Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Psychologischer Krimi, aber keine Handlungsanleitung, 30. Juni 2005
Meine Beschäftigung mit Tipping Point hatte vier Phasen: Enttäuschung, Begeisterung - Ernüchterung - Weiterempfehlung.1. Phase: Enttäuschung Die Erkentnisse Gladwells erscheinen zunächst banal: Sein Tipping Point erscheint zunächst als nichts anderes, womit sich jeder Business-Plan für Web-Seiten beschäftigt: Wie kann ich die kritische Masse erreichen, damit mein Produkt sich von alleine multipliziert. Das war mir dann doch zu wenig für ein Buch, das so gehyped wurde. 2. Phase: Begeisterung Gladwells wirklich mitreißende Art zu schreiben ließ mich weiterlesen. Wie er die Typen von Multiplikatoren (Vermittler, Verkäufer, Kenner) beschreibt, ist eine geniale Mischung aus Zusammenfassung von Studien sowie eigenen Erlebenissen und Abstraktionen. So etwas liest man nicht oft. 3. Phase: Ernüchterung Zu einer Produktenttäuschung kam ich, da das Buch als Managementberatung verkauft wurde: Das gerade ist es nicht. Denn Gladwell gibt keinerlei konkrete Hinweise, wie man den eigenen Tipping Point für sein Unternehmen finden kann. Auch eine nachgeschobene zweiseitige Anleitung am Ende kommt über den Ruch - da hat der Lektor am Ende gesagt: Wir brauchen aber auch eine Handlungsanleitung - nicht hinaus. 4. Phase Weiterempfehlung Hat man sich vom Klappentext-Versprechen gelöst, ist Gladwell nahezu ein Muss. Denn er gibt einem so viele Geschichten an die Hand in denen man seine Managementziele verdeutlichen kann, eigenes Vorgehen reflektieren kann oder einfach nur Spaß zum Überdenken der Gewichtung von Entscheidungen, dass er sich völlig lohnt. Deswegen am Ende: Volle Punktzahl
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Sparen Sie Zeit und Geld: Inhalt hier komplett wiedergegeben, 17. Juli 2009
Sparen Sie Zeit und Geld - der Inhalt ist so dünn, dass er auf einen Bierdeckel passt:
1. Ideen und Verhaltensweisen verbreiten sich wie Epidemien.
2. Daher können kleine Veränderungen (wie bei einem Grippevirus) dramatische Auswirkungen haben.
3. Es gibt Menschen, die sehr viele Bekannte haben und sehr überzeugend sind.
4. Wenn man diese Menschen überzeugt, so kommt eine Lawine in Gang.
5. Dafür ist es wichtig, dass die Ideen haften bleiben.
6. Es kommt auch auf die äußeren Umstände an.
Zitat aus dem Buch: "Das Gesetz der Wenigen sagt, dass es ein paar ungewöhnliche Leute da draußen gibt, die eine Epidemie auslösen können. Man muss sie nur finden. Die Lehre der Verankerung ist dieselbe. Es gibt Methoden, Informationen so zu verpacken, dass sie unwiderstehlich ist. Man muss sie nur finden."
Leider schweigt sich das Buch über das "Man muss sie nur finden" völlig aus. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie man Informationen so verpackt, "dass sie unwiderstehlich sind", so lesen Sie besser das unwiderstehliche Buch "Made to stick" von Chip Heath und Dan Heath.
Fazit: sehr wenig Inhalt, viele Aussagen sind banal, Darstellung teilweise fehlerhaft. Interessant fand ich lediglich das dritte Kapitel über die Entstehung des Konzeptes für die Sendung "Sesamstrasse". Dafür insgesamt noch gerade 2 Sterne.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Was es über das Buch zu wissen gibt, 31. Oktober 2006
BUCHINHALT:
"Die Welt um uns herum mag unbeweglich und unnachgiebig erscheinen. Sie ist es nicht."Mit diesem Glaubenssatz eröffnet M. Gladwell einen neuen Blick auf unsere Umwelt: mit dem kleinsten Anstoß kann man sie "wenn man den Tipping Point trifft" kippen. Dem Konzept des Tipping Point liegt der Gedanke zu Grunde, dass es genügt, die Aufmerksamkeit auf einige wenige Stellschrauben zu richten, um zu erklären, warum bestimmte Ideen, Verhaltensweisen oder Produkte "Epidemien" auslösen und andere nicht. Diese Stellschrauben, die sukzessive im Buch erläutert werden, sind:
1.) das "Gesetz der Wenigen",
2.) die "Verankerung" und
3.) die "Macht der Umstände".
Das Gesetz der Wenigen besagt, dass "Kenner", "Vermittler" und "Verkäufer" dafür verantwortlich sind, dass Mund-zu-Mund Epidemien entstehen. Darauf aufbauend argumentiert das Gesetz der Verankerung, dass Ideen, Produkte oder Verhaltensweisen sich zusätzlich ausreichend einprägen und uns zum Handeln bringen müssen, wenn sie in der Lage sein sollen, Epidemien auszulösen. Neben den Leuten, die Epidemien verbreiten und den wesentlichen Zügen von erfolgreichen Epidemien, kommt ein dritter entscheidender Faktor hinzu: Epidemien hängen von den Bedingungen und Umständen der Zeit und des Ortes ihres Geschehens ab. Demnach kann sich eine Reihe relativ kleiner Veränderungen in unserer äußeren Umgebung dramatisch auf unser Verhalten auswirken.
BEWERTUNG:
M. Gladwell stellt sein Konzept der Tipping Points anhand einer Vielzahl interessanter Beispiele und Geschichten "von der Verbrechensbekämpfung in New York über die "Faszination Rauchen" bis hin zur Vermarktung von Schuhen und Kindersendungen überaus anschaulich, gut strukturiert und schlüssig dar. Wem die insbesondere im Kapital zum Verankerungsfaktor sehr detailliert geratenen Fallbeispiele zu langatmig erscheinen, dem sei gesagt, dass die wichtigsten Aussagen nochmals kurz am Ende eines Kapitals zusammen gefasst sind. Das dritte Kapitel zur Macht der Umstände sei aber ausdrücklich zur vollständigen Lektüre empfohlen.
Insgesamt macht das Buch in eindrucksvoller Weise deutlich, dass die Linie zwischen Ablehnung und Akzeptanz oder zwischen einer Epidemie, die den Tipping Ppint erreicht und einer, die ins Leere läuft, oft sehr viel schmaler ist, als wir glauben. Durch gezieltes Drehen an den richtigen Stellschrauben können wir weitreichende Veränderungen in den verschiedensten Bereichen unserer Umwelt bewirken. Die hohe Kunst liegt darin, die Tipping Points ex-ante zu identifizieren und gezielt zu steuern. Eine konkrete Anleitung hierfür kann aber auch von diesem intelligenten Buch nicht erwartet werden.
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