Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überzeugend!, 28. März 2008
Bei Elisabeth Herrmann habe ich das Pferd sozusagen von hinten aufgezäumt. Im Herbst las ich ihren Kriminalroman "Die siebte Stunde", in der der nicht gerade erfolgsverwöhnte Anwalt Joachim Vernau einen komplizierten Fall an einer Elite-Schule aufklärt. Dabei gab es immer wieder Rückblicke auf eine Zeit, in der eben jener Joachim Vernau einst in den feinsten Berliner Kreisen verkehrte.
In ihrem Vorgänger-Buch "Das Kindermädchen" erzählt Elisabeth Herrmann diese Geschichte:
Joachim Vernau steht kurz vor der Verlobung mit Sigrun Zernikow. Eine aufstrebende Politikerin aus alter, angesehener Berliner Familie. Seit Jahren verdient er sich die Sporen bei Sigruns Vater in dessen Kanzlei. Zwar werden ihm diese Familienbande manches Mal ein wenig eng - zumal da noch die Patriarchin und Großmutter von Sigrun ist, die ihn immer wieder daran erinnert, eigentlich nicht standesgemäß zu sein - doch im Prinzip ist er schon froh, dass er sich um schnöde Finanzen keine Gedanken mehr machen muss.
Eines Tages steht eine alte, russisch sprechende Dame im Büro von Joachim und verlangt eine Unterschrift von Utz.
Joachim hätte diesen Vorfall schnell vergessen, würde er nicht einige Tage später in der Zeitung vom Tod dieser Frau - einer ukrainischen Zwangsarbeiterin - erfahren.
Seine Nachforschungen, in die er seine alte Kollegin Marie-Louise einbindet, konfrontieren ihn mit der familiären Vergangenheit der Zernikows, die nicht nur eine Leiche im Keller zu haben scheinen.
Schnell spürt er, wie die Reihen sich vor ihm schließen und beginnt nun erst recht in diesem Sumpf herum zu stochern...
Elisabeth Herrmann schreibt absolut überzeugend!
Ihre Kriminalromane leben nicht nur durch die Ermittler wider Willen Joachim und Marie-Louise, sondern vor allem durch ihre mit Bedacht ausgewählten Handlungsstränge. Flott geschrieben entwickeln ihre Kriminalromane eine Dynamik, die dem Leser auch jeweils ein Thema nahebringen, die nicht unbedingt zum Standard-Repertoire der Kriminalliteratur gehören.
In diesem Kriminalroman verwebt sie Millieu-Studie, Geschichtsstunde und eine Reihe von lebendigen Charakteren zu einer lesenswerten und spannenden
Story!
Und sie nährt die Hoffnung auf ein literarisches Wiedersehen mit Joachim und Marie-Louise!
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterhaltsam, spannend, mit top recherchiertem Background!, 22. Januar 2009
Sehr spannender Krimi, der völlig verdient in der Krimi-WeltBestenliste gelandet ist und der zusätzlich noch interessantes Hintergrundwissen zu bieten hat.
Ein Buch, dass mich begleitet hat, damit ich auch wirklich in JEDER mal freien Minute lesen konnte ;o) - kann ich absolut empfehlen: verdiente 5 Sterne!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Niveauvoller deutscher Krimi, 31. Oktober 2007
Joachim Vernau, Anwalt in einer renomierten Berliner Anwaltskanzlei, mit Aussicht auf Partnerschaft in derselben und Aussicht auf Heirat mit der aufstrebenden Politikerin und Tochter des Hauses, Sigrid von Zernikow, glaubt sich am Ziel seiner Träume.Doch plötzlich bekommt die Fassade der Hochanständigkeit dieser Berliner Societyfamilie Risse,als eine ukrainische Frau die Unterschrift unter ein Dokument fordert, was bescheinigt, dass die Familie von Zernikow während des Krieges Zwangsarbeiterinnen beschäftigt hat. Als dann auch noch ein Mord geschieht, versucht Joachim Vernau hinter das Geheimnis seiner zukünftigen Familie zu kommen. Bei seiner Recherche trifft er aber nicht nur auf eine Mauer des Schweigens, sondern erfährt auch, dass noch so manch anderer der Berliner Gesellschaft eine "Leiche im Keller " hat.
Spannend,sprachlich vituos und streckenweise sehr amüsant erzählt Elisabeth Hermann ihren Roman, der mit Recht als hohe Krimikunst bezeichnet wird. Sie verknüpft ein wenig bekanntes Stück deutscher Geschichte geschickt mit einem Sittenbild der sogenannten"guten Gesellschaft" und schafft es durch ihr schriftstellerisches Können , dass der Leser der Geschichte nicht nur atemlos folgt, sondern auch traurig ist, dass das Buch zu Ende ist. Ihren Folgeroman werde ich mit Sicherheit lesen.
Absolute Kaufempfehlung!!!
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