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Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren
 
 

Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren (Gebundene Ausgabe)

von Joachim Bauer (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 244 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345550017X
  • ISBN-13: 978-3455500172
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 26.334 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ob das Wesen des Menschen von Natur auf Konflikt und Kampf oder aber auf mitmenschliche Kooperation angelegt ist, ist bis heute umstritten. Als Realist jedenfalls gilt gemeinhin derjenige, der die Auffassung vertritt, dass Kooperation eine Verhaltensweise ist, die lediglich auf der den Menschen als Verstandeswesen auszeichnenden Einsicht beruht, dass man den ansonsten natürlichen Zustand des Kampfes aller gegen aller zum Wohle eines jeden Einzelnen und damit zugleich der Gemeinschaft überwinden und die in jedem Fall aber notwendige Konkurrenz zumindest regeln müsse. Das hört sich zwar einigermaßen vernünftig an, neuere Ergebnisse der neurobiologischen Forschung, über die Joachim Bauer in seinem Buch Prinzip Menschlichkeit berichtet, geben aber Grund zu der Annahme, dass die dieser Auffassung zugrunde liegenden Prämissen einer erneuten Prüfung unterzogen werden müssen.

Gemäß der heute (noch) vorherrschenden Meinung gilt Konkurrenz als "der biologische Antrieb des Lebens – auch des menschlichen": Da sich diese Auffassung "nahtlos zum 'Kampf ums Überleben' fügte, den Charles Darwin zur Grundregel der Natur erklärt hatte, schien für viele die Frage nach der Natur des Menschen geklärt", bringt Joachim Bauer zutreffend die Ursache für den von der Soziobiologie verordneten Diskussionsstillstand auf den Punkt. Unter Neurobiologen beginnt sich nun aber, wie der Autor ausführlich darlegt, die Erkenntnis durchzusetzen, dass das ursprüngliche Leitmotiv menschlichen Handelns eben nicht Konkurrenz ist, sondern ganz im Gegenteil Kooperation – in der Terminologie Joachim Bauers: das Prinzip Menschlichkeit: "Kern aller menschlichen Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben." Das Konkurrenzmotiv wäre demnach eben nicht Ausdruck der primären Natur des Menschen, sondern im Gegenteil das Ergebnis einer Störung derselben!

Eine sehr aufschlussreiche Lektüre, die Anlass gibt, viele längst für erledigt geglaubte Fragen neu zu diskutieren. In den Natur- wie den Sozialwissenschaften gleichermaßen. -- Andreas Vierecke



Kurzbeschreibung

Was treibt uns im Innern an?

PRINZIP MENSCHLICHKEIT

Was den Menschen zum Menschen macht - ein Buch über das wichtigste Erfolgsgeheimnis der Evolution und seinen Einfluss auf unser Leben.

In der internationalen neurobiologischen Forschung ist zunehmend vom »social brain« die Rede. Die Erkenntnis: Wir sind nicht primär auf Egoismus und Konkurrenz eingestellt, sondern auf Kooperation und Resonanz. Das Gehirn belohnt gelungenes Miteinander durch Ausschüttung von Botenstoffen, die gute Gefühle und Gesundheit erzeugen.

Kern aller Motivation ist es, zwischenmenschliche Zuwendung, Wertschätzung und erst recht Liebe zu finden und zu geben. Was wir im Alltag tun, wird meist direkt oder indirekt dadurch bestimmt, dass wir sozialen Kontakt gewinnen oder erhalten wollen. Bei dauerhaft gestörten Beziehungen oder dem Verlust von Bindungen kann es zu einem »Absturz« der Motivationssysteme kommen. Dann - und erst dann - setzen Aggressionen ein. Joachim Bauer beschreibt nicht nur, wie das »social brain« funktioniert, sondern führt dem Leser auch vor Augen, welche Konsequenzen diese Erkenntnisse für das menschliche Leben haben - von der Erziehung über die berufliche Kommunikation bis hin zur Frage von Krieg und Frieden.


