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Otherland 01. Stadt der goldenen Schatten
 
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Otherland 01. Stadt der goldenen Schatten (Taschenbuch)

von Tad Williams (Autor)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (154 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 992 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (2. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453530756
  • ISBN-13: 978-3453530751
  • Originaltitel: Otherland 1
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (154 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 9.854 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 1 in  Bücher > Science Fiction, Fantasy & Horror > Fantasy > Serien & Zyklen > Williams, Tad: Die Otherland-Saga

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Tad Williams, der bisher vor allem durch seine Fantasy-Romane auffiel, legt mit Otherland seinen ersten Abstecher in den Bereich der Science-fiction vor. Otherland, mit großem Werbeaufwand in den Markt gedrückt, dürfte jedoch vor allem Tad-Williams-Fans ansprechen.

50 Jahre in der Zukunft schaut die Welt auch nicht viel anders aus als heute, sieht man einmal davon ab, daß ein Teil der Menschheit einen großen Teil seiner Zeit in virtuellen Welten verbringt. Ein großer Teil der Menschheit? Nein, nur die, die es sich leisten können, natürlich. Wie gesagt, viel hat sich nicht geändert. Nicht jeder Bereich des weltumspannenden Datennetzes steht jedem Benutzer offen, nur wer das virtuelle Äquivalent eines teuren Anzugs trägt und die Online-Gebühren bezahlen kann, wird überhaupt erst in die besseren Gegenden eingelassen.

Renie Sulaweyo ist nicht so privilegiert, obwohl sie an einer südafrikanischen Hochschule den Umgang mit der virtuellen Realität lehrt. Als ihr kleiner Bruder während eines Ausflugs in für ihn eigentlich gesperrte Bereiche der Datenwelt aus unerklärlichen Gründen ins Koma fällt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als auf unkonventionelle Hilfsmittel zurückzugreifen, um nach einer Rettung für ihn zu suchen. Ihr Schüler, der Buschmann !Xabbu, einer der letzten Vertreter der Ureinwohner Südafrikas, hilft ihr dabei. Bei ihrer Suche haben sie die Vision einer fabelhaften goldenen Stadt, die für kurze Zeit in der virtuellen Realität erscheint. Diese Vision erscheint nicht nur ihnen, sondern auch anderen Menschen, die ebenfalls versuchen, das Rätsel der goldenen Stadt zu lösen.

Unterdessen teilen immer mehr Kinder das Schicksal von Renies Bruder. Womit wir bei der Weltverschwörung wären, dem Zentralen Bösewicht und Kern der Handlung. Eben diese Verschwörung, die sich die "Bruderschaft des Grals" nennt, und aus den mächtigsten Männern der Welt gebildet wird, benötigt die Kinder für Otherland, ein von ihnen erschaffenes gigantisches Simulationsnetzwerk. Otherlands virtuelle Welten wirken dermaßen realistisch, daß Benutzer sie praktisch nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden können. Die Ziele der Verschwörung werden nicht explizit benannt, aber der Leser kann es sich leicht zusammenreimen: uneingeschränkte Macht und Unsterblichkeit, das Übliche eben. Den Weltuntergang planen sie ebenfalls.

Fazit: Bleibt Williams zu Beginn noch recht konservativ und plausibel was die technischen Möglichkeiten seiner Zukunftswelt angeht, begibt er sich mit fortschreitender Seitenzahl zunehmend auf das Gebiet der Fantasy. Eine böse, außerweltliche Kraft steckt im Kern der Bruderschaft, und von den verschiedenen virtuellen Welten, durch die seine Charaktere stolpern, wirkt eine phantastischer als die andere.

Hier ist der Autor in seinem Element, und das Buch wird an diesen Stellen auch deutlich spannender als beispielsweise auf den ersten paar hundert Seiten, in denen Renie dem Buschmann !Xabbu, und damit gleichzeitig dem Leser, ein paar Lektionen darüber erteilt, wie Tad Williams' Vorstellungen von virtueller Realität funktionieren.

