Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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72 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Lesenswert, vergnüglich, aber am richtigen Objekt geübt?, 13. Juni 2002
Von Ein Kunde
Maja Storchs Buch bietet eine leicht lesbare, anschauliche und zwischendurch auch vergnügliche Lektüre. Fachlich gelingt es der Autorin, der Leserin und dem Leser einige wesentliche Grundbegriffe der Jungschen Psychologie unkompliziert zu erklären und sie dann mittels Beispielen auch vertraut zu machen. Empfehlenswert ist das Buch für alle, auch für Männer, zu denen ich selbst gehöre. Zwei Punkte der Kritik seien dennoch erwähnt: Aus meiner eigenen Erfahrung bezweifle ich etwas, ob die starke, emanzipierte Frau, wie sie im Buch immer wieder erwähnt und auch direkt angesprochen wird, in der Realität wirklich so ungebrochen und in Reinkultur vorkommt. Die meisten Frauen, die ich kenne und die ich zu dieser Kategorie der Starken und Emanzipierten zähle, sind sich sehr wohl ihres inneren schwachen Mädchens bewusst. Dass dieses schwache Mädchen existieren kann, ist keineswegs die grundfestenerschütternde Entdeckung, wie dies stellenweise im Buch dargestellt wird. Die Schwierigkeit für solche Frauen ist vielmehr, mit den beiden Rollen starke Frau, schwaches Mädchen zurecht zu kommen bzw. diese Rollen in der einen und selben Person unter einen Hut zu bringen. Da bleibt Maja Storch etwas auf dünnem Eis mit ihren Ratschlägen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Buch, obwohl an und für sich gut geschrieben und flüssig zu lesen, streckenweise doch zu sehr in einen kumpelhaften oder, abwechselungsweise, auch in einen zu mütterlichen Ton verfällt. Trotzdem: Insgesamt ist das Buch gelungen und empfehlenswert.
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64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Stärke in gesunde Stärke umwandeln, 6. Januar 2001
Von Ein Kunde
Maja Storch greift in ihrem Buch ein Thema auf, das wahrscheinlich in vielen tiefgehenden Partnerschaften eine grosse Bedeutung hat: Distanz und Nähe. Oder: wie schaffe ich es, meine Partnerschaft lebendig zu erhalten? Warum fasziniert mich gerade dieser Mensch so sehr?Die distanzierte (=starke) Frau strahlt eine besondere Überlegenheit aus. Sie weiss immer, wo es lang geht, sie braucht nichts und niemanden, sie ist völlig autonom. Im täglichen Leben, bei der Arbeit und im Freundeskreis bereitet das in der Regel kein Problem. Die Distanziertheit ist so gesehen eher nützlich und in hohem Masse attraktiv. Eng wird es meist in der Partnerschaft, wo das "sich auf den anderen Einlassen" gefordert ist. Wenn man die Beziehung zu einem Partner als einen Verlust an Autonomie, als einen Verlust an Freiheit empfindet, kann sich die Beziehung nicht positiv entwickeln. Maja Storch beschreibt das so: "Der schwierige Effekt dieser Ambivalenz der starken Frau zeigt sich darin, dass sie auf die Bindungswünsche ihres ernsthaft an ihr interessierten Partners mit Verhaltensweisen reagiert, die für den Mann nur schwer nachvollziehbar sind." Das kann also nicht gutgehen. Es sei denn, der Mann ist selbst ein "starker" Typ. Aber dann wird er den Bindungswunsch nicht äussern, und die Beziehung wird bald langweilig werden, weil sich beide Partner nicht zu erkennen geben. Der besondere Charakter des starken Menschen wird schon an anderen Stellen sehr eindrücklich beschrieben, z.B. bei Fritz Riemann/Grundformen der Angst oder Julia Onken/Spiegelbilder. Maja Storch beschreibt den inneren Konflikt der starken Frau besonders einfühlsam und gut verständlich. Und sie zeigt Lösungswege aus dem Dilemma, das sowohl starke Frauen wie auch starke Männer betrifft. Insofern ist das Buch absolut empfehlenswert für alle, die ihren Partner besser verstehen und/oder die ihre vermeintliche Stärke zu einer gesunden Stärke ausbauen wollen.
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136 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dieses Buch hat mich als Mann umgehauen und mir viel erklärt, 26. August 2005
Da mich der Umschlagtext des Buches sehr angesprochen hatte und ich meine Freundin darin erkannte, habe ich - als Mann - mir dieses Buch zugelegt, weil ich hoffte, etwas über meine gerade von meiner Freundin beendete Beziehung zu erfahren. Ich erkannte sie im Beschreibungstext wieder. Der mittlere Teil ist etwas zäh, sehr theoretisch, aber um es gleich vorneweg zu nehmen: Das Buch - vor allem das letzte Drittel - hat mich regelrecht umgehauen, denn ich hatte das Gefühl, die Autorin würde meine Freundin und mich kennen, das ging bis ins Detail (ihre Vorliebe für Männer in Uniformen). Ich merkte schon vor längerer Zeit, wenn ich einmal etwas bestimmter war, dass sie dann von der dominanten in die devote Rolle verfällt, die sogenannte Opferrolle. Nur bin ich selten so stark, wie ich es bei ihr wohl sein müsste. Als ich neulich Nacht nicht schlafen konnte, nahm ich mir das Buch (ich war auf Seite 86 bis dahin) zur Hand und las es von 2:30 h bis 5 Uhr komplett durch. Es machte mich regelrecht euphorisch, denn es erklärte mir ihre Zerrissenheit und ihre Flucht, die bei meiner Art Mann total typisch sei, und warum sich ihre Gefühle zu mir nicht so stark entwickelt haben, obwohl sie sich eigentlich nach genau dieser Romantik sehnt, die sie aber bei Machos sucht. Ich gehöre zu diesen "Softis", den verständnis- und liebevollen Männern, die im Buch beschrieben sind, die alles für ihre Partnerin tun, die sich eine gleichberechtigte Partnerschaft wünschen, mit denen man über alles reden kann. Alles im Buch passte hervorragend und traf perfekt auf uns zu. Mein Herz raste regelrecht als ich das Geschriebene las. Es erklärt mir ihre Zerrissenheit, warum sie mir sagte, sie könne nicht anders. In dem Moment sagte ich noch, dass es wohl weniger das Können als das Wollen sei, aber nach dem Buch, scheint es wirklich eher das Können zu sein, was das Problem darstellt.Das Buch hat mir ein wenig Hoffnung gemacht, da es genau das aussagt, was ich die ganze Zeit dachte und fühlte - dass wir zusammengehören und ich (bzw. meine Art von Mann) der Richtige für sie bin, wenn sie das nur erkennen würde. Ob es für uns noch eine Chance gibt, weiß ich nicht. Ich habe vor, ihr das Buch ohne große Worte zu schenken, und wenn sie sich damit befasst, wird ihr vielleicht bewusst, warum sie bei mir die Flucht ergreift, und in den letzten 4 Jahren immer nur kurze Beziehungen hatte (nach einer 3-jährigen Beziehung, bei der es am Ende nur noch Kampf gab und in der er sich nicht mehr genug um sie kümmerte) und vor allem, warum sie so hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch nach Haus und Kind und der Freiheit. Sie sagte mir vor Jahren, als ich schon in sie verliebt war, ich sei das, wonach sie immer gesucht hätte, doch jetzt, wo sie es haben könnte, wolle sie es nicht. Mal sehen, was sie nach diesem tollen Buch sagt, ob sie sich wiedererkennt und vielleicht etwas ändern will, die Stärke in gesunde Stärke umwandeln.
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