Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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74 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ausgezeichneter Leitfaden für praktisch wirksames Handeln, 28. Juli 2007
Malik unternimmt den Versuch, grundsätzlich zu klären, was Management ist und was nicht. Er kommt dabei zu folgenden Erkenntnissen:
Management ist eine praktische Disziplin (keine Kunst, keine Wissenschaft oder lediglich Anwendung des gesunden Menschenverstands). Management ist ein Beruf und ein Handwerk, lehr- und lernbar und hat - wie andere Berufe auch - professionellen Standards zu genügen. Deshalb kann man richtiges (effektives) von falschem (uneffektivem) und gutes (effizientes) von schlechtem (uneffizientem) Management unterscheiden - überall, in allen Arten von Organisationen und allen Ländern. Denn richtiges und gutes Management ist universell, invariant und kulturunabhängig. Letztlich funktionieren ale wirksamen Organisationen auf dieselbe Weise. Folglich muss man auch nicht unterschiedliche Arten von Management (z.B. deutsches, englisches, internationales oder multikulturelles), sondern nur eine Art lernen, nämlich richtiges und gutes Management. Die Sachaufgaben, auf die das Management angewendet werden muss, sind natürlich variabel. Für deren Erfüllung benötigt man in der Regel ein spezialisiertes und gänzlich verschiedenes fachliches Wissen, spezielle Methoden und eine je unterschiedliche Expertise. Deshalb können selbst die erfahrensten und besten Manager nicht jede Sachaufgabe lösen und folglich auch nicht jede beliebige Organisation führen.
Diese Thesen wirken vermutlich auf viele provokativ, liegen sie doch zum Teil weit abseits der herrschenden Meinung und Lehre". Gleichwohl sind sie logisch klar vorgetragen, mit gut gewählten Beispielen illustriert und insbesondere für erfahrene Führungskräfte durchgängig plausibel. M.E. tragen sie sehr zu einem überlegten Führungsverständnis jenseits der Managementmoden bei.
Malik hat also ein Kernmodel für richtiges und gutes Management entwickelt, das auf alle Segmente der Gesellschaft angewendet werden kann und, als Führungsrad" oder Steuerrad" dargestellt, die nötigen Steuerungselemente (Grundsätze, Aufgaben, Werkzeuge) enthält.
Grundsätze und Aufgaben bestimmen, was die richtigen Dinge" sind, die Werkzeuge sind die nötigen Mittel, um die Dinge richtig zu tun".
Grundsätze wirksamer Führung sind:
· Resultatorientierung
· Beitrag zum Ganzen
· Konzentration auf Weniges
· Stärken nutzen
· Vertrauen
· Positiv denken
Aufgaben wirksamer Führung sind:
· für Ziele sorgen
· organisieren
· entscheiden
· kontrollieren
· Menschen entwickeln und fördern
Werkzeuge wirksamer Führung sind:
· Sitzung
· Bericht
· Job Design und Assignment Control
· Persönliche Arbeitsmethodik
· Budget und Budgetierung
· Leistungsbeurteilung
· Systematische Müllabfuhr
Diese Elemente brauchen alle Führungskräfte immer und überall - zumindest wenn sie wirksam, nämlich richtig und gut, führen wollen.
Wer diese Grundelemente logisch und inhaltlich beherrscht und in verschieden schwierigen Konstellationen anwenden kann, wird richtig und gut führen, und zwar sich selbst, andere Menschen und die Organisationseinheit bzw. die Organisation als Ganzes, für deren Führung er verantwortlich ist.
M.E. liegt Maliks Verdienst mit diesem Buch auf zwei Ebenen. Erstens liefert er einen ausgezeichneten Beitrag zur Schaffung professioneller Standards im Management. Zweitens zeigt er auf, wie Menschen über alle Hierarchieebenen hinweg Beruf und Privatleben ins Gleichgewicht bringen - durch richtiges und gutes Management den Beruf in den Dienst eines erfüllten Lebens stellen können.
Eine gekürzte Fassung des Buches ist als Hörbuch erschienen.