Hier erzählt uns der Autor wenig Neues über ein Thema, das in der SF ja schon des öfteren behandelt wurde. Zwar zeigt er später, daß er durchaus einige nette Einfälle hat, aber die Vorbereitungsphase gerät deutlich langweiliger als nötig.

Die Charaktere sind Williams Stärke, sie haben sehr menschliche Schwächen und Bedürfnisse, und gerade der Kontrast zwischen dem spirituellen, naturverbundenen !Xabbu und Renie, die ganz praxisnah versucht, einfach nur ihre Familie durchzubringen, zeigt dies deutlich. Leider sind die Protagonisten auf mindestens vier getrennte Handlungsstränge verteilt, die alle um die Aufmerksamkeit des Lesers kämpfen.

Otherland. Stadt der goldenen Schatten ist der erste Teil einer Tetralogie. Da mag es kaum überraschen, daß am Ende des ersten Bandes ein ganzes Knäuel von unaufgelösten Handlungsfäden übrig bleibt. Überraschen könnte es aber, daß auch sonst kaum etwas passiert ist. Nicht, daß Williams seine 912 Seiten nicht gefüllt hätte, aber während die diversen Protagonisten versuchen, zum Kern der Verschwörung vorzudringen, bleiben sie leider meist Spielball des Geschehens. Nur selten bietet sich ihnen eine neue Einsicht oder gar die Möglichkeit, zu handeln. Immerhin, am Ende des Buches kommen sie alle zusammen und stellen fest, daß sie gemeinsame Ziele haben. Aber das war's dann auch schon, die Kernhandlung ist kaum ein Stück weiter vorangetrieben worden und der Leser fragt sich, worauf das wohl alles hinauslaufen wird.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann man Otherland. Die Stadt der goldenen Schatten wohl nur Tad-Williams-Fans empfehlen. Zwar spricht Otherland durch seine vielen verschiedenen Charaktere theoretisch eine breite Leserschicht an -- hier findet jeder jemanden, mit dem er/sie sich identifizieren kann --, aber der erste Band für sich genommen bietet kein besonders befriedigendes Leseerlebnis, und auch der hohe Preis (etwa 200,- DM für alle vier Bände) dürfte manche abschrecken.

Der Verkauf von Otherland wird durch eine große Werbekampagne, auch im Internet, unterstützt. Aber auch wenn es dort behauptet wird, Otherland ist sicherlich nicht der Herr der Ringe des 21. Jahrhunderts -- dazu ist es nicht bahnbrechend genug, und Cyberpunk ist es auch nicht, dazu sind die Charaktere zu stark in Gute und Böse polarisiert und die Geschichte mit zu vielen Fantasy-Elementen durchsetzt. --Michael Matzer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .



Konr@d (3/98)

Otherland

Weltverschwörer fesseln per Hypnose den Geist von Internet-Surfern im Web, aber deren Körper vegetieren in der Wirklichkeit weiter. Dieser Cyber-Roman ist eine rasante Fahrt durch Träume, reale Welt und virtuelle Szenen, so spannend erzählt, das jede Station schon genug Stoff abgäbe, für eine eigene Science-fiction. Politisch korrekte Helden (eine blinde Frau, ein Buschmann und ein sterbenskranker Junge) kämpfen gemeinsam gegen das Böse. Und dann ist das spannende Buch plötzlich zu Ende. Fortsetzung? Nächstes Jahr. Auf englisch ist gerade der zweite von geplanten vier Bänden erschienen. Band 1: "Die Stadt der goldenen Schatten"

©Konr@ad -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Überlegen Sie gut, bevor Sie anfangen!!!, 8. November 2001
Vor ein paar Stunden habe ich den vierten Teil von Williams' monmentalem Cyper-Epos beendet, allerdings in englischer Sprache. Daher möchte ich jeden warnen, der mit dem Gedanken spielt, mit "Stadt der Goldenen Schatten" zu beginnen: Die Otherland-Tetralogie verlangt dem Leser viel Kraft und Durchhaltevermögen ab, weil man nach dem Ende des erstens Teils wie süchtig nach Auflösung der Geschichte verlangen wird. Wer es bis dorthin schafft, wird nicht umhin können, den Rest auch zu lesen, egal wie oft man das Buch auch für immer weglegen möchte.

