Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein krönender Abschluss!!, 22. Oktober 2006
Ich habe lange auf Lumen die Fortsetzung von Lycidas und Lilith gewartet und wurde nicht enttäuscht. Nachdem ich völlig gefangen war in der Welt von Emily, der Stadt der Schornsteine, mit sprechenden Ratten und den Engeln am Oxford Circle, hab ich sehnsüchtig darauf gewartet weiter in diese Welt einzutauchen. Zauberhaft spannt Christopher Marzi seine Geschichte weiter.
Nebel gehen in London um, Nebel die Menschen verschlingen und sie in einen ewigen Schlaf versetzen, ein letztes Mal müssen sich Emily, Wittgenstein und Aurora in die uralte Metropole Londons, die Stadt unter der Stadt, begeben, um endgültig die Intrigen und Machtspiele aufzudecken, die Elend über sie und ihre Feunde und Liebsten bringen. Sie kommen auf die Spuren einer Gemeinschaft die schon seit Jahunderten dort ihre Pläne schmiedet und nun zum großen Schlag ausholt. Um den Anfang von allem zu finden müssen Emily und Wittgenstein sich ins geheimnisvolle und mysthische Prag begeben, neue Freunde und Feinde finden sie, aber auch alte Bekannte kreuzen ihren Weg und einmal mehr ist nicht alles wie es scheint, denn nun stellt sich die Frage, wem ist zu trauen?
Man kann nicht alles in schwarz und weiß einteilen, diesen Satz find ich sehr passen für die Geschichte von Emily und ihren Freunden, wiedermal ist es schwer zu sagen, was die wahren Hintergründe der einzelnen Figuren sind und überhaupt sie in Gut und Böse einzuteilen, denn irgendwie sind doch viele Charaktere beides. Auch hat Emily diesesmal ein paar Probleme in Herzensdingen und man erfährt auch endlich mehr über ihren Mentor Wittgenstein und seine Vergangenheit. Alles in allem entfehle ich jedem, der schon die ersten zwei Bände gelesen hat, auf jedenfall auch Lumen zu lesen und alle, die die ersten zwei Bände noch nicht gelesen haben, tja dann wirds aber Zeit ;-), auf die Bücher!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Two households, both alike in dignity..., 18. November 2006
...in fair Verona, where we lay our scene..." Nein. Das ist nicht Verona, sondern London, die Stadt der Schornsteine und der uralten Metropole darunter. Christoph Marzis exzellente, viktorianische anmutende Trilogie, kommt mit "Lumen" zum Ende. Ein geheimnisvoller Nebel streicht wieder durch London. Leute, die ihn einatmen, werden zu Bestien bevor eine gnädige Dürre sie zu Staub zerfallen lässt.
Die beiden Häuser Mushroom und Manderley, die von jeher das Geschick der Stadt bestimmten, liegen in ewiger Fehde. Ausgehend von der Theorie, dass jede Grosstadt der Welt auf einem Ungeheuer erbaut ist, welches sich von niederen Gefühlen und schlechten Taten der Menschen ernährt damit der Fluss des Lebens einigermaßen funktionieren kann, muss das Ungeheuer stetig Nahrung erhalten.
Die beiden Freundinnen Aurora und Emily trennen sich, um den geheimnisumwitterten Limbus der Hölle zu finden und mit ihm Lord Lycidas oder Lucifer wie er einst genannt wurde, denn nur er weiß Rat, wie die Stadt der Schornsteine noch zu retten ist. Ein Hauch von Hitchcock umweht die Ereignisse in der surrealen Gegenwelt Londons während Emily, Wittgenstein und der undurchsichtige Tristan Marlowe in Prag, der ewigen Stadt der Alchimie, ihre eigenen Wege gehen.
Tristan Marlowe, Bibliothekar in Londons British Library, hat in "Lumen" seinen ersten Auftritt. Auch er ist ein Trickster wie Emily und wie Wittgenstein ein jeder auf seine sehr verschiedene Art und mit Gaben gezeichnet, die Fluch und Segen zugleich sind. Da Prag zu meinen Lieblingsstädten gehört, war ich neugierig, wie Christoph Marzi die Atmosphäre der Stadt eingefangen hat. Mit Bravour natürlich! Altstädter Ring, Moldau, Brückentürme, Ghetto und der jüdische Friedhof, all das war dazu da, um den surrealen Anstrich dieses Romans weiterzuentwickeln und die Puzzleteile zusammenzuführen.
Marzi verquickt bekannte Charaktere von bekannten Autoren, verschiebt den Blickpunkt um ein weniges, und kreiert damit eine ganz andere Geschichte als die uns wohlbekannte, was nicht selten zu einem Aha-Erlebnis führt. Das erstaunliche daran ist, das es durchaus funktioniert und die Geschichten von und um Charles Dickens, Oscar Wilde und Rabbi Löw auch diesen Hintergrund gehabt haben könnten.
Ein Spiegel mag nur ein Gesicht haben, aber eine Medaille hat definitiv zwei. Im dritten und letzten Teil geht Christoph Marzi der Frage nach: was ist real und was ist Fälschung? Was ist Lüge und was ist die Wahrheit? Der Roman ist nichts für Kinder noch für Leute, die nur quer lesen weil die Geschichte viel zu komplex und vielschichtig ist. Marzis exquisites Deutsch (das ich mir bei viel mehr Autoren so wünsche) ist poetisch, melancholisch, tragend wo's nötig ist; mit trockenem Witz, wo's möglich ist. Für meinen Geschmack war's stellenweise ein wenig zu schmalzig, dennoch verdient "Lumen" die volle Sternenzahl.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neue Abenteuer von Emily Laing und ihren Gefährten, 17. Oktober 2006
Mit LUMEN liegt der dritte (und abschließende ?) Band der Abenteuer von Emily Laing und ihren Gefährten in der Uralten Metropole unter London vor.
Wer die beiden Vorgänger LYCIDAS und LILITH kennt, den möchte ich hier nicht länger aufhalten und wünsche ihm mit einem Zitat aus LUMEN Die Welt ist gierig, und manchmal umschließen Nebel unsere Herzen, bis wir uns nicht einmal mehr daran erinnern können, wann unsere Träume zu sterben begannen... einen spannenden Einstieg in die Geschichte.
Für alle, die bisher noch nichts von Emily Laing gehört haben und deren Interesse geweckt worden ist, denen sei gesagt, ihr habt zwar die bisherigen wunderbaren Abenteuer verpasst in denen man auf Engel, sprechende Ratten; Vampire und vieles mehr trifft, aber ihr könnt auch ohne diese Kenntnisse um die Vorgeschichten problemlos in die Welt von Emily Laing eintauchen und LUMEN mit Genuss lesen.
Anfangs ist der Erzählstil von Christoph Marzi etwas verwirrend aufgrund der gewählten Ich-Form, aber gerade dieser Stil macht die einzelnen Fäden so farbig und so lebendig, so dass man am Ende feststellt, dass man sich durch ein rundum gelungenes Abenteuer gelesen hat.
Ich wünsche allen viel Vergnügen beim Lesen und freue mich auf den nächsten Roman aus der Feder von Christoph Marzi.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|