Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Katz und Maus : Die Begnadigung, 12. März 2006
Während seiner letzten Stunden als amtierender Präsident begnadigt Arthur Morgan mit einem Präventivschlag gegen weniger gut gesinnte Kollegen ausgerechnet den verhassten Lobbyisten Joel Backman, der wegen seiner skrupellosen Geschäftemacherei für großes Aufsehen in den Vereinigten Staaten gesorgt hat. Als erfolgreichem Anwalt vertauten ihm drei pakistanische Programmierer vor mehreren Jahren ein mysteriöses Computerprogramm an, mit dessen Hilfe man eine ganze Batterie von Satelliten steuern und kontrollieren kann. Doch wer eben jene Satelliten in die Umlaufbahn geschossen hat scheint ebenso rätselhaft zu sein, wie die Entdeckung dieser Technologie. Backman soll die Software so schnell wie möglich und zum höchsten Preis an die Interessenten bringen und hofft auf eine saftige Provision für sich selbst. Als der Deal auffliegt, bekennt sich Backman schließlich für schuldig und wandert hinter schwedische Gardinen. Nach sechs Jahren Schikane und Einzelhaft stehen jedoch völlig unerwartet mehrere Beamte vor seiner Zelle und offenbaren ihm, dass der Präsident ihn soeben begnadigt hat. Doch wer steckt wirklich hinter der Begnadigung des Verbrechers? Schnell ist das FBI im Spiel, für das Backman nur eine Schachfigur ist. Einziges Interesse des Federal Bureau gilt jenen, die Backman auslöschen wollen, was nur eine Frage der Zeit zu sein scheint. In einer Blitzaktion wird Joel mit einer Militärmaschine außer Landes geschafft. In Italien soll für ihn ein neues Leben mit einer neuen Identität beginnen. Doch ist er in Europa wirklich sicher? Nach und nach bekommen Russen, Israelis und Chinesen Wind von seinem aktuellen Aufenthaltsort. Was für Backman als Flucht in ein neues Leben begonnen hat, entpuppt sich als weitere Flucht vor seinen unbekannten Widersachern... Wie in den vielen seiner vorangegangenen Romane schafft es Grisham auch in „Die Begnadigung“ die Berg- und Talfahrt der Spannung immer wieder aufrecht zu erhalten. Dass auch hier und da endlos wirkende Kapitel, mit peinlichst genauen Details zur Umgebung und dem Befinden der Protagonisten dem Leser ab und an ein Gähnen entlocken, dürfte für Grisham ebenfalls nichts neues sein. Auch wenn die gesamte Story doch eher als mager bezeichnet werden kann, so ist sie trotzdem und nach alt bekanntem Schema fantastisch verpackt. Neben groblinguistischen Ausflüchten ins Italienische und kompakter Spannung kann verallgemeinert werden, dass sich Die Begnadigung in der Schublade der Unterhaltungslektüre problemlos anreihen kann. Zu mehr als nur zur Unterhaltung reicht es beim neuen Grisham leider nicht.
|
|
|
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lesbar, aber schnell vergessen, 14. August 2006
Man kann "Die Begnadigung" lesen, ja. Und als Grisham-Fan ist es sicher auch nicht verwerflich, sich das Taschenbuch zuzulegen, um die Sammlung zu kompletieren und ein paar unterhaltsame Stunden zu verbringen. Denn "Die Begnadigung" ist sicher kein Totalausfall, den man nach den ersten fünfzig Seiten ernüchternd weglegt, sondern gut bis zum Schluß durchlesen kann. Aber viel mehr eben auch nicht. Die Ideen sind größtenteils verbraucht, Handlung und Schluß nicht besonders überraschend und viele Vorgänge, die vor zwanzig Jahren noch packend gewesen sein mögen, gehören jetzt zum Standard-Rüstzeug eines jeden Thriller-Schreiberlings. Stünde nicht in fetten Lettern "John Grisham" auf dem Cover, wäre das Buch in der Flut durchschnittlicher Spannungsliteratur schlichtweg untergegangen. Die langwierigen Schilderungen der italienischen Küche machen buschstäblich nur kurzzeitg Appetit auf mehr und ansonsten ist halt alles schon mal in ähnlicher Form dagewesen. Kaufbar, brauchbar, lesbar, aber zu einem "Wie schafft dieser Grisham das nur" fehlt einfach ein gehöriger Schuß Brisanz, Ungewöhnlichkeit und Mut seitens des Autors bei der Konstruktion der Handlung.
|
|
|
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein gelungenes Werk, 27. August 2006
Ein weiteres Mal hat John Grisham einen Roman geschrieben, der keinen Justiz, sondern einen Polititkthriller darstellt. Wobei bei Grisham keine actiongeladene Handlung die Spannung ausmacht; vielmehr ist es der gekonnte Spannungsaufbau, der den Leser zu fesseln vermag.
Zum Inhalt: Der Lobbyist Joel Backman, der noch 14 Jahre Haft zu verbüßen hat, wird vom scheidenden Präsidenten als eine der letzten Amtshandlungen auf Druck der CIA begnadigt. Der Plan des amerikanischen Geheimdienstes: Backman, der einst eine hochentwickelte Spionagesoftware meistbietend verkaufen wollte, wird nach seiner Freilassung von ehemals verprellten Kunden gejagt und die CIA erfährt, wer in diesem Spiel alles involviert war. Um dies zu gewährleisten, wird Backman unter Aufsicht des Geheimdienstes nach Italien gebracht, wo sich das Netz des perfiden Plans langsam zuziehen soll. Doch er riecht den Braten und schlägt allen ein Schnippchen...
Wunderbar wird die Geschichte von Grisham spannungstechnisch in einem logischen Rahmen vom Anfang bis zum Ende aufgebaut. Bei der Beschreibung der italienischen Schauplätze der Handlung wird einmal mehr deutlich, dass Grisham ein begnadeter Erzähler ist, der exzellent Stimmungen schaffen und wiedergeben kann.
Bis auf ein paar Durchhänger im mittleren Teil des Buches, in dem die Handlung nicht so recht vorankommen mag, ein gelungenes Buch, das zu lesen es sich absolut lohnt.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|