Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Psycho-Thriller der Extraklasse!, 22. November 2006
Dieses Buch ist der Wahnsinn. Von der ersten Seite an wird der Leser durch Spannung bestochen. Man möchte wissen, was dieser ominöse Brief auf sich hat, den Dr. Stark in seiner Praxis findet. Und wer um Himmels Willen ist Rumpelstilzchen? Zur Mitte des Buches hin dachte ich, dass die Handlung sein Ende gefunden hätte und wunderte mich, dass noch über 300 Seiten zu lesen waren. Was konnte denn jetzt noch kommen? Dass die Handlung dann erst so richtig losging, ahnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Die Handlungsweise der Protagonisten ist sehr schlau und klug geschildert. Ein mit Tiefenpsychologie ausgetüfteltes Katz- und Mausspiel der Superlative. Wobei man sich irgendwann fragt, wer nun Katz und wer nun Maus ist.
Das Ende ist zwar nicht vorhersehbar, gibt mir aber das Gefühl, das Buch mit reinem Gewissen und ohne nachhaltige Albträume zu haben, nun in mein Bücherregal stellen zu können. Wer Thriller mag, wird den Patienten lieben. Lobenswerter Weise gehört dieses Buch im übrigen auch zu den eher unblutigen Thrillern, die wirklich rein durch den Spannungsaufbau den Leser an den Seiten kleben lassen. Ich zumindest konnte es nicht aus der Hand legen und bekam jedesmal fast einen Herzriss, wenn ein Telefonat oder die Türklingel mich beim Lesen störte.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von Jägern & Opfern, 13. August 2009
Wie fühlt man sich, wenn man Stück für Stück den Boden unter den Füssen weggerissen bekommt? Wenn nichts mehr rational ist? Wenn alle Normalitäten des Alltags auf einmal in einen irren Strudel geraten?
Wenn man ohne erkennbaren Grund zu einem gejagten Opfer wird?
Dieser aussergewöhnlich gute Thriller gibt die Antworten. Und wie er die gibt. Man wird faszinierter Zeuge einer atemlosen, schwindelerregenden Jagd, die scheinbar nur ein Ziel hat: Die Auslöschung einer Existenz.
Dies war mein erster Roman von Katzenbach. Ich habe ihn geschenkt bekommen. Gekauft hätte ich ihn mir wahscheinlich nie, dafür wurden mir seine Bücher zu sehr in der Öffentlichkeit zerissen. Warum das so ist kann ich nach diesem Genre-Glanzstück allerdings nicht nachvollziehen. Es kommt absolut selten vor, dass ich ein Buch so schnell durchlese. Über 650 Seiten in gerade einmal 2 Tagen. Wer meine Faulheit beim Lesen kennt, weiss was das für eine glorreiche Leistung ist! ;-)
So überaus begeistert von "Der Patient" bin ich aber auch wegen einer anderen Sache, der Storyentwicklung hin zu einem ganz grossen Coup in der Mitte. Mehr will ich dazu nicht verraten. Das wäre dann nur der halbe Spass. Und damit derjenige, der das hier liest, garantierten, stundenlangen Spass mit explosiver Hochspannung erhält, höre ich jetzt auf und beende mit meinem Rat:
Oben rechts auf den gelben Button "Einkaufswagen" klicken und dann ab mit diesem genialen Meisterwerk zur Kasse!! :-)
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51 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein modernes Märchen - das mörderische Rumpelstilzchen, 19. November 2006
Als der New Yorker Psychoanalytiker Dr. Frederick Starks am Abend seines 53. Geburtstags nach seiner für diesen Tag letzten Therapiesitzung einen an ihn andressierten Brief im Warteraum seiner Ordination entdeckt beginnt für ihn Ratespiel um Leben und Tot. Der mit "Rumpelstilzchen" unterzeichnete Brief verkündet Ricky gleich im ersten Satz ("Herzlichen Glückwunsch zum 53sten Geburtstag, Herr Doktor. Willkommen am ersten Tag Ihres Todes"), dass er von nun an nur 15 Tage Zeit hat um seine Identität herauszufinden, ansonsten wird Rumepstilzchen nach und nach Rickys Familienmitglieder umbringen. Der einzige Ausweg aus dieser Situation wäre Rickys Selbstmord mit dem das Spiel endet.
