Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
127 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannende Thrillerkost mit nur vereinzelten Schönheitsfehlern, 26. März 2007
Mit "Verdammnis" führt Larsson konsequent fort, was er mit "Verblendung" begonnen hat. Diesmal steht Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander im Mittelpunkt des Interesses. Lisbeth ist eine wunderbar ambivalente Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist scharfsinnig und gewitzt, moralisch, aber nicht gesetzestreu, und schlägt aus dem Umstand, dass sie aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung immer wieder unterschätzt wird, Kapital. Im Grunde reicht schon allein die Betrachtung von Lisbeth dazu, einen Roman zu füllen.
Der Blick in Lisbeths Vergangenheit ist dabei gleichermaßen spannend wie düster. Stück für Stück kommt eine unheimliche Wahrheit ans Tageslicht, deren ganzes Ausmaß durchaus erschreckend ist. Der um Realismus besorgte Leser wird hier aber auch so manchen Kritikpunkt finden. Manches mag ein wenig zu konstruiert klingen und auch die Figur der Lisbeth Salander, die manchmal wie eine moderne Ausgabe einer technikbegabten und aggressiven Pippi Langstrumpf wirkt, erscheint teils ein wenig zu überzeichnet. Dennoch geht von der Figur eine nicht zu leugnende Faszination aus, die den Leser zu fesseln vermag.
Am Ende schießt Larsson zwar ein wenig über das Ziel hinaus, lässt Salander zu sehr wie einen mutierten Superhelden erscheinen, der übermenschliches zu leisten vermag und reizt damit ihre Möglichkeiten bis an die Grenze aus, dennoch ist "Verdammnis" absolut spannende Kost mit "Page-Turner"-Potenzial.
Der gemächliche Start täuscht ein wenig darüber hinweg, aber wenn der Krimi-Plot erst einmal richtig losgeht, zieht Larsson kontinuierlich die Spannungsschraube an. So entwickelt "Verdammnis" sich zu einem Roman, den man kaum aus der Hand legen mag und bei dem man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, Larsson hätte auch nur eine Seite zu viel geschrieben. Das Ende der Geschichte kommt dann leider etwas abrupt und der Leser wird ohne Vorwarnung und ohne, dass eigentlich die Handlung richtig abgeschlossen wird, aus der Geschichte gerissen und muss sich wohl bis zum driten Band der "Millennium-Trilogie" gedulen, um zu erfahren wie es weitergeht.
Für Quereinsteiger ist die "Millennium-Trilogie" übrigens gänzlich ungeeignet. Die Handlung baut aufeinander auf und in "Verdammnis" werden viele Details ausgeplaudert, die man vor der Lektüre von "Verblendung" definitiv nicht wissen sollte.
FAZIT: Bleibt unterm Strich trotz kleinerer Mängel und einem etwas überzogenen Finale immer noch ein sehr guter Eindruck zurück. Ein Thriller, der von Anfang bis Ende die Spannung auf einem so hohen Niveau hält, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Und so siegt am Ende eben doch die freudige Erwartung des dritten Teils der Trilogie über das Stirnrunzeln über die vereinzelten Kritikpunkte an "Verdammnis".
|
|
|
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Langsam, aber sicher..., 31. August 2009
... nähert sich die Millenium-Trilogie in Teil zwei ihrem Höhepunkt.
Zugegeben, bei Teil eins ("Verblendung") musste ich auf den ersten hundertfünfzig Seiten manchmal ein Gähnen unterdrücken, dauerte es doch noch, bis die Charaktere Blomquist/Salander sich zu entwickeln begannen und war mir die Familie Vanger zahlenmäßig dann auch ein bisschen zu umfangreich geschildert, aber in "Verdammnis" nimmt die Geschichte noch einmal so richtig Fahrt auf, sodass man sich der Sogwirkung nicht mehr entziehen kann.
Natürlich kann man das Eine oder Andere bemängeln (Lisbeth Salanders Fähigkeiten sind schon sehr außergewöhnlich, und gewisse "Zufälle" könnte man als grenzgängerisch werten), aber bei welcher Geschichte kann man das nicht?
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass man anstatt Haare in der Suppe zu suchen lieber das ganze Paket betrachten und bewerten sollte, und unter dem Strich ist Stieg Larrson mit seiner "Milleniums-Trilogie" ein Meisterwerk gelungen, das zu Recht seinen Spitzenplatz in der Literaturwelt einnimmt.
Schade nur, dass Larrson diesen Welterfolg nicht mehr erleben durfte, und natürlich doppelt schade für uns Leser, dass wir von diesem begnadeten Autor keinen Nachschub mehr bekommen.
|
|
|
77 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Heyne Verlag - gib Gas!!!!!, 2. August 2007
Nachdem ich meinem Vorsatz untreu geworden bin, nur Taschenbücher zu kaufen, weil Hardcover so schwer ist, musste ich den zweiten Teil von Stieg Larssons Trilogie unbedingt jetzt schon haben. Ich hätte es nicht ausgehalten, die Fortsetzung von "Verblendung" erst im Herbst 2008 (laut Heyne Verlag) als TB in den Händen zu halten. Und wieder ist es passiert: Über 700 Seiten in drei Tagen. Wir erfahren viel über den Hintergrund von Lisbeth Salander, endlich auch, warum die Mutter von ihr überhaupt im Pflegeheim war. Mikael Blomkvist versucht, Lisbeth von den Anschuldigungen zu entlasten, die im Zuge einer Reihe von Morden gegen sie erhoben werden. Ganz Schweden hetzt sie als Mörderin, eine Rufmordkampagne sondergleichen, und dennoch versucht sie mit Hilfe ihrer beträchtlichen Fähigkeiten, den wahren Umständen auf die Spur zu kommen. Wie schon in "Verblendung" ist das alles so spannend erzählt, dass man einfach nicht aufhören kann. Das Ende - nun ja, auf jeden Fall ein Cliffhanger und ein ganz klein wenig sehr unwahrscheinlich. Aber das tut diesen rundherum wunderbaren Stunden mit Salander/Blomkvist keinen Abbruch - bloss: wie soll ich es bis Band 3 (Frühjahr 2008) aushalten?
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|