Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungenes Debut (4,5*), 30. Dezember 2007
Frau Johannson widmet sich zwar mit ihrem Debut einem bewährten Muster (starke Frau setzt sich über viele Konventionen ihrer Zeit hinweg, um ihren Weg zu gehen), hat mich aber durch ihren leichten und flüssigen Schreibstil im Grossen und Ganzen überzeugt.
Der Roman umfasst einen Zeitraum von fast achtzig Jahren und daher auch viele Ereignisse im Leben der Protagonistin. Manchmal kommen dabei allerdings die Details etwas zu kurz und für Marie (und damit auch für die Leser) wichtige Abschnitte werden nur sehr kurz angerissen. Das fand ich sehr schade. Hätte mir gewünscht, dass die Autorin besser darauf eingeht. Ausserdem handelt Marie für meine Begriffe manchmal zu sehr entgegen den Konventionen ihrer Zeit (z.B. Reise nach Russland ohne Begleitung durch Familie, Zofe etc.), so dass ihre Handlungsweise nicht immer glaubhaft ist.
Der Stil und auch die Thematik haben mich ein wenig an Karin Engels Bücher ("Die Kaffeeprinzessin" und "Das Erbe der Kaffeeprinzessin) erinnert: In Norddeutschland angesiedelte Familiensaga mit einer starken Frau als Protagonistin, einer Liebesgeschichte und einem gehörigen Mass Intrige.
Trotz meiner Kritik ein leichtes, unterhaltsames Lesevergnügen für einen Nachmittag am Kamin oder eine lange Zugfahrt!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unterhaltender historischer Roman, 26. November 2007
Eigentlich könnte das Leben von Marie völlig in Ordnung sein. Sie liebt ihre Ballettstunden über alles, ihre Eltern sind vermögend, da der Vater eine gutgehende Konditorei betreibt und sie hat zwei sympathische Brüder . Doch eines Tages stirbt zunächst der ältere Bruder und von dem Tag an, ist ihr Vater so seelisch getroffen von dem Verlust, dass er sich aus dem Laden zurückzieht und die Konditorei seinem noch verbliebenen Sohn übergibt. Dieser hat auch sogleich allerhand ehrgeizige Pläne und reist geschäftlich mit seinem Stellvertreter Oeverbeck zum Zaren nach Russland. Doch er kehrt nicht mehr lebend heim...
Nun ist es an Marie die Konditorei zu übernehmen, denn ihr Vater ist zu krank dazu. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, besonders mit dem Stellvertreter Oeverbeck, gelingt es Marie, die Firma zu halten. Um weiterhin Profit machen zu können, entschließt sie sich dazu, ebenfalls eine Reise nach Russland anzutreten. Der Zar ist mehr als begeistert von den Süsswaren, besonders vom handgefertigten Marzipan und so beginnt der Siegeszug des Krögerschen Marzipans".
Die Firma und Marie durchlaufen gute sowie schlechte Zeiten, doch durch ihren Erfindungsgeist und ihre kreativen Ideen meistert Marie alle Schwierigkeiten. Mehr noch. Selbst für soziale Einrichtungen und für die Ärmsten der Armen engagiert sie sich nebenbei.
Doch in Herzensangelegenheiten hat sie nicht so viel Glück.
Zum einen gibt es da Thomas Hansen, einen Weinhändler, dem ihr Herz gehört, der sich jedoch nicht binden will und zum anderen Christian Andresen, ein Fischhändler, der sie über alles liebt, dessen Liebe sie jedoch nicht erwidern kann.
Als ein Einbruch in der Konditorei stattfindet und es scheint, als ob es der Einbrecher auf das geheime Marzipanrezept abgesehen hat, weiß Marie jedoch, dass es langsam Zeit für sie wird, zu reagieren...
Ich gestehe, dass ich eigentlich nicht viel Erwartungen an diesen Roman gestellt habe. Doch dieser historische Roman von einer deutschen Autorin hat mich positiv überrascht. Lena Johannson hat mit Das Marzipanmädchen", einen wunderschönen, historischen Roman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin vermochte es, eine atmosphärisch dichte, unterhaltsame Geschichte zu schreiben, die nie Längen aufweist und einen interessanten Einblick in die Süßwarenherstellung Ende des neunzehnten Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gewährt.
Aber auch die Heldin des Buches ist eine mutige und sympathische Person, die das Buch zusammen mit einer fesselnden Rahmenhandlung, in der auch durchaus ernstere Dinge dieser Zeit, wie die schlechte Unterbringung der Fabrikarbeiter oder fehlende ärztliche Versorgung der Huren angesprochen werden. 4.5 von fünf möglichen Bewertungspunkten. (NG)
Fazit: Ein unterhaltsamer historischer Roman
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lust auf Marzipan, Lust auf Lübeck, Lust auf Fortsetzung, 16. März 2008
Wenn ich ein Buch lese und ca. 100 St."am Stück" schaffe, kann ich einem
Autor/einer Autorin kein größeres Kompliment machen. Ich bin einge-
taucht in die wunderbare Welt der großartigen, starken Marie, die mit viel
Mut, Kraft, sozialem Engagement, Herzenswärme, Lebenslust und Liebe
ihr nicht immer einfaches Leben gemeistert hat. Ich brenne darauf, auf den Spuren der Krögers und Andresens die vielen Gassen und Straßen in Lübeck und Travemünde zu besuchen. Gibt es die Vorderreihe in Travemünde,
was ist mit der Beckergrube, Engelsgasse...?
Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings: Warum hat der Verlag
nicht jedem Buch eine kleine Tüte mit Marzipankügelchen beigefügt:-)
Ich hatte einen Riesenappetit auf Marzipan..
PS: wie geht es eigentlich weiter, wie kommen die Andresens in dem heutigen Lübeck klar, gibt es eine Fortsetzung? Ich würde mich freuen
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