Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schade, da hatte ich mir mehr von erwartet, 31. August 2008
Die Thematik an sich, die in diesem Buch der Autoren Fauteck und Kusztrich behandelt wird, nämlich die Chronobiologie ist sehr interessant. Leider verliert das Buch ab dem ersten Viertel wieder an Spannung und die letzten Kapitel bieten überhaupt nichts Neues mehr. Ganz im Gegenteil, hier wiederholen sich die ersten Statements nur noch.
Dennoch kann man aus diesem Buch einiges Mitnehmen, wie z.B. dass das Buch "Schlank im Schlaf" keinen Humbug enthält, weil es anscheinend tatsächlich darauf ankommt, wann man was ißt. So verbrennen Kohlenhydrate am morgen schneller als abends und kurbeln dadurch auch noch den Stoffwechsel an. Weitere spannende Infos sind, dass jeder medikamentöse Wirkstoff ein eigenes Zeitfenster hat, wo er am besten auf das jeweilige Organ wirkt. So wurden mittlerweile auch Medikamente mit einem eigenen Zeitschloss entwickelt. Spannend war auch das Thema Organuhr und das Krankenhaus der Zukunft. Verstanden habe ich auch, dass es wichtig ist einen geregelten Tagesablauf zu haben und nicht zu spät ins Bett zu gehen, auch wenn man eine Nachteule ist, da z.B. Regenerationsphasen fehlen und Zellschäden auftreten können. Auch fand ich es sehr interessant, dass das schlechtere Einschlafen bei älteren Menschen auf die fehlenden Reize aus der Natur (Tageslicht, Wind etc.) zurück zu führen sind und sich das Befinden verbessern kann, wenn man darauf achtet, nicht zu oft zu Hause zu sitzen. Zudem habe ich auch verstanden, dass es sinnvoll ist auch am Wochenende einen ähnlichen Rhythmus beim Aufstehen und Zubettgehen beizubehalten, damit Montag das Aufstehen nicht zu schwer fällt. Interessant fand ich auch das Thema Ruhephasen und was passiert, wenn diese ignoriert werden, sowie in diesem Zusammenhang das Thema "Wechselatmung". Manchem Menschen hätte ich da gerne mal das Buch in die Hand gedrückt.
Etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt haben sich die Autoren dann mit Themen wie der Einfluß des Mondes auf die Psyche und der Erläuterung des Abendmahls von da Vinci unter dem Aspekt der Sternzeichen. Ich hab nicht verstanden, was dies mit Chronobiologie zu tun hat. Oder das die 3 eine mystische Zahl ist oder das Jürgen Hingsen 3 x einen Fehlstart hatte. Im Grunde genommen kommt mit zunehmenden Seiten immer mehr Geschwafel der Autoren hinzu, aber immer weniger Bearbeitung der Ausgangsthematik, so dass ich langsam anfing beim Lesen mehr und mehr abzuschalten. Richtig daneben fand ich dann folgenden Absatz: "Es ist vielleicht interessant anzumerken: Dass der weibliche Organismus nur über einen relativ kurzen Zeitraum hinweg Leben schenken kann, ist alles andere als ein Makel. Die Evolution berücksichtigt, dass jedes Neugeborene eine gewisse Zeitlang seine Mutter braucht. Also wäre es wenig sinnvoll, ihre Fortplanzungsorgane bis zum Tode aktiv zu halten, wie es in jeder Gattung der Tierwelt praktiziert wird." Ich frage mich, ob die Autoren sich auch nur annähernd in eine Frau hinein versetzen können, wenn sie so ein Statement verfassen. Zumal ein Kind nicht nur die Mutter, sondern auch den Vater braucht. Und außerdem wird dabei wohl vergessen, dass - auch wenn man es immer wieder hört - die älteren Männer auch nicht bis an ihr Lebensende super potent sind und die Spermiendichte sogar immer mehr abnimmt. Davon mal abgesehen, dass immer mehr Männer aufgrund der Umwelteinflüsse unfruchtbar werden. Aber nein, hier werden wieder einmal nur die älteren Frauen diskriminiert. Bedenklich fand ich zum Ende des Buches hin auch die Seiten bzgl der diversen Pillen, die das Abnehmen unterstützen können oder eines chronobiologischen Osteoporosepräperates oder einer Tablette zur Gedächtnisunterstützung und im Anschluß gibt es dann noch Internetadressen und Telefonnumern für die aufgeführten Produkte. Das klang dann bereits nach "Verkaufsveranstaltung" und kam bei mir als Leserin nicht sonderlich gut an.
Fazit: Insgesamt ein interessantes Thema, aber die Umsetzung finde ich nicht sonderlich gelungen.
|
|
|
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Wenig neues - kaum lohnenswert, 15. August 2006
Das Buch bringt keine neuen Erkenntnisse für diejenigen Leser, die sich mit der Materie bereits beschäftigt haben. Für Neueinsteiger in dieses Thema auch wenig geeignet, da recht verwirrendes Abarbeiten von Kapiteln, zögerliches Antippen von Fragen, ohne diese dann mit der gebotenen Tiefe zu beleuchten. Bei Interesse nenne ich bessere Titel: plurale@web.de
|
|
|
|