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232 von 247 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert!, 10. September 2007
Von Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Der Mensch, ein von Natur aus kooperatives und mitfühlendes Wesen? In der Regel provoziert diese These bestenfalls ein müdes Lächeln, unter Akademikern ebenso wie am Stammtisch. Wer an das Gute im Menschen glaubt, wird als Träumer oder Sozialromantiker abgestempelt. Denn die darwinistische Lehre vom Überleben des Stärkeren hat sich trotz ihrer grausamen Exzesse im 20. Jahrhundert als erstaunlich haltbar erwiesen. Wer diesen speziellen Aspekt der Evolutionstheorie anzweifelt, wird leicht mit religiösen Fundamentalisten auf eine Stufe gestellt. Joachim Bauer vermeidet bewusst, Kritikern diese Angriffsfläche zu bieten; nichts liegt ihm ferner als ein Dogmenstreit. Stattdessen präsentiert er nüchtern und für den Laien leicht verständlich neue Erkenntnisse aus Neurobiologie, Epigenetik und Verhaltensforschung, die alle nahelegen: Der Mensch ist ein durch und durch soziales Wesen. All sein Streben richtet sich darauf, gute Beziehungen zu anderen aufzubauen und zu erhalten. Ist der erfolgreiche, aber skrupellose Manager also eine die Regel bestätigende Ausnahme? Folgt man dem Autor, so leidet er mindestens unter einer schweren Verhaltensstörung. Wir empfehlen das Buch allen, die noch glauben, täglich die Ellenbogen ausfahren zu müssen, um zu überleben.
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97 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und bestechend, 19. August 2006
Die Rezension beruht auf einem der Rezensentin vom Verlag zugeleiteten Vorabdruck. Dieses Buch setzt die Reihe der beiden vorigen Werke des Autors fort: Eine Beschreibung des Menschen auf der Grundlage neurobiologischer Erkenntnisse. Der Schwerpunkt ist diesmal das "social brain", d. h. die auf gute soziale Beziehungen ausgerichtete Orientierung des Menschen. Neuere Untersuchungen der Motivationssysteme der Gehirns weisen den Menschen als ein auf zwischenmenschliche Zuwendung gerichtetes Wesen aus. Das Buch erweitert jedoch dann den Blickwinkel und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Charles Darwins "war of nature" und den soziobiologischen Theorien um das "selfish gene" (Richard Dawkins). Besonders lesenwert ist ein Kapitel zur Bedeutung der Aggression. Ihr wird von Bauer, basierend auf neurobiologischen Daten, die Rolle eines Hilfssystem zur Erlangung und Sicherung von zwischenmeschlicher Anerkennung und Bindung zugewiesen. Bauers Resumee: Nicht Kampf ums Dasein, sondern Resonanz und Kooperation seien die Grundmotive alles Biologischen. Ein hochinteressantes Buch, das faszinierende neue Daten aufbereitet und in seiner Argumentation besticht.
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97 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Menschliches Verhalten: Vertrauen geht vor Eigennutz, 7. September 2006
Dieses Buch spannt den Bogen von neuesten neurobiologischen Erkenntnissen zu bisher nur wenig bekannten Untersuchungen, die sich der Frage gewidmet haben, ob Menschen in Realsituationen eher auf Eigennutz oder auf Zusammenarbeit Wert legen. Joachim Bauers neues Buch führt den Leser in die Welt der sogenannten "Spieltheorie" und der "Neurookönomie" ein. Resumee: Der Mensch ist kein ausschließlich auf puren Eigennutz gehender "zweckrationaler Entscheider", sondern bevorzugt, wenn sich eine entsprechende Möglichkeiten bieten, die vetrauensvolle Zusammenarbeit. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen betreffen das Leben am Arbeitsplatz, den Bereich der Erziehung und die Medizin. Wer Verantwortung für ander Menschen trägt sollte sich dieses Buch unter das Kopfkissen legen! Das Buch ist außerordentlich kurzweilig zu lesen und sehr gut verständlich,
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5.0 von 5 Sternen Eine spannende Reise zu dem, was uns Menschen ausmacht.
Joachim Bauer - Psychiater und Neurobiologe - befasst sich in diesem sehr lesenswerten Buch auf Basis der neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie mit wichtigen evolutionären... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von Unternehmercoach Jörg Mann veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Überwindung der Unmenschlichkeit
Anstoß zu diesem Buch ist die Überwindung des Darwinismus mit dem Kampf ums Dasein. Herrenmenschen nach Hitler, Judenverfolgung als extreme Folgerungen aus dieser These, die... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dr. Ingo Hackel veröffentlicht

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Prof.Dr.med.Joachim Bauer ist es in dieser faszinierenden Publikation gelungen, für entscheidende ethische Grundlagen unseres zwischenmenschlichen Verhaltens wissenschaftlich... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dr. Michael Bergmann veröffentlicht

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"Die naive Frage, ob der Mensch oder die Natur "gut" seien, wird in diesem Buch weder gestellt noch beantwortet" - so beginnt das Buch, und es verzichtet auch im Weiteren auf... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Beatus veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Die Botschaft hör' ich wohl, allein es fehlen die Beweise
Eines vorneweg: Die Idee ist mir sympathisch. Ich selbst kooperiere gern und ich ziehe eine "win-win" Situation einer Situation vor, in der nur ich allein gewinne, andere aber... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Dr. P. Günter Strauss veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Kein optimistischer Text. Trotzdem ein Buch, das Hoffnung macht!
Dieses Buch beschäftigt sich in seinem ersten Teil mit den fatalen Folgen der Darwin-Rezeption in Deutschland vor 1933 (gegen die sich Darwin leider nicht mehr wehren konnte). Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Mirjam veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Prinzip Wadenbeißerei
Schon Nobelpreisträger sind am Ehrgeiz gescheitert, Darwins Evolutionstheorie zu widerlegen. Entsprechend kläglich nimmt sich Bauers eigener Versuch aus. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von H. P. Lovesick veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Von der "Financial Times Deutschland (FTD)" zu den TOP TEN Wirtschaftsbüchern gezählt
"Prinzip Menschlichkeit" wurde im Juli 2008 von der "Financial Times Deutschland (FTD)" als eines der TOP TEN Wirtschaftsbücher in Deutschland gelistet. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Camille Levy veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Gegen den Biologismus als ökonomische Ideologie
Dass Bauer (mit anderen Büchern) Ein-Stern-Verrisse von Lesern bekommt, die selbst als Wissenschaftler im betroffenen Feld arbeiten, mahnt zur Vorsicht. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Michael Gerlinger veröffentlicht

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Dieses Buch wird einigen wehtun, die sich an altbekannte, lieb gewordene Legenden gewöhnt haben, die uns seit über 100 Jahren von dogmatischen Darwinisten, Neodarwinisten und... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von BB veröffentlicht

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