Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Anders, aber nicht schlecht!, 17. Februar 2009
Das dritte Buch der Reihe packt ein Mystisches Element hinein, was bei der englischen Leserschaft mit zweieinhalb Sternen abgestraft wurde, was aber aus meiner bescheidenen Sicht zu Unrecht geschehen ist.
Es ist einfach anders, was natürlich bei den Gewohnheitstieren stark aufstoßen mag, aber alles verändert sich nun mal und in den Büchern wurde, im Vergleich zur Fernsehserie, der "dunkle Passagier" schon immer stärker behandelt und irgendwo muss das ja hinführen und das ganze als Psychose abzutun wäre ja etwas langweilig.
Wobei man das Mystische etwas hätte ausbauen können. Irgendwie ist alles nicht so erklärt, wie es hätte sein können, um dem Ganzen einen tieferen Sinn zu geben und vor allem dem Leser die Gründe des Autors für den Genrewechsel zu erläutern. Es ist irgendwie etwas seicht erläutert, gerade so, dass man damit zu Frieden ist, aber kurz davor sich selbst in das Thema mithilfe der Wikipedia einzulesen.
Auch manche Eigenarten Dexters werden zu oft durchgekaut (im wahrsten Sinne des Wortes ...).
Zu diesen zwei schlechten "Neuerungen" gesellen sich auch ein paar alte Schwächen. Die schnellen Enden, gerade mal auf 16 Seiten beschränkt sich das Finale und die "Auflösung". Wobei wie bei den vorigen Bänden die "Auflösung" etwas arg kurz ist und vieles unklar bleibt, vor allem könnte man schon etwas mehr über die Reaktionen der Personen behandeln (vor allem über die der Schwester, was zwar in diesem Buch mal passiert aber es alles andere als befriedigend ist ...).
So aber jetzt genug des Schlechten! Das wichtigste ist doch, dass bzgl. des Humors alles beim Alten geblieben ist und man sich köstlich mit Dexter amüsieren kann und wie bei den vorherigen Bänden verschlingt man das Buch gerade zu. Somit ist dem Buch das Wichtigste geblieben und was will man mehr?
Deswegen bekommt es von mir vier Sterne und ich hoffe, ich habe mit meiner kleinen Rezension nicht zuviel verraten. Wenn man nicht ein hartgesottener Realist ist und mit Mystischem rein gar nichts anfangen kann, verdient es eher zweieinhalb Sterne.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Dexter mal etwas anders..., 13. Juni 2009
Das dritte Buch der Dexter-Reihe ist etwas anders als seine Vorgänger. Zwar gibt es Morde und auch der Humor und Erzählstil sind wie von Lindsay gewohnt, doch es werden einige mystische Fäden mit der Handlung versponnen, die der Geschichte eine ganz andere Wirkung verleihen.
Zunächst fängt alles ganz normal an: Dexter perfektioniert seine Tarnung als ganz normaler Bürger Miamis, indem er zusammen mit Rita ihre Hochzeit plant. Astor und Cody, benötigen sowieso seiner besonderen Aufmerksamkeit, seit er weiß, dass sie sind wie er. Da kommt ihm ein neuer Mordfall gerade recht, dem heilen Familienleben für eine Weile zu entfliehen, nichts ahnend, dass die nächsten Tage ein Alptraum für ihn werden. Denn beim Anblick der beiden verbrannten Leichen, die statt der eigenen Köpfe Stierschädel tragen, verflüchtigt sich sein dunkler Passagier ins Nichts! Dexter versteht die Welt nicht mehr und muss erkennen, dass er ganz allein, ohne seinen Schatten, hilflos und was noch schlimmer ist, emotional ist!
Soweit so gut.
Nun beginnt die Andersartigkeit dieses Buches, denn Dexter will seinen dunklen Passagier zurück und denkt zum ersten Mal darüber nach, woher sein Schatten überhaupt gekommen ist. Denn wenn er gehen kann, muss er auch irgendwann angekommen sein. Seine Recherchen weisen ihm den Weg zu einer Gruppe, die den Gott Moloch verehrt, dessen Herrschaft bis zu König Salomons Regentschaft zurückreicht.
Unheimliche Rituale, Menschenopfer und fremdartige Musik ... Dexter kommt das seltsam bekannt vor und doch weiß er nicht, was das alles zu bedeuten hat. Zudem wird er beobachtet und verfolgt, was in ihm ein unbekanntes Gefühl hervorruft: Angst.
