Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schlechte Übersetzung - am besten zum englischen Titel greifen, 20. August 2008
Ich habe das Buch noch nicht zu Ende gelesen, aber was bereits nach dem ersten Kapitel auffällt ist das der Übersetzer nicht sonderlich viel - um nicht zu sagen gar keine - Liebe zum Wort in diesem Titel erkennen lässt.
Es handelt sich um viel technischen Text (von der Sache her ja gut) der mit wenig technischem Verständnis übersetzt worden ist. So können die (im Text nicht näher erklärten Fachbegriffe) oft nur verstanden werden wenn man Sie "Laienhaft" ins Englische zurückübersetzt und dann für den Sinn ein richtiges deutsches Wort findet...
Nur ein Beispiel, die im englischen völlig richtige "legalware" als Bezeichnung für den Anwalt unterstützende Software wird im Buch zur Legalware(?). Da Software im deutschen aber nicht mit Weichware sondern mit Anwendungsprogramm übersertz wird Wäre "Justitzprogramm" in dem zusammenhang viel verständlicher gewesen. Leider hat nicht nur hier die Weichware des Übersetzers versagt...
Die Schuld suche ich aber trotzdem beim Heyne Verlag, der aus kostengründen günstige Übersetzungen verlangt die keine Zeit für recherchen und kein Geld für qualifiziertes personal zulassen. Meine Empfehlung für Kunden die des engl. mächtig sind: Original Kaufen, alle anderen werden sich auch mit dem deutschen Titel schwer tun.
An die Story ist durch die sprachliche Hürde schwer ranzukommen aber trotzdem spannend, es sind viele Probleme angeschnitten die in der fernen Zukunft auf die Menschheit zukommen könnten und einige Witzige Ideen und Charactere verbaut - man sollte aber schon ein wenig technisches Verständnis für Nanotech und VR mitbringen (evtl. aus dem Shadowrun universum) um die zusammenhänge verstehen zu können...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schreibstil gruselig, 30. September 2008
Der Schreibstil von Necroville ist gruselig. Man hat den Eindruck, als würde jeder zweite Satz fehlen. Dazu kommen eklatante Mängel in der Grammatik und dem Vokabular.
Vermutlich ist ein guter Teil davon ein Problem der Übersetzung, allerdings bezweifle ich, dass der Übersetzer Wörter und Sätze komplett weggelassen hat, von daher muss das Kernproblem der ursprüngliche Schreibstil des Autors sein.
Die Grundidee des Romans ist eigentlich nicht schlecht, aber die Umsetzung ist einfach nur schwach. Sehr schade!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfekter Cyberpunk, 6. September 2008
Mitte des 21. Jahrhunderts: Die Nanotechnologie hat den Alltag erobert. Sie ermöglicht allen möglichen technischen und kosmetischen Firlefanz. Die ultimative Anwendung der Nanotechnologie besteht allerdings in der Wiederbelebung von Verstorbenen. Diese Technologie wird kontrolliert vom Tesler-Thanos-Konzern, dessen Eigentümer Adam Tesler als Herr über Leben und Tod zum mächtigsten Menschen der Erde wurde. Die Wiederbelebten sind allerdings "Menschen" zweiter Klasse, die in ihren abgeschotteten Necrovilles ihr Dasein Fristen und diese nur verlassen dürfen, wenn sie bei einem Lebenden als Arbeitskraft unter Vertrag stehen. Ausnahme bilden die Freitoten, die vor ihrem Tod eine Wiederbelebungspolice mit dem Tesler-Thanos-Konzern abgeschlossen hatten. Die Freitoten sehen ihre Zukunft allerdings nicht auf der Erde, sondern streben danach, die Vorherrschaft über den Weltraum zu gewinnen, stehen dabei freilich in Konkurrenz zu den mächtigen Konzernen der Lebenden. Im Weltraum wird deshalb eine erbitterte Schlacht ausgefochten, von der die normalen Erdbewohner jedoch bislang kaum etwas mitbekommen haben, von der Konzernpropaganda abgesehen.
Die Geschichte handelt von fünf Lebenden, die sich jedes Jahr im Andenken an ihre frühere, inzwischen verblasste Freundschaft einmal pro Jahr in der Necroville treffen, um das Fest der Toten zu begehen:
Santiago, ein Drogendesigner, der immer auf der Suche nach dem neusten Kick ist;
Trinidad, Tochter aus gutem Hause, auf der Suche nach einem Partner, für den sie mehr als nur "irgendetwas" empfindet;
Toussaint, Sohn und designierter Erbe von Adam Tesler, der sich von seinem Vater abgewandt und sich einem Clan flugfähiger Menschen angeschlossen hat;
Camaguay, reicher Architekt eines künstlichen Riffs, der sich durch die Liebe zu einer Toten eine tödliche Infektion zugezogen nur noch wenige Stunden zu leben hat;
Yoyo, karrierebewusste Nachwuchsanwältin, die sich wegen eines zunächst harmlos aussehenden Falls den Tesler-Thanos-Konzern zum Feind macht und eliminiert werden soll.
Die fünf verpassen sich allerdings, und jeder durchlebt in der Nacht der Toten in der Necroville seinen persönlichen Alptraum, derweil die Freitoten aus dem Weltall die Beseitigung Adam Teslers und die Befreiung der Toten vorantreiben...
Necroville ist erstklassiger Cyperpunk - düster, Reich an Gewalt, Drogen und abgedrehten Typen und Szenen, und dennoch irgendwie ermutigend, da sich Ian McDonald viel mehr als andere Autoren auf das Zwischenmenschliche konzentriert, sich die Charaktere immer wieder auf das Gute in sich besinnen, die Liebe trotzdem ihre Chance bekommt.
Der Roman wurde von Horst Pukallus sehr stimmig ins Deutsche übertragen, ohne zwanghaft für jeden englischen Begriff ein deutsches Äquivalent zu suchen, was einem Cyberpunkroman meiner Meinung nach einfach nicht gut anstehen würde.
Wem Neil Stephensons Snowcrash gefallen hat, wird mit Necroville sicher ebenfalls zufrieden sein, wenngleich dessen Niveau nicht ganz erreicht wird - viereinhalb Sterne.
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