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77 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Interessante Aussagen, mühevolle Lektüre, 23. August 2003
Von Ein Kunde
"Arbeit macht keine Freude; Ergebnisse machen Freude, aber nur gelegentlich."Will ich einen Chef haben, der so denkt? Will ich selbst so sein? Nein danke! Im Gegensatz zu Herrn Malik glaube ich, daß ebenso aus Freude und Begeisterung gute Leistung entstehen kann, wie auch ein erreichtes Ergebnis zu Freude führen kann. Leider sieht Herr Malik nur die eine Seite der Medaille und watscht die andere mit pauschaler Arroganz ab. Ingenieure sind "moderne Analphabeten", die "weder gut schreiben noch gut lesen" können; junge Manager sind "unerfahren" und haben "nicht die geringste Ahnung"; einen Werbespot zu erfinden, "begeistert nur diejenigen, die es noch nie gemacht haben." Dabei hat Herr Malik mit vielem recht. Er schöpft aus großer Erfahrung und ist sich nicht zu stolz zuzugeben, daß er aus eigenen Fehlern gelernt hat. Sein Ziel ist der absolut erfolgsorientierte, professionelle Manager, der jedoch niemals die Menschlichkeit vergißt. Das Buch wird diejenigen begeistern, die wie Herr Malik sind: rational, objektiv, nüchtern; mehr an Dingen als an Menschen orientiert; Nützlichkeit geht vor Phantasie, Wahrheit vor Dichtung. Herr Malik zieht Schlüsse aus seinen Erfahrungen und versucht, daraus Prinzipien, Richtlinien und Gesetze zu formulieren. Am liebsten wären ihm Manager, die genauso sind wie er. Den anderen - die Träumer, die Phantasten, die Intuitiven, die Erfinder, die Harmoniesuchenden, die Spekulativen - läßt er größzügig ihre Reservate, aber bitte, Manager sollen sie nicht werden! Das Buch ist so aufgebaut, wie es Herrn Malik entspricht: klar gegliedert in vier Teile, diese wieder in fünf bis sieben Kapitel unterteilt und jedes Kapitel in Abschnitte, deren Unterabschnitte er durchnumeriert. Rational, objektiv, nüchtern; langweilig. Leider hat Herr Malik einige Marotten, die die Lektüre erschweren. Sein Text wimmelt von Floskeln wie "de facto", "selbstverständlich", "allgemein bekannt". Seine Lieblingsphrase ist "Erstens ... Zweitens ... Drittens" - sie kommt in jedem Abschnitt vor. Spätestens beim dritten Mal nervt das. Die Rechtschreibung wechselt hin und her zwischen bewährter und neuer Schreibweise: "aufgrund" (bewährte RS) steht neben "mithilfe" (neue RS), "zusammenzukommen" neben "zusammen zu fassen", zwischen "Potential" und "Potenzial" kann er sich nicht recht entscheiden, und "weiss" ist in beiden Rechtschreibungen falsch. Besonders ärgerlich sind die zahlreichen Wörter, die er kursiv schreibt, um sie zu betonen. Damit mißachtet er seine Leser vollends. In den meisten Fällen ist die Hervorhebung unnötig; die wenigen sinnvollen Stellen gehen in der Fülle der Betonungen unter. Mein Fazit: trotz vieler richtiger und wichtiger Punkte ist mir Herr Malik zu einseitig; trotz klarer und kraftvoller Sprache wird die Lektüre wegen der Marotten zur Qual.
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91 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Hilfreiche Inhalte, wortreich und hochmütig dargeboten, 2. Januar 2008
Maliks Buch bietet viele wertvolle Gedanken zu beispielsweise: Managementmoden, der Bedeutung von Vertrauen, dem Vorbereiten und Durchführen von Besprechungen, dem Nachverfolgen von Maßnahmen, dem Thema Selbstorganisation sowie der Erkenntnis, dass man sich auf das Nutzen von Stärken statt auf das Beseitigen von Schwächen konzentrieren soll. Auch die Erkenntnis, dass es keine vollkommenen Organisationen gibt oder dass es oft bedeutender ist, die richtige Frage zu stellen, als eine passende Antwort auf eine unpassende Frage zu finden, ist sicher richtig. Aber all dies ist auch Gegenstand guter Management-Ausbildung, von der Malik insbesondere gegen Ende seines Buches erklärt, dass sie weder in betriebswirtschaftlichen Studiengängen noch in MBA-Programmen zu finden sei.
Die Absolutheit seiner Aussagen ist es schließlich, die mich für dieses Buch zu einem eher schlechten Gesamturteil kommen lässt, nicht weil die Aussagen grundlegend falsch wären, sondern weil Malik sie mit oberflächlicher Logik meist einseitig und unreflektiert abgibt. Verweise auf "jahrelange Erfahrung" und "tausende von Gesprächen mit Top-Managern" mögen beeindrucken, lassen unterm Strich jedoch argumentative Hilflosigkeit durchscheinen. Eine allgemeingültige Erkenntnis (so sie es denn ist) will erarbeitet und nicht nur behauptet sein.
Hinzu kommen unzählige Wiederholungen. Durch Wiederholung einer Behauptung gewinnt keine Aussage an Belegbarkeit. Malik geht wortreich großzügig mit der Zeit des Lesers um und möchte ihn gleichzeitig mit diesem Buch zum effektiven Manager ausbilden. In diesem Sinne hätten die gebotenen Inhalte sicher auch auf knappen 80 Seiten Platz gefunden und dann als Beleg für gutes Zeitmanagement gestanden - bei Malik UND beim Leser.
Besonders enttäuschend finde ich, dass Malik eine Definition des Kernbegriffs Management schuldig bleibt. Nach einer unendlich erscheinenden Hinführung zum Thema setzt er ihn stillschweigend mit Führung gleich, bevor er ihn am Ende des Buches ebenso stillschweigend wieder aufgreift. Dabei bleiben wichtige Elemente des Begriffs auf der Strecke, und dies, obwohl schon ein kleiner Blick in ein Herkunftswörterbuch genügend Ansätze für eine umfassende Definition oder zumindest für eine freie Übersetzung des Begriffs (zum Beispiel mit "Systemhandhabung") geboten hätte.
In diesem Zusammenhang ist auch eine weitreichende Unschärfe von Begriffen zu bemängeln. Beispielhaft ist das folgende vermeintlich mögliche Loslösen des Ausdrucks vom Inhalt: "Den Ausdruck Unternehmenskultur habe ich nie für besonders nützlich gehalten, was er bezeichnet hingegen schon." (S.77) Solche Unschärfen treten an vielen Textstellen auf. So unterscheidet Malik inhaltlich auch nur bedingt zwischen Sachbearbeitern und Managern, denn beide sind bei ihm zum Tun verpflichtet. Nicht berücksichtigt wird, dass ein Manager den Überblick und sein Koordinationsvermögen verliert, wenn er sich tatsächlich in die Ebene des Tuns begibt. Hier merkt der Leser, dass Malik Hinweise für eine Praxis geben will, in der er sich selbst nie befunden hat. Seine eigene vehemente Kritik gegen alle anderen (aus seiner Sicht praxisfernen) Lehren zieht sich nicht nur durch die gesamten 388 Textseiten dieses Buches, sondern trifft damit letztlich ihn selbst.
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