Obwohl Jeff Lindsay sich in diesem Buch scheinbar hat treiben lassen und neue Seiten zeigt, bin ich durchaus zufrieden mit der Story. Zwar wird nicht wirklich erklärt, woher genau der dunkle Passagier nun tatsächlich kam, doch Dexter mal von einer anderen, unsichern und ängstlichen Seite zu erleben, war toll. Natürlich mag ich ihn gerade wegen seiner eiskalten Gelassenheit, doch er ist eben kein Superheld. Die mystischen Elemente haben mich eigentlich nicht gestört, sie waren nur überraschend. Ansonsten eine tolle Story, in der natürlich auch die fluchende Deborah und der übernervöse Vince nicht fehlen und die sehr belebt wird durch die beiden Kinder Astor und Cody, die am liebsten sofort in Dexters Fußstapfen treten wollen. Das Ende war in jedem Fall erfreulich, sodass ich mich schon jetzt auf das nächsten Band der Reihe freue.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unschlagbar Dexter, 30. Juli 2009
Dexter ist zurück und schleicht gewohnt geschmeidig durch das lasterhafte Miami, um fiese Täter zu Opfern zu machen. Dabei achtet er wie immer akribisch darauf, als ganz normaler Mitbürger zu erscheinen. Sein neuestes Projekt in Sachen Tarnung" ist seine Hochzeit mit Langzeitfreundin Rita. Deren Hochzeits-Hysterie treibt ihn jedoch fast in den Wahnsinn. Hinzu kommen Cody und Astor, die ihn plötzlich vor ernste Erziehungsfragen stellen. Dermaßen unter Streß gesetzt, ist unser Lieblings-Ungeheuer wie gelähmt, als sich sein Dunkler Passagier" plötzlich sang- und klanglos einfach aus dem Staub macht. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Dexter auf sich allein gestellt und versucht verzweifelt, seine geliebte zweite Identität wiederzufinden. Denn ohne seine innere Stimme tappt er völlig unbeholfen durch sein Alibi-Leben und ist aller Instinkte beraubt. Und dabei wird er auch noch immer menschlicher...!
Wie auch in den zwei vorigen Bänden ist Dexter wieder wunderbar sarkastisch und witzig und beobachtet seine Umgebung genauestens. Sein Humor ist gewohnt filetiermesserscharf, seine sozialen Kontakte hingegen hilflos bis tollpatschig. Dexter ist mittlerweile wie ein alter Bekannter, und mit jedem seiner Abenteuer lernt man ihn besser kennen. Durch weitere kleine Stories aus einer Kindheit lernt man ihn stetig besser kennen und verstehen. Natürlich darf Seargent Schwester" Deborah nicht fehlen, die gewohnt aggressiv durch die Gegend flucht und ermittlungstechnisch mal wieder völlig auf dem Holzweg ist. Leider kann Dexter ihr beim aktuellen Mordfall überhaupt nicht weiterhelfen, da ja leider der Souffleur" abhanden gekommen ist! Deshalb ist Debbie natürlich reichlich ungehalten. Die eigentliche Geschichte ist wie immer sehr originell, dieses Mal kommt ein mystisches Element hinzu: Ritualmorde und Schattengestalten scheinen irgendwie mit Dexter verbunden zu sein und von ihm Besitz ergreifen zu wollen. Neues Konzept, aber sehr gut. Endlich stellt sich Dexter mal ein paar Fragen zur Herkunft seines Dunklen Passagiers" - leider erst, als der ihn sitzen lässt...!
Der Sprecher Alexander Bandilla hat schon die zwei Vorgänger-Hörbücher grandios gesprochen und auch dieses Mal Dexter wieder seine Stimme geliehen. Das war eine gute Entscheidung, denn Bandilla schafft diese Balance zwischen Sachlichkeit und Sarkasmus erstklassig. Auch dieses Mal bin ich wieder total begeistert. Es macht unheimlich viel Spaß, Bandilla auf der Reise durch Dexters Denke zuzuhören. Fazit: auch der dritte Teil dieser Hörbuch-Serie ist wieder ein Volltreffer. Ich hoffe, dass dies nicht Dexters letzter Fall war!
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