Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannendes Mittelalter, 17. Juli 2001
Von Ein Kunde
Großes Lob für das Erstlingswerk von Frank Schätzing ! Der Autor hat mit seinem historischen Kriminalroman rund um die Figuren von Jacop dem Fuchs, der ansehnlichen Richmodis, des geistreichen, politisch wie historisch bemerkenswert gebildeten Jaspar Rodenkirchen sowie der Gegenspieler Mathias und Johann Overstolz und des teuflischen Urquhart von Monadhliath ein mitreißendes Stück spannender Unterhaltung aus dem Mittelalter vorgelegt. Hat man einmal begonnen, läßt einen das flüssig geschriebene Buch nicht mehr los. Bemerkenswert der hautnah vermittelte Kölner Lokalkolorit. Selbst, wenn man wie der Verfasser dieser Zeilen bereits eine andere 2000 Jahre alte Stadt keltisch-römischen Ursprungs und deren beeindruckenden gotischen Dom mehrere Jahre genießen durfte, drängt es einen danach, sämtliche Schauplätze des Romans vor Ort erleben zu wollen.Fazit : Solange es so hoffnungsvolle junge Schriftsteller wie Frank Schätzing oder Tanja Kinkel gibt, braucht man sich in Deutschland um den Nachwuchs an versierten Autoren historischer Romane nicht zu sorgen. Schätzings Werk bleibt eine weite Verbreitung - auch außerhalb Deutschlands - zu wünschen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
101 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
HÖRBUCHREZENSION "Tod und Teufel" - Leider gelesen vom Autor selbst., 14. September 2006
Hörbuch-Rezension: TOD UND TEUFEL (von Frank Schätzing), gelesen von Frank Schätzing | 8 CDs | 512 Minuten Laufzeit | erschienen bei Emons
Stellen Sie sich vor, Sie freuen sich so richtig schön - "freck", würde der Kölner vielleicht sagen - auf ein paar schöne unterhaltsame Stunden mit einem Hörbuch, das hoch gelobt wird. Sie kaufen es, für gute 30 Euro. Die Verpackung sieht gut aus, alles macht einen passablen Eindruck ...
... und dann ... --- ... dann beginnt der Autor selbst zu lesen!
Der gute Mann hat Talent gefällige Bücher zu schreiben, die sich gut verkaufen. Das finde ich sehr schön für ihn und alle Leser, die seine Bücher mögen. Er hat - wie ich mich informiert habe - sogar selbst (!) die musikalische Untermalung für dieses Hörbuch komponiert und aufgenommen.
Alles sehr sehr toll, Herr Schätzing, nur selbst einlesen hätten Sie TOD UND TEUFEL nicht müssen. Ihre Lesung klingt ganz fürchterschrecklich ambitioniert. Mit vielen "schrägen" Stimmen, sozusagen dem Versuch den (ohnehin eindimensionalen Charakteren) einen individuellen Touch zu geben.
Vielleicht geht es anderen Hörern anders, nur mir, mir kommt das ganze sehr ... unfreiwillig komisch vor. Ungefähr, als ob jemand den Versuch anstrebt das LUSTIGE TASCHENBUCH vorzulesen. Einige Charaktere hätte ich den Panzerknackern zugeordnet, andere Donald, Daisy und dann gab's auch noch welche, die klangen nach Mickey Mouse!
Sprich, Frank Schätzings Stimme quäkt in verschiedenen Tonlagen mit unterschiedlichen Arroganz- bzw. Hein-Blöd-Faktoren vor sich hin --- und das will für mich alles andere als nach H ö r g e n u s s klingen. Der Vortrag ist immerhin klar genug um alles zu verstehen, doch wenn man einmal den Eindruck gewonnen hat, dass das alles ein bisschen wie 'ne Kölsche Karnevalsveranstaltung klingt - dann ist die Luft raus.
Ich habe mich jedenfalls sehr über das vom Autor selbst vorgelesene Hörbuch geärgert, weil ich mir schlicht und einfach einen gut vorgelesenen historischen Roman erwartet habe. Dann wurde ich jedoch mit diesen verschiedenen Kölner Dialekten konfrontiert, mit mehr oder weniger intellektuell klingen sollenden oder schrecklich naiv klingen sollenden Charakteren ... und anstatt, dass ich mich irgendwie auf die (sehr dünne Handlung) konzentrierte, fand ich Schätzings Lesung so abtörnend, wie nur was. Besser kann ich's nicht ausdrücken; besser, schlimmer!
Das Hörbuch besitze ich nun schon sehr lange. Neulich habe ich den zweiten Versuch gestartet, nachdem ich beim ersten Versuch (vor einem Vierteljahr) das Hörbuch nach der ersten CD wieder weggepackt habe. Den zweiten Versuch habe ich tapfer durchgehalten, aber nur, weil ich das Ende der Geschichte erfahren wollte. Es war eine bescheuerte Quälerei, wenn ich mir das so im Nachhinein überlege.
