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Auch wenn Moby Dick eine traurige Wendemarke darstellt in Melvilles Karriere, so ist der Roman heute als eines der größten Epen der amerikanischen Literatur allgemein anerkannt. Dementsprechend groß ist inzwischen die Flut der Übersetzungen: Zwischen 1944 und 1956 erschienen allein vier bedeutende Fassungen auf Deutsch. Matthias Jendis hatte das Glück, sie alle -- neben ausgewählten Versionen in anderen Sprachen -- für seine neue Übertragung zurate ziehen zu können. Und er hatte das Glück, auf den vollständigen und gesicherten Ausgangstext von Moby Dick zurückgreifen zu können, der erst 1988 in Chicago erschien. So hat man hier zu Lande erstmals Gelegenheit zur Lektüre des wuchtigen Romans ohne Verstümmelung. Und da Jendis darauf verzichtet hat, die Klippen und Sandbänke der teils gar holperig wirkenden Sprache Melvilles zu umschiffen, kann man Moby Dick erstmals auch ohne die störenden Glättungen früherer Übersetzer in seiner ganzen kraftvollen Rauheit lesen.
Viel Enzyklopädisches ließ Hermann Melville einfließen in Moby Dick, und oftmals wirken seine Einschübe eher als Demonstration seines biblischen, literarischen oder walkundlichen Wissens denn als romaninterne Notwendigkeit. Diesen Fehler hat sich der Herausgeber Daniel Göske nicht zu Schulden kommen lassen: Sein umfangreicher Kommentar nimmt in klugen Hinweisen und bedacht gewählten Zitaten jederzeit angemessen zu Melvilles Text und seinem Umfeld Stellung. So kommt auch etwas Klarheit selbst in die gewaltigen Tiefen (und Untiefen) von Melvilles grandiosem Meisterwerk. --Thomas Köster
Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2001
Sehr lang, sehr ausführlich und sehr kundig in der Interpretation, der Übersetzungs- und der Rezeptionsgeschichte widmet sich Uwe Pralle zwei neuen Übersetzungen von Moby Dick - eines der meistgelesenen Bücher der Weltliteratur. Die eine Übersetzung, die von Matthias Jendis, findet der Rezensent überaus gelungen. Die zweite von Friedhelm Rathjens, die lediglich auszugsweise in der Zeitschrift "Schreibheft" erschienen ist, stößt bei Pralle auf einige Kritik. Melvilles Klassiker erlaubt dem Leser, so Pralle, verschiedene Arten des Herangehens. Man kann dieses beeindruckende Buch, das bei seiner Ersterscheinung Ende des 19. Jahrhunderts für Verstörung sorgte, als Abenteuerroman, Essay oder Parabel lesen. Viel steckt in diesem Roman über die wahnwitzige Sucht des Kapitäns Ahab, Natur und Raum beherrschen zu wollen - für Pralle eine deutliche Anspielung auf den Größenwahn der USA, die Welt beherrschen zu wollen. Melville selbst hat den Roman als "Entwurf eines Entwurfes" bezeichnet, als Provisorium, eine Bewertung, die Pralle doch etwas bescheiden vorkommt. Etwas provisorisch allerdings, zumindest sehr sperrig, ist Melvilles Sprache, an der sich Generationen von Übersetzern abgearbeitet haben, berichtet der Rezensent. Die nun vorliegende Übertragung von Matthias Jendis erntet größtes Lob vom Rezensenten. Sie sei hervorragend lesbar, weder habe Jendis das Sperrige von Melvilles stilistischen Anstrengungen ausgelöscht, noch zugunsten einer modernen Lesart gewagte Arabesken und Sprachlabyrinthe des geradezu avantgardistischen Autors geopfert. Und der ausgezeichnete Kommentarteil der Hanser-Ausgabe löst für Pralle vieles ein, was man sich für eine deutschsprachige Ausgabe von "Moby Dick" nur wünschen kann.
© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2001
Die Neuübersetzung von Herman Melvilles "Weltbuch" kann Rezensent Joachim Kalka natürlich nicht besprechen, ohne noch einmal die herausragende Bedeutung des Originals hervorzuheben. Das "Singuläre" dieses Romans sieht er in der Verflechtung des "grellen und profunden Mysterienspiels" mit einer "fast wissenschaftlichen Präzision der Meteorologie, Zoologie, Soziologie". Auch sei "Moby Dick" eines der großen Bücher des Satanismus "neben dem Faust, das wichtigste zwischen Milton und Dostojewski". Matthias Jendis Neuübersetzung findet Kalka gelungen. Sie beziehe sich erstmals "auf einen gesicherten Originaltext". Übersetzer Jendis beeindruckt den Rezensenten durch "eine genaue Herauspräparierung der vielen Einzelformen und Sprachfelder", derer sich Melville bedient habe. Zu Einzelheiten findet man Kalka zufolge auch "einen wertvollen, über hundert Seiten langen Kommentaranhang von Daniel Köske", dem Herausgeber der Werkausgabe. Trotzdem ist in den Augen des Rezensenten vieles "unpräzise geblieben". Melvilles Shakespeare-Anspielungen blieben wohl manchmal ebenso unerkannt, wie dessen "versteckte Blankverse". Recht ausführlich widmet sich Kalka auch Friedhelm Ratjens Übersetzung, ("die zweite (Neuübersetzung, die ursprünglich mal die erste war") Viele Leser, glaubt Kalka, werden diese "vertrackte" Übersetzung als "Stimulans" empfinden. Kalka selbst bevorzugt die Jendis-Version; weil sie sich auf die Seite der Lesbarkeit stellt, wohingegen Ratjen "gelegentlich geradezu zum Zweck der Illustration" seiner Theorie übersetze, manchmal am Rand des Törichten.
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