Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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237 von 262 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zum Abschluss noch einmal alle Register gezogen!, 7. März 2008
Endlich ist der dritte und abschließende Kriminalroman der Reihe um den Journalisten Mikael Blomqvist und die private Ermittlerin Lisbeth Salander erschienen.
Stieg Larsson führt darin konsequent eine der aufregendsten Thriller-Trilogien der letzten Jahre zum Abschluss und greift darin zwar noch einmal tief in die Kiste der unglaublichen Zufälle und vertrackten Wendungen, erweist sich aber auch wieder als ein genialer Erzähler, der keinen Handlungsstrang versanden lässt und ein so komplexes Beziehungsgestrüpp aufdröselt, das der Leser schon mit allen Sinnen dran bleiben muss, um folgen zu können.
Die Handlung von "Vergebung" beginnt dort, wo der zweite Teil "Verdammnis" endete. Nach dem Lisbeth Salander schwerste Schussverletzungen am Kopf erlitten hat und in buchstäblich letzter Sekunde gerettet wird, beginnt der Alptraum erst richtig.
Denn Zalatschenko, den Salander und Blomqvist in "Verdammnis" jagten, überlebt ebenfalls schwer verletzt und trachtet Lisbeth gleich wieder nach dem Leben. Viel schwerer wiegt jedoch, dass Zalatschenko als Informant des Geheimdienstes inzwischen mit seinem Wissen zum Staatsrisiko geworden ist und man darum auch Salander unbedingt aus dem Weg räumen will, da ihr Wissen einen ganzen Apparat von Spionage und Gegen-Spionage sprengen könnte.
So beginnt ein Wettlauf von sich konkurrierenden Systemen, die alle ein gemeinsames Ziel haben: Lisbeth Salander soll das Krankenhaus nicht lebend verlassen.
Doch Mikael Blomqvist ist seinen unsichtbaren Feinden stets eine Nasenlänge voraus, mit seiner Intelligenz, wichtigen Beziehungen, Mut und Glück beginnt er einen schier aussichtslosen Kampf gegen ein staatliches Netz, dem jedes Mittel zum Machterhalt recht zu sein scheint.
Von Zeit zu Zeit mag der Leser schon einmal an den vielen glücklichen Zufällen zweifeln.
Doch der Eindruck eines schwedischen James Bond verfliegt gottlob immer wieder recht schnell, denn Stieg Larsson hat einfach seine ungeheuer komplexe Story stets im Griff.
In seinem viel zu kurzen Schriftsteller- und Journalistenleben hat Stieg Larsson mit seiner Krimi-Trilogie Maßstäbe gesetzt, an denen sich der skandinavische Kriminalroman künftig messen lassen muss!
Eine absolute Empfehlung!
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132 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ausatmen nicht vergessen, 5. Juni 2008
Diesmal war ich klüger und habe mir für den letzten Teil der Salander-Trilogie drei Tage freigeschaufelt und mir dann, erst dann, das Buch vorgenommen. Und wieder passierte es: ich las beim Essen, ich las beim Kochen, ich las im Stehen, ich las überall. Auch wenn die geschichtlichen Hintergründe der Sicherheitspolizei Schwedens bestimmt nicht so spannend sind, sind sie doch für das Verständnis nötig. Und alles andere wurde wieder einmal so richtig gut erzählt - Larsson konnte es einfach. Natürlich gibt es sehr viele glückliche Zufälle, und viele Leute sind durch gerade rechtzeitige Überlegungen zur rechten Zeit am rechten Ort,
aber mein Wunsch als Leser, Salander Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, wurde grossartig umgesetzt. Ich habe die Welt um mich vergessen - und in der ganzen Inflation von Thrillern/Killern/Serienmördern, die in den letzten Jahren über uns hereingebrochen ist, passiert das nicht mehr oft. Gegen Ende zu habe ich wirklich festgestellt, dass ich den Atem angehalten habe, und immer erst am Ende eines Kapitels wieder Luft geholt habe! Und als ich dann fertig war, war ich traurig. So sollen gute Bücher sein! Ich stelle alle drei in den Bücherschrank: Wir werden uns noch mal wiederlesen!
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81 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach nur großartig!, 15. Januar 2010
Selten habe ich einen Kriminalroman - in diesem Fall eine ganze Trilogie - so gebannt und atemlos gelesen, wie die drei Blomqvist/Salander-Bände von Stieg Larsson.
Ausgangspunkt der Geschichte in Band 1 Verblendung ist ein Artikel des Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomqvist in seiner Zeitschrift Millennium, dessen Unterstellungen gegenüber dem Wenneström-Unternehmen sich im Nachhinein als nicht belegt erweisen. Sein Ruf ist ramponiert, das Ansehen der Zeitschrift beschädigt. Zudem drohen ihm Geld- und Haftstrafen.
