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Eine Handvoll Venus: Meisterwerk der Science Fiction - Roman
 
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Eine Handvoll Venus: Meisterwerk der Science Fiction - Roman (Taschenbuch)

von Frederik Pohl (Autor), Cyril M. Kornbluth (Autor)
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453523946
  • ISBN-13: 978-3453523944
  • Originaltitel: The Space Merchants
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 30.746 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gigantische Werbeagenturen beherrschen die Welt des 21. Jahrhunderts, die politischen Institutionen sind zu Attrappen verkümmert, die Bürger nichts weiter als statistisch erfasste Konsumenten. Doch als sich das angebliche Geschäft des Jahrhunderts - die Besiedlung des Planeten Venus - als Flop herausstellt, kommt es zu unkontrollierbaren Folgen: Die Konsumenten rebellieren ...Mit "Eine Handvoll Venus" haben Frederik Pohl und Cyril M. Kornbluth die ultimative Satire auf den modernen Kapitalismus geschrieben - und zugleich ein großartiges Science-Fiction-Abenteuer.Die Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" versammelt die großen Klassiker des Genres - Bücher, die von Generation zu Generation weitergereicht werden.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

In den vergangenen Jahrzehnten hat es sich eingebürgert, die Science Fiction des sogenannten Golden Age - also die amerikanische SF der vierziger und fünfziger Jahre - geringschätzig zu betrachten. Weithin wird das Genre jener Periode mit muskelbepackten, vierschrötigen und natürlich dezidiert weißen Helden assoziiert, die weit draußen im All, auf bisher ungezähmten Welten den amerikanischen Traum propagieren, während ihnen ebenfalls weiße vollbusige Schönheiten dabei unterwürfig zur Seite stehen.
Diese Assoziation ist etwas unfair.
Was nicht heißt, dass darin nicht auch eine gehörige Portion Wahrheit steckt. Immerhin kennen wir alle die schrillen Cover der SF-Magazine jener Zeit, haben bei der Lektüre der entsprechenden Geschichten ungläubig den Kopf geschüttelt, haben uns wohlfeil auf die Brust geklopft angesichts der Tatsache, dass wir uns von dieser reaktionär-chauvinistischen Betrachtungsweise von Frauen, Sexualität, generell allem, was der weißen, infantilen Mittelschicht damals als fremdartig erschien, weit entfernt haben. Ja, das Zeug gab es wirklich, und zwar jede Menge davon. Aber darum geht es hier nicht. Wie Theodore Sturgeon einmal so treffend sagte: »Neunzig Prozent der Science Fiction sind Blödsinn - aber neunzig Prozent von allem anderen sind auch Blödsinn!« Das Golden Age macht keine Ausnahme von dieser Regel.
Unfair also nicht deshalb, weil wir die Science Fiction jener Periode geringschätzen, sondern weil wir sie so verallgemeinernd, so allumfassend verurteilen, dass wir die Sicht darauf komplett versperren. Was ein Fehler ist - denn diese enorm produktive Zeit in der Geschichte der Science Fiction einfach in Bausch und Bogen zu verdammen, lässt uns zum Beispiel übersehen, dass, obwohl das Golden Age tonnenweise grotesken Kitsch und chauvinistischen Mist hervorgebracht hat, zur selben Zeit Meisterwerke wie Ray Bradburys »Fahrenheit 451« oder Alfred Besters »Der brennende Mann« entstanden sind. Dass zur selben Zeit ein Genie wie Robert Sheckley die Novellen »Immortality Inc.« und »Mindswap« geschrieben hat, deren existentialistische Extrapolationen - der Körper, der Geist, das Universum - ein halbes Jahrhundert später meine eigenen Arbeiten immer noch stark beeinflussen konnten. Und dass zur selben Zeit »Eine Handvoll Venus« veröffentlicht wurde.
Ursprünglich erschien dieser Roman zur Fortsetzung in einem Science-Fiction-Magazin, und in mancherlei Hinsicht merkt man das dem Plot auch an: Er ist episodisch in Form und Tonfall, hechelt von Cliffhanger zu Cliffhanger, anstatt einen übergreifenden Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, und er bewegt sich sehr, sehr schnell. Auf kaum dreihundert Seiten hetzen wir von New York über Washington, San Diego, die Antarktis und Costa Rica bis zum Mond. Geboten werden: Morde, versuchte Morde, Überfälle,
Verfolgungsjagden, Kidnappings, Rettungsaktionen, Betrügereien, einer der übelsten Psychopathen, den die Literatur überhaupt je hervorgebracht hat, eine bemannte Mission zur Venus, ein großartiger Tumult in den heiligen Hallen des US-Kongresses sowie ein monströses genmodifiziertes Huhn (wirklich!). Dazu: heimtückischen Humor, ruchlose Satire und einige überaus präzise Voraussagen der turbokapitalistischen Gesellschaft, in der wir gerade leben. »Eine Handvoll Venus« ist über fünfzig Jahre alt - aber seine Vision erscheint uns heute immer noch erschreckend vertraut.