Williams' Charaktere, auch die Nebencharaktere, sind vielschichtig, ungewöhnlich und interessant. Williams selbst hat sich seit Memory, Sorrow & Thorn literarisch weiterentwickelt und präsentiert dem geneigten Leser amtosphärisch dichte Phantasie-Welten, bisweilen sogar in einem recht sprachgewaltigen, bildhaften Stil. Außerdem ist seine Sicht der nahen Zukunft, der des Informationszeitalters, stimmig und nachvollziehbar, wenn auch nicht in allen Aspekten wünschenswert. Trotz Cyberpunk & SF bleibt Williams größtenteils im Rahmen der Vorstellbarkeit, zumindest was das RL (Real Life) angeht. Das mögen alles gute Gründe sein, sich des Werkes anzunehmen, und jedem, der die nun folgenden Kritikpunkte für weniger relevant hält, kann ich die Lektüre nur wärmstens ans Herz legen.

Deutliche Schwächen gibt es im Plot, oder vielmehr bei der Aufrechterhaltung des Spannungsbogens. Am Ende des ersten Teils sind die meisten Fragen gestellt - unsere Hauptcharaktere befinden sich mittem im Getummel einer immer verrückter werdenden Geschichte: Welche Rolle spielt der mysteriöse Mr. Sellars ? Wer ist der verlorene Paul Jonas, der sich selbst nich zu kennen scheint ? Welche Ziele verfolgt die mysteriöse Gralsbruderschaft, ein weltweites konspiratives Konsortium aus Industriemagnaten, und ihr Kopf, der reichste und älteste Mann der Welt - Felix Jongleur ? Und was hat das alles mit dem Zustand von Renies (eine der Hauptakteure) Bruder zu tun ? Der Leser hat, wie die Charaktere, viele dunkle Vorahnungen, aber nur wenig Greifbares in der Hand.

Als Leser hofft man, einige Antworten in Teil 2 zu erhalten... und wird bitter enttäuscht. Dieser ist der schwächste der vier Teile. Die Akteure werden durch eine Vielzahl virtueller Welten geschleudert, die Anlehnungen an Märchen, Mysterien, Sagen und Geschichte in sich vereinigen. Diese sind für sich Kleinode schrifstellerischer Imagination, doch als man sich dem Ende zweiten Teils nähert, hat man zwar viele dieser Welten mit den Charakteren bereist - mehr oder weniger willentlich -, aber immer noch keine wirklichen Antworten. Das Prinzip "Trenne die Gruppe und beschäftige den Leser damit, wie sich die Teilgruppen wiederfinden" hat Williams dabei deutlich überstrapaziert, und den nach Aufklärung lechzenden Leser gleich mit: Es kostet Kraft, diesen zweiten Teil zu beenden - weniger wäre deutlich mehr gewesen.

Leider geht es auch in Teil 3 nicht viel besser weiter. Immer mehr Fragen, immer mehr Verwirrung bis Williams - endlich - im letzten Drittel wieder zur Sache kommt. Langsam verknüpfen sich die Handlungstränge, und damit passen auch die einzelnen Mosaiksteine endlich zusammen. Der Übergang zum letzten Teil ist fast nahtlos, und hier geht es nun wirklich los. Williams treibt die Handlung extrem schnell voran, und jagt von einem zum anderen Höhepunkt - man möchte während keiner der 900 Seiten das Buch zur Seite legen. Harte Arbeit wird belohnt - es gibt endlich die ersehnten Antworten, und alles ist noch viel, viel unglaublicher, als man bisher vermuten konnte.

