Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anschnallen!, 23. November 2007
Angenommen, das neuzeitliche Weltbild mit seiner Trennung von Subjekt und Objekt, Körper und Geist, das auf Newton und Descartes gründet, wäre falsch. Und angenommen, unsere zur säkularen Religion avancierte Wissenschaft, basiere auf unzureichenden Grundlagen. Das würde zu einem völlig anderen Blick auf die Welt und uns selbst führen. Die Konsequenzen aus dieser anderen Sicht wären eben nicht nur kleinere Korrekturen in unserer Sicht auf die Welt, es wäre eine Revolution. Um genau diese Fragen geht es in Lynne McTaggarts Buch Das Nullpunkt-Feld. Auf der Suche nach der kosmischen Ur-Energie.
In den USA ist Lynne McTaggart eine bekannte Wissenschaftsjournalistin. Hierzulande ist sie wenigen aus dem Film Bleep bekannt, einigen mehr durch ihr neues Buch Intention, auf das ich durch mehrere fast euphorische Kritiken aufmerksam geworden bin. Sie ist in einer Art und Weise der Wissenschaft verpflichtet, die das Lesen für mich manchmal anstrengend gemacht hat, wenn sie das Design und die Details von Versuchen ausbreitet und statistische Signifikanzen erläutert. Aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Was Lynne McTaggart in diesem Buch versucht, ist die weltweit seit Jahrzehnten laufenden Forschungen in den Randgebieten der Wissenschaft vorzustellen und vorsichtig in einen Zusammenhang zu stellen. Da gewinnt der Begriff Welt als Zusammenhang dessen, was ist, wieder eine Bedeutung. Und damit hebt sie sich angenehm vom durchschnittlichen Wissenschaftsjournalismus ab, der Forschungsergebnisse meist unzulässig verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen und möglichst sensationell aufgemacht an die Presse weitergibt. Die gehobene Wissenschaftspublizistik schmort entweder im Topf einer Fachdisziplin vor sich hin oder sammelt bestenfalls Fakten aus verschiedenen Disziplinen, die der Leser dann selbst zusammensetzen darf - wenn er will und kann.
Das Nullpunkt-Feld ist angenehm anders: von Geschichten über die Forscher ausgehend, werden die Entwicklungen in der Quantenpysik, der Biophotonik, der Biophysik, Quantenpsychologie bis hin zu den Forschungen über erweiterte Wahrnehmung in Raum und Zeit vorgestellt, diskutiert und in einen Zusammenhang gestellt. Obwohl es sich manchmal fast so liest, sind das keine esoterischen Gedankengänge. Vielmehr diskutieren Fachleute (darunter Nobelpreisträger) auf der Basis von Versuchen eine völlig andere Vorstellung von der Welt als wir sie kennen. Und vieles von dem, was heute als pseudowissenschaftlich abgetan wird, wird plötzlich glasklar - von Homöopathie, Radionik und Radiästhesie über Kinesiologie bis hin zu Geistheilung und Magie. Spiritualität und Religion wachsen mit der Wissenschaft wieder zusammen, denn die Welt ist nicht einfach teilbar. Alles formt sich aus einem Quantenwirbel, dem Nullpunkt-Feld.
Eine Leseempfehlung für all diejenigen, die ihren Horizont erweitern wollen. Anschnallen!
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Ur-Energien, 16. September 2007
Interessehalber lese ich Bücher über "freie Energien", "morphogenetische Felder", Parapsychologie und recherchiere über diese Themen auch gern im www.
Daher schätze ich dieses Buch der Wirtschaftsjournalistin Lynne McTaggart, die in ihrem Buch das Ergebnis ihrer 8jährigen Recherchen darstellt.
Hier finde ich in geballter Form die Quintessenz der Gespräche, die sie mit Neurowissenschaftlern, Biophysikern, Biologen und Bewusstseinsforschern geführt hat.
Was macht nun diese Fleißarbeit so besonders?
All ihre Gesprächspartner haben unabhängig von einander Phänomene entdeckt, die sich wie Puzzlesteine zu einem Gesamtbild zusammenfügen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
ärgerlich und irreführend, 28. August 2009
Lynn McTaggarts Ansatz könnten man so formulieren: "ich bastle mir ein Weltbild, auch wenn ich nichts davon verstehe". Und daraus hat sie ja auch keinen Hehl gemacht. Insofern ist der Ärger, den ich über dieses Buch empfinde, vor allem der Tatsache geschuldet, dass ich dennoch Geld dafür ausgegeben habe. Die Popularität, die dieses Buch erreicht hat, veranlasst mich nun, hier einen Kommentar abzugeben.