»Ich bin Mitchell Courtenay. Ich kann Sie kaufen oder verkaufen, ohne mein Taschengeldbudget strapazieren zu müssen.«

So spricht - man bedenke: zur Blütezeit des Golden Age - unser Held. Er ist kein tollkühner Weltraumfahrer, er zieht nicht am schnellsten mit seiner Laserpistole - seine Waffen sind viel subtiler und letztlich weitaus verheerender. Mitch Courtenay gehört zur »Starklasse«, er ist ein Marketing-Fachmann der obersten Kategorie. Er braucht keine Waffe zu tragen, denn er hat eine niedrige Sozialversicherungsnummer, einen hohen Kreditrahmen und Zugang zu den »Movers and Shakers« der globalen Wirtschaft. Wie sein Boss ihm zu Beginn des Romans sagt:

»Mitch, Sie sind noch jung und erst kurze Zeit in der Starklasse. Aber Sie haben Macht. Ein paar Worte von Ihnen, und innerhalb von Wochen oder Monaten hat sich das Leben von einer Million Konsumenten völlig verändert. Das ist Macht, Mitch, absolute Macht. Sie kennen doch das alte Sprichwort: Macht adelt. Absolute Macht adelt absolut.«

Es gibt eben eine Art von Weisheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist ...
»Eine Handvoll Venus« ist insofern ein in vielerlei Hinsicht subversiver Text - nicht nur was das SF-Genre im engeren Sinne betrifft, sondern vor allem auch das politische Umfeld, in dem er entstanden ist. In seinem Zentrum steht zwar die klassische »Final frontier«-Geschichte (hier ist die Venus diese Grenze). Doch die Aufgabe unseres Helden ist es nicht, dorthin zu reisen und die Neue Welt zu zähmen - seine Aufgabe ist es, einem Haufen Idioten den Traum von dieser Neuen Welt zu verkaufen (wobei er die höllischen Bedingungen, die auf der Venus herrschen und ein Leben dort praktisch unmöglich machen, wohlweislich verschweigt). Der Roman ist, wenn man so will, ein so zynischer wie effektiver Doppelschlag: eine Gerade ins Gesicht der damals aufkommenden Marketingindustrie und ein Konter in Richtung der Lügen, die sich Amerika vom »frontier life«, von der »Eroberung des Westens« bis heute erzählt. Wie Bradbury in »Fahrenheit 451« verwenden auch Frederik Pohl und Cyril M. Kornbluth eins zu eins jene sprachlichen und charakterlichen Verkrampfungen, die eine Gesellschaft offenbar benötigt, um sich über ihren eigenen Zustand - über das, was es bedeutet, »normal« zu sein - zu täuschen. Und so wie »Fahrenheit 451« liefert auch »Eine Handvoll Venus« einige erstaunlich luzide Annahmen darüber, wie die Zukunft - jetzt die Gegenwart - aussehen könnte.
Natürlich lagen die beiden Autoren zuweilen völlig neben der Spur: Es gibt keine Städte auf dem Mond und keine Touristenburgen in der Antarktis (noch nicht jedenfalls), und wir reisen auch nicht in Raketen rund um den Globus, die so groß wie ein Kreuzfahrtschiff sind. Aber wenn Sie hier lesen, wie man vom Wohnzimmersessel aus bequem Golf oder Tennis spielt oder wie Hühnerfleisch auf wahrhaft industrielle Weise produziert wird - sollten Ihnen die Parallelen schmerzlich bewusst werden. Wenn Sie von den Obdachlosen lesen, die in den Eingängen jener Firmenhochhäuser schlafen, die Mitch Courtenay regelmäßig besucht, vom perfiden Marketing von »Brand Names«, von der Verwandlung ganzer Staaten in Rohstofflager (zum Beispiel »Indiastries«) - dann ahnen Sie, dass die Autoren sich die politischen Entwicklungen ihrer Zeit ganz genau angesehen haben, lange bevor die literarische Auseinandersetzung mit politischen Entwicklungen als »cool« deklariert wurde.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Überraschend kurzweilig, 22. März 2009
Von Peter Samol "sympathietraeger" (Herford, Nordrhein-Westfalen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Roman ist ein echter Pageturner. Immer ist etwas los, es gibt viele überraschende Wendungen und er wird nie langweilig. Fast ist es ein Wunder, dass am Ende alle Fäden der vielschichtigen Handlung passend und stimmig zusammenlaufen.

