Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ruppert ist alles andere als Mostly Harmless, 20. Januar 2002
Von Ein Kunde
Was den Verlag dazu bewogen hat, nach vier vernünftigen Übersetzungen der Anhalter-Bücher nun den Übersetzer zu wechseln sei dahingestellt: bitterlich geschadet hat es dem Finale des wohl definitivsten Reiseführer, so viel steht fest. (Ein Buch mit dem Titel 'Ziemlich harmlos' kann man wohl in Dtld. nicht verkaufen?!?). So erstirbt einer der running gags schon beim Einband. Im englischen Original ist Adams wohl nur für eingefleischte Anglophile zu verstehen, zuviel seiner Schreibe hängt am Wortwitz, zu stark definieren sich Adams Bücher über seine Wortwahl. Das Buch könnte als krönender Abschluß der Anhalter-Serie durchgehen, wenn auch gezeichnet von einer stillen Depression, einer leisen Resignation; dass letztendlich doch alles für die Katz ist, aber was soll's? Wir hatten schließlich eine verdammt gute Zeit, nicht? 4 Sterne für die ordentliche Handwerksarbeit Adams, keinen Stern für die Übersetzung, hier hat man grundlegendes nicht verstanden...
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69 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verwirrend, aber das ist das Ende immer, 7. Juni 2005
Nach vier Bänden setzte sich Douglas Adams damit durch, mit "Einmal Rupert und zurück" endgültig und final einen Schlussstrich unter die Anhalter-Serie zu setzen. Danach wollte er sich mehr auf seine Dirk Gently Romane konzentrieren und diese Serie ausbauen. Mit seinem Tod wurde diese Chance 2001 jedoch vereitelt, das Fragment seines unvollständigen dritten Dirk Gently Romans, sowie einer Zaphod-Kurzgeschichte wurde jedoch zusammen mit zahlreichen anderen Texten in "Lachs im Zweifel" zusammengefasst.
In einem Paralleluniversum wird Tricia McMillan von grebulonischen Forschern auf den hinter Pluto gelegenen Planeten Rupert entführt. Die Grebulonier haben nach einem Unfall allesamt ihr Gedächtnis verloren und wissen nicht mehr, warum sie in das Sonnensystem der Erde aufgebrochen sind. Nun befassen sie sich am liebsten mit irdischen Fernsehserien und Astrologie, doch letzteres funktioniert nur von der Erde aus, weshalb sie Trillian um Hilfe bitten, um auch auf Rupert ein "funktionierendes" Horoskop zu erstellen. Anderenorts wurde der Anhalter-Verlag aufgekauft und nun soll der legendäre Per Anhalter durch die Galaxis durch den Per Anhalter durch die Galaxis Mark II ersetzt werden. Ford Prefect rebelliert jedoch und stiehlt den Prototypen des neuen Reiseführers, welchen er an Arthur Dent schickt. Arthur hingegen sitzt auf einem rückständigen Planeten fest, wo er sich ganz der Kunst des Sandwich-Machens verschrieben hat. Just da taucht auch Trillian wieder auf, die Arthur seine Retortentochter Random vorstellt...
Es ist ungefähr so, wie es Ford darstellt, als er den Mark II so beschreibt, dass dieser jeden kontrolliert, der glaubt er würde ihn kontrollieren, genauso fühlte sich Douglas Adams durch den Anhalter zu einer Produktions- und Unterhaltungsmaschine des Publikums degradiert. Der Anhalter hatte ihn zu seinem Sklaven gemacht, die Idee von unglücklicherweise zwei Büchern schließlich auf eine Trilogie aus fünf Bänden ausgedehnt. Unter diesen negativen Vorzeichen und dem Wunsch nach dem Schlusstrich, an den kein Ghostwriter je wieder anknüpfen kann, ist "Einmal Rupert und zurück" entstanden und doch beweisen die Fortsetzungsversuche mancher Nachlassschreiberlinge in den letzten Jahren, das es dennoch möglich wäre.
