Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es war ein ganz normaler Tag im August des Jahres 1963.., 8. September 2008
"Ich habe jedes von Richard Laymons Büchern verschlungen - schlaflos, atemlos!", lässt sich der Horrorautor Jack Ketchum, der solch genialen Meisterwerke wie Beutezeit und EVIL geschrieben hat, auf dem Buchrücken des neuen Richard Laymon-Romans "Die Show" zitieren. Und Jack Ketchums Zitat passt wieder wie die Faust auf's Auge.
Mit "Die Show" liegt der mittlerweile sechste Roman im Heyne-Hardcore-Label vor und zeigt den Autoren von einer komplett anderen Seite als wir es von ihm gewohnt sind.
In dem kleinen Ort Grandville leben die beiden Sechszehnjährigen Dwight und Rusty mit ihrer gleichaltrigen Freundin Slim.
Dwight muss ausgerechnet an diesem schönen Sommertag den Rasen im Vorgarten mähen, bis ihn seine beiden Freunde davon erlösen und ihm ein Flyer zeigen, auf dem die große "Reisende Vampirshow" angekündigt wird. Die Jugendlichen setzen sich in den Kopf definitiv diese Vampirshow sehen zu wollen, obwohl diese ausdrücklich nur für Erwachsene gedacht ist.
Das Verhängnis nimmt seinen Lauf und ein blutiger Tag beginnt...
Der Roman, der sich auf 525 Seiten erstreckt, beginnt wie eine Jugendgeschichte á la Stephen Kings "Die Leiche" (enthalten im Geschichtenband Frühling, Sommer, Herbst und Tod ), entwickelt sich dann aber in eine gänzlich andere Richtung.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Dwight erzählt, der uns Leser mit seinen pubertären Gedanken sehr zu unterhalten vermag und an Rupert aus Die Insel erinnert.
Die eigentliche Handlung, nämlich der Tag im Leben der drei Kids, wird durch spannende Erzählungen aus der Vergangenheit von Dwight, Rusty und Slim unterbrochen. Dadurch entfaltet sich eine tolle Charakterzeichnung der Protagonisten und man fängt an die Drei (Naja, eigentlich nur zwei - wenn Sie den Roman gelesen haben, wissen Sie warum) richtig gern zu haben.
Eine Liebesgeschichte, ein Spannungsroman, ein Krimi und purer Splatter sind alles Bestandteile der "Show".
"Erfahrene" Richard Laymon-Leser werden vielleicht ein wenig verwundert sein, da "Die Show" eher Laymon-untypisch geschrieben ist: wenig Blut und Gewalt, dafür aber derbe Sprüche und wieder ein fiiieses Ende.
"Die Show" ist zurecht mit dem Bram Stoker Award ausgezeichnet worden und hat mir beim Lesen sehr viel Spaß gemacht.
Nun heißt es erstmal wieder warten, denn der nächste Roman des Autoren Die Jagd erscheint erst im März 2009.
"Nur eines noch: Sollten Sie jemals so ein Plakat sehen..Sie wissen schon: Reisende Vampirshow unn so - gehen Sie nicht hin. Um Himmels willen, gehen Sie da bloß nicht hin!"
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kult-Autor und Kult-Buch, 23. September 2008
Erstmal vorweg sollte gesagt werden, dass man Laymon nicht mit den falschen Vorerwartungen lesen sollte. Wer seriösen Horror erwartet, der ist komplett falsch bedient, der Autor schlägt mit diesem Buch wie für in bekannt in die Sparte des komödiantischen Horrors, der bewusst stets stark überzeichnet dargelegt wird und sich als ungemein unterhaltsam erweißt. Sein Stil ist zweckmäßig genial, da er durch seine bewusst pervers-grotesk-humorigen Elemente dem Leser eine Art Comic vor dem "inneren Auge" ablaufen lässt.Die Story-Plots sind häufig so angelegt, dass wenn man vermutet, dass es storymäßig nicht gar so heftig kommen kann, die Ereignisse in der Regel doppelt so "heftig" ausgeführt werden wie vermutet.
Bei "The Travelling Vampire Show" lässt Laymon die Geschichte gemählich angehen und steigert sich bis an den Klimax zum Endabschnitt des Buchs. Doch auch der Teil bevor die Brutalo-Peitsche ausgepackt wird hat durchaus seinen Sinn, so schildert er auf ungemein sympathische Weise die Entdeckungen und Abenteuer einiger Jugendlicher.
Kult! Garantiert.
(Von dem relativ einfachen sprachlichen Gehalt seines Stils sollte man sich auch als etwas anspruchsvollerer Leser nicht abschrecken lassen. Da ich davon ausgehe, dass der Autor seine Werke selbst nicht "bierernst" genommen hat, ist diese offensichtliche "Anti-Literatur" der Ansicht nach Mittel zum Zweck: Unterhalten mit einem "Augenzwinkern".)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der reisende Wahnsinn, 1. Mai 2009
Auch wenn ich nur 3 Sterne gegeben habe, es ist trotdem ein Laymon, den ein richtiger Fan gelesen haben muss!
3 Sterne einfach deshalb, weil in dem Buch nicht wirklich viel passiert, zum eigentlichen Thema des Buches kommt Laymon nämlich erst im letzen Drittel richtig zusprechen.
Das Buch ist ein Pageturner durch und durch, doch leider baut sich die aufgebaute Spannung (entstanden durch unerklärliche Ereignisse), nach einigen Erklärungen auch schnell wieder ab.
Ja wieso dann Pageturner? Weil der Schreibstil von Laymon einfach so gut ist, dass er einen selbst an eher ereignislosen Stellen, zum Weiterlesen zwingt.
Rückblicke in vergangene Jahre der drei Hauptpersonen Rusty, Dwight und Slim sind ebenso spannend und lassen einen genauso mitfiebern, wie die eigentliche Geschichte.
Und die Darstellung von Rusty's kleiner Schwester Bitsy ist ihm sehr gut gelungen, ich hatte Phasen beim Lesen, da hät ich sie am liebsten umgebracht! Ich denke in dem Punkt stimmen mir sicher viele zu.
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