Zugegeben: Es handelt sich in erster Linie um Unterhaltungsliteratur, aber einen gewissen Anspruch hat das Buch auch. Der Zukunftsroman stammt zwar aus dem Jahr 1952, ist aber überraschend modern. Nicht nur gibt es eine Umweltbewegung, es ist das gesamte Setting, das überraschend an das gerade untergangene neoliberale Zeitalter erinnert. Unternehmen beherrschen die Welt, Politker - der amerikanische Präsident taucht auch auf - werden höflich geduldet, haben aber nichts zu sagen. Klar, ein paar antiquiert wirkende Momente gibt es auch. Die Rolle der Frau ist im Roman weitgehend diejenige der 50er Jahre: zwar sind alle vorkommenden Frauen berufstätig, aber nur in untergeordneten Positionen. Was ebenfalls fehlt, ist natürlich die moderne Kommunkationstechnologie. Aber ansonsten (FeministInnen mögen mir verzeihen), hat man doch das Gefühl, einen Roman über die gerade vorüber gegangene neoliberale Ära zu lesen. Die wichtigsten Menschen sind Top-Manager, und unter ihen wiederum vor allem Werbe- und Marketingfachleute.

Michael Courtenay, Hauptperson und Ich-Erzähler, ist der absolute Star unter den Werbetextern. Er wird damit beauftragt, ein Besiedlungsprojekt der Venus für den Normalbürger schmackhaft zu machen. Diesem soll ein wahres Paradies auf dem besagten Planeten versprochen werden; faktisch wird ein Leben auf der Venus die reine Hölle sein. Courtenay hat damit kein Problem und macht sich an seine neue Aufgabe. Sein Gewissen wäre auch noch sein geringstes Problem, denn schon bald nach Beginn seiner Tätigkeit werden Mordanschläge auf ihn verübt, seine Verlobte bereitet ihm große Schwierigkeiten, Umweltaktivisten lauern ihm auf und auch die Konkurrenz ist nicht zimperlich. Außerdem gibt es da auch noch die "lieben Kollegen"... Für Courtenay beginnt eine Odyssee durch die Gesellschaft der Zukunft. Und mit ihm lernt der Leser sie von allen Seiten kennen. Es ist eine furchtbare Zukunft und kommt einem dennoch so entsetzlich vertraut vor.

Nicht gerade häufig hat ein unterhaltsames Buch eine derart große prognostische Kraft. Nur schade, dass die Wirtschaftskrise seiner Aktualität Abbruch tut. Dennoch ein absolut lesenswertes Buch. Noch dazu ohne jede Spur von Langeweile. Fünf Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ist das noch eine Utopie oder schon Wirklichkeit?, 6. November 2009
Von Benjamin Klein "bvonklein" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Der Blick in die Zukunft, den der Autor bereits in den 50er Jahren getroffen hat, passt ziemlich genau. Es fehlt zwar die Beschreibung auf die fortgeschrittene Technik, ansonsten bewegt sich unsere Zeit doch ziemlich auf die hier beschriebene Zukunft zu. Zur Steigerung des Bruttosozialprodukts ist jedes Mittel recht, die Wirtschaft muss wachsen, wachsen, wachsen, der Mensch ist, wenn überhaupt, nur noch als Konsument und billige Arbeitskraft von Wert. Produkte dürfen qualitativ nicht mehr hochwertig sein, sondern absichtlich mit Fehlern behaftet, damit man sie immer wieder neu erwerben muss. Kommt mir zumindest ziemlich bekannt vor.

Das Buch wird zwar der Science-Fiction-Utopie Genre zugeordnet, wie oben erwähnt, spart es sich aber jegliche Beschreibung von technischem Fortschritt, sondern setzt den Fokus voll auf eine von Megakonzernen regierten Welt. Es ist recht kurzweilig geschrieben, sein nicht mehr ganz frisches Alter merkt man ihm eigentlich nur in einigen Passagen an.

Hat mir gut gefallen, für 5 Sterne fehlt aber der letzte Hauch Genialität.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Der Wert des Menschen als Konsument, 21. Oktober 2009
ALLGEMEINES: Die hier vorliegende Auflage hat 301 Seiten, eine etwa 12 Punkt große, sehr gut zu lesende Schrift, keine Abbildungen und 19, einfach durchnummerierte Kapitel.

