Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
89 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
das herrlich amüsante Wörterbuch, 2. Juli 2005
Mit „der tiefere Sinn des Labenz" haben Douglas Adams, John Lloyd & Sven Böttcher ein Wörterbuch der erfreulich anderen Art geliefert. Auf der Suche nach der Antwort auf die Frage nach dem tieferen Sinn des Labenz (oder the deeper meaning of liff) haben die Autoren dieses Buchs ein gewöhnliches Städteverzeichnis ausgewählt, um diese Städtenamen den bisher unbenannten Gegenständen und Gefühlen zuzuordnen, die den meisten Menschen nur allzu bekannt aber unbenannt vorkommen dürften.Neben der deutschen Übersetzung, die sich vornehmlich mit Städtenamen aus dem deutsch-österreichisch-schweizerischen Raum beschäftigt, ist auch die englische Originalausgabe (the deeper meaning of liff) enthalten. Somit werden 2 Bücher in Einem angeboten, wobei jedoch nicht zu verachten ist, dass es sich bei der deutschen Ausgabe nicht nur um eine gewöhnliche Übersetzung mit englischen Originaltext handelt, sondern um eine deutschsprachige Ergänzung des Originals. Zur Freude für das Auge wurden auch einige humorvolle Illustrationen zur Erklärung mancher Wörter eingefügt, deren Zeichenstil an den älterer authentischer Sachbücher erinnert. Auf den ersten Seiten nach dem schwerer zu beschreibenden Vorwort sind die Karten mit sämtlichen verwendeten Städtenamen und deren Lage eingefügt. Die ohnehin faszinierenden Wörter, Worterklärungen und Wortspiele werden zusätzlich noch durch die amüsanten Vor-, Zwischen und Nachworte ergänzt. Für die praktische Übersicht wurde in der Buchmitte ein funktionelles Register. Teilweise legen auch Verweise auf Werke vor, in denen einige der abstrakt anmutenden Wörter schon verwendet wurden, ob das dieses Wörterbuch in seiner Funktion bestätigt oder nicht sei natürlich dahingestellt. Fazit: Fans von Douglas Adams, britischen Humors, unkonventioneller Bücher, amüsant sinnloser Wortschatzergänzungen kommen hier vollends auf ihre Kosten. Stunden voller geistreicher Amüsiertheit inklusive.
|
|
|
36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jahrelanger Spaß an einem Standardwerk, 1. März 2006
Die Erstausgabe habe ich im letzten Jahrhundert geschenkt bekommen. Seither habe ich das Lexikon buchstäblich dutzendfach verteilt. Mittlerweile haben sich im Freundes- und Bekanntenkreis viele Begrifflichkeiten in den Alltagswortschatz eingebürgert. Die Elektronikfreaks beispielsweise wissen genau, was gemeint ist, wenn ein Exter übrig bleibt, das kleine, beim Zusammenbau übriggebliebene Plastikteilchen, das einem unmissverständlich mitteilt, dass man alles wieder auseinandernehmen und von vorn beginnen darf. Mütter erklären ihren Kindern beim Windelwechseln, dass sie nun den Schmie entfernen (Oberbegriff für dunklen Schmutz auf hellem Untergrund; Gegenteil: Schmölz). Auf Fêten hat das Buch zahllose Lachsalven und wissendes, zustimmendes Nicken erzeugt. Das Lexikon sorgt in jedem Fall für die kommunikative Bereicherung, auch zwischen völlig Unbekannten. Unvergessen wird mir die Begegnung in einer Warteschlange sein, als ich zu meinem Begleiter sagte: "Schau mal, ein Gscheidl", und hinter mir antwortete es: "Und nebendran einer mit Köterende und Frau mit Duttweiler." Wenn man über die gleiche Sorte Humor verfügt: das hat schon was.
|
|
|
29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Wörterbuch, das uns bislang noch fehlte, 3. August 1999
Von Ein Kunde
Dies ist ein Wörterbuch, und ein höchst ungewöhnliches dazu. Nur zu sehr wünschte ich mir, daß die hier erstmals erfaßten Wörter Eingang in den deutschen bzw. englischen Sprachschatz fänden. Die Idee ist einfach. Es gibt, so stellten Douglas Adams und John Lloyd fest, so viele Dinge auf der Welt, für die es keine Namen gibt. Andererseits gibt es aber reichlich Wörter, die nichts anderes zu tun haben als auf Wegweisern rumzuhängen, die auf irgendwelche Orte zeigen. Warum sollte man sie nicht anders beschäftigen? Und so sammelten sie für die Originalausgabe "The Meaning Of Liff" Ortsnamen vor allem aus englischsprachigen Ländern und führten ihnen neue Bedeutungen zu. Dabei ist es zuweilen erstaunlich, mit welcher Präzision die so "neugeschaffenen" Wörter das zu bedeuten scheinen, was ihnen von Adams und Lloyd vorgeschlagen wird. Hier haben sich Menschen mit großem Sprachgefühl erfolgreich eines Themas angenommen. Ein solches Werk zu übersetzen, trifft natürlich auf ungeahnte Schwierigkeiten. Naja, ungeahnt vielleicht nicht, aber der Anhang des Buches, in dem ein (wahrscheinlich fiktiver) Briefwechsel zwischen dem Übersetzer und dem Verleger "dokumentiert" ist, deutet an, auf welche Probleme man stoßen kann. Zum Beispiel gibt es keinen Atlas und kein Verzeichnis, in dem deutsche Ortsnamen nach Endungen sortiert sind. Denn Sven Böttcher hat sich die Aufgabe des Übersetzens nicht leicht gemacht - falls man von Übersetzen überhaupt noch sprechen kann. Zu deutschen Ortsnamen hat er neue Bedeutungen gesucht, und sich dabei größtenteils an den Definitionen aus dem englischen Original orientiert - bzw. er hat für die Originaldefinitionen passende deutsche Ortsnamen gesucht. Das ist ihm mal mehr, mal weniger geglückt. Aber, ein Glück für Puristen und gründliche Fanatiker, in diesem Buch ist auch gleich der englische Originaltext mit wiedergegeben. Seien wir dem Verlag dankbar dafür. Und dankbar für dieses Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|