt hatte, am nächsten Tag immer erst nachschauen musste, wer da eigentlich gerade erzählt. Aber auch deswegen, weil ich es für die Geschichte nicht für notwendig halte, dass es so viele Erzähler gibt. 2-3 Sichtweisen sind interessant und hätten vollauf genügt. Die restlichen beiden sind in meinen Augen Nebenfiguren, so dass ich auch deren Sichtweise nicht wirklich interessant oder wichtig fand. Man findet auf diese Weise auch schwer Zugang zu den einzelnen Personen, durch das Ständige Springen geht viel an Geradlinigkeit verloren, was der Geschichte sehr gut getan hätte.
Als Nebenhandlung wird noch eine rührselige kleine Liebesgeschichte eingeflochten, was mir ebenfalls sauer aufgestoßen ist. Erstens weil dadurch der Erzählfluss noch träger wird und zweitens, weil ich es für die Geschichte für absolut unwichtig halte. Frau Picoult kann ohne Zweifel spannend erzählen, aber sie kann sich offenbar weder kurz fassen, noch sich entscheiden, welche Geschichte sie nun eigentlich erzählen will. Man hätte gut und gerne 3 Romane aus den ganzen Stories machen können: Ein bisschen Gerichtskrimi, ein bisschen Familienstory, ein bisschen Ethno à la Barbara Wood, ein bisschen Geschnulze um die große unerfüllte Liebe... für einen einzigen Roman ist das zu viel des Guten.
Ich würde das Buch insgesamt dennoch als gut bewerten (3 von 5 Sternen, also Durchschnitt), bin mir aber nicht sicher, ob ich noch mehr Bücher von Picoult lesen werde. Leichte Kost, einfach zu lesen und durchaus kurzweilig und unterhaltsam - aber in der Gesamtheit für meinen Geschmack einen Tick zu amerikanisch-rührselig und auch leider zu flach, gemessen an der Brisanz des Themas, aus dem man deutlich mehr hätte machen können.
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26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Kuss des Skorpions, 18. April 2007
Ich habe das Buch soeben beendet. Wow. Es fängt harmlos an und bis man bei der letzten Seite angelangt ist, muss man so manche Überraschung verdauen. Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und man folgt den Personen durch ihre Seite der Geschichte.
Delia, Mutter einer 4jährigen Tochter und Verlobt mit einem Anwalt, hat immer wieder dieselbe Erinnerung: ein Zitronenbaum und ein Mann der Grilla zu ihr sagt und sie dann durch die Luft wirbelt. Sie erzählt einem Freund davon und von heute auf morgen ist ihr Leben nicht mehr dasselbe. Sie muss erfahren, das ihr Vater sie entführt hat und ihre Mutter gar nicht tot ist, wie er sie 28 Jahre hat glauben lassen. Wem kann sie noch trauen? Was ist Erinnerung und was nicht?
Ein spannendes Buch, bis zur letzten Seite. Allerdings ist hier Spannung anders gemeint: es ist kein blutiger Thriller oder skandaleifernd. Ein Familiendrama in ruhigen Tönen mit interessanten Charakteren, das interessant und fesselnd bis zum Schluß ist. Kann ich jedem empfehlen.
Übrigens kann ich nur hoffen, das ich nie ein Gefängnis von innen sehen werde.
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