Ich kannte die Autoren bislang gar nicht, obwohl ich SF Bücher schon seit den 70er Jahren als Teenager gelesen habe und auch sammele. Zugegeben - große Weltliteratur ist das tatsächlich nicht. Ich achte immer darauf, ob sich Sätze als Zitat eignen. Hier konnte ich mir keinen einzigen notieren. Am Anfang hab ich das Buch immer abends stückweise gelesen und kam anfangs etwas schwerfällig in die Story rein. Doch das änderte sich mit dem Moment, wo der Hauptheld im Schnee verschwindet, entführt wird und unterirdisch (?) in einem gewaltigen Komplex niederer Arbeitsmenschen (Konsumenten unter Klasse) wieder auftaucht. Ab dann nimmt die Story mächtig Fahrt auf und hat mich nicht mehr losgelassen, so dass ich fast einen ganzen Sonntag nur noch gelesen habe.

ZUM INHALT: da wurde hier ja schon einiges in den Reviews geschrieben. Ich möchte nur hinzufügen, dass die Seitenhiebe gegen den damaligen Abhörstaat USA in der McCarthy Ära mit seiner paranoiden Kommunisten-Verfolgung schon sehr deutlich sind. Ebenso die Darstellung des Dogmas einer Konsumgesellschaft, welche die heutige Situation in gewisser Weise schon vorweggenommen hat. Die Menschen erscheinen als nicht gleichwertig, sondern in kastenartige Schichten und Klassen eingeteilt, die ihrer natürlichen Daseinsweise klar widersprechen. Insofern ist der Roman auch topaktuell. Auch das ökologische Problem ist schon deutlich aufgezeigt, wobei die Flucht zur Venus letztlich als einzige Lösung dargestellt erscheint. Der Hauptdarsteller ändert zwar seine Gesinnung  allerdings ist sein innerer Zwiespalt und Kampf mit seiner falschen Ideologie, dem Gott des Verkaufens viel zu wenig dargestellt. Er erkennt das zwar irgendwie aber woran er selbst diesen inneren Wandel vollzogen hat und wann er zu neuen Einsichten gekommen ist, das geht leider ziemlich unter. Schade. Da hätte man mehr draus machen können.

FAZIT: ein durchaus gut lesbares Buch, bei dem mir klar ist, warum es mit zu den Klassikern des SF gezählt wird. Dennoch halte ich es insgesamt nur für bestenfalls Durchschnitt. Wegen der besonderen gesellschaftspolitischen Bedeutung vergebe ich insgesamt 3 Sterne.

TIPP FÜR SF-NEU-EINSTEIGER: Science Fiction Literatur ist eine der technisch, philosophisch und gesellschaftskritisch spannendsten Genres überhaupt. Aber man sollte als daran neu interessierter Leser besser mit anderen Büchern beginnen, als diesem hier.

Ich mag vor allem "richtige SF" und nicht diesen Fantasy-Kram, sondern wirklich phantastische Geschichten, Begegnungen mit anderen Lebensformen, Abenteuer auf anderen Planeten oder im Weltall, Zukunftsversionen auf der Erde, Kontakt mit anderen Zivilisationen aus dem All, Robotergeschichten usw. Deshalb kann ich vor allem Autoren aus den 60er bis 80er Jahren aus dem Ostblock sowie einige Amerikaner empfehlen. Zu meinen Lieblingsautoren gehören Alexander Kröger, Stanislaw Lem, Eberhard del Antonio, Karl-Heinz Tuschel, Ursula K. Leguin, Arkadi & Boris Strugatzki, Carlos Rasch, Ray Bradbury, Gert Prokop, Kurt Lasswitz, Klaus Frühauf, Erik Simon, Michael Szameit, Johanna und Günter Braun u.v.a.
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Eine Handvoll Venus ist ein visionärer (1952 geschrieben), mutiger (Kritik des modernen Turbo-Kapitalismus) und aktueller Roman (nicht nur wegen der momentanen... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dimitri Banick veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Alle Macht den Konzernen, wie auf Erden so auch auf der Venus!
Mir hat "Eine Handvoll Venus" sehr gut gefallen. Besonders beeindruckend war, wie gut die Autoren gesellschaftliche Entwicklungen und heutige Probleme (Globalisierung,... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Diogenes veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Werbung bis ins Weltall
Eine "Handvoll Venus" läßt sich gut lesen. Keine hochgestochene Technikbegriffe. Das Theme betrifft uns alle (siehe TV-Werbung).
Habe viel Spaß beim lesen gehabt.
HB
Vor 10 Monaten von Hermann Becker veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Was für schlichte Gemüter
Ein erfolgreicher Werbefuzzi möchte die Krönung seiner Karriere in Angriff nehmen: Die (werbemäßige) Eroberung der Venus ! Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Herr Kaufrausch veröffentlicht

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