Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Palahniuk pur...aber ganz anders als sonst?, 28. Juli 2008
'Stranger Than Fiction' - eine Sammlung von Interviews, Essays und Kurzgeschichten von Chuck Palahniuk, teilweise bereits anderswo veröffentlicht. Wenn man nun schon ein paar Sammelbände verschiedener Autoren und den ein oder anderen Roman von Palahniuk gelesen hat, hat man eine gewisse Erwartungshaltung. Ich für meinen Teil rechnete mit einigermaßen kaputten Geschichten, wahrscheinlich nicht ganz so ausgetüftelt wie seine Romane und womöglich auch stilistisch nicht so ausgereift. Denn wenngleich Palahniuk ein meisterhafter Schreiber ist, so ist sein Stil doch sehr definiert und seine bisherigen Romane unterschieden sich vor allem im Blickwinkel, weniger in der Grundstimmung.
'Stranger Than Fiction' wird dieser Erwartung schlussendlich gerecht - aber auf eine völlig andere Art und Weise.
Im Vorwort demontiert Palahniuk den eigenen Mythos. In wenigen Worten schildert der Autor seine Arbeitsweise auf so gewöhnliche Art und Weise, dass der Leser sich fast für dumm hält, darauf hereingefallen zu sein. Palahniuk nichts weiter als ein sorgfältiger Handwerker?
Dies im Hinterkopf, erscheinen die folgenden Geschichten, schlichtweg 'Gruppenbilder' betitelt, tatsächlich etwas fade. Die Kürze der Texte und die vorangestellte Erklärung ermöglichen es, Muster zu erkennen. Dazu kommt, dass beispielsweise 'Sie befinden sich hier' auch inhaltlich die Schreiberei in ein ganz gewöhnliches Licht rücken: Autoren, die auf einer kostenpflichtigen Veranstaltung ihre Bücher in 7minütigen Präsentationen versammelten Agenten vorstellen, erscheinen nicht eben als große Künstler.
Und obwohl aufgeklärt und sensibilisert, erliegt der Leser gelegentlich Palahniuks Sinn für das Absurde im Gewöhnlichen und das Gewöhnliche im Absurden. Sein Pathos ist misstrauisch ('Die Sardinenbüchse'), er verbannt Trivialitäten durch verstörende Einwürfe ('Grenzen') und schockiert durch brutale Offenheit ('Die Lady').
Die Ironie liegt darin, dass er manche seiner Kunstgriffe im zweiten Teil des Buchs, 'Porträts', im Porträt der Autorin Amy Hempel offen legt.
Stilistisch besticht 'Porträts' vor Allem durch die Demonstration, wie ein Autor in den Hintergrund treten kann. Mal spricht offensichtlich Palahniuk ('Amy Hempel', 'Ira Levin'), mal ist es nur seine Auswahl aus einem Monolog ('Andrew Sullivan') und gelegentlich kommentiert er mehr ('Marilyn Manson') oder weniger ('Brian Walker') deutlich. Dabei widersprechen sich die Personen, um die es geht, gegenseitig, und doch gibt der Autor niemanden der Lächerlichkeit preis, bewertet nie als letzte Instanz.
Inhaltlich geht es in beiden Teilen gleichermaßen bunt zu. Schockrocker Marilyn Manson und eine Rettungshundführerin, olympische Ringer bei Ausscheidungswettberwerben und Marinesoldaten auf einem U-Boot - sie alle finden, geeint durch Palahniuks Blick, ihren Platz in 'Stranger Than Fiction'.
Die Grenzen des Nichtfinktionalen probt der Autor schließlich im dritten Teil, 'Persönliches'. Er widerspricht sich mehr als einmal, doch vielleicht geht es genau darum. Die Geschichten, ob wahr oder nicht, sind glaubhaft, authentisch. Sie machen diesen nicht ganz durchschnittlichen Blickwinkel nachvollziehbar. Dass genau der längst erklärt wurde, ist kaum noch präsent, denn irgendwo auf den vergangenen 100 Seiten ist dem Leser der analytische Blick abhanden gekommen, hat Palahniuks Schreibe wieder die Oberhand gewonnen. Vielleicht ist er doch kein Handwerker. Oder ein sehr guter?
'Stranger Than Fiction' ist vielschichtig. Der Titel ist Programm - es ist ein fiktionales Sachbuch und dabei sehr seltsam.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Langweilig!, 9. Februar 2009
Ich hab mir das Buch gekauft, in der Hoffnung, verrückte Geschichten über meine Mitmenschen zu erfahren. Aber da hab ich selbst schon komischere Sachen erlebt...
Vielleicht sind seine anderen Werke besser.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
laaangweilig, 8. Februar 2009
Ziemlich enttäuschend. Während der ersten Geschichte denkt man "krasser Scheiß", härter/lustiger/absurder als erwartet. Der Rest ist ziemlich langweilig. Alles schon gehört/gesehen und zu recht für uninteressant befunden. Das klingt wohl blasiert, aber ich hatte nach "Der Simulant" eine hohe Erwartungshaltung, denn das war sehr gut, einfallsreich und unterhaltsam. Und dabei sagt man doch, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Naja. Also besser ein anderes Buch von ihm kaufen.
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