Jetzt werde ich mir das relativ neu erschienene gleichnamige Hörspiel kaufen, das "der hörverlag" herausgegeben hat. Mit bekannten Größen wie Mario Adorf und Anke Engelke als Sprecher. Ich schätze, das kann alles nur besser werden.
Wenn Sie sich für eine vorgelesene Version von Frank Schätzings TOD UND TEUFEL interessieren, dann rechnen Sie mit einer "Überraschung" der besonderen Art. Ansonsten rate ich dazu das Buch zu lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Fuchsjagd, 22. Juli 2008
Jacop der Fuchs schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben und so ist er wieder einmal auf der Flucht, nachdem er auf dem Kölner Markt Äpfel stehlen wollte, um wenigstens etwas zu Essen zu haben. Mit Hilfe der Färberin Richimodis gelingt es dem Fuchs sich vor seinen Verfolgern zu verstecken und der Herumtreiber flirtet heftig mit ihr, die schon bald Gefallen an ihm findet. Dennoch braucht Jacop immer noch etwas zu essen und denkt dabei an die besten Äpfel Kölns, welche im Garten Erzbischof Konrads zu finden sind.
Zur falschen Zeit, am falschen Ort beobachtet der Herumtreiber wie Dombaumeister Gerhard Morart bei einem Inspektionsgang vom Gerüst gestoßen wird. Anstatt zu flüchten, läuft der Fuchs zum sterbenden Dombaumeister und kann noch die letzten des Meisters vernehmen. Jedoch wird er genau dabei von Morarts Mörder beobachtet. Der unliebsame Zeuge muss verschwinden und mit ihm jeder, dem er begegnet ist, eine Hetzjagd nimmt ihren Anfang...
1995, also lange vor seinem rekordverdächtigen Bestseller "Der Schwarm" begann Frank Schätzings Schriftsteller-Karriere nach einigen Kurzgeschichten mit seinem Debütroman "Tod und Teufel", nachdem er für sein eigentlich erstes Werk "Mordshunger" keinen Verlag finden konnte. Soweit so gut, heute ist Frank Schätzing längst kein Unbekannter mehr und somit sind auch seine frühen Werke neu aufgelegt worden.
Mit "Tod und Teufel" ist Frank Schätzing ein durchaus eindrucksvoller Erstling gelungen, der sich durch einen gut durchdachten Plot und eine eindrucksvolle Kulissen präsentiert. Auch der Held der Geschichte ist mit einem Herumtreiber ungewöhnlich gewählt, sind es in Schätzings Romanen doch sonst eher Lebemänner, die sich nicht ums Geld sorgen müssen, die im Zentrum der Handlung stehen. Rückwirkend lässt sich feststellen, dass Frank Schätzing dem Stil von "Tod und Teufel" lange Zeit treu geblieben ist und doch ist das Werk trotz guter Machart kein Meisterwerk, sondern eben nur ein bemerkenswertes Debüt, das aber nicht aus der Masse hervorsticht, auch wenn sein Autor nach "Der Schwarm" gerne mit dem (amerikanischen) "Meister des Techno-Thrillers" Michael Crichton verglichen wird. Die Ähnlichkeiten zwischen Crichton und Schätzing sind jedoch gegeben, beide haben einen Faible für Protagonisten, die wenig an Konventionen gebunden sind und bei beiden übersieht man gerne dass sie außer den großen Bestsellern (Jurassic Park, der Schwarm) auch viele Werke veröffentlicht haben, die eigentlich wieder sang- und klanglos vom Markt verschwunden sind bzw. vielleicht wiederveröffentlicht wurden (Nippon Connection, Mordshunger), aber kaum für Furore sorgten.
Was unterm Strich bleibt ist ein handwerklich sehr gut gestalteter historischer Roman, im Köln des Jahres 1260, der von einer dichten Atmosphäre und einer als rastlosen Hetzjagd konzipierten Handlung profitiert. Doch diese wird durch typische Anfängerfehler, wie flache Charaktere, längere Spannungseinbrüche und unbefriedigende, da zu vorhersehbare Handlungswendungen kompromittiert.
Fazit:
Als Debüt eine sehr gute Leistung, bei der man davon ausgehen würde, dass der Autor sich ja noch entwickeln und seine Schwächen ausbessern wird, rückwirkend jedoch eine herbe Enttäuschung, die zwar eine schöne Fassade vorzuweisen hat, der es aber an starken Charakteren und durchgehend spannender Handlung fehlt. Alles in allem leider doch nur ein mittelmäßiges Debüt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|