Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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91 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch mit Suchtpotential!!!, 20. August 2007
Ich habe das Buch durch Zufall entdeckt. Da ich ein großer Schottland-Fan bin musste ich mir das Buch einfach kaufen; ich wußte nicht, was mich in der Geschichte erwartet.
Während der ersen 50 Seiten habe ich noch mit mir gekämpft, da die geschichtlichen Abhandlungen um die es da ging mir etwas zu trocken und langatmig waren. Aber sobald Claire durch die Steine gegangen war, empfand ich das Buch wie einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte; dem ich mich gar nicht entziehen wollte. Ich habe in jeder freien Minute und ungelogen die ganze Nacht hindurch gelesen; wie in Trance in die Geschichte hineingezogen. Habe Claires Verzweiflung, Verwirrung und Ungläubigkeit gefühlt, als sie sich plötzlich im Schottland des Jahres 1743 widerfand; habe wie ein stiller Beobachter oder wie ein Vogel der durch die Lüfte gleitet, die schottische Landschaft vor mir gesehen; habe wie ein Statist in einem historischen Film die Burg Leoch und all ihre Bewohner miterlebt; habe die stinkenden, grobschlächtigen Gestalten gerochen; habe Colum, Dougal, Murtagh, Rupert, Mrs FitzGibbons, Geilis Duncan, Laoghaire, den alten Alex, Ned Gowan und Father Bain vor mir gesehen. Ich hatte das Gefühl live dabei zu sein; ihre Intrigen und Machenschaften, ihr Leben und Lieben mitzuerleben.Genauso wie es Claire in der Geschichte erging, fühlte ich mit, wie schwierig und gefährlich das Leben in dem Jahrhundert war; wie einen eine unbedachte Tat oder Äußerung in höchste Lebensgefahr bringen konnte. Aber auch, wie befreiend, einfach und glücklich das Leben jenseits der"Fortschritte der Zivilisation" sein konnte. Ich habe mitgelitten und mitgezittert, als Claire in Jamie erst einen guten Freund findet und später, gegen ihren Willen mit ihm verheiratet wird. Als sie feststellt, das sie sich zu ihm hingezogen fühlt und sich ihn verliebt,- das alles war so gefühlvoll beschrieben, das ich mich sofort damit identifizieren konnte. Ihre Gewissensbisse, als sie plant, Jamie zu verlasen und im ihr Jahrhundert und zu ihrem Mann zurückzukehren; als er sie dann vor die Wahl stellt,- ich habe Rotz und Wasser geheult, und gehofft, dass sie die richtige Wahl trifft. Alles, was sie dann im Laufe der Geschichte noch erleben; die unbeschwerte, glückliche Zeit auf Lallybroch, das Wentworth-Gefängnis, Jonathan Randall; wie sie Jamie unter Lebensgefahr rettet und ihn quasi ins Leben zurückzwingt; all das lässt einen nur so durch die Geschichte fliegen.
In zahlreichen anderen Rezensionen las ich, dieses Buch sei nur etwas für gefrustete Hausfrauen, die mit ihrem Leben unzufrieden sind. All diesen Leuten kann ich nur sagen:Was ist so schlimm daran, in Geschichten abzutauchen, mitzuleben, mitzulieben, wenn einen das Buch, nachdem man es gelesen hat, glücklich zurücklässt?? Ist es nicht vielleicht eher so, das genau jene Rezendenten abgestumpft/ zu rational sind? Unfähig Liebe, Gefühl, Leidenschaft, Fantasie zuzulassen? Innerlich leer?
Andere schrieben, dass sie sich an den Liebesszenen störten: meiner Meinung nach passen sie, so wie sie hier geschildert sind, genau in die Geschichte. Die Autorin geht auch eigentlich gar nicht so sehr ins Detail. Sind es nicht viel mehr die Bilder, die beim Lesen vor unserem inneren Auge aufsteigen, welche diese Liebesszenen zu so etwas besonderem machen?
