Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bombast-Start des "KULTUR"-Zyklus, 5. September 2006
Nachdem ich vorher fast alle neueren KULTUR-Romane von Iain Banks gelesen hatte und schon von der puren Idee begeistert war, fand endlich das allererste KULTUR-Epos "Bedenke Phlebas" den Weg zu mir. Immerhin gehört das Buch zu den (von Lesern gewählten) "Klassikern der SF" !
Der Held Horza ist ein "Wandler", d.h. ein Mensch, der die Gestalt anderer Menschen annehmen kann. Sein gesamtes Volk lebt innerhalb eines Asteroiden und dient zum Grossteil den Idiranern (religiös motivierten, 3m grossen Kriegern), welche die Galaxis "befrieden" (d.h. erobern) wollen.
Horza selbst hasst die KULTUR, die mit den Idiranern im Krieg liegt; warum weiss er selbst nicht so recht; gegen Ende des Buches erkennt er, dass er mit der KULTUR wohl sehr viel gemeinsam hat.
Der Wandler erhält den Auftrag, ein "Gehirn" zu finden (einen riesiegen, denkenden u. fühlenden Computer der KULTUR), das auf Schars Welt (einer durch eine Barriere abgeschlossenen Welt) gestrandet ist. Das Auswerten dieser Technik könnte den Krieg beeinflussen. Seine Gegenspielerin ist Belveda, eine KULTUR-Agentin der Sektion "Besondere Umstände". Auf seinem Weg zu Schars Welt trifft er eine Sölndertruppe, die ihm in Form deren Raumschiffes die Möglichkeit zum erreichen seines Zieles bietet.
Das Buch besticht durch hervorragende Charakterzeichnung, tollen Ideen und mit einer teilweise (fast zu) bombastischen Handlung auf einem 140 Millionen km grossen "Orbital", das als Opfer des Krieges gesprengt werden muss, auf einem kilometerlangen "System-Schiff" der KULTUR usw.
In den späteren Romanen wird die Technik sehr viel zurückhaltender geschildert.
Viele der Aliens und auch die "Gehirne" erscheinen sehr menschlich; Horza hingegen (der die Gehirne als "Maschinen" abqualifiziert) wechselt ständig zwischen den Extremen "Menschlichkeit" und unglaublicher Härte (="Unmenschlichkeit").
Dass am Ende (des Buches) die KULTUR siegt und das Gehirn rettet, erscheint eher als Zufall denn als Leistung der Agentin Belveda.
Was (mich als KULTUR-Fan) ebenfalls fasziniert(e), sind zunächst das Vorwort eines SF-Autors (Ken MacLeod), welches den Kontext des Buches herstellt, sowie die Anhänge über den "Idiranischen Krieg" und die KULTUR selbst.
FAZIT: Wirklich: Ein absoluter Klassiker!
|
|
|
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Space-Opera? Vielleicht. Epochal? Jedenfalls!, 22. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Mit diesem Buch wurde die Science-Fiction mitneugeschaffen. Im Mittelpunkt steht kein strahlender Held, sondern eine gebrochene Person, die sich in einem großen galaktischen Krieg gegen die Seite der eigenen Rasse, der Menschheit, entschieden hat. Letztere ist in einem lockeren Gemeinwesen, der sogenannten "Kultur" organisiert. Die Hauptperson des Romans, ein Mensch einer "Unterart", die ihre Körpergestalt so verändern kann, dass sie andere Menschen imitieren kann, verstrickt sich im Laufe des Geschehens immer mehr in Schuld, die Grenzen zwischen Freund und Feind verwischen schließlich, bis jeder gegen jeden kämpft. Mag auf den ersten Eindruck der Autor verschiedene Abenteuer wahllos aneinandergereiht haben, wird im Laufe des Geschehens immer mehr deutlich, dass er eine wahrhaftige Odyssee angelegt hat, die den "Gestaltwandler" immer weiter von seinen an sich hehren Zielen wegführt. Hinter der spannenden Story steht in einer tieferen Ebene die Frage nach dem Zweck menschlichen Tuns.
|
|
|
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
SciFi der Extraklasse, 25. Juni 2004
Sehr schoen geschriebene Space-Opera, die alles das enthaelt, was eine Science-Fiction-Story zu einer solchen macht: Viele Planeten, Sternsysteme, Krieg zwischen Gut und Boese (wobei man nicht genau weiss, was denn nun das Gute und das Boese ist), riesige Wunderwerke der Technik (u.a. ein riesiges Atomkrieg-Kommandosystem auf einem toten Planeten, das seit tausenden von Jahren von einer gottaehnlichen Entitaet bewacht wird), Raumpiraten, Aliens etc. Keine Sorge, der Gestaltwandler ist kein Odo-Plagiat. Dieser Roman ist in der exklusiven Klein-Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" neu aufgelegt worden und enthaelt zusaetzlich einen umfangreichen Anhang zum Universum, in dem dieser und noch ein paar andere Romane von Iain Banks spielen und das in dieser Reihe obligatorische Vorwort eines grossen SciFi-Autors, diesmal von Ken MacLeod. Die Reihe, in der dieses Buch erschienen ist, zeichnet sich durch ein hochwertiges einheitliches Umschlagsdesign aus.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|