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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Light-Version der Schwarzen Juwelen, 5. Mai 2007
Versteht mich bitte nicht falsch, ich mochte die Dunkle Welten Dilogie (SEBASTIAN, Belladonna) und sie enthält einige originelle Ideen. Die Geschichte ist süß - manchmal witzig, manchmal spannend. Das Konzept einer sich ständig verändernden Welt ist originell, wenn auch nur schwer verständlich, da die Erklärungen nur puzzelteilartig serviert werden. Aber es ist offensichtlich, dass die Autorin das Erfolgskonzept ihres Schwarzen Juwelen Zyklus kopieren wollte und (meines Erachtens) knapp scheiterte. Bishop fehlt der Mut zur Grausamkeit, zur Erotik, zur Kompromisslosigkeit. Die Dunklen Welten sind sanfter, romantischer, weniger provokativ und weniger humorvoll. Sie sind die Light-Version der Schwarzen Juwelen, jedoch ohne deren einzigartige Faszination. Insbesondere Sebastian stellt sich als blasser Abklatsch von Daemon Sadi heraus (für einen Inkubus ist er erstaunlich prüde) und bei seiner Liebe, Lynnea, werden manche vor lauter Süße Zahnschmerzen bekommen. Ihre Liebesgeschichte (welterfahrener, sexy Typ verfällt naivem Mädchen vom Lande, das ihn zu einem besseren Menschen/Dämon macht) dominiert SEBASTIAN in den wesentlichen Stellen und verdrängt die vielversprechende Geschichte vom Weltenfresser.
Ephemera ist Landschaft und Weseneinheit zugleich, die, um den Weltenfresser aufzuhalten, in tausende Stücke zerschlagen wurde. Doch der Fresser konnte sich befreien und versucht nun Ephemera im Chaos versinken zu lassen. Einzig und allein Glorianna Belladonna, die letzte Wächterin des Herzens, hat die Macht, sich ihm entgegenzustellen. Aber ihre Feinde sind zahlreich und ihre Verbündeten nur einige wenige.
Der Inkubus Sebastian ist 30 und steckt mitten in einer Sinnkrise. Er haust im Sündenpfuhl, einem dunklen Teil Ephemeras, der sich ganz den menschlichen Lastern verschrieben hat. Er sehnt sich nach Licht, doch er droht ganz der Dunkelheit zu verfallen und nur Lynnea, ein einfaches Mädchen, kann ihn retten.
Wer High Fantasy mit romantischem Einschlag mag, ist mit SEBASTIAN und seinem Folgeband Belladonna gut beraten.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungen!, 11. Mai 2007
Ephemera ist eine zersplitterte Welt, deren einzelne Landschaften nur durch Brücken von Landschaffern und Brückenbauern zusammen gehalten werden. Ephemera ist ständig im Wandel begriffen, da das Land auf die Herzenswünsche seiner Bewohner reagiert. Den Landschafferinnen stehen die Zauberer gegenüber, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Landschafferinnen zu kontrollieren. Inmitten dieser komplizierten Welt sind Dämonen wie Sebastian nicht erwünscht, doch er hat dank seiner Cousine Belladonna eine Heimat gefunden, die nun durch den Weltenfresser und die Zauberer bedroht wird.
Wieder einmal hat Anne Bishop eine komplexe Welt geschaffen, die sie häppchenweise aufbaut. Ihre zentralen Figuren - Sebastian, Belladonna, Nadia, Lynnea und Lee - sind auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden und durchweg sympathisch. Man schließt sie schnell ins Herz.
Dieser Duologie fehlt die Dunkelheit und Grausamkeit der "Schwarzen Juwelen", und Sebastian ist kein zweiter Daemon Sadi, sondern ein völlig eigener Charakter.Sie ist auch nicht ganz so witzig wie die "Schwarzen Juwelen", doch ich finde, man kann die beiden Welten, die Anne Bishop entworfen hat, nur bedingt miteinander vergleichen.
