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54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
In den blauen Bergen Südinidens...., 8. März 2008
Südindien in den 70ern des 19. Jahrhunderts: die junge Katrina führt ein sehr zurückgezogenes Leben im Haus ihres Bruders & wird von der Gesellschaft weitgehend gemieden; hat sie doch eine skandalöse Scheidung hinter sich, ihr Ex behauptete sie habe ihn mehrfach betrogen & stellt sogar die Vaterschaft des gemeinsamen Sohnes Caleb in Frage.... Da tritt ein geheimnisvoller Unbekannter in ihr Leben & schon ist sie wieder Mittelpunkt des Tratsches: der Offizier Aidan Landor, seines Zeichens Müßiggänger, mit seiner Familie zerstritten, der ein geheimes Leben führt... Er schlägt ihr einen Handel vor: eine Ehe- sie erlangt dadurch die ersehnte Freiheit wieder, er erhält durch ihre Mitgift die Möglichkeit eine Teeplantage zu erwerben... Selbstverständlich weißt die Dame sein Ansinnen brüsk zurück, dann tritt aber ihr Ex wieder in ihr Leben: er will seinen Sohn zurück, seine Frau ist unfruchtbar.... Schon willigt Katrina in die Ehe mit Aidan ein, um ihrem Sohn einen Vater zugeben.... Mehr wird nicht verraten, selbst lesen ;-)
Meine Meinung: wesentlich besser als die englische Erbin (hab ich nicht mal fertig gelsen- sterbenslangweilig) & Der Duft von Sandelholz (auch eher mittelmäßig...) Vor allem das Setting hat mir gut gefallen eine Hill Station in Südindiens Bergen, die Autorin versteht es die Landschaft vor den Augen des Lesers lebendig werden zu lassen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, manchmal lassen sie allerdings eine gewisse Tiefe vermissen, die Figur des Aidan ist doch sehr einseitig männlich-arrogant-chauvinistisch ausgelegt. Weiteres Manko wie in allen ihren Büchern: da sich die Handlung über mehrer Jahre hinweg erstreckt fehlt m.E . der Geschichte eine gewisse Dynamik/Handlungsfluss: statt dessen hat man immer das Gefühl man sieht nur einige unvollständige Szenen, wird an interessanten Stellen, wo man sich wünscht zu wissen wie es weiter geht, einfach abgebrochen; zudem entwickelt sich dadurch die Geschichte zw. Aidan & Katrina nicht wirklich.
Ebenso ist der Schreibstil der Autorin ist doch eher einfach; Wortwahl & Satzbau sind durchaus ausbaufähig... Insgesamt erinnert der Roman den interessierten Indienromanleser durchaus an RYMANs SHALIMAR, hat die Autorin sich davon inspirieren lassen???? Auch die geschichtlichen Fakten erinnern daran, die angestrebte Vormachtstellung Russlands in Asien, der geschichtliche Hintergrund wird aber in Shalimar bzw. Palst der Winde wesentlich fundierter dargestellt
Ich würde insgesamt zu 3,5 Sternen tendieren, das das aber nicht möglich ist 3. M.E. ihr bislang bester Roman, eine interessante Geschichte an einem schönen Schauplatz, der Roman hat durchaus Potential, das leider nicht voll ausgeschöpft wurde! Ein harmloser netter kleiner Lieberoman .
Bessere IndienRomane: Palast der Winde, Shalimar, Wer Liebe verspricht, Die Pfauenprinzessin, Im Namen der toten Prinzessin um nur einige zu nennen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tolle Schauplätze, interessante Personen..., 16. November 2008
Nach den ersten paar Kapiteln war ich hin und weg von dem Buch! Eine Heldin, der von ihrem geldgierigen Ex-Mann so übel mitgespielt wurde, dass sie sich in der Öffentlichkeit nicht mehr unbeobachtet bewegen kann und der schon nach einem kurzen Gespräch mit einem Mann ein Verhältnis mit ihm angedichtet wird - schließlich ist sie ja "so eine".
Ein Held, der geheimnisvoll und interessant ist, der als Spion arbeitet. Und dazu noch Schauplätze, die sehr schön und anschaulich beschrieben werden, so dass man sich die indische Stadt in den Bergen oder auch die Großstädte richtig vorstellen kann.
Mit der Zeit traten dann allerdings die Schwächen des Buches zutage. Der Held schafft es nicht, sich seiner Frau während der drei Jahre währenden Ehe auch nur einmal wirklich zu öffnen. Wenn sie etwas mehr über ihn wissen will, dann verschließt er sich sofort und redet einfach nicht mit ihr. Der Alptraum jeder Frau, möchte ich behaupten!
Die Autorin schafft viele Situationen, in denen die Hauptpersonen oder auch ihre Freunde in ziemlich üble Konflikte kommen, aber manchmal beendet sie Kapitel dann absolut unbefriedigend, indem es z.B. nur heißt, man rede morgen über die Situation weiter...und im nächsten Kapitel sind dann schon wieder zwei Monate vorbei :-/
Das sind allerdings nur kleine Mängel. Das Buch ist oft genug spannend, sei es bei Konflikten zwischen Aiden und seiner bevormundenden Familie, die nicht akzeptieren will, dass er eine "gefallene Frau" geheiratet hat und alles tut um die Ehe zu beenden. Oder auch, wenn Aiden auf seinen Streifzügen als Kundschafter ist und dabei in sehr gefährliche Situationen kommt.
Dramatisch auch die Geschichten um die Nebenfiguren Ashley und Nicolas oder um Gillian, die abgelegte Freundin von Aidens Freund Brian, deren systematischer Abstieg das Buch verfolgt ohne wirkliche Hoffnung auf ein Happy End - zumindest bei letzterer.
Meine Wertung: das Buch ist streckenweise etwas langatmig, aber trotzdem sehr schön - auch wenn ich den Helden bis zum Schluss immer wieder schütteln wollte und sagen "Mach endlich das Maul auf und sprich mit deiner Frau, du Depp!" ;-)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Duft der südindischen Teekontore, 20. Oktober 2008
Laila el Omari entführt uns Leser in diesem Buch nach Südindien in die Nilgiri-Berge. Nach einer skandalösen Scheidung lebt dort die junge Katrina zurückgezogen auf der Teeplantage ihres Bruders. Als der Junggeselle Aidan ihr eine Vernunftehe vorschlägt, willigt sie ein. Nur so kann sie der bisherigen Unmündigkeit entfliehen und wieder die Geschäfte einer Teeplantage leiten. Doch die gesellschaftlichen Strukturen des kollonialen Indiens, missgünstige Menschen und die langen Abwesenheitszeiten Aidans machen Katrina das Leben schwer.
Dies ist eine farbenfroh erzählte Geschichte, in der man sich um 100 Jahre zurück versetzt fühlt. Bei einer Witwenverbrennung konnte ich das Feuer knistern hören, bei Szenen im Teekontor hatte ich den Duft der beschriebenen Tees in der Nase. Ich habe während des Lesens noch viel mehr Tee als ohnehin schon üblich getrunken. Es war ein wunderbar entspannendes Leseerlebnis, bei dem ich mich herrlich über manch eine Gestalt und ihr Verhalten aufregen konnte, mit den Protagonisten zitterte und am Ende sogar Tränen in den Augen hatte.
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