Offenbar teilen viele Menschen die Ansicht, dass die etablierte Naturwissenschaft zu wesentlichen Fragen unseres Lebens keine annähernd brauchbaren Erklärungen bietet und sind froh über jede Veröffentlichung, die alternative Denkansätze aufzeigt. Anders als bei "what the bleep do we (k)now" kommen bei Lynne McTaggart aber nicht die Wissenschaftler selbst zu Wort, sondern sie berichtet über deren Arbeit bzw. das, was sie davon verstanden zu haben glaubt. Daraus leitet sie dann ihren Anspruch ab, für Laien verständlich zu sein. Welch ein Irrtum! Das, was dabei heraus gekommen ist, ist teilweise so verquast, dass nur diejenigen, die gewohnt sind, ihrem eigenen Verstand nicht zu trauen, davon beeindruckt werden können. Bekanntlich ist ja unter den Blinden der Einäugige König.
Jede/r Schüler/in, die/der im Physikunterricht aufgepasst hat, kann erkennen, was an folgendem Satz nicht stimmt: "Zwei Wellen sind in Phase, wenn sie beide zur gleichen Zeit ihren Gipfel oder ihr Tal erreichen, selbst dann, wenn sie unterschiedliche Frequenzen oder Amplituden haben."(S. 53). Wie McTaggart eine Seite weiter den Casimir-Effekt erklärt, zieht jeder/jedem Naturwissenschaftler/in die Schuhe aus.
Allen, die gerne mehr über Nullpunkt-Fluktuationen und das Vakuum als Informationsfeld lernen wollen, empfehle ich deshalb wärmstens das Buch von Marco Bischof: "Tachyonen Orgonenergie Skalarwellen, Feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft".
Auch den sprachlichen Ausdruck (auch wenn daran die Übersetzerin beteiligt ist) empfinde ich teilweise als Beleidigung des Verstandes. Ein besonders krasses Beispiel findet sich auf S. 42: "Hauptsächlich aufgrund von Einsteins Theorien ... stehen alle Elementarteilchen in Wechselwirkung miteinander ...". Das wäre in einem Deutschaufsatz so nicht durchgegangen. Als ob das Universum auf Herrn Einstein gewartet hätte, um so zu sein, wie es ist! Wo war da eigentlich der Lektor?!?
Fast überflüssig, zu erwähnen, dass der Begriff "Feld" im Zusammenhang mit Faraday gelinde gesagt merkwürdig erklärt wird und Nils Bohr gewiss niemals die saudumme Idee hatte, "den Elektronen verbieten zu wollen, in den Atomkern zu stürzen", wie McTaggart ihm das auf S. 51 unterstellt. Ihre Art, Wissenschaftsgeschichte zu erzählen, erzeugt in mir sogar den Impuls, die Herren Descartes und Newton zu verteidigen, was normalerweise nicht meine Art ist. Lynne McTaggart hat überhaupt nicht verstanden, welche Arbeitshypothesen Descartes' und Newtons uns heute so in Schwierigkeiten bringen - und zwar weniger, weil sie falsch sind, als vielmehr, weil wir im Laufe der Geschichte den Kontext und die damit verbundenen Annahmen dieser Ansätze vergessen haben (bzw. schlicht die Tatsachen, dass es sich um Arbeitshypothesen handelt).
Damit komme ich zu einem weiteren Kritikpunkt an "Das Nullpunkt-Feld". Es mag eine unter Nicht-WissenschaftlerInnen verbreitete Erwartung an NaturwissenschaftlerInnen sein, ihnen ein (neues) Weltbild (oder Glaubenssystem) zu liefern. Und Laien ziehen gerne Schlüsse aus Forschungs-Ergebnissen und stellen Zusammenhänge her, die durch die Untersuchungen selbst nicht begründbar sind. Dass die ForscherInnen selbst sich nicht so verhalten, wirft McTaggart ihnen bereits im Vorwort vor: "... viele von ihnen blicken nicht gerne über den Tellerrand des eigenen Experimentierens hinaus, um sich die volle Tragweite ihrer Ergebnisse bewusst zu machen, ...".
McTaggart reflektiert an keiner Stelle, dass die Naturwissenschaften in der westlichen Gesellschaft zur Ersatzreligion verkommen sind. Im Gegenteil! Sie selbst bastelt munter an einem auf neuen wissenschaftlichen Forschungen basierenden Glaubenssystem, ohne die Grundbegriffe diese Wissenschaft auch nur annähernd verstanden zu haben (siehe oben).
Ich kann also von der Lektüre dieses Buches nur dringend abraten und empfehle die sicher zunächst anstrengendere aber wesentlich lohnendere Lektüre von Marco Bischof: "Tachyonen Orgonenergie Skalarwellen". (Wenn es null Sterne gäbe, hätte ich diese Option gewählt).
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