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Zwölf heißt 'Ich liebe dich": Der Stasi-Offizier und die Dissidentin
 
 

Zwölf heißt 'Ich liebe dich": Der Stasi-Offizier und die Dissidentin (Taschenbuch)

von Regina Kaiser (Autor), Uwe Karlstedt (Autor)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  • Sie nahmen mir nicht nur die Freiheit: Die Geschichte einer gescheiterten Republikflucht von Eva-Maria Neumann

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 298 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur (1. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426777495
  • ISBN-13: 978-3426777497
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 124.157 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kürzlich sahen sie sich gemeinsam die Dokumentation "11 und 12" im Fernsehen an. Ihre Geschichte und jene Art von Täter-Opfer-Film, mit denen deutsche Fernsehanstalten gerne am Jahrestag des Mauerfalls an das Unrechtsregime erinnern. Er war damals ermittelnder Beamter des MfS in der berüchtigten Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen. Sie hatte ihm dort 1981 als Beschuldigte gegenüber gesessen. Das Besondere des Films: Opfer und Täter redeten miteinander. Das wahrhaft Außergewöhnliche aber: Beide leben heute glücklich zusammen.

Was sich wie der Titel eines kolportagehaften Groschenromans ausnimmt, entpuppt sich als schier unglaubliche Lovestory aus dem Arbeiter- und Bauernstaat. So hatte sich das MfS, das Ministerium für Staatssicherheit, den Einsatz seiner Verhörexperten gewiss nicht vorgestellt. Zusehends wurde der junge Vernehmungsbeamte Uwe Karlstedt von dem hübschen Staatsfeind, der ihm gegenübersaß, fragetechnisch verunsichert. Regina Kaiser war, zusammen mit ihrem damaligen Mann und einem Freund, des Landesverrates aufgrund illegaler Westkontakte angeklagt. Ihr sozialistischer Wertewandel hatte 1976 mit der Ausbürgerung Biermanns eingesetzt. Der Wertewandel des vernehmenden Beamten Karlstedt indes geriet gerade eben ins Wanken. Kein Zweifel: Die Staatsmacht und ihr Opfer hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Eine Liebe, die sechzehn Jahre auf Eis liegen sollte!

Fast filmisch mutet das retrospektive Hin- und Herblenden der jeweiligen Sichtweisen an. Wunderte sich Regina damals über die Zerstreutheit ihres Befragers, so erfahren wir von Uwe, dass dies durchaus ausgebuffter Stasi-Befragungstechnik entsprach, die anschließend umso erbarmungsloser zuschlug. Der Leser erhält so tiefe Einblicke in Haftalltag und innere Mechanik eines Schnüffelstaates. Ein halbes Jahr währte der Fragenmarathon, in dem Regina in ihrer Zelle den Titel gebenden, jungmädchenhaften Zahlencode ("12" stand für "Ich liebe Dich") austüftelte.

Psychologisch ergiebiger als die Geschichte der resoluten Regina, gestaltet sich das "Täterprofil", das einen fantasievollen, charakterlich aber weicheren Uwe Karlstedt in sichtlicher Erklärungsnot vorfindet. Von Zweifeln und inneren Vorwürfen förmlich zerrissen, obliegt ihm die undankbare Aufgabe, den Spagat zwischen Liebe und beamtenhafter Pflichterfüllung gegenüber dem Unrechtsstaat plausibel zu machen. Kein Wunder -- schließlich wird Regina auch aufgrund seiner gründlichen Arbeit zu drei Jahren Haft verurteilt, bevor man sie in den Westen abschob. Uwe bleibt indifferent, verdrängt seine Mitschuld am Urteil.