Viele Rezendenten stören sich an der Szene als Jamie Claire verprügelt: ist er wirklich ein Sadist, bloß weil er Sohn seines Jahrhunderts ist? Claire, die bis dahin immer ohne Probleme durch die Zeit von vor 200 Jahren kam, mußte hier halt einmal feststellen, dass sie mit ihrer Lebensart als Kind des 20.Jhdts nicht immer durchkommt. So schlimm fand ich das auch gar nicht; zumal die Autorin jeden Schritt ihrer Figuren ausreichend begründet.
Viele Leser hatten auch Probleme mit der Beschreibung von Jamies Äußerem: rothaarig, blauäugig, hochgewachsen, muskulös: Warum?? Es gibt durchaus gutaussehende rothaarige Männer und ich glaube viel mehr geht es der Autorin auch darum, die Seelenverwandschaft der beiden und wie sie einander bis auf den Grund ihrer Seelen berühren zu beschreiben.
Ich hatte die 800 Seiten dieses Buches in 2 Tagen durchgelesen; habe mir direkt alle anderen bisher erschienenen Teil(2-6) besorgt und alle genauso atemlos durchgelesen. Aber über die werde ich ein anderes Mal schreiben. Jetzt warte ich schon gespannt auf Teil 7, von dem D.G. auf ihrer Homepage schon einen kleinen Ausschnitt auf englisch veröffentlicht hat. Ich muß einfach wisen, wie sie die Geschichte zu Ende führt(von wegen dem Grabstein in Bd.2).
Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, mich vor der Autorin verbeugen zu müssen; vor ihrer schriftstellerischen Meisterleistung, ihrer Fähigkeit, so viele kleine Einzelheiten in die Geschichte einzubauen, die, auf den ersten Blick unwichtig früher oder später alle ihre Bedeutung in der Geschichte bekommen. Als sie zu schreiben anfing, muss sie das ganze Buch doch schon fertig in ihrem Kopf gehabt haben!!
Viele Kleinigkeiten erschließen sich einem erst wirklich, wenn man die Geschichte des öfteren gelesen hat(ich habe alle 6 Teile mittlerweile des öfteren gelesen).
Die Geschichte ist fantastisch recherchiert, und das die Autorin mit Herausgabe dieser Reihe einen wahren Run auf Schottland, Inverness und Steinkreise ausgelöst hat, kann ich nur zu gut nachvollziehen.
Zum Schluß noch ein kleiner Rat an die künftigen Leser: Tut euch den Gefallen: Lest das Buch, ihr verpasst etwas wenn ihr es nicht tut. Aber bitte lest sie der Reihe nach. Ihr könntet sonst arge Probleme bekommen, dem Verlauf der Geschichte zu folgen, da die Bücher doch sehr umfangreich sind. Teil 1: Feuer und Stein; Teil 2: Die geliehene Zeit; Teil 3:Ferne Ufer; Teil 4: Der Ruf der Trommeln; Teil 5: Das flammende Kreuz, Teil 6: Ein Hauch von Schnee und Asche
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hirn aus, Unterhaltung an, 24. Mai 2009
Das mußt Du lesen! versicherte eine Freundin.
Muß ich gar nicht, dachte ich. Amerikanische Hausfrauenphantasien, nein danke!