In exakt dieser Situation macht ihm der Industrielle Henrik Vanger das Angebot, eine Dokumentation über seine Familie und seinen Vanger-Konzern zu schreiben. Allerdings geht es ihm in Wirklichkeit um etwas ganz anderes: Blomqvist soll ein geheimnisvolles Familienrätsel aufklären, nämlich das mysteriöse Verschwinden von Henrik Vangers Nichte Harriet vor über 30 Jahren. Dafür soll er alle frühren Ermittlungen noch einmal überprüfen. Sein Erfolgslohn wäre nicht nur eine Stange Geld, sondern auch die von ihm dringend benötigten Beweise über die zweifelhaften Machenschaften des Wenneström-Konzerns.
Michael Blomqvist willigt ein. Zu Hilfe kommt ihm bald die junge Privatdetektivin und Computerexpertin Lisbeth Salander, die für mich mit ihren faszinierenden Denksprüngen und Verhaltensweisen der eigentliche Star der Serie ist. Super-gut wurden die Bücher für mich eigentlich immer nur dann, wenn sie an "Bord" war.
Der erste Band lief für mich deshalb auch zunächst recht schleppend an. Richtig spannend wurde es erst, als die Ermittlungen zum Vanger-Fall begannen, bei denen der Leser ständig auf falsche Fährten gelenkt wird. Die Aufklärung des Geheimnisses gelingt bereits etliche Seiten vor dem Ende des ersten Bandes, sodass die restlichen Seiten schon ein wenig dazu dienen, auf die Geschehnisse des zweiten Bandes vorzubereiten.
Der zweite Band Verdammnis, bei dem es um einen Fall von Mädchenhandel mit russischen, zur Prostitution gezwungenen Mädchen geht, und der etwa 2 Jahre nach dem ersten Teil spielt, steht ganz im Zeichen der hochbegabten, mathematikbegeisterten und wohl unter dem Asperger-Syndrom (Autismus) leidenden Lisbeth Salander. Allein schon deshalb war dieser Band für mich der eigentlich Höhepunkt der Roman-Trilogie. Man erfährt einiges über ihre Person und ihre Vergangenheit, z. B. über ihren verhassten Erzeuger, den Kriminellen Alexander Zalatschenko. Da Lisbeth frühzeitig unter dreifachen Mordverdacht gerät, ist sie gezwungen, unterzutauchen. Nur Mikael Blomqvist, der immerhin mit zwei der drei Opfer befreundet war, ist von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt zu recherchieren. Das letzte Drittel des zweiten Bandes ist so unglaublich spannend, dass man das Buch praktisch nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Schluss stellt schließlich einen nahtlosen Übergang zu Teil drei dar: Lisbeth Salander und Alexander Zalatschenko versuchen sich gegenseitig umzubringen und landen beide schwer verletzt im Krankenhaus. Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn ich dann erst noch ein Jahr oder länger auf die Fertigstellung des dritten Bandes hätte warten müssen. Gut, dass man alle drei Teile gleichzeitig bestellen kann.
Im dritten Teil Vergebung geht es vor allem um das Überleben Lisbeth Salanders. Einerseits trachtet Alexander Zalatschenko ihr nach dem Leben, andererseits stellt sie aufgrund ihres Wissens auch für den Geheimdienst, dessen Informant Zaltschenko war, ein Risiko dar, sodass der sie gleichfalls aus dem Weg räumen möchte. Doch Mikael Blomqvist setzt seine Beziehungen, seinen Verstand und seine gesamte Trickkiste ein, um genau das zu verhindern.
Die Romane sind nicht durchgehend spannend, sondern haben zwischendurch immer wieder langsamere, um nicht zu sagen entspannende Abschnitte. Mir scheint dies ein bewusstes Stilmittel des Autors zu sein, denn einige tausend Seiten in unterschiedsloser Hochspannung könnten sonst auch recht schnell öde werden. Doch Stieg Larsson ist ein Meister des Spannungsaufbaus. Mitunter meint man in einem Rennwagen zu sitzen: Von Null auf hundert in 3 Sekunden, so schnell gelingt es ihm, eine zunächst eher dahinplätschernde Geschichte in beklemmende Hochspannung zu verwandeln. Außerdem ist er ein großartiger Erzähler, der eine Vielzahl komplexer Handlungsstränge miteinander verknüpfen kann, um sie schließlich allesamt aufzulösen.
Idealerweise liest man die Romane im Urlaub, denn zu viel mehr kommt man dann nicht mehr. So war es jedenfalls bei mir. Ich habe die Lektüre insgesamt sehr genossen.
Denkbare Lesekombinationen scheinen mir zu sein: (1) Nur Band 1; (2) Nur Band 2; (3) Nur Band 1+2; (4) Nur Band 2+3; (5) Band 1+2+3 (optimal), und zwar in der genannten Reihenfolge.
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