Wer gewillt ist, sich auf diese lange, faszinierende Reise nach Otherland zu begeben, wird im vierten Teil endlich für die Mühen entschädigt. Und wenn man die letzte Seite umdreht, beschleicht einen der allbekannte Wehmut, dass diese grandiose Geschichte nun zu Ende ist.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mehr Sein als Schein, 10. Oktober 2002
Von Tobias Adam (Würzburg, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Otherland halte ich für eine der interessantesten Veröffentlichungen aus dem Bereich "Fantasy/Science-Fiction" die ich je gelesen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich früher sehr viel Fantasy gelesen habe, mit der Zeit haben mich aber die vielen stereotypen Helden-und-Schwerter-Geschichten angenervt, so dass ich davon abgekommen bin.

Tad Williams hat mit Otherland die typischen Grenzen seines Genres gesprengt. Als ein, wie ich finde, vor Kreativität geradezu berstender Mensch (ich hatte das Glück ihn bei einer Lesung zu erleben) hat er sich mit dieser Romanreihe eine Leinwand von solcher Größe gebaut, die seines schaffenden Geistes würdig ist. Er schafft sich gottgleiche Möglichkeiten in der Entwicklung seiner Story, ohne, und das finde ich macht das Besondere seines Werkes aus, an Glaubwürdigkeit einzubüßen.

Die Geschichte dieser Romane ist nämlich in nicht allzu ferner Zukunft (ungefähr 50 Jahre) angesiedelt und entwirt eine, wie ich finde, sehr realistische Zukunftvision unseres Planeten, sowohl technologisch wie auch gesellschaftlich. In dieses Setting konstruiert Williams seine unglaubliche Geschichte: Eine gigantische Verschwörung der mächtigsten Wirtschafts- und Politikbosse mag zwar klingen wie eine schlechte und altmodische James-Bond-Adaption, in der der verrückte reiche Bösewicht die Weltherrschaft erlangen will, doch vermittels des von Williams angestrebten Realismus rechtfertigen die hehren Ziele dieses Macht-Syndikats die Verwendung eines solchen gängigen Schemas, das sonst nur für Kitsch sorgt. Eine zentrale Bedeutung im Szenario seines Romanes hat das "Netz", eine logische Erweiterung unseres heutigen Internets. Das Netz ist bei ihm zu einer eigenständigen Erfahrungs-Welt geworden, ein eigenes Universum, das auf verblüffende Weise immer mehr zu einer Simulation der wahren Welt (bei ihm RL - Real Life genannt) wird, nicht zuletzt da das Netz allgegenwärtig und taktil bereits voll erfahrbar ist, dass heißt, es ist den menschlichen Bedürfnissen nach Raum und sensorischer Erfahrung angepaßt. Die Benutzer des Neztes erhalten eine akzeptable Simulation einer erfahrbaren dreidimensionalen Welt und, in eingeschränkter Weise, deren Reize.

Williams nutzt seinen Roman auch, um kritisch auf aktuelle gesellschaftliche und umweltpolitische Entwicklungen hinzuweisen, die in ihrer verschärften zukünftigen Version den Blick auf die Gegenwart klären. Auch lassen sich philosophisch anmutende Betrachtungen finden, wenn er etwa die Bedeutung von Realität und Simulation (Virtualität) erörtert bzw. im Williams'schen Stil erlebbar macht, oder immer wieder die Kollision von moderner Technologie und Spiritualität und Traditon thematisiert und zum Teil sogar auflöst.

Zu erwähnen ist auf jeden Fall noch Hans-Ulrich Möhring, der dieses Buch sehr akribisch und gewissenhaft aus dem Englichen übersetzt hat, was mir mein eigenes Gefühl und auch Williams' Aussage über seine Zusammenarbeit mit Möhrig bestätigten. Wenn Möhring den von Williams entwickelten Teenager-Slang auf gute deutsche Äquivalente formt und ähnlich mit akustischen Lautspielereien verfährt, die dann auch im Deutschen Sinn ergeben, fühlt man das englischsprachige Original noch geradezu heraus und spürt die fantastische Arbeit Möhrings.