"Sebastian" besitzt sorgfältig gezeichnete, liebenswerte Charaktere in einer stimmigen Umgebung, und der Roman erzählt eine sanfte, romantische Liebesgeschichte mit einer süßen Hauptfigur (Lynnea), die wunderbar zu Sebastian passt.
Im Fantasy-Gewand werden Themen angesprochen, über die sich das Nachdenken lohnt: Was macht eine Handlung zu einer "richtigen" Entscheidung? Was unterscheidet das Gute vom Bösen? Erfreulicherweise malt Anne Bishop nicht schwarz-weiß. Es gibt Figuren jeder Schattierung, und alle handeln nachvollziehbar.
Rundherum gelungen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Originelles Konzept, 20. Juni 2008
"Sebastian" ist der Auftaktband von Anne Bishops Zweiteiler "Die dunklen Welten". Die Autorin, die mit ihrem Zyklus um die "Schwarzen Juwelen" für Furore gesorgt hat, kreiert hierfür erneut eine sehr dunkle und sinnliche Fantasy-Welt, die sich signifikant von dem Großteil der sonstigen phantastischen Schauplätze abhebt. Den Vorwurf, eine Light-Version ihrer ersten Reihe zu sein, müssen sich "Die dunklen Welten" dabei erfreulicherweise nicht gefallen lassen! Ephemera steht mit seinem ungewöhlichen Konzept auf eigenen Beinen. Die sich ständig verändernden Landschaften faszinieren den Leser und auch wenn wieder eine Spur dunkler Erotik mitschwingt, ist "Sebastian" zwar nicht wesentlich gewaltfreier als "Dunkelheit" und seine Folgebände, aber nicht ganz so brutal.
Die Stärke von Anne Bishop liegt darin, eine dichte, überzeugende Atmosphäre zu gestalten, die den Leser in erstaunlich kurzer Zeit in ihren Bann zieht. Sie nutzt Namen und Begriffe wie "Inkubus" oder "Mondblumen", um Gefühle und Erwartungen im Leser zu wecken, interpretiert sie jedoch dann neu, ohne sich von der originären Bedeutung allzu weit zu entfernen. Schon auf den ersten zwanzig Seiten des Romans deutet sie so viel an, dass das Interesse des Lesers zwangsläufig geweckt wird, und verrät gerade genug, um ihn bei der Stange zu halten - wobei die Antworten, die sie gibt, wieder neue Fragen aufwerfen. Erfreulicherweise ist die Übertragung des Textes ins Deutsche bei diesem Zyklus auch merkbar besser gelungen als bei den "Schwarzen Juwelen", was zur Atmosphäre entsprechend beiträgt.
Da ist es fast verzeihlich, dass die zentrale Liebesgeschichte des Buches - die langsam wachsende Beziehung zwischen Sebastian und Lynnea - etwas zu zuckersüß geraten ist und aus diesem Grund an den Plot eines "Hasch mich"-Romans erinnert. Lynnea ist herzzerreißend unschuldig, was den sonst so skrupellosen Draufgänger Sebastian sichtlich verunsichert. Fast schon spießig kommt da der Inkubus daher, der sich sonst von der sexuellen Lust seiner Partner nährt. Hier bedient Bishop Klischees, und das geht diesmal leider zu Lasten der Charaktere.
Wesentlich überzeugender und interessanter ist da der Charakter von Glorianna Belladonna, der Landschafferin, die den Sündenpfuhl geschaffen hat, Sebastians Cousine und wohlmöglich die Einzige, die dem Weltenfresser etwas entgegen setzen kann.
Da der zweite und abschließende Band der "Dunklen Welten" auch nach ihr benannt ist - "Belladonna" - weckt das die Hoffnung, dass dieses kleine Manko dort beseitigt ist.
"Sebastian" ist ein Roman, der Fans von romantischer Fantasy ansprechen dürfte und darüber hinaus mit einem so originellen Konzept aufwartet, dass er sich merkbar von der breiten Masse der phantastischen Literatur abhebt.
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