Trotz der permanenten Abwesenheit von Zaphod Beeblebrox und Marvin gelang es ihm seinen gewohnten Wortwitz und Humor wieder miteinzubauen, dennoch überwiegt eine dunklere und aussichtslosere Atmosphäre. Was am Ende bleibt ist ein verwirrender Abschluss der Reihe, der schon fast 3 Bände zu spät kommt.
Fazit:
Der Schlussstrich, ein verwirrendes, doch notwendiges Ende.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es ist vorbei - endgültig, 19. Juni 2005
Das ist er nun, der Abschluss der fünfteiligen Anhalter-Trilogie. Und er ist anders als man sich das auch nur hätte träumen lassen. Während sich die ersten 3 Bücher durch ein temporeiches Gagfeuerwerk, ihren abgedrehten Witz und eine pfiffige Absurdität auszeichneten, deren Niveau jedoch vom 1. bis zum 3. Buch absank, unterschied sich bereits der 4. Band deutlich von den vorigen, indem er uns eine lustige Liebesgeschichte erzählte. Jedoch wich auch schon hier die unbekümmerte Unbefangenheit der Figuren einer etwas trägeren und "realistischeren" Erzählweise, soweit man das Wort "realistisch" überhaupt in einem Atemzug mit dem Anhalter erwähnen darf, was die Geschichte an sich etwas ausbremste. Es hätte nach dem 4. Band zu Ende sein können, ein zugegeben ziemlich offenes jedoch aus der Sicht des Hauptprotagonisten glückliches Ende. Doch auf Drängen der Fangemeinde entstand nun dieses Buch und es ist offensichtlich, dass Adams hiermit einen eindeutigen und finalen Schlusspunkt setzen wollte. Das ist ihm gelungen. "Einmal Rupert und zurück" (Anmerkungen zu diesem völlig fehlübersetzten und verhunzten Titel lassen sich den anderen Rezensionen zu Genüge entnehmen) weißt zwar immer noch stellenweise lustige Einfälle und Situationen vor, bleibt aber von seinem eigentlischen Spaßfaktor weit hinter den ersten Bänden zurück. Adams hat hier seiner Geschichte einen Sinn gegeben, er hat verschiedene bisher unklare Zusammenhänge ins rechte Licht gerückt und erzählt seine "unendliche Geschichte" zu Ende. Die (schon seit Anfang an vorherrschende) Ziellosigkeit Arthur Dents wird deutlich und Fragen nach dem Sinn des Lebens werden aufgeworfen (Grebulonier), doch auf all das kann keine Antwort gegeben werden. Zwar wird durch die Existenz der Parallelluniversen einiges erklärt und auch stärker als bisher auf Elemente der vorherigen Bücher eingegangen, besonders auf das 3. Buch, und nach dem letzten Satz scheint man von einem Gefühl der Klarheit beseelt zum ersten Mal wirklich alles zu verstehen, da es plötzlich logisch erscheint, doch zu welchem Preis Adams dieses Geflecht entwirrt, mag vielen grausam erscheinen. Mit perfidem Sadismus, scheint es, reist Adams den Leser aus der bis dahin farbenfrohen, lustigen und unbekümmerten Welt des Anhalters hinaus. Der letzte Eindruck bleibt im Gedächtnis, und der ist dominiert von einer melancholischen Traurigkeit, eben jenes Gefühl, dem man in Adam's Welt bisher auf so wunderbare Weise entfliehen konnte, doch letztendlich hat die Realität die Fantasie eingeholt und verschluckt; aus und vorbei der Traum. Arthur gelingt es nicht, sich mit seiner Tochter zu versöhnen, der Anhalter kann nicht gerettet werden, weder Arthur noch Random finden ihr wahres "Zuhause", die letzten Hoffnungen der Protagonisten lösen sich in einer finalen Niederlage auf; der Kampf ist verloren, die Hoffnung fort; endgültig. Man sollte sich die Lektüre dieses 5. Buches wirklich vorher genau überlegen. Man sollte sich entscheiden zwischen einer glücklichen Unwissenheit (indem man nach dem 4. Buch die Reihe beendet) und einer zutieft deprimierenden Klarheit (indem man Adam's Werk wirklich bis ganz zum Ende liest). Eine Wahl, die jeder Leser für sich selbst treffen muss...
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