Diese sachliche Analyse soll den potentiellen Neu-Leser aber nicht abschrecken: Williams ist ein großer Geschichtenerzähler und legt vor allem, wenn nicht sogar ausschließlich, Wert auf einen konstant fließenden Handlungsstrom, was ihm auch fast immer gelingt. Lediglich am Anfang braucht man Zeit um in die Geschichte zu finden, was aber angesichts der Unmenge an parallelen Handlungen unvermeidbar ist. Dort zeigt sich aber auch schnell Williams' dramatisches Geschick, wenn er die scheinbar unzusammenhängen Einzelstränge seiner Geschichte zu einer Einheit verwebt, die kunstvoller kaum sein könnte.

Einziger Kritikpunkt könnte sein, dass ich zum Teil den Eindruck hatte, dass Williams überfordert war mit dem ehrgeizigen Projekt, das er sich auferlegt hat. Persönlich hat er das auch unterschwellig bestätigt, als er die Recherche-Arbeit zu diesen Romanen als "Albtraum" bezeichnete. Dieser "Albtraum" macht jedoch das besondere Wesen seines Zyklus aus. Man merkt allerdings auch, dass gegen Ende ein bisschen die Luft aus dem etwas zu aufgeblähten Gerüst rausgeht, was man aber angesichts der beachtlichen Leistung von Williams verzeihen kann.

Mein Tipp: Lesen! Denn in wenigen Jahren wird diese Tetralogie ein Standardwerk sein und sein Autor ein Spitzenreiter seiner Garde.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Erwartungen nur teilweise bestätigt, 'Durstrecken' in der Mitte der Serie, 17. Juni 2006
Ich habe mir die Otherland-Serie geholt, weil sie mir von verschiedenen Seiten empfohlen wurde und insgesamt wurden diese hohen Erwartungen nur teilweise bestätigt.

Meiner Meinung bietet der Stoff von Otherland sehr großes Potential, dies zeigt sich in der glaubwürdigen, sehr detaillierten Darstellung dieses ‚Universums’ und der verstrickten, wendungsreichen Handlung.

Der Fehler Williams liegt jedoch bei der Länge der Bände: Die Auflösung aller Fragen erwartet den Leser erst nach >3000 Seiten. Zeitweilig durchreisen die Protagonisten ohne erkennbaren Grund (es wirkt recht beliebig, alles andere als zielstrebig) verschiedene 'Welten', wobei jeweils ~100 Seiten zu lesen sind nur damit ein Schlüsselereignis stattfindet, welches die Handlung weiter bringt. Es wird dabei zur Regel, dass die Charaktere aussichtlosen Situation (mal wieder) ganz knapp entkommen. Das an sich ist kein Problem, macht eher das Buch spannend, verliert aber nicht erst beim 10. Mal an Glaubwürdigkeit. Auflockerungen bieten hierbei der Wechsel der Perspektive, oft mehrmals je Kapitel. Dadurch wird immens Spannung an manchen stellen durch cliffhanger aufgebaut, kann aber auch zum Teil nerven, da an einer spannenden Stelle zu einem anderen Handlungsstrang gewechselt wird, der für den Leser zum Teil alles andere als interessant in diesem Moment ist. Gut gelungen sind die Nachrichten-Einschübe zu Beginn jedes Kapitels, diese versetzen einen vor allem zu Beginn der Bücher in die Welt von Otherland.

Fazit: Otherland ist lesenwert, für alle, die in eine sehr detaillierte, fantastische und zukunftskritische Welt kombiniert mit einer interessanten Kernhandlung eintauchen wollen und nicht vor den zum Teil langen ‚Durststrecken’ in der Mitte der Reihe zurückschrecken.
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