Sechzehn Jahre später -- der Lauf der Welt hat sich inzwischen vollständig gewandelt -- klingelt 1997 bei Uwe Karlstedt das Telefon. Erneut war sie die Stärkere, er der Aussitzende. Für beide beginnt der Eintritt in ein Leben, das viel Klärungsbedarf bereit hält. Unfreiwillige sozialistische Eheanbahnung mit Happyend vor wichtigem geschichtlichen Hintergrund. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ostberlin, 1981: Wegen angeblicher Westkontakte wird Regina Kaiser von dem jungen Stasi-Offizier Uwe Karlstedt vernommen. Doch als sich die »Staatsfeindin« und ihr Vernehmer gegenüber stehen, geschieht das Unwahrscheinliche: Sie verlieben sich ineinander - eine Liebe, die sie sich erst Monate später eingestehen, heimlich, mit wenigen Worten und mittels eines Zahlencodes, den Regina im Gefängnis erfunden hat: 11 heißt »Du bist schön«, 12 »Ich liebe Dich«. Nach zweijähriger Haft kann sich Regina in den Westen freikaufen. Erst nach der Wende, im Jahr 1997, spürt sie ihren Vernehmer von damals wieder auf. Und erneut geschieht das Unwahrscheinliche ...

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unspektakulär und ehrlich, 16. März 2008
Am Anfang mußte ich mich erst regelrecht in das Buch hineinlesen,
dann aber "geht alles auf".
Unspektakulär und ehrlich werden hier zwei unterschiedliche Lebensbahnen nachvollziehbar.
Ohne (nachträglich verklärendes) Pathos und ohne (aufgesetzte) Rechtfertigungsversuche
schildern beide Autoren ihr Zueinanderfinden.
Mit der Offenlegung von einigen bisher wenig bekannten Stasi-Interna wird die Menschenverachtung
und (letztendlich) Hilf- / Zukunftslosigkeit dieses Machtsystems deutlich.
Man erlebt mit, wie der Klassenkampf gegen allerpersönlichstes Empfinden "den Kürzeren zieht".
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Lebensgeschichten - nicht Liebesgeschichte - im Vordergrund, 28. Dezember 2005
Die Buchbeschreibung bzw. der Klappentext hat mir den Eindruck vermittelt, dass es sich um die Darstellung einer spektakulären Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen handelt, die an den gegenüberliegenden Enden eines Systems stehen und deren Umgang mit der Situation.
Tatsächlich steht die Liebesgeschichte selbst jedoch eher im Hintergrund. Hauptsächlich handelt das Buch von der Lebensgeschichte und -einstellung der beiden betroffenen Personen und ihren Umgang mit den Verhältnissen in der ehemaligen DDR. Die Hintergründe und die daraus entstandene Motivation/Überzeugung zu dem jeweiligen Lebensweg sind jedoch nicht minder interessant als eine reine Liebesgeschichte unter den gegebenen Umständen. Insbesondere die sehr offene Darstellung von Uwe Karlstedt hinsichtlich seiner Arbeit im Ministerium für Staatssicherheit und seiner Blindheit bzw. Ignoranz gegenüber der Realität des Systems bzw. der Tatsache, dass menschenfeindliche Vorgehensweisen niemals zu einem menschenfreundlichen System führen/gehören können.
Für mich ist das Buch ein Einblick in das Leben der ehemaligen DDR aus Sicht von zwei Menschen, die jeweils an einem der extremen Enden im System standen, und keine Liebesgeschichte. Es ist dennoch lesenwert, eben wegen der Situationen, in denen sich die Beteiligten befunden haben - nur der Klappentext sollte vielleicht angepaßt werden, da er in meinen Augen falsche Erwartungen an den Buchinhalt hervorruft.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen keine hollywood lovestory, zum glück!!!!, 12. August 2004
Von Ein Kunde
nachdem ich die gedenkstätte des ehemaligen stasigefängnisses hohnschönhausen besucht hatte, wurde ich auf dieses buch aufmerksam. es ist meine meinung nach sehr realistisch und ehrlich geschrieben, der vernehmer, wie die dissendentin versuchen in keinster weise ihre geschichte zu überdecken und an der wahrheit zu drehen... ich bin froh dass dieses buch kein hollywoodroman geworden ist (der hintergrund hätte sicher das zeug dazu gehabt), sondern ein sehr lerreiches buch, dass uns die DDR, in deren geschichte die der protagonisten eingebunden ist, sehr realitätsnah veranschaulicht, und mir persönlich mehr einblick in diese Periode ermöglicht hat.
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