Gelesen habe ich es dann doch. Und alle Voraussetzungen für einen Ein-Sterne-Verriß schienen gegeben: Krankenschwester reist durch Steine in ferne Zeit und findet dort jede Menge Flöhe und Wanzen, einen bösen Bösewicht sowie ihre große Liebe vor. Gut, daß die Dame zum medizinischen Fachpersonal gehört, denn so kann sie sich nicht nur ausführlich über die desolaten hygienischen Zustände ergehen, sondern auch ihre große Liebe nach den zahlreichen Auseinandersetzungen mit dem bösen Bösewicht immer wieder zusammenflicken. Ach ja, die große Liebe: Versteht etwas von Gutsverwaltung, hat im Lauf seiner dreiundzwanzig Lebensjahre vier Sprachen fließend erlernt, nebenbei einige Zeit im Kloster - im Gefängnis- auf der Burg seines Onkels verbracht, versteht etwas von Viehdiebstahl, ist darüber zum allerdings zum Outlaw geworden, nebenbei ein ausgezeichneter Pferdepfleger und in allen Kampfarten so gut wie unbesiegbar... ja, da werden einem die Beschränkungen des eigenen Lebens mal wieder traurig bewußt. Sonst noch was? Ein Hexenprozeß (was waren das bloß für barbarische Zeiten!), eine verprügelte Ehefrau (was waren das bloß für barbarische Zeiten!), die Untaten des bösen Bösewichts (was waren das bloß für barbarische Zeiten!). Ort des Geschehens ist übrigens Schottland, oder zumindest etwas, das sich Schottland nennt. Ich persönlich habe ja den Verdacht, daß die Autorin Schottland vor dem Verfassen dieses Buches nie betreten hat und es nur als Kulisse gewählt hat, weil die ortsübliche Herrenbekleidung den umfangreichen Aktivitäten der Protagonisten in Heuschobern und auf Strohmatratzen so entgegenkommt.
So. Und warum vergebe ich nun mehr als einen Stern? Weil ich mich, zumindest bis zum letzten Drittel, trotz allem gut unterhalten gefühlt habe. Die Betonung liegt auf UNTERHALTEN, es ist nicht mehr, aber auch nicht weniger. Manche Szenen sind drastisch, andere sehr witzig, manche strotzen vor Klischees, andere sind originell. Manches ist fragwürdig und nichts ist glaubwürdig (und damit meine ich nicht nur Zeitreisen durch Steine), und am Ende hat man alles schnell vergessen. Mein Gehirn bedankt sich für die Auszeit und ich für die gute Unterhaltung.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einzigartige Kombination aus Historie, Zeitreise und Liebesgeschichte!, 3. Mai 2007
"Feuer und Stein" ist eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Es ist schon einige Zeit her, als ich diese wunderbare Reihe gelesen habe, aber die Geschichte ist mir sehr gut im Gedächtnis geblieben. Diese einzigartige Kombination aus Historie, Zeitreise und Liebesgeschichte ist der Autorin jedenfalls voll und ganz gelungen. Die Beschreibung "Fantasy" finde ich für dieses Buch sehr weit hergeholt. Klar gibt es in Wirklichkeit keine Zeitreise, aber das ist schon der einzige Punkt, wo auch ich sagen würde, das ist pure Fantasie der Autorin. Aber sonst ist doch in jedem Roman Fiktion vorhanden, da spicht man doch auch nicht immer von "Fantasy". Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist sehr flüssig und schön zu lesen. Die Liebe zum Detail macht dieses Buch zu etwas ganz besonderen.
Was mir ganz besonderes gut gefiel sind die Erzählungen über die schottischen Highlands. Die sind mir bildlich vor Augen erschienen, so ausdrucksstark wurden sie beschrieben. Auch die verschiedenen schottischen Clans hat Gabaldon wunderbar beschrieben, was ich sehr interessant fand. Und die wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Jamie und Claire haben mich total in den Bann gezogen. Für mich ist dies die schönste Liebesgeschichte, die ich kenne. Jamie und Claire sind mir natürlich ganz besonders ans Herz gewachsen, aber auch die anderen Charaktere sind meist sympathisch.
Was mich aber in diesem Buch sehr schockiert hat, war der Sadismus, der Jamie zugefügt wurde. Ich habe ja schon einiges gelesen, wo es brutal zuging, aber noch nie ist es mir so nahe gegangen wie hier. Ich habe ganz schrecklich mitgelitten und es ist sicherlich nichts für zarte Gemüter. Aber da muss man einfach durch, denn deswegen sollte man nicht auf diese Buch verzichten. Ich kann es nur allerwärmsten weiterempfehlen, denn dies zählt ganz klar zu meinen Lieblingsbüchern.
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