Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufruhr im Empire, 14. Juli 2009
Für alle diejenigen, welche sich nach Beendigung des ersten Teils gefragt haben, ob Stroud schon sein gesamtes kreatives Pulver verschossen hat, gibt "Bartimäus - Das Auge des Golem" nun die passende Antwort: Keinesfalls.
Während das Gros der Fantasy-Autoren nach Schema F ihre Serien bis ins unendliche laufen lässt, spitzt sich bereits hier im zweiten Band die Geschichte deutlich zu. Neue Figuren tauchen auf der Bildfläche auf und die vormals schon dunkle Stimmung des Plots wird nun noch um einiges düsterer. Für Witz ist aber weiterhin gesorgt, denn Bartimäus, Dschinn der vierzehnten Klasse, ist natürlich wieder mit von der Partie.
Knapp drei Jahre nach den Ereignissen um den Sturz von Lovelace wird dieser nämlich erneut beschworen. Kein Problem, kein Ding. So etwas ist man als Dschinn gewöhnt. Nur ist der Beschwörende erneut derselbe Typ wie beim letzten Mal. Nathanael alias John Mandrake hat für seine Leistungen bei der Rettung des Premierministers einen ordentlichen Karriereschub erhalten. An der Seite seiner Meisterin Jessica Whitwell arbeitet er mittlerweile im Sicherheitsministerium Großbritanniens. Und kann sich dort vor Problemen kaum retten. Nicht nur das die halbe Belegschaft ihm den schnellen Aufstieg missgönnt, auch die Anschläge einer unbekannten Widerstandsbewegung in London machen ihm zu schaffen. Obwohl er alle Hebel in Bewegung setzt, gelingt es dem Jungen nicht die Gruppe zu zerschlagen.
In seiner Not beschwört er einmal mehr Bartimäus, den Dschinn, damit dieser die Widerständler dingfest macht ... und stößt dabei bald auf die Spuren eines mächtigen Gegners aus dem alten Prag (Dessen Mauern nebenbei bemerkt Bartimäus Höchstselbst errichtet hat).
Dunkle Wolken ziehen über London auf und nachdem bereits der erste Band sehr politisch daherkam, ist "Das Auge des Golem" nun endgültig nichts mehr für ganz junge Leser. Zwar werfen wir mit Kitty, einer Anhängerin der Widerstandsgruppe, erstmals einen Blick in das Leben der Gewöhnlichen, doch auch deren Geschichte ist von Leid und Trauer geprägt. Hinzu kommt, dass Nathanael (schon vorher kein Sympathieträger) seine Persönlichkeit der Karriere geopfert hat, und sich mehr und mehr in Machtgier und Intrigen verstrickt. Für manchen Leser eine ungewöhnliche Erfahrung, fehlt doch damit irgendwie die Identifikationsfigur. Gerade das hebt das Buch jedoch vom Einerlei der Konkurrenz ab. Stroud schreibt unheimlich lehrreich, verleiht der Geschichte eine Tiefe, die zwar nicht mehr so leichtfüßig ausgearbeitet wird, dafür aber im weiteren Verlauf unheimlich an Fahrt gewinnt. Ein Ausflug nach Prag liest sich nicht nur sehr stimmungsvoll, sondern führt dazu, dass die so andere und doch irgendwie ähnliche Welt direkt vor unseren Augen entsteht.
Und was Bartimäus angeht: Der zieht mir immer noch das Grinsen ins Gesicht und weiß auf humorigste Art und Weise zu unterhalten. Schade, dass man auf seinen ersten Auftritt nach dem Prolog etwas länger warten muss. Dennoch bleibt er (und so soll es ja auch sein) die treibende Figur, ist er doch im Grunde seines Herzens immer noch ein besserer Kerl, als sein junger eitler und arroganter Herr. Einziges Manko: Ein- bis zweihundert Seiten weniger hätten dem Buch vielleicht gut getan, denn in einige Handlungsstränge (wie der Rückblick auf Kittys Jugend) hat sich Stroud ein bisschen zu sehr verbissen. Das bremst, besonders am Anfang, das Lesetempo und macht den Einstieg etwas schwer. Die darauf folgenden überschlagenden Ereignissen und das fulminante Finale können dafür letztendlich aber entschädigen.
Insgesamt ist "Bartimäus - Das Auge des Golem" eine äußerst gelungene, komplexere Fortsetzung mit viel Tiefgang, die mit einigen düsteren und drastischen Momenten aufwartet, dank dem liebenswerten Dschinn jedoch auch für ziemlich viel Spaß beim Lesen sorgt. Rundum empfehlenswert und äußerst originell. Ich freue mich auf den abschließenden Band.
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Witzig, spannend, gruselig!, 21. November 2005
Von Ein Kunde
Ich bin begeisterte Harry Potter-Leserin und fand den ersten Teil der Bartimäus-Trilogie (Das Amulett von Samarkand)schon unglaublich gut. Auf den zweiten Teil habe ich mich sehr gefreut und habe ihn mir natürlich auf der Stelle gekauft, als er endlich erschienen ist. Und ich muss sagen - ich bin sehr überrascht und überhaupt nicht enttäuscht worden. Der zweite Teil ist genauso spannend und mitreißend wie der erste, aber ganz anders. Der "Bösewicht" Bartimäus wächst einem noch mehr an´s Herz, während Nathanael immer unsypmathischer wird. Er wurde zu einem arroganten, karrieresüchtigen Widerling, der von Bartimäus völlig zu Recht dauernd auf die Schippe genommen wird. Sehr lustig teilweise!!! Als neue sympathische Figur, mit der man sich als Leser sehr gut identifizieren kann, gibt es das MÄdchen Kitty, die eine "Gewöhnliche" ist, also nicht zaubern kann, und gegen das Regime der Zauberer ankämpft. Dieser Band ist insgesamt viel düsterer als der erste, aber genauso spannend - man fiebert einfach so mit Kitty und Bartimäus mit. Tja, und Nathanael ... Ich bin sehr gespannt auf den 3. Teil und ob Nathanael noch die Kurve kriegt und wieder "nett" wird ober ob er als Oberfiesling endet. Insgesamt bekommt dieses Buch von mir volle 5 Sterne!!!
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Schüler wird erwachsen, 1. Februar 2006
Und so ergeht es auch der Geschichte. Nathaniel ist nach den Abenteuren des ersten Bandes in die Regierung aufgestiegen und bekommt die ersten Einblicke in Politik, Irrgärten gegenläufiger Meinungen und Interessen und die Arbeitsweise des Staates. Er meistert seine Aufgaben wieder mit der Hilfe von Bartimäus, allerdings kommt die "Gewöhnliche" Kitty Jones hinzu. Die für zusätzliches, zeitweise spassiges, zeitweise spannendes Chaos sorgt. Und Bartimäus kann sich immernoch nicht entscheiden, ob er Nathaniel mögen oder hassen soll... Die Handlund ist um einiges spannender, schneller und vertrickter als im ersten Band, was für mich eine Bereicherung war. Auch sind die Perspektivwechsel durch die Sicht von Kitty bereichert, die die Ebene der normalen Menschen mit einbringt. Die von mir gelesene englische Version des Buches ist in einer Sprache geschrieben, die auch von Kindern mit viel Neugier und Spass an der Sprache gut gelesen werden kann. Ich freue mich auf den dritten Band - der auch wieder auf Englisch sein wird, weil die deutschen Übersetzer zwar gute Arbeit geleistet haben, solche Geschichten im Original aber immer noch ein bisschen besser wirken.
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