Wie sich schnell herausstellt kennt Mr. R. nicht nur Rickys gesamten Tagesablauf sondern auch intime Details seines Lebens. Durch seine beiden Agenten, der schönen Schauspierlin Virgil und dem geheimnisvollen Anwalt Merlin, erhält Ricky von Zeit zu Zeit nicht nur Hinweise auf Rumpelstilzchens wahre Identität, sondern auch Anweisungen. Der Mann der sonst seine Patienten genau analysiert ist somit selbst bis ins kleinste Detail analysiert worden und hält für seinen unbekannten Peiniger keine Überraschungen mehr bereit. Nach und nach beginnt Mr. R. Rickys Leben systematisch zu zerstören, was mit der Ermordung seines Patienten Roger Zimmerman beginnt und sich über eine berufliche Beschwerde, welche ihn seinen Job kosten könnte, über einen Angriff auf seine finanziellen Rücklagen und die Verwüstung seiner Wohnung fortsetzt. Der Schlüssel zu Mr. R.s Identität soll irgendwo in Rickys Vergangenheit liegen und mit einer Patientin zu tun haben, die sich nach einigen Sitzungen mit dem jungen Arzt Dr. Starks das Leben nahm. Die Zeit drängt und Rumpelstilzchen scheint jeden von Rickys Zügen genau zu überwachen, also drängt er ihn geradezu in den Selbstmord. Doch könnte er seinen Tod nicht vortäuschen und sich so von Rumpelstilzchens Fluch befreien, um eines Tages gar zurückzuschlagen oder würde er selbst dann zum Opfer werden?
Zum Inhalt:
Mit "der Patient" wurde endlich ein weiteres Werk vom Meister des Psychothrillers, John Katzenbach ins Deutsche übersetzt. Ähnlich wie die Anstalt spielt auch der Patient in einem Umfeld, das sehr viel mit Psychologie zu tun hat. Der Held Frederick Starks ist Psychoanalytiker und hat sich nach dem Tod seiner Frau immer mehr von seinem Umfeld isoliert. Anstatt zu handeln, lässt er die Dinge lieber auf sich zukommen, um anschließend seine Schlüsse daraus zu ziehen, was seinem Kontrahenten Rumpelstilzchen den entscheidenden Vorteil verschafft. Er drängt Ricky geradezu zum Selbstmord, welcher für einen Außenstehenden mehr als verständlich erscheint, denn nach Mr. R.s Eingriffen in Rickys Leben wirkt dieser wie der ideale Selbstmordkandidat, mit einer toten Frau, einer ruinierten Karriere, plötzlich verschwundenen Vermögen und einer verwüsteten Wohnung gibt es keine Hoffnung mehr in Dr. Starks Leben. Doch der Druck dem Ricky ausgesetzt wird, löst nicht die gewünschte Depression bei ihm aus, stattdessen wird sein Kampfgeist geweckt. Er beendet sein Leben und verschwindet der Bildfläche, doch damit er ein neues Leben, um seinen Peiniger irgendwann auch als Geist aus der Vergangenheit heimzusuchen.
Zum Buch:
Mit über 600 Seiten und einer gewissermaßen zweigeteilten Handlung sollte man sich den Kauf von der Patient genau überlegen und vielleicht zuerst ein Kapitel zur Probe lesen, ob man Katzenbachs Stil auch für längere Zeit und mehrere Seiten durchhalten kann, ohne dabei das Buch irgendwann aus der Hand legen zu müssen. Eigentlich könnte man das Buch ja nach etwa 300 Seiten, wenn der große Handlungshöhepunkt erreicht ist aus der Hand legen und sich gewissermaßen mit dem verfrühten Ende zufrieden geben, doch als Freund der Vollständigkeit lohnt es sich die Geschichte zu Ende zu lesen, immerhin schafft es John Katzenbach mit seinem Rätselraten um die wahre Identität des Mister R. und den schnellen Handlungswendungen zu faszinieren und zum Weiterlesen zu motivieren. Gekonnt lockt er, mit immer neuen Details, doch verweigert dem Leser die volle Auflösung des Rätsel bis wenige Seiten vor dem Schluss, so ist es auch überflüssig, das Ende zuerst zu lesen, denn man müsste sich mit den letzten beiden Kapiteln beschäftigen und selbst dann ist die Lösung noch nicht ganz vollständig. In Kombination mit der ohnehin elektrisierenden Spannung und der dichten Geschichte, sowie des ungewöhnlichen und doch sehr menschlichen Charakters von Dr. Frederick Starks erschafft John Katzenbach in "der Patient" eine Atmosphäre in welcher man Seite um Seite geradezu verschlingt und das Buch nur noch schwer aus der Hand legen will.
Fazit:
Ein wahrhaft spannender Psychothriller, der einfach nicht zulässt dass man auch nur eine Seite überspringt.
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